Flashcards in the set

Haven't started (66)

Kernpunkte des kommunikativen Ansatzes

  • Sprache lernen, nicht über die Sprache lernen
  • Zielsprache zur mündlichen o. schriftlichen Kommunikation verwenden
  • Behandeln von lebensrelevanten Situationen
  • Verwenden authentischer Materialien
  • Fokus auf 4 Fertigkeiten
  • Wechsel der Sozialformen: Gruppen und Paararbeit

Handlungsorientierung

sich über bestimmte Inhalte verständigen können

in authentischer und unmittelbar realen akzeptierbaren Situationen kommunizieren können

Merkmale guter Aufgaben / tasks im FSU

  • Inhaltsorientierung
  • Realitätsbezug
  • Offenheit und Wahlfreiheit
  • Produkt- und Ergebnisorientierung

Merkmale von handlungsorientierten Lernaufgaben

  • für Lebenswelt von Bedeutung
  • möglichst authentisch
  • regen zur inhaltlichen Auseinandersetzung an
  • Lernsettings möglichst offen (können eigene Lösungswege finden)
  • am kommunikativen Erfolg orientiert
  • Grammatik- und Wortschaftsvermittlung kein Selbstzweck

Ziele des GeR (Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen) 4 Punkte

  • Förderung der Vergleichbarkeit der Sprachenkompetenzen in unterschiedlichen Bildungssystemen der EU
  • Erleichterung der Zusammenarbeit zw. Bildungsinstitutionen in versch. Ländern
  • Sprachenübergreifende Kompetenzbeschreibungen 
  • Verbesserung der Qualität des Sprachenlehrens und -lernens

Auswirkungen des GeR auf den FSU (7 Punkte)

  • Lehrpläne
  • Lehrwerke
  • Bildungsstandards
  • Europäisches Sprachenportfolio (ESP)
  • Studienpläne
  • Internationale Sprachenzertifikate
  • Standardisierte Reifeprüfung

woraus bestehen Kompetenzstufen?

aus Kann-Beschreibungen / Deskriptoren

Sie geben an, was Lernende auf dieser bestimmten Kompetenzstufe können

Kompetenzstufen A-Niveaus

Elementare Sprachanwendung

Kompetenzstufen B-Niveaus

Selbstständige Sprachanwendung

Kompetenzstufen C-Niveaus

Kompetente Sprachanwendung

Was sind die 4 "21st Century Skills" in den Lehrplänen

  • Kollaboration
  • Kreativität
  • Kritisches Denken
  • Kommunikation

Lehrpläne NEU -  Übergreifende Themen (3 Punkte)

  • Aufbauend auf früheren Unterrichtsprinzipien
  • Aufwertung fächerübergreifender Kompetenzentwicklung
  • Konkrete Bezüge in den Fachlehrplänen

Struktur der Fachlehrpläne FSU

  • Bildungs- und Lehraufgabe
  • Didaktische Grundsätze
  • Zentral fachliche Konzepte

 

  • Kompetenzmodell und Kompetenzbereiche

 

  1. Kompetenzbeschreibungen
  2. Anwendungsbereiche

Ziel des FSU in Sekundarstufe I?

kommunikative Kompetenzen in der Fremdsprache zu entwickeln, die in lebensnahen, altersadäquaten Siationen erlernt werden

Wozu sollen SchülerInnen im FSU befähigt werden?

sich später in Alltag und Beruf in der Fremdsprache zu verständigen

wie ist das Vier-Fertigkeiten-Modell aufgebaut?

Unterteilung in Hören, Sprechen, Lesen, Schreiben

 

rezeptiv - produktiv

primär - sekundär

schriftlich - mündlich

 

Was wird am Vier-Fertigkeiten-Modell kritisiert?

unnatürliche und unrealistische Abstraktion

 

ersetzt durch 4 Arten kommunikativer Sprachaktivitäten 

 

  1. Rezeption
  2. Produktion
  3. Interaktion
  4. Mediation

 

nur teilweise umgesetzt, Mediation vielfach unberücksicht

Nenne die 3 Rezeptionsaktivitäten

  1.  Hörverstehen
  2.  Audiovisuelles
  3. Leseverstehen

was bedeutet TOP DOWN beim Prozess des Leseverstehens?

konzeptgeleitet/erwartungsgeleitet

  • Aktivieren von Schemata des Sachwissens
  • Sinngemäßes Ergänzen
  • Aufstellen & Überprüfen von Hypothesen, Konstruierung von Bedeutung

Was bedeutet BOTTOM UP beim Prozess des Leseverstehens?

datengeleitet

  • Erkennen & Identifizieren von Worten, Sätzen
  • Zuordnen von Bedeutung

Was bedeutet TOP DOWN beim Prozess des Hörverstehens?

konzeptgeleitet/erwartungsgeleitet

  • Aktivieren von Schemata
  • Hypothesen über ein mögliches Wort steuern die Wahrnehmung

Was bedeutet BOTTOM UP beim Prozess des Hörverstehens?

datengeleitet

  • Einzelne Laute werden wahrgenommen, zusammengesetzt und Wörter daraus gebildet

Erkläre eine rezeptionsbasierten Unterrichtseinheit mit Fokus auf Global-to-detail approach (top-down processing)

  1. Einleitung (z.B. Einführung in das Thema; Aktivieren von Wortschatz)
  2. Erstes Anhören / Lesen --> Globalverständnis
  3. Zweites Anhören / Lesen --> Selektives, Detailliertes Verständnis
  4. Nachbereitung / Follow-up activities

Was bedeutet Produktion?

Zusammenhängendes Sprechen und Schreiben

 

Was bedeutet Interaktion?

dialogisches interaktives Sprechen und Schreiben

Was gehört zur Produktion (2 Punkte)

  • Mündliche Produktion 

monologisches Sprechen z.B. Präsentation

 

  • Schriftliche Produktion

Zusammenhängendes Schreiben z.B. Aufsatz

Was gehört zur Interaktion? (3 Punkte)

  • Mündliche Interaktion

dialogisches Sprechen z.B. Diskussion, Rollenspiel

 

  • Schriftliche (Online-) Interaktion

Korrespondenz z.B. Briefe, Mails, Mitteilungen

 

  • Online Interaktion

Online Kommunikation z.B. Videochats, Voicemails

Charakteristika gesprochener Sprache?

  • Spontanität
  • Redundanz z.B. Wiederholungen
  • Elliptisch z.B. Auslassungen
  • Abbrüche z.B. unvollständige Sätze
  • Pausen und Unterbechungen
  • Abweichungen von der Norm (Dialekt)
  • Spontane Korrekturen
  • Einfacher Satzbau und Wortschatz
  • Informell, Emotionalität

Charakteristika geschriebener Sprache?

  • inhaltlich-strukturelle Planung
  • Vermeidung von Redundanzen
  • zeitlich steuerbare Produktion
  • Korrektur
  • Vollständige Sätze, komplexer
  • Orientierung an Norm bzw. Standardsprache
  • Formell, neutral

 

konzeptionelle Mündlichkeit?

informell, Alltagssprache

z.B. Chat, medial jedoch schriftlich, Online Kommentare, Blogeintrag

konzeptionelle Schriftlichkeit

ausführlich und grammatikalisch Korrekt

z.B. formelle Rede oder Vortrag, medial jedoch mündlich

Förderung von mündlicher und schriftlicher Produktion sowie Interaktion (8 Punkte)

  • Verwendung der Zielsprache als Kommunikationsmittel im FSU
  • Progression z.B. Small Talk
  • Auswahl von relevanten, aktuellen, interessanten Aufgaben und Themen
  • angenehme und angstfreie Lernatmosphäre schaffen
  • Kollaboratives Lernen z.B. Gruppenarbeiten
  • Scaffolding z.B. Phrasen für Dialoge bereitstellen
  • Textsortenwissen aneignen
  • Einbezug von digitalen Medien z.B. Chat, KI-Schreibassistenten

Was gehört zur Mediation?

  • Mediationsaktivitäten
  • Mediationsstrategien

Was gehört zu Mediationsaktivitäten?

  1. Mediation von Texten (z.B. Notizen anfertigen)
  2. Mediation von Konzpten (z.B. Interaktion organisieren)
  3. Mediation von Kommunikation (z.B. als Mittler*in agieren)

Was gehört zu Mediationsstrategien?

  1. Erläuterung eines Konzepts
  • mit Vorwissen verbinden
  •  Sprache anpassen
  • Komplexe Einheiten vereinfachen
  1. Vereinfachung eines Textes
  • Dichten Text erweitern
  • Text straffen

Wird Mediation im Lehrplan genannt?

Weder im AHS Lehrplan für Sekundarstufe I, noch in II wird der Fachbegriff "Mediation" genannt

 

Was ist Lerner*innensprache?

eine Zwischensprache, eine Varietät der Sprache, die Schüler*innen lernen wollen

Charakterisitka der Lerner*innensprache

  • regelgeleitet (es stecken unbewusste Regeln dahinter)
  • vorhersehbar
  • enthält erstsprachliche, zielsprachliche und innovative Elemente
  • systematisch
  • variable/ständige Veränderung

Phänomene der Lerner*innensprache (5 Punkte)

  1. Fossilisierung 
  2. Backsliding
  3. Übergeneralisierung
  4. Simplifizierung
  5. L1 Transfer

Fossiliserung

inkorrekte Sprache so stark gefestigt, dass Korrektur schwerfällt

Backsliding

beherrscht man, slidet dann zurück in inkorrekte Struktur

Übergeneralisierung

Regel wird in allen Kontexten angewendet z.B. past -ed bei allen Verben "goed"

Simplifizierung

stark vereinfachte Sprache

L1 Transfer

Einfluss der Erstsprache auf Fremdsprache z.B. false friends, I become a negative grade

Spracherwerbsforschung (I)SLA Bedeutung

(I)SLA: Instructed Second Language Acquisition research

Funktion von (I)SLA?

Beschäftigt sich mit Fragen bez. Erwerb von Fremdsprachen generell

Rolle des Fehlers Lernplanbezug

Kompetenzniveau beachten und je nachdem korrigieren

Rolle des Fehlers in Grammatik-Übersetzungsmethode

sofort korrigieren

Rolle des Fehlers in Audiolinguale Methode

sofort korrigieren

Rolle des Fehlers in Direkter Methode

Fehler Teil des Lernprozesses

Rolle des Fehlers im kommunikativen Ansatz

Fehlertoleranz

message before accuracy

Behaviorismus (Skinner 1957) 

Sprache entwickelt sich als erlernte Reaktion auf äußere Reize

Behaviorismus (Skinner 1957) Kernthesen (3 Punkte)

  • Grundlage für Sprachentwicklung ist universeller Lernmechanismus (durch Nachahmung und Versuch und Irrtum)

 

  • Bildung Sprachgewohnheiten (Habits)

 

  • Umweltreize (stimulus) lösen Reaktionen (response) aus

Rolle des Fehlers im Behaviorismus

sehr negativ, sofortige Korrektur muss geschehen

Nativismus (Chomsky 1955/57) 

Sprache entwickelt sich aus angeborenem sprachlichen Wissen

Nativismus Kernthesen (3 Punkte)

  • Sprachfähigkeit genetisch bedingt
  • Angeborene Spracherwerbsmechanismus, jeder hat eine Universalgrammatik
  • keine Nachahmung, da sich im Output Elemente befinden, die nicht im Input zu finden waren (z.B. Übergeneralisierungen)

Rolle des Fehlers im Nativismus

Teil des Spracherwerbsprozesses

Interaktionismus (Bruner 1975)

Sprache entwickelt sich aus Interaktion zw. Bezugsperson und Kind

Interaktionismus Kernthesen (3 Punkte)

  • Gemeinsame Handlungen/Kommunikation bedingt Spracherwerb
  • Teacher talk ähnlich der child directed speech, man passt eigene Sprache dem Niveau des Kindes an
  • Einfache Strukturen, Wiederholungen, Langsames Sprechen, deutliche Gliederung

Rolle des Fehlers im Interaktionismus

Fehler als Lerngelegenheit

Processability Theory (Pienemann 1998) --> aktuellste

Spracherwerb erfolgt in hierarchisch aufeinanderfolgenden Erwerbsstufen

Processability Theory Kernthesen (5 Punkte)

  • Spracherwerb erfolgt in hierarchisch aufeinanderfolgenden Erwerbsstufen
  • Spracherwerb ist universal und somit sprachenunabhängig
  • Erwerbsstufen bauen aufeinander auf
  • Eine Stufe kann nicht übersprungen werden
  • Sprachproduktion bestimmt durch den Aufbau, Folge..?

Folge Processability Theory

  • Spracherwerb ist vorhersehbar
  • Lernende produzieren nur Strukturen, die sie verarbeiten können

Basis Processability Theory

  • Psycholinguistik = Sprachproduktionsmodell von Levelt
  • Linguistik

Rolle des Fehlers Processability Theory

Fehler als Teil der Sprachentwicklung 

Teachability Hypothesis

Lehren einer Struktur nur dann erfolgreich, wenn Lernende dafür bereit sind