Eingesetzte Trainingsmittel müssen ständig steigende oder relativ neuartige und ungewohnte Anforderungen an den Sportler stellen
Veränderung der Bewegungsausführung: Tempo, Krafteinsatz, Bewegungsrichtung, etc.
Veränderung äußerer Bedingungen: unterschiedliche Geräte/Bälle, Training im Freien, wechselnde Spielpartner
Informationsanforderungen
Optisch
Akustisch
Taktil
Kinästhetisch
Vestibulär
Informationsanforderungen und Analysatoren
Durckbedingungen
Präzisionsdruck
Zeitdruck
Komplexitätsdruck
Belastungsdruck
Situationsdruck
Methodische Grundsätze zum Training der koordinativen Fähigkeiten
Neumeier:
üben mit "Wiederholen ohne Wiederholen "
Weinecke:
vorrangig komplex verbessern
Ständige Variation und Kombination der Übungsmethode
durch das Erwerben und Anwerben sportlicher Fertigkeiten vervollkommnen sich dich psychophysischen und koordinativen Funktionen für den Erwerb neuer sportlicher Fertigkeiten
Rechtzeitig zu Schulen, da sich die Prozesse der Informationsaufnahme und -verarbeitung aufgrund der physiologischen Altersinvolution verschlechtern und die Trainingseffekte sinken
Nicht in ermüdetem Zustand erfolgen, da die Steuerprozesse nicht optimal geschult werden können
Koordinationstraining mit Kindern und Jugendlichen
früh genug anfangen -> erhöhte motorische Lernfähigkeit in den nachfolgenden Altersstufen
lassen sich nur unter dem Aspekt der Komplexität, der Variabilität und der Kontinuität entwickeln-> altersgemäße Schulung
Allgemeine Schnelligkeit
Fähigkeit, aufgrund kognitiver Prozesse, maximaler Willenskraft und der Funktionalität des Nerv-Muskel-Systems höchstmögliche Reaktions- und Bewegungsgeschwindigkeiten zu erziehen
Zwei Erscheinungsformen der motorischen Schnelligkeit
Elementare Schnelligkeitsformen
komplexe Schnelligkeitsformen
Elementare Schnelligkeit
Kann also generelle Eigenschaft des Menschen, die jedoch in der Sportpraxis nur äußerst kurzzeitig auftritt
Elementare Schnelligkeitsformen
Reaktionsschnelligkeit
Sequenzschnelligkeit
Frequenzschnelligkeit
Reaktionsschnelligkeit
auf einen Reiz in kürzester Zeit zu reagieren
Sequenzschnelligkeit
azyklische Bewegungen mit höchster Geschwindigkeit gegen geringen Widerstände auszuführen
Frequenzschnelligkeit
zyklische Bewegungen mit höchster Geschwindigkeit gegen geringen Widerstände auszuführen
Komplexe Schnelligkeitsformen
Formen:
Kraftschnelligkeit
Sprintkraft
Kraftachnelligkeitsausdauer
Maximale Schnelligkeitsausdauer
Kraftschnelligkeit & Sprintkraft
Widerständen in einer festgelegten Zeit einen möglichst hohen Kraftstoß zu erteilen
Kraftschnelligkeit = azyklische Bewegungen
Sprintkraft = zyklische Bewegungen
Kraftschnelligkeitsausdauer
Widerstandsfähigkeit gegen ermüdungsbedingte Geschwindigkeitsabfall bei maximalen Komtraktionsgeschwindigkeiten bei azyklischen Bewegungen mit erhöhten Widerständen
Maximale Schnelligkeitsausdauer
Widerstandsfähigkeit gegen ermüdungsbedingten Geschwindigkeitsabfall bei maximalen Kontraktionsgeschwindigkeiten bei zyklischen Bewegungen
Trainingsmethodik Schnelligkeit
elementaren Schnelligkeitsleistungen als Grundlage
frühzeitig zu beginnen (ab frühem Schulkindalter) -> neuromuskulären Regelprozesse, Bewegungsprogramme, Muskelfaserstruktur noch gut beeinflussbar
elementares vor komplexen Schnelligkeitstraining durchzuführen
nur unter optimalen Motivations- und Leistungsbedingungen stattzufinden
am Anfang der Trainingseinheit
in erholtem Zustand durchzuführen
bei Ermüdungserscheinungen aufhören, wenn man weiter trainiert, Bildung eines Bewegungsstereotyps
richtiges Verhältnis von Belastung und Erholung
nur mit maximalem bzw. supramaximakem Tempo effektiv -> intensitäts- nicht umfangsbetont
hohes Verletzungsgefahr, daher umfassendes Aufwärmen
vielseitiges und abwechslungsreiches Training um Leistungsbarriere zu vermeiden
innerhalb Trainingseinheit Wechsel zw. maximalen, übermaximalen und submaximalen Intensitäten
nur Übungen die der Sportler exakt beherrscht
Belastungsanforderungen müssen mit den Fähigkeitsstrukturen übereinstimmen
Kraft, Koordination, Ausdauer und Beweglichkeit, ausreichend und parallel mittrainieren
von einfachen zu komplexen
ganzjährig zu Trainieren
Kraft
Fähigkeit des Nerv-Muskelsystems, durch Innervations- und Stoffwechselprozesse mit Muskelkontraktionen Widerstände zu überwinden, ihnen entgegenzuwirken bzw. sie zu halten
Kraftarten
Maximalkraft
Kraftausdauer
Schnellkraft
Maximalkraft
höchste Kraft bei einer maximalen willkürlichen Kontraktion
Kraftausdauer
Eine möglichst hohe Impulssumme in einer gegebenen Zeit gegen höhere Last zu produzieren bzw. eine gegebene Kraftbelastung möglichst lange aufrechtzuerhalten
Schnellkraft
Möglichst großen Kraftstoß innerhalb der verfügbaren (kurzen) Zeit zu entfalten
Trainingsmethodik Hypertrophie
Trainingsmethoden Kraftausdauer
Trainingsmethoden Maximalkraft
Trainingsmethoden Schnellkraft
Trainingsmethoden Reaktivkraft
Vor- und Nachteile von freiem und gerätegestütztem Training
Methodische Grundsätze zum Krafttraining
untrainierte Sportler umfangsbetontes Training, nicht intensitätsbetont
Anfänger sollten Trainingsmethoden mit geringem Verletzungsrisiko machen
kein Krafttraining ohne paralleles Dehungstraining
durch einseitiges Training einer Muskelgruppe -> Reihe negativer Veränderungen die die Leistungsfähigkeit des Muskels, Erholungsfähigkeit und Verletzungsanfälligkeit negativ beeinflussen
einseitiges Training kann zu Haltungsfehlern beitragen
Dehnung des Antagonisten optimiert die Kräftigung des Agonisten
kein spezielles Krafttraining ohne vorhergehendes allgemeine Krafttraining
kein einseitiges, nur sportartspezifisches Training
Adäquate Anwendung des Übungsgutes
Ausdauer
psychophysische Ermüdungswiderstandsfähigkeit des Sportlers
einen Reiz, der zum Abbruch einer Belastung auffordert, möglichst lange widerstehen zu können
Trainingsmethodik Ausdauer
Dauermethode
Intervallmethode
Dauermethode
- lange Belastungsdauer ohne Pause - geringe bis mittlere Intensität - Verbesserung der aeroben Ausdauerleistungsfähigkeit - unterteilt in kontinuierliche und Variable
Dauermethode Kontinuierlich
Unterteilt in Extensive und Intensive Dauermethode
Extensive Dauermethode:
Kontinuierlich, aerob
Intensität: 60-80% HF max
Dauer: 30 min. Bis 8 Stunden
Wirkung: Ökonomisierung des Herz-Kreislauf-Systems, Ausbildung einer Vagotonie (Blutdruck und Puls fällt, Entlastung des HKS)
je höher das Niveau -> intensive und variable Belastung
Langfristiger Trainingsprozess erfordert Zwischen- bzw. Sollziele
Training ist nicht Selbstzweck: Wettkämpfe sollen Auskunft über die Leistungsfähigkeit und die Effektivität der eingesetzten Trainingsmethoden und -Inhalte geben
Beweglichkeit
Bewegungsspielraum, der in den Bewegungen und Stellungen der verschiedenen Körpergelenken und -Regionen vorhanden bzw. Erreichbar ist
Bewegungen willkürlich und gezielt mit der erforderlichen bzw. Optimalen Schwingungsweite der beteiligten Gelenke auszuführen zu können
Gelenkigkeit und Dehnungsfähigkeit sind Komponente der Beweglichkeit
Gelenkigkeit
Knochen, Gelenk- und Gelenkkapselstrukturen
Dehnungsfähigkeit
Bänder, Sehnen, Muskeln, Muskeltonus, Muskellänge, Muskelfaszien und Muskelentspannungsfähigkeit
Grundformel von Beweglichkeit
Gelenkigkeit + Dehnfähigkeit
Aktive Beweglichkeit
Grösstmögliche Bewegungsamplitude in einem Gelenk, die der Sportler aufgrund der Kontraktion der Agonisten realisieren kann
Passive Beweglichkeit
Größtmögliche Bewegungsamplitude in einem Gelenk, die der Sportler durch Einwirkung äußerer Kräfte alleine durch dich Dehnung bzw. Entspannungsfähigkeit der Antagonisten erreichen kann
Trainingsmethodik Beweglichkeit
Dynamisches Dehnen
Weiche und rhythmische Bewegungen, die langsam ziehend und stets kontrolliert ausgeführt werden
Statisches Dehnen
Dehnende Muskel wird langsam in eine Dehnposition gebracht und in dieser für einige Sekunden gehalten
PNF-Methode
Ausprägung des statistischen Dehnens
nutzen nervale Strukturen, um die Entspannung und damit die Dehnstellung des Muskels zu vertiefen