Flashcards in the set

Haven't started (9)

Was ist eine Stadt?

  • Städtestatistik: Schwellenwerte, international große Unterschiede, erschwerte Vergleichbarkeit; Hauptgrund: Bevölkerungsdichte; in Dt.: mind. 5000 Einw Klein-, 20 000 Einw Mittel-, 100 000 Einw Großstadt
  • Stadtgeschichte: Siedlungsstruktur, Rechtsform
  • Stadtsoziologie: Struktur der städtischen Gesellschaft: Lebensstilgruppen, Haushaltsformen, soziale und ethnische Differenzierung
  • Stadtökonomie: Stadt als Wirtschaftsstandort (Arbeitsmarkt tertiärer und quartärer Sektor)

Die Stadt aus Sichte der Geographie

  • Zentralität
  • Mindestgröße an Fläche und BEvölkerung
  • hohe Bebauungs- und Bevölkerungsdichte
  • geschlossene Ortsform
  • funktionsräumliche Gliederung in Viertel
  • ausgeprägte soziale und ethnische Differenzierung der Bevölkerung
  • politisches, gesellschaftliches und technologisches Innovationszentrum
  • Profitieren von Ressourcen des ländlichen Raumes
  • ökologische hohe Belastung
  • die Bevölkerung einer Stadt kann nicht von ihrer Fläche ernährt werden, 1. wg. Dichte, 2. w. nicht-landwirtschaftlicher Nutzung

City-Krater

Beschäftigtendichte ist im Kern am höchsten und nimmt zum Umland hin stark ab.

Bevölkerungsdichte ist im Umkreis von 1-2km um Kern hoch, im Kern niedrig und im weiteren Umland abnehmend.

Stadtregion

eine funktionsräumliche Einheit, die sich aus einer Kernstadt und einem Pendlereinzugsbereich zusammensetzt. Die Kernstadt umfasst dabei das Verwaltungsgebiet der zentralen Stadtgemeinde und ist mit einem Umland, aus dem Arbeits- und Bildungspendler sowie Konsumenten stammen, funktional verbunden.

Metropolregion

stark verdichtete Großstadtregion von hoher nationaler und internationaler Bedeutung; schließt auch ländliche Gebiete mit ein

  • Bevölkerungsstruktur und -entwicklung: Zuwanderung und Wachstum
  • Erwerbstätige hauptsächlich im quartären Sektor tätig
  • Bauland und Wohnungsmarkt knapp und hochpreisig
  • überregionale Funktionen

Modell der Stadtregion

ausgerichtet auf eine Stadt mit nur einem Kern

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Agglomerationsbegriffe

siedlungsstruktureller Gebietstyp in Deutschland nach den Kriterien Einwohnerzahl, Bevölkerungsdichte, Zentralität

  • Stadtregion ab 100 000 Einw.
  • Agglomerationsraum mind. 300 000 Einw. und Dichte 300 Einw./km^2
  • Ballungsgebiet mind. 500 000 Einw. und Dichte 1000 Einw. / km^2
  • Verdichtungsraum mind 150 000 Einw. und Dichte 1000 Einw. / km^2

Entwicklung der Stadtgeographie

  • 19. Jahrhundert: deskriptive Lageansätze
  • 1900-1969: deskriptive Strukturansätze: morphogenetische, funktionale, kulturgenetische; Zentralitätsforschung
  • ab 1970: sozialraumanalytische Ansätze: Analyse und Erklärung von Strukturen; Messung und Statistik; Gesellschaft erstmals bedeutsam
  • heute: interdisziplinäre akteurs-/subjektbezogene handlungstheoretische Ansätze

Was macht Stadtgeographie heute?

Stadtgeographie als gesellschaftstheoretisch informierte politische Geographie mit praxistheoretischen und/oder diskurstheoretischen Bezügen

-> dynamisches Forschungsfeld mit vielen Perspektiven und Ansätzen


Themen: Megastädte, postmoderne Stadt, (Un-)Sicherheit, Marginalisierung und Disparitäten, Fragmentierung, neomarxistische aktivistische Stadtentwicklung