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Definition Gesellschaft

Alle Geschehnisse, Prozesse und Strukturen wenn sie einen Zusammenhang von zeitlicher Kontinuität bilden, der direkt oder indirekt auf wechselseitige, prinzipiell verstehbare soziale Handlungen beruht.
  • wechselseitige soziale Handlungen
Gemeinschaft
Soziale Bindung:
Gefühlsbezogen, persönlich

Verpflichtung:
Lebenslange Zugehörigkeit

Umgangsprinzip:
Solidarität, persönliche Abhängigkeit

Normativer Zusammenhalt:
Konsens auf Basis geteilter Sitte und Brauchtum

Beispiel:
Familie, Religiöse Gemeinschaft
Gesellschaft
  • Soziale Bindung:
Zweckbündnis
  • Verpflichtung:
Zugehörigkeit durch Übereinkunft
  • Umgangsprinzip:
Vertraglich festgelegte Rechte und Pflichten
  • Normativer Zusammenhalt:
Öffentlicher Interessenkonflikt auf Basis geteilter Regeln
  • Beispiel:
Zweckverbände, Marktbeziehung
Definition Sozialisation nach Schäfers




Ist ein Prozess, indem ein Mensch in die umgehende Gesellschaft und ihre Kultur hineinwächst und so zu einem gesellschaftlichen handlungsfähigen Subjekt wird

Ist ein Prozess, der das ganze Leben andauert
Wann ist Sozialisationsprozess abgeschlossen?
Früher:
Entscheidung über Beruf, Familiengründung


Heute:
Tendenziell offen
Offenheit moderner Lebenssituation
Sozialisation und Normen
  • konkrete Umsetzung von Normen: Pünktlichkeit
  • Vergabe von Mitteln und Weise der Erreichbarkeit der Werte (Orientierung an Wünschbaren)
  • dienen der Normalitätssicherung
  • Sind erst bei Gegenteil erkennbar
Warum Rollen in der Gesellschaft?
  • Bedürfnis nach sozialer Orientierung
  • Schaffen Sicherheit im Umgang mit anderen
  • Chancen auf Identität und soziale Anerkennung
Definition soziale Rolle nach Schäfers
Beschreibt ein Bündel an Verhaltenserwartungen die von einer Bezugsgruppe an den Rollenträger bestimmter sozialer Position herangetragen werden
Totaler Rollenverdacht nach Dahrendorf
Die ärgerliche Tatsache der Gesellschaft
Rollenerwartung
Muss Erwartung:
Harter Kern der sozialen Rolle
Absolute Verbindlichkeit

Soll Erwartung:
Freiwillige Leistung
Rollenkonflikt nach Mertan
Inter - Rollenkonflikt
Intra- Rollenkonflikt
Person - Situation - Konflikt
Interaktiver Rollenkonflikt nach Goffman
  • Rolle und Identität
  • Erwartungserwartung lesen lernen
  • Rolle als kommunikative Verhaltensfigur
Soziales Handeln nach Max Weber
Gesellschaft als Gesamtheit sozialen Handelns
Definition Handeln
Menschliches Verhalten, das von dem Handelnden mit einem subjektiven Sinn verbindet
Soziales Handeln
Handeln welches von dem Handelnden gemeinten Sinn auf das Verhalten anderer bezogen wird und daran seinen Ablauf orientiert
Rationales Handeln als Idealtyp
  • für Gesellschaft unterstelltes Standardhandeln
  • Verfolgt ein klares Ziel
  • kennt alle Einflussfaktoren
  • geeignetes Mittel wählen
4 Idealtypen sozialen Handelns nach Max Weber
  • zweckrationales Handeln
  • Wertrationales Handeln
  • Traditionelles Handeln
  • Affektuelles Handeln
Grundbedingungen der Macht
Macht als Handlungsfähigkeit:
Ermöglicht zielgerichtetes und erfolgreiches Handeln


Macht als soziales Verhältnis:
Machtbalance zwischen handlungsfähigen Subjekten
Quellen der Macht
  • Marktstellung
  • Sozialstrukturelle Position
  • Wissensvorsprung
  • Zugriff auf Medien
Definition Macht nach Max Weber
Jede Chance, in einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, egal worauf diese Chance beruht
Definition Herrschaft nach Max Weber
Die Chance für einen Befehl bei Personen gehorsam zu finden.

Minimum an gehorchen wollen, muss gegeben sein
Unterscheidung Macht und Herrschaft
Macht:
  • situativ
  • abhängig von Machtmitteln
  • Brüchig
  • kann beliebiges erzwingen


Herrschaft:
  • dauerhaft
  • Abhängig von Bereitschaft des gehorchen Wollens
  • Gehorsam beschränkt sich auf bestimmten Bereich
Unterscheidung Legitimität und Legalität
Legitimität:
Rechtmäßigkeit einer Handlung, als moralisch gerechtfertigt

Legalität:
Rechtmäßigkeit einer Handlung durch Übereinstimmung von Regeln im Gesetz
Unterscheidung soziale Struktur und Sozialstruktur
Soziale Struktur:
Allgemeinerer Strukturbegriff
Z.B Familie


Sozialstruktur:
Lagerungsstruktur
Z.B. Schichtungsmodell
Soziale Schicht
Sozialstrukturelle Position in der Gesellschaft.
Z.B. Gruppe Beamter im öffentlichen Dienst

Mehrere Sozialstrukturelle Gruppierungen
Definition soziale Ungleichheit
Lebensbedingungen, die es Menschen erlauben, allgemein geteilte Ziele besser als andere Menschen zu erreichen
Kurzformel meritokratische Triade nach Kreckel
Macht und Status werden aufgrund von Leistung und Verdienste vergeben.
Z.B. Qualifikation, Status, Einkommen

Legitime Soziale Ungleichheit
Arten sozialer Ungleichheit
  • Verteilungsungleichheit (Einkommen)
  • Chancenungleichheit (Bildung)
  • Teilhabeungleichheit (Sprache)
Prekärer Wohlstand nach Vogel
  • soziale Lage von Menschen, die Gefahr laufen, in die Armut und damit verbundene soziale Ausgrenzung abzustürzen
  • Verwundbarkeit hat sich in die Mitte der Gesellschaft erweiter
  • Abstiegswahscheinlichkeit
Sinus Milieus

  • Einstellungen, Werte, Lebensstile und Konsumgewohnheiten einer Bevölkerung werden erfasst
  • Werden in verschiedene sozialen Milieus eingeteilt
  • Beschreibt soziale und kulturelle Unterschiede
Habitus
  • verinnerlichte Verhaltensmuster, Wahrnehmungen und Präferenzen die durch die soziale Lage geprägt sind
  • Ist gesellschaftlich geprägt
Vier Megatrends sozialen Wandelns nach Bertelsmann
Soziale Ungleichheit, Globalisierung, demografischer Wandel, Digitalisierung
Sozialer Wandel nach Dahrendorf
Mensch sucht immer kleinere Räume, in denen er sich zuhause fühlt und ein Gefühl der Zugehörigkeit entwickelt
Definition Reflexive Moderne nach Beck
  • Selbsttransformation der Industrie Gesellschaft
  • Ablösung durch eine zweite Moderne
Definition Globalisierung
Herauslösung sozialer Beziehungen aus lokalen Interaktionskontexten