Flashcards in the set

Haven't started (17)

Attributionstheorie

  • Fokus: nicht auf Ursachen von Handlungen, sondern auf Schlussfolgerungen von Beobachtern über Ursachen von Handlungen
  • Ziel: Erklärung des Verhaltens durch Zuschreibung von Beweggründen (Attribution)

Verantwortung internal

Zuschreibung auf Veranlagung (internale Attribution)

Verantwortung external 

Zuschreibung auf die Situation (externale Attribution)

Kovariationstheorie

Analyse von 3 Informationen für internale oder externale Attribution

  • Distinktheit: unterscheidet Verhalten auf Häufigkeit in versch. Situationen? (hoch : external; niedrig : internal)
  • Konsistenz: überprüft, ob Verhalten über Zeit und Situation konstant ist (hoch : internal oder external; niedrig : external)
  • Konsens: überprüft, wie andere in der Situation handeln (hoch : external; niedrig : internal)

Attributionsverzerrung

  • ungenaue Beobachtung : Fehler bei Sammlung von Fakten und Gewichtung von Ursachen
  • fundamentaler Attributionsfehler : Tendenz, Verhalten anderer durch Persönlichkeitsmerkmale zu erklären und situative EInflüsse zu unterschätzen (früher : Korrespondenzverzerrung)

2 Schritte Attributionsprozess

  • Phase 1: Wahrnehmung -> Spontane intuitive Meinung -> internale Attribution
  • Phase 2: Nachdenken über Situation und alternative Erklärung suchen -> neue Attribution -> jetzt external 

Selbstwertdienliche Attribution (Sonderfall)

  • Erfolg -> internale Faktoren
  • Misserfolg -> externale Faktoren 
  • Ziel: Schutz des eigenen Selbstwerts

Konsistenztheorie

  • Menschen streben nach Konsistenz in Denken, Fühlen und Handeln 
  • Konsonant: Einklang von Kognition und Einstellung 
  • Dissonant: Widerspruch von Kognition und Einstellung 
    • Ziel: Wiederherstellung von Konsistenz 

Theorie der kognitiven Dissonanz - Leon Festinger

  • unangenehme innere Spannung durch Dissonanz zwischen Handlungen, Überzeugungen und Gefühlen (z.B. unnötiges Auto gekauft)
  • Auflösestrategien

Theorie der kognitiven Dissonanz - Auflösestrategien

  • Verhaltensänderung (Auto verkaufen)
  • Verhaltensrechtfertigung durch Änderung der dissonanten Kognition (innere Überzeugung) 
  • Verhaltensrechtfertigung durch Hinzufügen konsonanter Kognition (selektive Wahrnehmung)

Theorie der kognitiven Dissonanz - Anwendung in der Praxis 

Marketing:

  • Ausnutzung der kognitiven Dissonanz durch Hervorhebung pos. Aspekte um Dissonanz abzubauen oder zu mildern (z.B. Vitamin C in Zuckergetränk)

Reaktanztheorie - Brehm 

  • Grundkonzept: Menschen erleben Reaktanz, wenn ihre Handlungsfreiheit eingeschränkt wird
  • Auslöser: Einschränkungen durch Verbote oder limitierte Ressourcen 
  • Reaktionen: Erregung, Motivation zum Handeln um Einschränkung aufzuheben, kognitive Anpassung

Reaktanztheorie - Unternehmenskontext

Managementstrategie: 

  • Informationsbereitstellung und Beteiligung der Betroffenen zur Reduzierung von Reaktanz

Equity - Theorie - 1965 John Stacey Adams

Kernkonzept: 

  • In zwischenmenschlichen Beziehungen ist Gerechtigkeit im Sinne von Ausgewogenheit wichtig-
    • entspricht moralischen Normen und steigert die Motivation
  • Unausgewogenheit : Unbehagen und Bemühung, Gleichheit wiederherzustellen
    • Ausgleichsstrategien : materielle Kompensation (Entschädigung) oder Wertschätzung

Equity - Theorie - 4 Thesen

  • Maximierung von Ertrag und Nutzen (Ergebnisse = Belohnung - Kosten)
  • Kooperation in Gruppen steigert Gesamtnutzung
  • Gruppenregelung für faire Verteilung
  • Belohnung und Bestrafung basierend auf (un-)gerechtem Verhalten 

Interventionsmodell zur Verpflichtung - 1983 Caryl Rusbult

  • Zielsetzung: Verständnis der Stabilität einer Beziehung und Einschätzung des Trennungsrisikos
  • Kosten-Nutzen-Vergleich: bestimmt innere Verpflichtung zur Beziehung 
  • Investition: alles was Partner einbringt und bei Trennung verlieren würde
  • 3 Variablen zur Beziehungszufriedenheit: 
    • Belohnung und Nutzen
    • Kosten 
    • Vergleichsniveau für Alternativen 

Inteventionsmodell zur Verpflichtung - Anwendung auf die Arbeitswelt

Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehung: bestimmt Zufriedenheit am Arbeitsplatz und Kündigungswahrscheinlichkeit