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Heraklit

Viel zu wissen allein lehrt nicht, Verstand zu haben.

Erkenntnis vs. Konsum

relevantes Wissen: Logos (Wahrheit) durch philosophisch-kritsches Denken

für alle zugänglich, anlernbar

Aufklärer vs. die Trägen im Geiste

Pindar

Weise ist, wer vieles sieht & erkennt aus seiner Natur. Im Gegensatz zu jenen, die alles erlent haben - jedoch nichts erkennen.

Erlerntes vs. richtiges Wissen

Weisheit kommt aus der Natur (phya), genetisch determiniert

Erwählte (aristoi) vs. Masse (gemeines Volk)

Sophistik

Lehrbarkeit erfolgs/karriererelevanten Wissens/Kompetenzen

Reaktion auf verändertes Bildungsbedürfnis (Demokratisierung, pol. Partizipation, Kulturrelativismus, Religionskritik)

Protagoras

Erfolg nicht angeboren, sondern durch arete; Befähigung zur aktiven Teilhabe

Unterricht schult 3 Kompetenzen: rhetorische, politische, juristische

Septem Artes Liberalis: Trivium (Grammatik, Rhetorik, Dialektik), Aufbau: Arithmetik, Geometrie, Astronomie, harmoneia

Sokrates/Platon

besser werden heißt auch moralisch besser werden, aber Tugend ist nicht lehrbar

Sokrates: Bildung durch kritische Philosophie

Platon: Bildung als innerer Prozess, der auf individueller Einsicht beruht; Problem der Erziehung

Isokrates

Kombination aus sophistischen Unterricht (Anlage, Übung, Erziehung) und sokratischem Bildungsanspruch

Rhetorik wichtig, dabei gehören Verstehen und Redevermögen zusammen

Cicero

vollkommener Redner und gebildeter Mensch (unteilbare Unterweisung = doctrina)

Quintilian

nur moralisch guter Mensch kann vollkommener Redner sein

Petrarca

Bildung als Studium der Humanioria (Moralität, sittliches Handeln, sprachlich-geistige Bildung --> perfectio hominis) mit dem Ziel der Humanitas

richtiges Wissen: sprachlich-kritische Bildung (Lat/Gr/Heb)

Luther

Kirche welt. Obrigkeit unterstellt

UR und bildung für alle

Literalisierung

Neugestaltung der Schule

Melanchthon

Praeceptor Germaniae

Schul-/UR-/Unireformer

Erweiterung der SAL durch Poesie, Geschichte, Griechisch, Mathematik

Frühhumanismus

Bildung ist Selbstzweck

neues Menschenbild --> Vervollkommnung des freien, selbstverantwortlichen Menschen

Nützlichkeitspädagogik

ggüber Neuhumanismus & Weimarer Klassik

realistische Grundtendenz

Nawi, Technik, Praxis, Muttersprache/Frz

Bildung des Einzelnen für die Gesellschaft

Wolff

Nützlichkeitspädagogik

Nützlichkeit der dt. Sprache

Basedow

Suche nach der Nützlichkeit, Brauchbarkeit des Einzelnen für die Gesellschaft

Philantrop

Erziehungsziele: Gemeinnützigkeit, Menschenfreudigkeit, Glückseligkeit, Patriotismus

Neuhumanismus/Weimarer Klassik

zweckfreie Bildung (anti Nützlichkeit)

klassisches Wissen

Winckelmann

Rückorientierung auf Antike

Wieland

Das Leben des Agathon (erster Bildungsroman)

umfassende Bildung durch das Leben

Herder

Daseinszweck des Menschen ist Bildung der Humanität

(alle andere dient dem oder führt dahin)

Goethe

Bildung erhebt den Menschen zu dem, was er sein soll (Wert)

Ziel: harmonische Bildung der Persönlichkeit, Vollendung der Humanität durch Vollentfaltung

Voraussetzungen: Mannigfaltigkeit der Tätigkeit und Vermeidung von Einseitigkeit

Schiller

Bildung verstärkt den menschlichen Anspruch eine Gottheit zu sein

in seiner Persönlichkeit kommt der Mensch zu sich (Distanz zur Sinnenwelt)

Humboldt

Ideal ist Persönlichkeitsbildung durch Individualität

Voraussetzungen: Freiheit, Mannigfaltigkeit der Situationen

Erstarrung des humanistischen Gymnasiums

19. Jh., altsprachliche Wissensvermittlungsindustrie

Ideal der Persönlichkeitsentwicklung schwer schulisch erreichbar

Wiederaufleben des Lateinischen (log. Denken)

Lob des Paukens --> Bildung mit Berechtigungen im gesellschaftlichen System verbunden (gesell. Distinktion)

Lage nach WK2

Stofffülle

Zerfall anerkanntr Wissenshierarchien

Robinsohn

Schlüsselqualifikationen --> Bildung als Ausstattung zum Verhalten in der Welt

Bildungsreform: Revision des Curriculums

Identifizierung und Analyse künftiger Lebenssituationen

Bestimmung der Qualifikationen zur Bewältigung

Entwicklung von Curriculum-Elementen

 

Friedrich-Ebert-Stiftung (2012)

Bildungskanon (einheitl.) nötig, aber in pluralistischer Gesellschaft unmgl.

MINT-Bildung: nötig für verantwortungsbewussten Umgang mit Technologie