Flashcards in the set

Haven't started (48)

Strikt dominante Strategie

... liefert gegen alle möglichen Strategien der anderen Spieler die strikt höchste Auszahlung

Schwach dominante Strategie

... liefert gegen alle möglichen Strategien der anderen Spieler die schwach höchste (=mind. genauso gut) Auszahlung

Nash-Gleichgewicht

kein Spieler hat Anreiz, von gewählter Strategie abzuweichen, sofern alle anderen bei ihren gewählten Strategien bleiben

Gefangenendilemma

Nash GG ist nicht pareto-effizient = es kann mind. ein Spieler besser gestellt werden, ohne dass ein anderer Spieler schlechter gestellt wird

Replikationsdynamik

  • symmetrisches 2 Spieler-Spiel
  • unendlich große Menge an Individuen
  • zwei Strategien: x und y
  • unendlich viele Runden


> Anteil der y-Spieler steigt, falls die erwartete Auszahlung von y höher ist als die von x (analog umgekehrt)

> bei Gleichheit bleiben Anteile konstant

> Erwartete Auszahlung der Strategie y: E[π(y)] = pπ(y,x) + (1 − p)π(y,y)]

p Wahrscheinlichkeit auf x zu treffen

Evolutionär stabile Strategie (ESS)

  • sind stabil gegenüber dem Auftreten einer anderen Strategie
  • Wskt. auf die neue Strategie zu treffen ist klein(->0)
  • neue Strategie wird in der Replikationsdynamik wieder verdrängt
  • Kriterien:

> wenn y eine strikt beste Antwort gegen sich selbst ist A: π (y,y) > π(x,y)

> wenn y eine schwach beste Antwort gegen sich selbst ist und x keine beste Antwort gegen sich selbst ist B: π(y,y) = π(x,y), π(y,x) > π(x,x)


Institution

  • Def: Regel + Durchsetzungskomponente
  • Regelkomponente: allg. bekannte Regel zur Strukturierung wiederkehrender Interaktionssituationen
  • Durchsetzungskomponente: Bestrafung von Regelverletzung, wirksame Durchsetzung erforderlich
  • können Transaktionskosten senken

Organisation

  • auf Dauer kooperierende Personen mit gemeinsamen Zielen
  • Organisationen = Personen + Institutionen

Arten der Überwachung von Institutionen (Bsp: Doping im Sport)

  • Selbstüberwachung:bei Konventionen im unmittelbaren pers. Interesse (hohes Gesundheitsrisiko)
  • imperative Selbstbindung: ethische Regeln aufgrund von Verinnerlichung(moralische Überzeugung)
  • spontane gesellschaftliche Überwachung: Anstand und Sitte (durch Medien)
  • organisierte private Überwachung: formelle private Regeln (Kontrolle der Sportverbände)
  • staatliche Überwachung: Regeln positiven Rechts durch Anwendung durch Privat- und Strafrecht (strafbar)

Koordinationsproblem

  • wenn es zwei pareto-effiziente Nash-GG gibt
  • Lösung durch Institution (Regel mit Durchsetzungsmechanismus)

Neutrale Beziehung

Regelung nicht miteinander verflochtener Bereiche menschlichen Verhaltens z.B. Rechtsfahrgebot

Komplementäre Beziehung

Staatliche als auch private Überwachung einer menschlicher Verhalten gleichartig beschränkender Regel z.B. Doping Verbot

Substitutive Beziehung

entweder staatliche oder private Überwachung einer menschlicher Verhalten gleichartig beschränkenden Regel z.B. Rechtsstreit der privat oder gesetzlich gelöst werden kann

Konfligierende Beziehung

Beachtung einer Regel beinhaltet notwendigerweise Verstoß gegen eine andere Regel z.B. Scheidungsrecht-katholische Kirche

Entstehung von Transaktionskosten

Kosten die in Verbindung mit einer Transaktion auftreten, durch

  • unvollkommene Information: Informationsasymmetrie
  • beschränkte Rationalität: Verhalten der Martk-TN nur beschränkt rational = basiert nicht vollständig auf Nutzenmaximierung

Transaktionskosten


  • Such-/Informationskosten
  • Verhandlungs- /Entscheidungskosten
  • Überwachungs- /Durchsetzungskosten

Informationsproblem bei Entscheidungen

  • Entscheidungsrelevante Informationen sind Entscheidungsträger nicht im Vorhinein bekannt
  • Informationen sind oft auf mehrere Individuen verteilt
  • Bei einer Entscheidung: Informationen können von den Individuen eingesammelt werden (Aggregation) oder die Entscheidung wird auf Grundlage unvollständiger Information getroffen

Organisationen/Verfahren zur Aggregation

  • Abstimmungen, Wahlen
  • Expertengremien
  • Bevölkerungsumfragen
  • Konjunkturerwartungen

Condorcet-Jury-Theorem

Liefert Kriterien dafür, wann eine demokratische Mehrheitsentscheidung effizienter als Einzelentscheidungen bzgl. der Aggregation von Informationen ist

Zentrale Annahmen des Condorcet-Jury-Theorem

  • Ungerade Anzahl N>2 an Individuen mit homogenen Präferenzen
  • Zwei gleichwahrscheinliche zukünftige Zustände
  • Zustandsspezifische effiziente Politiken
  • dezentrale, identische und unabhängig verteilte informative Signale (p>0,5)
  • identische zustandsspezifische Nutzendifferenzen (sonst Tendenz für kleinere Differenz zu entscheiden): U(R|sR ) − U(L|sR ) = U(L|sL) − U(R|sL)

Condorcet-Jury-Theorem Ergebnis wenn Annahmen erfüllt sind

  • Wskt. PN, dass Gruppe aus N>=3 Individuen per Mehrheitsentscheidung effiziente Politik wählt, größer als Wskt. p, dass ein einzelnes Individuum die effiziente Politik wählt
  • PN steigt mit der Anzahl der Wählern N
  • Wenn N sehr groß, wird nahezu sicher die effiziente Politik gewählt (N->undendlich lim PN=1)

Arrow-Unmöglichkeitstheorem

Ideales Wahlverfahren erfüllt folgende Bedingungen

  • I: Unabhängigkeit von irrelevanten Alternativen (Hinzunahme weiterer Alternative ändert kollektive Reihung zweier Alternativen nicht)
  • N: Nichtdiktator-Eigenschaft (Gruppenpräferenz sollte nicht vollständig bestimmt werden durch Präferenz eines einzelnen Individuums)
  • P: Pareto-Eigenschaft (Wenn alle I eine Alternative einer anderen vorziehen, dann sollte das auch die Gruppe tun)
  • U: Universalität der Präferenzen (sämtliche vollständigen und transitiven individuellen Präferenzen möglich)
  • T: Transitivität der Gruppenpräferenz

Arrow-Theorem in der Praxis

  • mehr als zwei Alternativen > individuelle Präferenzen können nicht zu kollektiver Präferenzordnung aggregiert werden (INPUT nicht simultan erfüllt)
  • jedes Wahlverfahren verletzt mind. eine Annahme > Nichtexistenz eines idealen Wahlverfahrens
  • Auswahl eines Wahlverfahrens bedeutet normatives Urteil über Abschwächung einzelner Annahmen

Condorcet-Paradoxon

Auftreten eines Abstimmungskreislaufes bei paarweiser Abstimmung über mehr als 2 Alternativen in einer Mehrheitswahl

  • kein eindeutiger Gewinner zu ermitteln
  • kein Condorcet-Gewinner
  • Arrow-Bedingung Transivität verletzt durch Abstimmungskreislauf (Intransivität der Gruppenpräferenz)
  • Macht des Agendasetters

Medianwählertheorem zentrale Annahmen

Eindimensionalität

  • ein Bewertungskriterium
  • Ausgabenverteilung vorab Festgelegt
  • Eindimensionale Anordnung

Eingipflige Präferenzen

  • individuelle Präferenzordnungen haben nur ein lokales Maximum (ein Gipfel pro Wähler)

Medianwählertheorem

  • Median aller geordneter Gipfel ist erste Präferenz des Medianwählers
  • erste Präferenz d. Medianwählers wird bei paarweiser Abstimmung gewählt
  • präferierte Alternative des Medianwählers ist Condorcet Gewinner

Borda-Verfahren (Borda Count)

  • Jedes Individuum ordnet die n Alternativen nach den eigenen Präferenzen und vergibt in absteigender Reihenfolge Punkte: n, n − 1, ...
  • Gewonnen hat die Alternative mit den meisten Punkten

Abstimmung mit Stichwahl (Runoff Voting)


  • Jedes Individuum gibt der am meisten präferierten Alternative einen Punkt
  • Wenn eine Alternative mehr als 50% der Punkte erhält, hat sie gewonnen
  • Andernfalls findet eine Stichwahl zwischen den zwei Alternativen mit den meisten Punkten statt
  • Die Alternative mit mehr als 50% der Punkte hat gewonnen

Zustimmungsverfahren (Approval Voting)

  • Jedes Individuum ordnet die n Alternativen nach den eigenen Präferenzen und vergibt für die k von ihm am höchsten bewerteten Alternativen jeweils einen Punkt, mit 1 ≤ k ≤ n
  • Die Höhe von k bestimmt jedes Individuum bei jedem Wahlgang selbst (d.h., jeder bestimmt die "akzeptablen" Alternativen)
  • Gewonnen hat die Alternative mit den meisten Punkten

Arten der Einstimmigkeit

  • Einfache Mehrheit (50%)
  • 2/3-Mehrheit (z.B. gem. Art. 79 Abs. 2 GG bei Änderungen des Grundgesetzes)
  • Einstimmigkeit (100%) (z.B. wichtige Entscheidungen im Europäischen Rat)

Prinzipal und Agent z.B. Wähler und Legislative

  • Prinzipal beauftragt Agent zur Wahrnehmung seiner Interessen
  • Unterschiedliche Interessen von Prinzipal und Agent (Opportunismus des Agenten)
  • Asymmetrische Information: Agent besser informiert als Prinzipal
  • Unvollständige Verträge wg. fehlender Kontrahierbarkeit (des Verhaltens des Agenten)
  • Vertragsanforderungen:

▶Partizipationsbedingung (Teilnahme muss sich lohnen)

▶ Anreizverträglichkeit (vertragsgemäßes Handeln muss sich lohnen)

Dilemma des starken Staates

  • Garantie der Eigentumsrechte verlangt starken Staat
  • Gefahr des Missbrauchs staatlicher Macht steigt mit zunehmenden Kompetenzen
  • Kontrollmechanismen
  • Selbstbindung: Verfassung, Internationale Verträge, Gewaltenteilung

Fluch des Gewinners bei öffentlichen Ausschreibungen

Wenn jeder gemäß Mindestanforderungen auf Basis der privaten Informationen über die Kosten des Auftrags bietet, gewinnt Bieter, der Kosten am meisten unterschätzt hat und wird damit Verluste realisieren

Rent-Seeking

Aufwendungen zur Erlangung einer ökonomischen Rente, die andere produktive Verwendungen der benötigten Ressourcen ausschließen

Reform ex- ante zum Vorteil einer Mehrheit

p * G - (1-p) * V > 0

Reform ex - ante im Aggregat von Vorteil

[x + p * (1 - x - y)] * G - [y + (1 - p) * (1 - x -y)] * V >0

Reform ex - post zum Vorteil einer Mehrheit

x + p * (1 - x - y) = (1 - p) * x + p * (1 - y) > 1/2

Unsichere Reforminzidenz

Unsichere Reforminzidenz bedeutet, dass ein Teil der Bevölkerung nicht weiß, ob sie von der Reform profitieren oder unter der Reform leiden würden

Kollektiv rational

ist die Strategie

  • bei der Gesamtnutzen beider maximal
  • U. können sich selbst aber besser stellen durch individuell rationales Handeln (somit kein Nash-GG)

Welche Bedingung des Arrow-Theorems verletzt das Borda-Verfahren und das Runoff-Voting (Stichwahl) ?

  • Bedingung I: Unabhängigkeit von irrelevanten Alternativen
  • Abstand der Bewertung zwischen den Alternativen spielt eine Rolle

Dilemma des schwachen Staates

  • mangelnde Fähigkeit staatliche Funktionen zu erfüllen

zum Beispiel:

  • auf dem Territorium das Gewaltmonopol durchzusetzen
  • öffentliche Leistungen zu erbringen
  • als vollwertiges Mitglied der Staatengemeinschaft zu fungieren

Maßstabswettbewerb

  • Faktum: Wähler sind schlecht über politische/ökonomische Rahmenbedingungen informiert
  • Problem: Wähler können schlechte Politik nicht identifizieren
  • Lösung: Föderalismus stellt Informationen bereit
  • Identifikation schlechter Politik durch Vergleich der Politikergebnisse mit denen in anderen Regionen (Maßstab)


Voraussetzungen Maßstabswettbewerb

  • Ähnliche Rahmenbedingungen/korrelierte Schocks
  • Keine Koordination der Politiker über Regionsgrenzen hinweg
  • Vergleich zwingt Politiker in versch. Regionen zum Wettbewerb um die beste Politik


Zeitinkonsistente Politik

Von vorab angekündigter Politik abzuweichen ist im Nachhinein vorteilhaft


Folge: Betroffene vertrauen solchen Ankündigungen nicht, von denen es sich im Nachhinein lohnt abzuweichen

Vergabeverfahren öffentlicher Aufträge

  • Offenes Verfahren: öffentliche Aufforderung an eine unbeschränkte Anzahl v. Unternehmen zur Abgabe v Angeboten
  • Nicht-offenes Verfahren: nach vorheriger öffentlicher Aufforderung zur Teilnahme Auswahl von Unternehmen nach objektiven, transparenten und nicht diskriminierenden Kriterien (Teilnahmewettbewerb), die zur Abgabe von Angeboten aufgefordert werden
  • Verhandlungsverfahren: (mit/ohne Teilnahmewettbewerb) Verhandlungen mit ausgewählten Unternehmen
  • Wettbewerblicher Dialog: nach Teilnahmewettbewerb Verhandlungen mit ausgewählten Unternehmen in einem strukturierten Verfahren
  • Innovationpartnerschaft: zur Entwicklung noch nicht verfügbarer Leistungen; nach Teilnahmewettbewerb in mehreren Phasen Verhandlungen über Erst- und Folgeangebote

Condorcet bei 3 Abstimmenden: Wskt sich für effiziente Politik zu entscheiden

PN= p³ + 3 * p³ * (1-p)


Entweder alle drei stimmen richtig oder zwei

Eigentumsrechte

  • Nutzung des Guts
  • Veränderung des Guts
  • Recht an Erträgen aus der Nutzung
  • Transfer an andere


Nicht Recht auf bestimmten Tauschwert

Zusammenhang Institution und Wirtschaftswachstum

  • positive Korrelation
  • Kausalität ungeklärt