Flashcards in the set

Haven't started (17)

Heuristiken 

·     

Schnelle Lösungsfindung durch Vereinfachungen, Abkürzungen oder Faustregeln 

·      Einfache Wege der Informationsverarbeitung in Unsicherheiten und wegen der begrenzten Kapazität der menschlichen Informationsverarbeitung

·      Heuristiken erlauben schnelle Entscheidungen (in den meisten Fällen hinreichend genau) 

·      Wir greifen auf Heuristiken zurück, wenn aufwendige Urteilsverfahren aufgrund Kapazitäten nicht anwendbar oder das Urteil nicht so wichtig ist 

·      Heuristiken führen unter bestimmten Umständen zu systematischen Fehleinschätzungen (bias)

Der erste EIndruck

Der erste Eindruck 

·      Basiert auf äußerlichen Informationen (z.B. Attraktivität, Kleidung ..) und nonverbalem Verhalten

·      Der erste Eindruck kann in uns eine Erwartung wecken

·      Erwartung prägt unsere weitere Wahrnehmung über die Person (positiv und negative Auswirkungen)

  • First impression Error
  • Halo-Effekt

Ursachen für Korrespondenzverzerrungen

Ursachen für Korrespondenzverzerrungen

·      Ausprägung situativer Theorien gibt Auskunft darüber, wie stark der Beobachter den Einfluss situativer Faktoren auf das Verhalten einschätzt

·      Anwendung situativer Theorien bezieht sich darauf, wie Beobachter diese Annahme in der Beurteilung anwendet 

Attributionstheorie

·      Konsensus

o   Verhalten sich auch andere Personen so, wie die beurteilte Person

o   Hoher Konsensus, wenn sich jede Person so verhält

o   Niedriger Konsensus  Verhalten wird internal attribuiert

·      Distinktheit

o   Verhält sich die beurteilte Person über verschiedene Situationen gleich oder unterschiedlich

o   Niedrige Distinktheit  Frau ist die ganze Zeit unhöflich

o   Hohe Distinktheit  Frau zuvor höflich und jetzt Türzuschlagen

o   Internale Attribution bei niedriger Distinktheit

·      Konsistenz

o   Verhält sich Person in gleicher Situation immer wieder auf dieselbe Art

o   Hohe Konsistenz  gleiches Verhalten, internale Attribution

o   Externale Attribution bei niedriger Konsistenz

Assoziative Prozesse bei der Beurteilung von Personen

·      Behavior-trait-inferences = Schlussfolgerungen, welche automatisch ablaufen, wenn wir uns einen Eindruck einer Person bilden 

·      Bsp. Junger Mann hilft Frau Unterlagen aufheben  Beobachter schließt auf hilfsbereite Person 

·      Assoziative Netzwerke  neue Infos werden in bestehende Wissenstrukturen eingeordnet

·      „Person hilft Person“ ist mit „hilfsbereit“ verknüpft 

·      Spontaneous-trait-infernces = solche automatischen Eigenschaftsenkodierungen werden aktiviert, wenn Infos relevant sind (Beobachter hat das Ziel der Eindrucksbildung, z.B. in Personalauswahl) 

Berührungen im nonverbalen Verhalten

o   Kurze Berührungen können beeinflussen  (Bsp. Trinkgeld Kellner)

o   Berührte schätzt den Berührenden positiver ein und ist dadurch eher Geneigt einen Gefallen zu tun 

o   Berührungen erhöhen kommunales Gefühl  mit Interaktionspartner verbunden fühlen 

o   Berührungen können Kinder stärker in Aufgaben involvieren und störendes Verhalten reduzieren 

o   Einen Menschen zu berühren kann eine wirksame Methode sein, diesen subtil zu beeinflussen 

o   Situation entscheidet, ob Berührung positive oder negative Konsequenzen hat (Bsp. Wettbewerbssituation  Dominanz  weniger positives Verhalten)

Nonverbales Verhalten

·      nonverbal = ohne Worte kommunizieren  „man kann nicht nicht kommunizieren“

·      Einschätzung und Wahrnehmung von Personen hängt auch von nonverbalem Verhalten ab 

·      Nonverbales Verhalten insbesondere relevant, wenn verbaler Inhalt nicht zu nonverbal passt

·      Je größer die emotionale Intelligenz, desto mehr nonverbale (vs. Verbale) Informationen werden bei der Beurteilung von Personen verwendet

Mere-exposure-Effekt

·      Mere-exposure-Effekt = ein wiederholt dargebotener Reiz löst in uns Gefühl der Vertrautheit aus 

Good-is-familiar-Phänomen

·      Good-is-familiar-Phänomen= Leichtigkeit der Verarbeitung nehmen wir zunächst als Positiv auf (Vertrautheit = Reiz fällt leichter wahrzunehmen  Reiz perzeptuell geläufiger, durch begrenzte Verarbeitungskapazität nehmen wir Leichtigkeit als positiv auf) 

Similar-To-me-effekt

·      Similar-to-me-Effekt = drei Annahmen

o   Menschen, die uns ähnlich sind, stellen unsere eigene Person nicht infrage, sondern bestätigen Einstellungen

o   Auf Ähnlichkeit gegründete Sympathie beruht auf Gegenseitigkeit

o   Leichteres Hineinversetzten in ähnliche Personen & dadurch leichtere Interaktion

o   Beispiel: Vorgesetzte beurteilen ähnliche Mitarbeiter positive, Bessere bewertung bei Bewerbungen („Wert mir ähnelt, muss gut sein“) 

Beauty-is-good-Annahme

·      Beauty-is-good-Annahme = physisch attraktive Menschen werden als intelligenter, geselliger, dominanter, mental gesünder, sexuell aktiver und sozial kompetenter wahrgenommen

·      Beispiele 

o   Kindererziehung  attraktive Babys bekommen mehr Aufmerksamkeit

o   Leistungsbeurteilung  bessere Noten durch Professoren

o   Politik  Wahlgewinn eines Kandidaten 

o   Personalauswahl  Attraktivität ausschlaggebender als berufliche Qualifikation

RIM = Reflektiv-Impulsiv-Modell

RIM = Reflektiv-Impulsiv-Modell (Strack & Deutsch)

·      Urteile und Verhalten werden von zwei abgrenzbaren Verarbeitungsprozessen bestimmt

·      Bei geringer Motivation oder eingeschränkter Verarbeitungskapazität finden weniger aufwendige Verarbeitungsprozesse statt 

·      Verhalten wird von zwei interagierenden mentalen Systemen bestimmt (relfektiv und impulsiv) 

o   Sind durch unterschiedliche Repräsentation und Verarbeitung gekennzeichnet

o   Reflektives System = bewusste Verhaltensentscheidungen generiert

o   Impulsives System = Verhalten durch grundlegende motivationale Orientierungen (z.B. Hunger) und durch assoziative Verknüpfungen ausgelöst 

o   Reiz kann über assoziative Prozesse (impulsiv) oder über Nachdenken beruhende Prozesse und bewusste Verhaltensentscheidung (reflektiv) Verhaltensschemata aktivieren und Verhalten auslösen 

o   Beide Systeme können synergetisch (in gleiche Richtung) oder antagonistisch (gegenläufig) wirken 

Erinnerung und Urteilsgenerierung

·      Letzte Stufe der sozialen Informationsverarbeitung = Erinnerung und Urteilsgenerierung  bestimmt Verhalten in sozialen Situationen und wie andere Personen eingeschätzt werden

·      Rekonstruktions- und Schlussfolgerungsprozesse 

o   Ereignishäufigkeiten werden unterschätzt oder überschätzt

o   Auf Schlussfolgerungen angewiesen, da wir nicht einfach gespeicherte Daten abrufen oder abspulen können 

o   Beinhalten Verzerrungen

o   Ursache für Verzerrungen = Menschen nutzen zur Informationsverarbeitung ihre bestehenden Wissensstrukturen 

o   Fehlende Erinnerungen werden mit Schlussfolgerungen aus vorhandenen Schemata oder Annahmen aufgefüllt 

o   Menschen können tatsächlichen von „ergänzten“ Erinnerungen kaum unterscheiden  Quellenverwechslung (insbesondere durch suggestive Fragen)

o   Z.T. kann wiederholtes Nachfragen Erinnerungen an Ereignisse erzeugen, die nicht stattgefunden haben  Quelle der Erinnerung (z.B. Interviewer) wird vergessen und das Ereignis als echte Erinnerung fehlgedeutet

Richtungen der Informationsverarbeitung

·      Richtung der Informationsverarbeitung

o   Top-Down 

§  Die höhere Ebene der Wissensstruktur (Schemata) bestimmt, wie wir Information auf einer niedrigeren Ebene (Reize) verarbeiten  

§  Geeignetes Vorwissen Reize oder Objekte werden schneller in passenden Zusammenhang eingeordnet 

o   Bottom-Up

§  Reizgrundlage (niedrigere Ebene) bestimmt die Informationsverarbeitung

Prototyp und Exemplar

Prototyp und Exemplar

·      Prototyp = Durchschnitt der in der Kategorie zusammengefassten Elemente

o   Typtische Vertreter einer Kategorie  (Mittelwert der Merkmalsausprägung)

o   Z.B. Braut in Weiß, Größe eines Basketballspielers

·      Exemplar = ein einzelnes bestimmtes Exemplar repräsentiert die Kategorie besonders gut (exemplar-based representation)  durch konkretes Beispiel repräsentiert (z.B. Anna Netrebko als Opernsängerin) 

Kognition

Kognition = Oberbegriff für mentale Prozesse und Strukturen eines Individuums

·      Objekte der Wahrnehmung sind sozial (Wahrnehmung anderer oder uns selbst im sozialen Raum)

·      Soziale Interaktion (Eindrucksbildung anderer Personen im Gespräch oder unser Verhalten durch diese Person beeinflussen lassen) 

·      Sozial geteilt durch Mitglieder der sozialen Gruppe 

Sozialspsychologie

Sozialpsychologie

 Grundlagendisziplin der wissenchaftlichen Psychologie

 Ziel = verstehen und erklären, wie Denken, Fühlen und Verhalten von Individuen durch die tatsächliche, vorgestellte oder implizite Anwesenheit anderer beeinflusst werden