Kurzzusammenfassung:
Durch Digitalisierung können die traditionellen Führungsstile (Transformational und Transaktional) nicht mehr angewendet werden. Deshalb wurde zur Führung von digitalen Teams ein neuer Führungsstil gebildet: Digital Leadership, aber auch bei diesen treten Herausforderungen auf und der Teamführer muss gewissen Anforderungen entsprechen.
Was sind Führungsstile?
= Verhaltensmerkmale, die Art und Weise (=das Wie) des Führungshandelns beschreiben
Merkmale: Aufgabenfokussierung, Mitarbeiterorientierung (Rücksichtnahme auf die Mitarbeiter und Kontrolle & Partizipation der Mitarbeiter)
OHIO-Studie: je höher die Partizipation der Mitarbeiter, desto höher die Aufgaben-& Beziehungsorientierung
Managerial Grid: bei hoher Aufgaben- und Beziehungsorientierung sind die Mitarbeiter am produktivsten
Situative Führungstheorie: je höher die Aufgaben- und Beziehungsorientierung, desto niedriger kann der Aufgabenrelevante Reifegrad sein
Was ist Transaktionale Führung? (Aufgabenorientierte Führung)
= auf Mitarbeiterleistung folgt eine Gegenleistung (positive/negative Konsequenz)
- Motivation: Fokus auf Selbstinteressen
- Führungsverhalten: Management by Objectives (Ziel, Zeitraum und Gegenleistung festgelegt)
/ …Exception (Kontrolle ggf. korrigierendes Eingreifen)
Der transaktionale Führungsstil – Vor- und Nachteile
+ Motivation und Produktivität kann verbessert werden
+ hoher Fokus auf Zielerreichung
- nicht jeder Mitarbeiter kann auf dieselbe Weise motiviert werden
- fördert keine Innovation und Kreativität
Was ist Transformationale Führung? (Verhaltensorientierte Führung)
= Führungskraft fördert Transformation(=Wandlung) der Mitarbeiterideale, Werte und Ziele
Idealisierter Einfluss: Führungskraft (= Identifikationsfigur) setzt moralische Standards, Mission und Vision
Inspirierende Motivation: Führungskraft setzt hohe Erwartungen, Mitarbeiter sollen zum Wohl aller beitragen
Intellektuelle Stimulation: Führungskraft fördert intelligentes Problemlösen
Individuelle Rücksichtnahme: Führungskraft fördert individuelle Fähigkeiten der Mitarbeiter
Der transformationale Führungsstil – Vor- und Nachteile
+ individuelle Förderung und Steigerung der intrinsischen Motivation
+ erhöhte Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter
- Führungskraft benötigt hohe Kompetenzen
- individuelle, aber auch gleichberechtigte Behandlung der Angestellten
Was sind Herausforderungen bei der Führung von virtuellen Teams?
Räumliche, zeitliche und kulturelle Grenzen müssen überwunden werden
Gemeinsames Zielverständnis: Kommunikation (qualitativ und quantitativ) müssen verstärkt werden -->Beziehungsebene fördern
Information muss für jeden verständlich und verfügbar sein
Gefahr: Konflikte durch Gruppenbildung, Kooperation und Arbeitsklima sinken
Was versteht man unter Digital Leadership? (=Führung 4.0)
= Führungskraft soll neue Technologien nutzen um die Interaktion zwischen Mensch und Maschine so effektiv wie möglich zu gestalten und die Mitarbeiter führen (unterstützen) und nicht managen.
In welchen Bereichen ist Digital Leadership gut bzw. schlecht anwendbar?
+ in digitalisierten und flexibilisierten Arbeitsbereichen: Bsp.: remote work
- In Produktionsstätten (handwerklich, wenig digital)
Digital Leadership und dessen Unterschiede zu traditionellen Führungsstilen?
Traditionell:
Digital Leadership
Was sind Herausforderungen und Chancen von Digitalen Führen?
- Führungskultur anpassen an flexible Arbeitsmodelle
- Komplexität der Zusammenarbeit: Führen über Distanz (Führen mit Vertrauen und Zielen, nicht nach Arbeitszeit)
- Entwicklung neuer Formen der Kooperation und Vernetzung von Auftragnehmer, Lieferanten und Kunden
- Effizienzsteigerung durch den Einsatz neuer Technologien
- Flexibilisierung der Arbeit
Was sind Anforderungen an dem Digital Leader?
- Soziale Fähigkeiten: Überzeugungskraft, Kommunikationsfähigkeit und Hilfsbereitschaft
- Virtuelle Führung: Kooperations- und Koordinationsfähigkeit, Eigenverantwortung
- Lernbereitschaft: Neugier, Motivation und Veränderungsbereitschaft