Wie verlief die Entwicklung des Schädels von Gnathostomata?
Merkmale Agnatha
Keinen Kiefer > Filtrierer
• Aufsaugen der Nahrung vom Meeresboden
• Filtrieren mit Kiemendarm
• Endoskelett und Schädel knorpelig
• Chorda bleibt erhalten
• unpaare Rücken- und Afterflosse
Besonderheiten Myxini (Schleimaale, Inger)
Entwickeltes Gehirn
• paarige Sinnesorgane am Kopf
• keine Schuppen
• Schleimbildung zur Verteidigung
• Kopf kaum von Rumpf abgesetzt
• Augen stark reduziert, nicht sichtbar
• 3 Paar Tentakeln und 2 Lippententakeln am Mund
• mehrschichtige Epidermis mit
intraepithalen Schleimzellen und
Schleimdrüsen
• oft Aasfresser
Merkmale Petromyzontida (Neunaugen)
500 Mio. Jahre alt
• anadrom (nur zum Laichen in Süßwasser)
• Flossensaum an Rücken und Schwanz
• große Augen
• auf jeder Seite 7 Branchialporen (Kiemenöffnungen)
• unpaare Nasenöffnung
• Raspelapparat
• Saugscheibe mit Hornzähnen
Plesiomorphien Gnathostomata?
Unpaare Rücken- und
Afterflossen wie bei Agnatha
Autapomorphien Gnathostomata?
Paarige Brust- und Bauchflossen
• Gelenkige Verbindung Becken, Schulter
• Entwicklung bezahnter Kiefer
• Zahnbildung aus Schuppen
• Effizientere Ernährung: Zerkauen
• Gehirn dreigliedrig
• Aus Neuralrohr bildet sich ein Spinalnerv pro Muskelsegment
Zu was entwickeln sich die Paarige Brust- und Bauchflossen bei Tetrapoden?
Vorder-, Hinterbeine
In welche drei Teile ist das Gehirn von Gnathostomata gegliedert?
Was für besondere Körpermerkmale haben Gnathostomata?
Aus welchen zwei Teilen entsteht der Kieferapparat?
Mandibularbogen wird zu:
Hyalbogen wird zu:
Was unterschiedet den Kiefer von Gnathostomata und Mammalia?
Keine direkte Aufhängung am Neurocranium
> schwaches Gelenk kann nur auf und zu
Merkmale Chondichthyes (Knorpelfische)
Haie, Rochen, Chimären
Was ist besonders an den Schuppen, Zähnen und Wirbelkörpern von Haien?
• Plakoidschuppen bilden geschlossenes Exoskelett
• Zähne wachsen zeitlebens nach
• Wirbelkörper grenzen eng aneinander, oft verkalkt
Besonderheiten/ Merkmale Zitterrochen
Welche Unteraten gehören zu den Osteognathostomata bzw. Osteichthyes - den Knochenfischen?
Autapomorphien Actinopterygii (Strahlenflosser)?
Wie funktioniert die Schwimmblase?
Durch Anpassung der Gasmenge in Schwimmblase
Regulation des Auftriebs zum Schweben
> Verminderung des Wasserdrucks beim
Aufwärtsschwimmen
Was können manche Fische mit ihrer Schwimmblase auch?
Schallübertragung zum Labyrinth
Woraus hat sich die Schwimmblase entwickelt?
Frühe Evolution einer gasgefüllten Aussackung des
Vorderdarms
> Unterstützung der Kiemen bei Atmung
> Lebensräume mit wenig Sauerstoff konnten erschlossen werden (limnisch)
> Entwicklung einer Schwimmblase als Tarierorgan
Homolog zur Lunge der Lungenfische und Tetrapoda
Was nutzten Fische in großer Tiefe wenn wenig Sauerstoff vorhanden ist für die Schwimmblase?
Sauerstoff aus Blut über Adern,
die mit Kiemen verbunden sind
Merkmale Dipnoi (Lungenfische)
• Besitzen Lungen und Kiemen
• Nahezu ausgestorben
• Flachwasserfische: Sümpfe
• Bei Wassermangel Eingraben in Schlamm
• Mögliche Vorfahren der Tetrapoden, die an Land gingen!
Welche Faktoren haben zu Anpassungen geführt beim Landgang und der Entwicklung von Tetrapoden?
• Auftrieb durch Wasser fehlt
• Schwerer Körper muss von Beinen getragen werden
• Atmung von Kiemen auf Lunge
• Kommunikation im Medium "Luft„: neue Schallperzeption
Was musste sich entwickeln um den Landgang möglich zu machen?
• Evolution der Quadrupedie
> paarige Schwimmflossen werden zu 4 Laufbeinen
• 5 Strahlen an Vorder- und Hinterextremitäten (Pentadactylie:
5-Fingrigkeit)
Beweis: Ichthyostega und Acanthostega Ur-Amphibien

Was war wahrscheinlich der "letzte Fisch" der zu den heutigen Tetrapode führte?
Tiktaalik
Autapomorphien Tetrapoden
Welche Organe brauchen Tetrapoden zum Atmen?
Trachea (Luftröhre) und Larynx (Kehlkopf) und Nase
Kiemen nur noch bei Larven, Adulti ohne Kiemen
Wie entwickelte sich der Ansatz der Beine zu den heutigen Extremitäten?
• Ansatz der Beine zunächst wie die Flossen der Fische lateral am Körper
• Körper ist an Land durch das Endoskelett allein nicht zu halten
> Extremitätengürtel: feste Verbindung zwischen Achsenskelett und strahligen Extremitäten
• drei Spangen im Becken-Schulterbereich
• Dorsale Ausdehnung des Beckengürtels im hint. Rumpfbereich
> endoskelettales Becken bekommt Kontakt zur Wirbelsäule
> Endoskelettaler Gürtel (Knorpelanteile) verwächst mit Exoskelettplatten zum Schultergürtel
> Dieser bildet knöcherne Halbschale, in der der Vorderkörper liegt
Wie bildete sich ein Hals
> Lockerung des Kontaktes zwischen Schultergürtel und Schädel
Vorher: kinocran , d.h. Beweglichkeit über Gelenk im Schädel, während Schädel und Schultergürtel starr verbunden waren!
Heute: freie Beweglichkeit des Schädels und der
einzelnen Extremitäten bei hoher Stützkraft
Was ändert sich am Herz?
•ollständige Trennung der Herzvorkammer durch Septum
in rechtes und linkes Atrium
Warum entwickeln sich Augendrüsen und -lider?
zur Einfeuchtung der Augenoberfläche und Aufrechterhaltung der Feuchte
Wie funktioniert die Schallperzeption von Fischen?
• Fische perzipieren Druckwellen des Wassers
• meist 3 Otolithen pro Seite, Statolith (Gehörsteine, Calciumcarbonat) im Innenohr sitzend auf Sinnesfeldern aus spez. Mechanorezeptoren (Haarsinneszellen)
• Lapillus (im Utriculus), Sagitta (im Sacculus), Asteriscus
• Erzeugen von Scherkräften durch Trägheit
• Auslösen von Nervenimpulsen
Schallperzeption Fische - Ausgangssituation?
> Funktionswechsel bei Tetrapoda

Aus was entwickeln sich das erste Gehörknöchelchen und das Trommelfell bei den Tetrapoden?
Hyomandibulare wird zum ersten Gehörknöchelchen der
Tetrapoden: Stapes (syn. Columella)
Trommelfell (Tympanicum) evtl. aus Kiemendeckel (nicht genau bekannt wird wahrscheinlich mehrfach unabhängig gebildet)
Was veränder sich noch bei spöteren Tetrapoden?
• Teil des Spritzloches bildet Mittelohr
• Hyomandibulare = Stapes (Steigbügel)
• Innere Verbindung zum Darm wird Eustach‘sche Röhre (Tuba auditiva)
Was passiert für die Autapomorphie Atmung am Kopf/Rachenraum?
• Nase mit Choanen
• Verbindung zwischen Nasenraum und Mundraum: Nasen-Rachengang
• Notwendigkeit einer Trennung von Nahrung und Luft
> Entstehung von Larynx (Kehlkopf) am Eingang der Trachea
> Trachea (Luftröhre) entsteht durch Verlängerung der Verbindung Darm und paarigen Lungen
Ist die Lunge eine Autapomorphie?
• nein Lungen sind nicht neu!
• Nur der Verzicht der Kiemen ist neu!
> Kiemen nur noch bei Larven, Adulti ohne Kiemen
• Flösselhecht hat beides, Dipnoi auch
Autapomorphie Herz
• vollständige Trennung der Herzvorkammer durch Septum
in rechtes und linkes Atrium
• Aortenbögen der Tetrapoda lassen sich mit den
Kiemenbögen der „Fische“ homologisieren
• Der Ventrikel ist nicht unterteilt (Mischblut)
• Erst bei Vögeln und Säugern 2 Hauptkammern!
Plesiomorphien Amphibia
• Noch kein ausreichender Austrocknungsschutz
• Eier ohne Schale und Embryonalhülle (Anamnia)
• Entwicklung an Wasser bzw. feuchte Habitate gebunden
• Ursprünglich äußere Besamung (Ausnahme: Blindwühlen)
• Kaulquappen (Larven)
Autapomorphien Amphibia?
Welche Unterarten unterscheidet man bei Amphibia?
Körpermerkmale/ aufbau Amphibia?
• 2 Gliedmaßenpaare
(Rückbildung möglich; Schleichen)
• Hand 4-fingrig
• Fuß 5-zehig
• Schädel flach
• Knochenbau reduziert (sekundär)
> manche Lurche keine Rippen!
• Zähne klein, keine Wurzeln, ständige Erneuerung
• Haut verschieden, Unterhaut oft mit Giftdrüsen
Wie verläuft die Ontogenese des Frosches?
• 0-10 Tage Entwicklung von Eizelle zu ca. 1 cm langer Kaulquappe im Eiballen, Kopf- und Schwanzbildung
• 6 Kiemenbüschel erkennbar
• 10-20 Verlassen der Eiballen
• 30-40 2 cm lang, vorwiegender Aufenthalt in tiefem Wasser
• 50-60 3 cm lang, Hinterbeine wachsen aus
• 70-80 3,4-4,5 cm, Vorderbeine wachsen, Schwanz: volle Länge
• 90-110 Metamorphose
Wie verläuft die Metamorphose des Frosches?
innerhalb weniger Stunden:
Wie verbringen Adulte Frösche ihre Winter?
1. und 2. Winter Überwinterung in Nähe
des Laichgewässers an Land
3. Winter am Grunde von Gewässern, meist in
Gruppen von mehreren Fröschen