Flashcards in the set

Haven't started (44)

Wie verlief die Entwicklung des Schädels von Gnathostomata?

  • Schädel aus geschlossenen cranialen Teilen
  • Wirbel und Rippenbögen werden ausgebildet

Merkmale Agnatha

Keinen Kiefer > Filtrierer

• Aufsaugen der Nahrung vom Meeresboden

• Filtrieren mit Kiemendarm

• Endoskelett und Schädel knorpelig

• Chorda bleibt erhalten

• unpaare Rücken- und Afterflosse

Besonderheiten Myxini (Schleimaale, Inger)

Entwickeltes Gehirn

• paarige Sinnesorgane am Kopf

• keine Schuppen

• Schleimbildung zur Verteidigung

• Kopf kaum von Rumpf abgesetzt

• Augen stark reduziert, nicht sichtbar

• 3 Paar Tentakeln und 2 Lippententakeln am Mund

• mehrschichtige Epidermis mit

intraepithalen Schleimzellen und

Schleimdrüsen

• oft Aasfresser

Merkmale Petromyzontida (Neunaugen)

500 Mio. Jahre alt

• anadrom (nur zum Laichen in Süßwasser)

• Flossensaum an Rücken und Schwanz

• große Augen

• auf jeder Seite 7 Branchialporen (Kiemenöffnungen)

• unpaare Nasenöffnung

• Raspelapparat

• Saugscheibe mit Hornzähnen

Plesiomorphien Gnathostomata?

Unpaare Rücken- und

Afterflossen wie bei Agnatha

Autapomorphien Gnathostomata?

Paarige Brust- und Bauchflossen

• Gelenkige Verbindung Becken, Schulter

• Entwicklung bezahnter Kiefer

• Zahnbildung aus Schuppen

• Effizientere Ernährung: Zerkauen

• Gehirn dreigliedrig

• Aus Neuralrohr bildet sich ein Spinalnerv pro Muskelsegment

Zu was entwickeln sich die Paarige Brust- und Bauchflossen bei Tetrapoden?

Vorder-, Hinterbeine

In welche drei Teile ist das Gehirn von Gnathostomata gegliedert?

  • Prosencephalon
  • Mesencephalon
  • Rhombencephalon

Was für besondere Körpermerkmale haben Gnathostomata?

  • Hornhaut, Augenmuskulatur, Akkommodation,
  • Nasenlöcher
  • Gleichgewichtsinn
  • Seitenlinienorgan („Ferntastsinn“)
  • Magen als Speicherorgan
  • Darmanhangsdrüsen entstehen ( Pankreas, Leber) ausEndoderm
  • Kloake

Aus welchen zwei Teilen entsteht der Kieferapparat?

Mandibularbogen wird zu:

  • Palatoquadratum (oberer Teil)
  • Mandibulare (unterer Teil)

Hyalbogen wird zu:

  • Hyale
  • Hypmandibulare

Was unterschiedet den Kiefer von Gnathostomata und Mammalia?

Keine direkte Aufhängung am Neurocranium

> schwaches Gelenk kann nur auf und zu

Merkmale Chondichthyes (Knorpelfische)

Haie, Rochen, Chimären

  • Skelett aus Knorpel; kann verkalken, wird aber NIE Knochen
  • Schädel aus Neuro- & Viscerocranium
  • Flossen: (paarige) ungegliederte Extremitäten
  • Paarige Brust- & Bauchflosse, unpaare Rückenflosse
  • Placoidschuppen (Hautzähne: homolog zu Zähnen derWirbeltiere!) sind "Knochen-artig"-
  • Keine Schwimmblase
  • Mund- & Nasenöffnung ventral
  • Medialer Teil der Beckenflosse Kopulationsorgan (Klasper)

Was ist besonders an den Schuppen, Zähnen und Wirbelkörpern von Haien?

• Plakoidschuppen bilden geschlossenes Exoskelett

• Zähne wachsen zeitlebens nach

• Wirbelkörper grenzen eng aneinander, oft verkalkt

Besonderheiten/ Merkmale Zitterrochen

  • Elektrisches Organ (Elektroplax) aus umgewandelten Muskelzellen der Brustflossen (Elektrocyten)
  • Beutefang durch hohe elektrische Entladung
  • Jede Zelle des Elektroplax wird von Neuron innerviert
  • Ausschüttung von Acetylcholin führt zur Erregung zahlreicher Elektroplax-Zellen durch Einstrom von Kationen (Depolarisation)

Welche Unteraten gehören zu den Osteognathostomata bzw. Osteichthyes - den Knochenfischen?

  • Strahlenflosser (Actinopterygii) > die meisten Fischarten
  • Quastenflosser
  • Lungenfische (Dipnoi)

Autapomorphien Actinopterygii (Strahlenflosser)?

  • Brust- und Bauchflossen von Knochenstrahlen gestützt
  • Kiemen in Kiemenhöhle mit Kiemendeckel
  • Erzeugung eines Wasserstromes durch Saugbewegung des Kiemendeckels & Druckbewegung des Mundhöhlenbogens
  • Schwimmblase (Osteichthyes) als Tarierwerkzeug

Wie funktioniert die Schwimmblase?

Durch Anpassung der Gasmenge in Schwimmblase

Regulation des Auftriebs zum Schweben

> Verminderung des Wasserdrucks beim

Aufwärtsschwimmen

  • Druck auf Körper wird geringer
  • Schwimmblase dehnt sich aus
  • Druck auf Schwimmblase wenige
  • Luft dehnt sich in Schwimmblase aus
  • Vergrößerung des Rauminhaltes
  • Bei gleichem Gewicht hat Fisch größere Wasserverdrängung

Was können manche Fische mit ihrer Schwimmblase auch?

Schallübertragung zum Labyrinth

Woraus hat sich die Schwimmblase entwickelt?

Frühe Evolution einer gasgefüllten Aussackung des

Vorderdarms

> Unterstützung der Kiemen bei Atmung

> Lebensräume mit wenig Sauerstoff konnten erschlossen werden (limnisch)

> Entwicklung einer Schwimmblase als Tarierorgan


Homolog zur Lunge der Lungenfische und Tetrapoda

Was nutzten Fische in großer Tiefe wenn wenig Sauerstoff vorhanden ist für die Schwimmblase?

Sauerstoff aus Blut über Adern,

die mit Kiemen verbunden sind

Merkmale Dipnoi (Lungenfische)

• Besitzen Lungen und Kiemen

• Nahezu ausgestorben

• Flachwasserfische: Sümpfe

• Bei Wassermangel Eingraben in Schlamm

• Mögliche Vorfahren der Tetrapoden, die an Land gingen!

Welche Faktoren haben zu Anpassungen geführt beim Landgang und der Entwicklung von Tetrapoden?

• Auftrieb durch Wasser fehlt

• Schwerer Körper muss von Beinen getragen werden

• Atmung von Kiemen auf Lunge

• Kommunikation im Medium "Luft„: neue Schallperzeption

Was musste sich entwickeln um den Landgang möglich zu machen?

• Evolution der Quadrupedie

> paarige Schwimmflossen werden zu 4 Laufbeinen

• 5 Strahlen an Vorder- und Hinterextremitäten (Pentadactylie:

5-Fingrigkeit)


Beweis: Ichthyostega und Acanthostega Ur-Amphibien

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Was war wahrscheinlich der "letzte Fisch" der zu den heutigen Tetrapode führte?

Tiktaalik

Autapomorphien Tetrapoden

  • Bildung paariger Beine mit charakteristischen Knochen
  • Lockerung des Kontaktes zwischen Schultergürtel und Schädel
  • Beckenboden erhält Anschluss an Wirbelsäule
  • Schallperzeption
  • Atmung
  • Herz
  • Augendrüsen und Augenlider

Welche Organe brauchen Tetrapoden zum Atmen?

Trachea (Luftröhre) und Larynx (Kehlkopf) und Nase

Kiemen nur noch bei Larven, Adulti ohne Kiemen

Wie entwickelte sich der Ansatz der Beine zu den heutigen Extremitäten?

• Ansatz der Beine zunächst wie die Flossen der Fische lateral am Körper

• Körper ist an Land durch das Endoskelett allein nicht zu halten

> Extremitätengürtel: feste Verbindung zwischen Achsenskelett und strahligen Extremitäten

• drei Spangen im Becken-Schulterbereich

• Dorsale Ausdehnung des Beckengürtels im hint. Rumpfbereich

> endoskelettales Becken bekommt Kontakt zur Wirbelsäule

> Endoskelettaler Gürtel (Knorpelanteile) verwächst mit Exoskelettplatten zum Schultergürtel

> Dieser bildet knöcherne Halbschale, in der der Vorderkörper liegt


Wie bildete sich ein Hals

> Lockerung des Kontaktes zwischen Schultergürtel und Schädel

Vorher: kinocran , d.h. Beweglichkeit über Gelenk im Schädel, während Schädel und Schultergürtel starr verbunden waren!


Heute: freie Beweglichkeit des Schädels und der

einzelnen Extremitäten bei hoher Stützkraft

Was ändert sich am Herz?

•ollständige Trennung der Herzvorkammer durch Septum

in rechtes und linkes Atrium

Warum entwickeln sich Augendrüsen und -lider?

zur Einfeuchtung der Augenoberfläche und Aufrechterhaltung der Feuchte

Wie funktioniert die Schallperzeption von Fischen?

Fische perzipieren Druckwellen des Wassers

• meist 3 Otolithen pro Seite, Statolith (Gehörsteine, Calciumcarbonat) im Innenohr sitzend auf Sinnesfeldern aus spez. Mechanorezeptoren (Haarsinneszellen)

• Lapillus (im Utriculus), Sagitta (im Sacculus), Asteriscus

• Erzeugen von Scherkräften durch Trägheit

• Auslösen von Nervenimpulsen

Schallperzeption Fische - Ausgangssituation?

  • Primäres Kiefergelenk - über das Palatoquadratum mit dem Schädel verbunden
  • Hyomandibulare (oberer Teil des Hyoidbogens) bei Fischen zur Kieferaufhängung

> Funktionswechsel bei Tetrapoda

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Aus was entwickeln sich das erste Gehörknöchelchen und das Trommelfell bei den Tetrapoden?

Hyomandibulare wird zum ersten Gehörknöchelchen der

Tetrapoden: Stapes (syn. Columella)

Trommelfell (Tympanicum) evtl. aus Kiemendeckel (nicht genau bekannt wird wahrscheinlich mehrfach unabhängig gebildet)

Was veränder sich noch bei spöteren Tetrapoden?

• Teil des Spritzloches bildet Mittelohr

• Hyomandibulare = Stapes (Steigbügel)

• Innere Verbindung zum Darm wird Eustach‘sche Röhre (Tuba auditiva)

Was passiert für die Autapomorphie Atmung am Kopf/Rachenraum?

Nase mit Choanen

• Verbindung zwischen Nasenraum und Mundraum: Nasen-Rachengang

• Notwendigkeit einer Trennung von Nahrung und Luft

> Entstehung von Larynx (Kehlkopf) am Eingang der Trachea

> Trachea (Luftröhre) entsteht durch Verlängerung der Verbindung Darm und paarigen Lungen

Ist die Lunge eine Autapomorphie?

• nein Lungen sind nicht neu!

Nur der Verzicht der Kiemen ist neu!

> Kiemen nur noch bei Larven, Adulti ohne Kiemen

• Flösselhecht hat beides, Dipnoi auch

Autapomorphie Herz

• vollständige Trennung der Herzvorkammer durch Septum

in rechtes und linkes Atrium

• Aortenbögen der Tetrapoda lassen sich mit den

Kiemenbögen der „Fische“ homologisieren

• Der Ventrikel ist nicht unterteilt (Mischblut)

• Erst bei Vögeln und Säugern 2 Hauptkammern!

Plesiomorphien Amphibia

• Noch kein ausreichender Austrocknungsschutz

• Eier ohne Schale und Embryonalhülle (Anamnia)

• Entwicklung an Wasser bzw. feuchte Habitate gebunden

• Ursprünglich äußere Besamung (Ausnahme: Blindwühlen)

• Kaulquappen (Larven)

Autapomorphien Amphibia?

  • Spezifischer Zahnbau (zweigeteilte Zähne)
  • Nur 4 Finger an der Vorderextremität

Welche Unterarten unterscheidet man bei Amphibia?

  • Schwanzlurche (Urodela; Caudata)
  • Froschlurche (Anura)
  • Blindwühlen (Gymnophonia)

Körpermerkmale/ aufbau Amphibia?

• 2 Gliedmaßenpaare

(Rückbildung möglich; Schleichen)

• Hand 4-fingrig

• Fuß 5-zehig

• Schädel flach

• Knochenbau reduziert (sekundär)

> manche Lurche keine Rippen!

• Zähne klein, keine Wurzeln, ständige Erneuerung

• Haut verschieden, Unterhaut oft mit Giftdrüsen

Wie verläuft die Ontogenese des Frosches?

0-10 Tage Entwicklung von Eizelle zu ca. 1 cm langer Kaulquappe im Eiballen, Kopf- und Schwanzbildung

6 Kiemenbüschel erkennbar

10-20 Verlassen der Eiballen

30-40 2 cm lang, vorwiegender Aufenthalt in tiefem Wasser

50-60 3 cm lang, Hinterbeine wachsen aus

70-80 3,4-4,5 cm, Vorderbeine wachsen, Schwanz: volle Länge

90-110 Metamorphose

Wie verläuft die Metamorphose des Frosches?

innerhalb weniger Stunden:

  • Rückbildung des Schwanzes,
  • Umstellung von Kiemenatmung auf Lungenatmung
  • Umstellung von herbivor auf carnivor
  • Jungfrosch ca 1 cm groß, lebt nun an Land

Wie verbringen Adulte Frösche ihre Winter?

1. und 2. Winter Überwinterung in Nähe

des Laichgewässers an Land

3. Winter am Grunde von Gewässern, meist in

Gruppen von mehreren Fröschen