Flashcards in the set

Haven't started (45)

Gliederung unternehmensorientierter DL

  • Akademiker*innenquote: Anteil der Beschäftigten mit Universitäts- oder Fachhochschulabschluss (mind. 11%)
  • Wissenschaftlerintensität: Anteil der Akademiker*innen mit natur- oder ingenieurswissenschaftlicher Ausbildung (mind. 4,5%)

einfache unternehmensorientierte DL

  • Verkehrsdienste
  • Vermietung beweglicher Sachen
  • Personal-, Sicherheits-, Reinigungs- und sonstige Dienste

arbeitsintensive unternehmensorientierte DL

  • Datenverarbeitung
  • FuE
  • Werbung
  • technische Dienste
  • Wirtschaftsdienste

Gründe für die Stagnation haushaltsnaher DL

  • Neue Formen von Dienstleistern schaffen eigene Tätigkeitsfelder und neue Märkte.
  • Demographischer Wandel: Alterung macht eine Reihe von DL nötig, die es alten Menschen erlaubt, so lange wie möglich selbstständig zu leben.
  • sozialer Wandel: Erwerbstätigkeit von Frauen führt zu einer Auslagerung haushaltlicher Tätigkeiten.


Aber:

  • Substitution Hausarbeit durch technische Geräte und neue Produkte
  • Substitution von Personal durch Technik (Banken)
  • Auslagerung von Leistungen an den Kunden (Handel)

Gründe zu Zunahme unternehmensorientierter DL

  • Externalisierung
  • Interaktion
  • Parallelität


Externalisierung

neue Produktions- und Organisationskonzepte der Unternehmen führen zu einer Vergabe bisher selbst erbrachter Leistungen an spezialisierte Servicebetriebe (Outsourcing)

Interaktion

zunehmende internationale Verflechtungen, kürzere Produktionszyklen und die wachsende Bedeutung von Innovation bewirken eine steigende Unternehmensnachfrage nach hochwertigen DL

Parallelität

neue Formen von Dienstleistern schaffen eigene Tätigkeitsfelder und neue Märkte

Gründe für die Entwicklung des Modal Split

  • Substitutionseffekt
  • Güterstruktureffekt
  • Logistikeffekt

Substitutionseffekt

Austausch der mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Bahn) erbrachten Verkehrsleistungen durch die Nutzung individueller Verkehrsmittel (LKW)

Güterstruktureffekt

die Güterstruktur hat sich durch den Rückgang der Produktion in der Grundstoffindustrie bei gleichzeitigem Anstieg der Produktion in der Konsum- und Investitionsgüterindustrie verändert

Logistikeffekt

verkehrsträgerspezifische Auswirkungen moderner logistischer Konzeptionen in Industrie und Handel

z.B. Bedeutung der KEP-Dienste (Kurier, Paket, Express) durch Online-Handel

Gründe für Verkehrszunahme

  • neue Produktionssysteme: Entfernung zwischen Standorten der Produktion entlang der Wertschöpfungskette nimmt zu
  • neue Absatzmärkte: Entfernung zwischen Konsum und Produktion nimmt zu

Funktionen von Lieferketten

  • Raumausgleichfunktion
  • Zeit- und Mengenausgleichsfunktion
  • Sortimentsausgleichsfunktion

Gateway-Logistikstandorte

  • Seehäfen, Binnenhäfen, Flughäfen
  • import-/exportorientiert
  • Bündelung und DIstribution


industrielle Standorte

  • Industrieballungen
  • produktionsorientiert
  • Bündelung und Entsorgung

zentrale Logistikstandorte

  • je nach Versorgungsgebiet, europaweit
  • marktorientiert
  • Zentraldistribution

Netzwerk-Logistikstandorte

  • je nach Versorgungsgebiet, europaweit
  • netzwerkorientiert
  • strategisch

Ballungsraum-Logistikstandorte

  • Ballungräume
  • marktorientiert
  • regionale Distribution

Entwicklungen des Verkehrssektors

Deregulierung, Hierarchisierung, Konzentration, Internationalisierung

Deregulierung des Güterverkehrs

  • USA seit 1970er Deregulierungen in allen Verkehrsbereichen
  • EU: innerstaatliche Regulierungsmaßnahmen musste zugunsten einer einheitlichen EU-Wirtschaft aufgegeben werden

Hierarchisierung der Logistikbranche

27422745766e2f889300763.73084520phplFYTEW.png

Diversifizierung der Logistikbranche

Seefracht, Luftfracht, Straßentransport, Schienentransport, Kontraktlogistik, spezialisierte Leistungen, Beratungsleistungen, zusätzliche Leistungen

gemeinsame Charakteristika wissensintensive UODL

  • humankapitalintensive Leistungen / know-how-intensive Leistungen
  • hoher Grad an Immaterialität
  • intensiver Interaktionsprozess zwischen Anbieter und Nachfrager
  • erschwerte Standardisierung

Bedeutung von wuoDL in der Wissensgesellschaft

  • kürzere Produktionszyklen - kürzere Innovationszyklen
  • kürzere Halbwertszeit von Wissen
  • Veränderung der regulativen Rahmenbedingungen
  • zunehmende internationale Arbeitsteilung


-> Nutzung externen Wissens ist strategisch bedeutsam

-> wissensintensive Dienstleister als zentrales Element der entstehenden Wissensgesellschaft

Innovationsthese

Wachstum der DL wird auf ihre hohe Bedeutung für die Entstehung Wissen und Innovation zurückgeführt

relationale Embeddedness

kennzeichnet die Qualität der Beziehung zwischen zwei Akteuren

strukturelle Embeddedness

kennzeichnet die Qualität der Beziehungen zwischen einer Menge von Akteuren

Gründe für die zunehmende Internationalisierung von DL

  • Deregulierung der DL-Märkte
  • Globalisierung der Wirtschaft
  • Entwicklung der IuK-Technologien
  • Ähnlichkeit der DL-Bedürfnisse

Formen der Erbringung von DL im Ausland

  1. grenzüberschreitende Erbringung
  2. Inanspruchnahme einer DL im Ausland
  3. kommerzielle Präsenz im Ausland
  4. vorübergehende Präsenz von Personen

inkorporierte DL

DL, die als Vorleistung in den Warenexport entstanden sind

produktbegleitende DL

Ergänzung der Sachgutproduktion mit Dienstleistungs- und Servicekomponenten, die der Unterstützung von Produktion und Absatz dienen

Globales Standortsystem

viele NL, 30 Länder, häufig Ingenieurbüros, große Bandbreite an DL

global-nationales Standortsystem

umfangreiche internationale Präsens mit vielen Standorten pro Land, globale Präsenz mit gleichzeitiger Nähe zum Kunden, häufig Resultat von Ankäufen, meist Ingenieurbüros

Städte zweiter Reihe

NL in Städten mit geringer Zentralität, Notwendigkeit der Nähe zu Produktionsstandorten der Industriekunden, meist Ingenieurbüros

Städte höchster Zentralität

meist nur in Städten höchster Zentralität, meist nur eine NL, mehr als die Hälfte aller Anwaltskanzleien, Ingenieurbüros mit Spezialisierung auf Bau

Einzelstandort im Ausland

NL in nur einer Region, oft an einem zentralen Ort, fast nur Anwaltsunternehmen, meist kleine Kanzleien, möglicherweise im Anfangsstadium der internationalisierung

Markteintrittsstrategien bei der Internationalisierung (von Luftfrachtunternehmen)

  • Neugründung einer NL
  • Akquisition
  • Eintritt in Netzwerke

globale Arbeitsteilung von DL: Outsourcing

Verlagerung von Geschäftsprozessen, die traditionell innerhalb des Unternehmens erbracht wurden

globale Arbeitsteilung von DL: Offshoring

geographische Verlagerung von lokalen Geschäftsprozessen außerhalb des Stammlandes des Unternehmens

Kritik an der Klassifikation von Weltstädten nach Beaverstock 1999

  • nur Teilökonomien
  • Vernachlässigung urbaner Cluster der Kulturökonomie
  • methodisch unzureichend
  • Standorte + Vernetzungen auch außerhalb von Global Cities

Global City Index von A.T. Kearny

  • ökonom. Merkmale
  • Humankapital
  • Informationsaustausch
  • kulturelle Möglichkeiten
  • internationales Engagement

Global Network Connectivity (Taylor et al. 2010)

3 Ebenen:

  1. Netzwerkebene: Weltwirtschaft
  2. Knotenpunkte: Städte
  3. Verbinder: Dienstleister


höchste Connectivity: London und New York

Auswirkungen von Global Cities auf das übrige Raumsystem eines Landes

  • hochentwickelte Länder: gute Verflechtungen mit der übrigen Region
  • wirtschaftlich gering entwickelte Länder: Verstärkung bereits vorhandener dualistischer Raumstrukturen

Auswirkungen auf die Städte

  • Entstehung hoch verdichteter Bürostandorte in den Innenstädten (CBD)
  • Dienstleistungszentren am Stadtrand
  • Entwicklung exklusiver Wohnstandorte
  • globalisierte Architektur
  • Dynamik des Wohnungsmarktes
  • dagegen Beschäftigte einfacher DL häufig Migranten: Entstehen transnationaler Räume


-> "duale Stadt" mit Segregation der Wohnbevölkerung