Flashcards in the set

Haven't started (19)

Wichtige Formen der Organisationsstrukturen

  • Funktionalorganisation (Verrichtungsprinzip)
  • Divisionalorganisation (Objektprinzip)
  • Matrixorganisation


Beachte: Gliederungsentscheidung wird auf jeder Ebene getroffen

Funktionalorganisation

  • Auch Verrichtungsorganisation, Unitary Form (U-Form)
  • Ist eine Einlinienorganisation, die nach dem Verrichtungsprinzip gegliedert ist
  • Typisch in jungen Unternehmen und Unternehmen mit wenigen Produkten


Divisionalorganisation

  • Älteste Organisationsform


Eigenschaften der Funktionalorganisation

  • Leiter der Funktionsbereiche haben wesentliche Entscheidungsrechte (weisungsbefugt)
  • Bspw.: Vertriebsleiter, Produktionsleiter
  • Leistungsbeurteilung durch Leiter
  • Leistungskriterien fürs Funktionsbereich sind oft Kostenmaße
  1. Erträge schwer zurechenbar
  2. Cost Center --> Erfolg an Minimierung der Kosten gemessen
  3. Häufig Kostenbudgets


Vorteile Funktionalorganisation

  • Starke Anreize zur Verbesserung der Funktionsleistung
  • Leistungskontrolle und Anreizsetzung durch Funktionsvorgesetzten
  • Hohe Anreize zum Aufbau von Funktionsspezifischem Humankapital (Und Weitergabe)
  • Spezialisierungsvorteile
  • Leichtere Kommunikation und gute Koordination innerhalb des Funktionsbereichs


Nachteile Funktionalorganisation

  • Anstrengungen zur Koordination zwischen Funktionsbereichen schwächer honoriert
  1. Erfolg hängt auch von Koordination über Funktionsbereich hinweg ab
  2. Trittbrettfahrerproblem bei Koordinationsaufgaben
  • Ressortdenken und Bereichsegoismus
  • Abstimmungsprobleme an Schnittstelle
  • Schwächere Anreize zum Aufbau von funktionsübergreifendem Wissen
  • Hohe Koordinationslast für übergeordnetes Management


Anwendungsbedingungen Funktionalorganisation

  • Typische bei Gründung
  • kleine und mittlere Unternehmen
  • Homogenes Produktprogramm oder dominantes Produkt
  • Große Skaleneffekte in einzelnen Funktionsbereichen


Divisionale Organisation

  • Auch Geschäftsbereichsorganisation, Spartenorganisation und multidivisionale Organisation (M-Form)
  • Besteht aus einem Einliniensystem, das auf der ersten Ebene nach dem Objektprinzip gegliedert ist
  • Untereinheiten nach Objekt- oder Verrichtungsprinzip


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Gliederung nach dem Objektprinzip

  • Typisch: Produkten oder Produktgruppen
  • Produktionstechnologie
  • Regionen
  • Kundengruppen


Vorteile Divisionalorganisation

  • Zurechenbarkeit der Erträge (Kosten/Erträge fallen innerhalb der Division an)
  • Koordination zwischen Funktionen
  • Klare Verantwortungszuordnung
  • Geringerer Koordinationsaufwand für GF
  • Reduktion des Trittbrettfahrerproblems
  • stärkere Orientierung an Prozessen
  • Aktive Portfoliosteuerung


Nachteile Divisionalorganisation

  • Spezialisierungsvorteile innerhalb der Funktionen gehen möglicherweise verloren
  • Geringere Anreize zur funktionaler Leistung
  • Tendenz zu Spartenegoismus


Anwendungsbedingungen Divisionalorganisation

  • Größere Unternehmen
  • Auf mehreren Märkten tätig
  • Heterogenes Produktprogramm
  • Keine zu starken Skaleneffekte innerhalb der Funktionsbereiche


Unternehmenssteuerung und das Corporate Center

  • Typischerweise Konzernsteuerung durch Vorstand
  • durch Stabsabteilungen gestützt, die häufig in Corporate Center gebündelt sind
  • Corporate Center entscheidet über Portfoliosteuerung
  • Corporate Center auch wichtig für divisionsübergreifendes Talent Management


Matrixorganisation

  • Zweilinienprinzip mit zwei Gliederungsprinzipien (Typisch: Verrichtung und Objekt)


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Matrixorganisation Eigenschaften

  • An Matrixschnittstellen organisatorische Einheit mit zwei übergeordneten Stellen
  1. Weisungsbefugnis/Entscheidungsrecht durch beide Stellen
  2. Leistungsbeurteilung durch übergeordnete Stelle
  • Definition der Kompetenzverteilung der übergeordneten Stellen notwendig
  • Gleichordnung der Stellen oder Leitung der Matrixstelle durch übergeordnete Stelle


Vorteile der Matrixorganisation

  • Gleichmäßige Berücksichtigung von zwei Dimensionen auf erster Ebene
  • Verkürzte Kommunikation


Nachteile der Matrixorganisation

  • Kompetenz + Weisungsrechte der Vorgesetzten häufig nicht klar (Konflikte)
  • Multitasking --> Prinzip der gleichen Kompensation (Anreize für beide Dimensionen)
  • Hohe Anforderung an Konzeption und Steuerung der Organisation


Anwendungsbedingungen Matrixorganisation

  • Zwei ungefähr gleich wichtige kritische Erfolgsfaktoren
  • Erfordernis, große Informationsmengen zu berücksichtigen
  • Hohe Ressourcen-/Entscheidungsinterdependenzen zwischen Bereichen
  • Gleichmäßige Berücksichtigung von Funktion und Produkt


Matrixorganisation: Beachten

  • In vielen Teilbereichen eines Unternehmens Matrixstrukturen vorhanden
  • Projektmanagement
  • Produktentwicklung