Unterschiede Sekundär- und Primärmarktforschung
Sekundärmarktforschung oder auch „Schreibtischforschung“ findet mit bereits vorhandenen Daten und deren Analyse statt, Primärmarktforschung umfasst eigens angestellte Experimente und eigene Datenerhebung
Beispiele für Sekundär- und Primärmarktforschung
Sekundärmarktforschung: Typische Beispiele sind Handels- und Verbraucherpanels. Handelspanels sind großflächige Marktreports, bei denen Händler regelmäßig Verkaufszahlen an Marktforschungsinstitute liefern, die gesammelten Daten weisen oft auf Trends o.Ä. hin. Verbraucherpanels zeichnen ganzheitliche Ausgaben eines Haushaltes auf - Hierbei können Rückschlüsse auf bestimmte Profile gezogen werden
Primärmarktforschung: Beispiel wäre Field Research von Firmen mit eigener Marktforschungsabteilung
Vgl. Qualitative und Quantitative Marktforschung
Quantitativ: Auf Empirie und Zahlen basierend; dementsprechend große Stichproben, Befragung mit Fragebogen, leider aber auch wenig Informationstiefe, wenn auch repräsentativ.
Qualitativ: Auf das Innenleben der Konsumierenden bezogen; kleine Stichproben meist durch Interviews befragt. Weniger Repräsentativ und aufwändiger, dafür aber größere Informationstiefe
Vor und Nachteile von Online-Befragungen
Online-Befragungen sind schnell, kostengünstig und einfach durchzuführen, wodurch eine größere Stichprobe befragt werden kann, sie sind kurzfristig umsetzbar und können sich multimedialer Anwendungen bedienen. Probleme könnten Technischer Natur sein und ein geringes Involviert der Befragten
Big Data und damit verknüpfte Hoffnungen
Big Data bedeutet systematische Auswertung großer Datenmengen, Marktforscher*innen erhoffen sich vor allem genaue Charakterisierung der Konsumierenden
Wozu eine Eye-Tracking-Brille?
Eine Eye-Tracking-Brille kann für Marktforschung eingesetzt werden, da sie die Blickführung der Einkaufenden einfängt, also Rückschlüsse bietet darauf, welche Verpackungen am ehesten Aufmerksamkeit auf sich ziehen oder welche Präsentation welchen Produktes wie optimal zu gestalten ist
Wieso sollte beim testen von Produktvarianten auf eine identische Testumgebung geachtet werden?
Variierende Testumgebungen könnten beim Austesten von Produktvarianten zu einer Reduzierung der Validität führen, da Ablenkung durch z.B. ein anderes Schild den gesamten Ablauf des Experiments ändern und somit die jeweiligen Testdurchläufe nicht vergleichbar machen.
Wozu Hedoniktests?
Hedoniktests zeigen Geschmackspräferenzen der Konsumierenden auf - Formen der Hedoniktests sind: Präferenzprüfungen, Akzeptanzprüfungen und Just-About-Right Tests
Usability-Labore
Neben in-Home tests, bei denen Konsumenten die entsprechenden Produkte zugesandt bekommen um sie zuhause zu testen, wird bei Usability-Labor tests vornehmlich Software und Elektronik getestet, wobei das Verhalten im Detail aufgezeichnet werden kann und so ggf. Mängel aufgedeckt werden können
Was leisten Neurowissenschaften in der WiPsy?
Die Wirtschaftspsychologie kann Gehirnmessungen nutzen für eigene Marktforschung indem gemisst wird, welche Reize im Kaufprozess wann und warum aktiviert werden
Warum sind Versprechungen des Euro Marketings kritisch?
Neuromarketing ist sehr teuer und deshalb noch nicht großflächig Nutzbar - auch sind die Daten durch diverse Biase schwer auswertebar