Feldtheorie im Raum
eine sich ständig verändernde Umgebung, Personen und Objekte in dieser Umgebung haben unterschiedlichen Aufforderungscharakter und beeinflussen das Handeln der Personen
Feldtheorie in Psychologie und Sozialwissenschaften
Wahrnehmung, Erleben und Verhalten haben einen ganzheitlichen Charakter
Definition Feld (in der Feldtheorie)
die räumliche Konstellation von miteinander interagierenden Partizipateuren und ihre Wirkungen aufeinander
Beziehungen in der Feldtheorie
Beziehungen nehmen mehrdimensional und wellenartig aufeinander Einfluss
Systemtheorie vs. Feldtheorie
Systemtheorie: mechanische Erzählung des Sozialen, Illusion der Steuerbarkeit
Feldtheorie: nimmt unvorhersehbare, lebendig-generative Entwicklungen und Transformationen in den Fokus
Bedürfnisansatz in Quartieren (Quartier^4) (Abb.)
Basisbedürfnis: informiert sein, sich sicher fühlen
Grundbedürfnisse: versorgt und ausgestattet, mobil und angebunden, unterstützt sein und gepflegt werden
weiterführende Bedürfnisse: vernetzt und eingebunden sein, sich befähigen und entwickeln

Prozessbausteine der Quartiersentwicklung
Angebote platzieren, verknüpfen, zugänglich machen
(sozialen) Prozess herstellen: Berührungs-/Anknüpfungsstellen / Überlappungen von Angeboten
Dimensionen von Prozessbausteinen
räumliche Bausteine
Nutzungsbausteine
soziale Bausteine
personelle Bausteine
Informationsbausteine
Entwicklungsbausteine
Beispiele für Prozessbausteine mit Aufforderungscharakter
Meilensteine an Laufwegen
Irritationen in der Raumnutzung
Lots*in, Agent*in, Ermöglicher*in
narrative Identifikation
Entwicklungsansatz über Bedürfnisse
Warum bedient man sich in der Planung Bedürfnissen?
Bedürfnisse sind Andockstelle und zentraler Zugang zu Menschen, um diese:
ansprechen und erreichen zu können,
für Bewegung, Anpassung und Entwicklung zu motivieren,
Kompensationen zu stimulieren, wenn neue Routinen nötig sind, um um Stressoren und Ressourcen in ein neues Gleichgewicht zu bringen.
Konzeptionierung von Bedürfnissen in der Wissenschaft
nicht einheitlich:
objektiv / subjektiv + kulturell eingebunden
Grund- und Folgebedürfnisse
hierarchisch / netzwerkartig
need vs. satisfier

Maslow´sche Bedürfnishierarchie (Abb.)

Maslow´sche Bedürfnishierarchie (Pyramide)

universelle Bedürfnisse nach Max-Neef (1992)
Anpassungsfähigkeit im Quartierskontext (Abb.1)

Anpassungsfähigkeit im Quartierskontext (Abb.2)

Raumqualitäten
Vielfältigkeit
Dichte
Konnektivität
Redundanz
Zugänglichkeit
Zwischenräume als Infrastruktur
Kompetenzen der Raumplanung und -entwicklung
Menschen in ihren Abläufen nicht aktiv unterbrechen
zu neuen Erfahrungen einladen
niederschwellig, absichtslos, nebenbei
Wahlfreiheit/-möglichkeit
Stufen, Schritte in Anpassung
Feedback und Resonanz der Maßnahmen
Information und Sicherheit
(Selbst-)Wahrnehmung stimulieren
Mitwirkung bis Koproduktion
Selbstwirksamkeit in (Raum-)Anpassung
Ermöglichen des Selbermachens