"Ein aversiv motivationaler Zustand, der das Individuum dazu motiviert, diesen unangenehmen Zustand abzubauen"
-> mindestens zwei kognitive Inhalte stehen im Konflikt -> persönliche Wichtigkeit und Bedeutung der konfliktären Kognition bestimmen das Ausmaß der Dissonanz
5 Möglichkeiten der Dissonanzreduktion
• Addition konsonanter Kognitionen
Subtraktion dissonanter Kognitionen
Substitution dissonanter durch konsonante Kognitionen
Erhöhung der Wichtigkeit konsonanter Kognitionen
Reduktion der Wichtigkeit dissonanter Kognitionen
Addition konsonanter Kognitionen
Gedanken werden zur getroffenen Entscheidung hinzugefügt
Subtraktion dissonanter Kognition
Gedanken an nicht getroffene Entscheidungen werden verdrängt
Substitution dissonanter durch konsonante Kognitionen
-> es werden wenige Informationen/ein verlockendes Angebot genannt und nach Zustimmung kommt noch mehr (weitere Kosten/Bedingungen) oben drauf
Foot in the door
Kleine Bitte (mit erwarteter Antwort JA) wird zuerst gestellt, danach größere Bitte
Door in the face
Größere Bitte (mit erwarteter Antwort NEIN) wird zuerst gestellt, dann kommt die echte/kleine Bitte
Künstliche Güterknappheit
Playing hard to get
Kognitive Dissonanz beim "ersten Eindruck"
Der erste Eindruck zählt (und bleibt)
Justification of effort
Den Aufwand rechtfertigen
Konsonante Kognition
ist etwas, das zu der Entscheidung passt
dissonante Kognition
ist etwas, was nicht zu der Entscheidung passt
Heuristik
"Daumenregeln", die den kognitiven Aufwand reduzieren, um zu einer schnellen Entscheidung zu kommen
Expertenheuristik
Auf das Urteil und Wissen von Experten verlassen Beispiel: Der Wall-Street Contest: Experten gegen Dartwürfe
Ankerheuristik
Urteile werden in relativer Abhängigkeit von einem Bezugsrahmen getroffen und häufig von bereits bestehenden Hypothesen beeinflusst -> wenn wir den Wert einer Sache nicht einschätzen können, sucht unser Gehirn nach einer vergleichbaren Größe/einem Anker Beispiel: Uno-Mitgliedsstaaten, Door-in-the-face
Verfügbarkeitsheuristik
subjektive Schätzung der Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses erhöht sich, je verfügbarer Informationen bezüglich des Ereignisses sind Beispiel: Experiment von Schwarz et al. zu selbstbewusstem Verhalten
Repräsentativitätsheuristik
Zuschreibung eines Objekts/einer Person zu einer Kategorie, wenn es/sie für die Kategorie typische Merkmale aufweist
Barnum-Effekt
Neigung von Menschen, vage und allgemeine, meist positive Aussagen über die eigene Person so zu interpretieren, dass sie als zutreffende Beschreibung empfunden werden
Self-Serving Bias
"Selbstwertdienliche Verzerrung" Die Tendenz, gute Ergebnisse den eigenen Fähigkeiten und schlechte Ereignisse externen Faktoren oder dem Zufall zuzuschreiben
Self-Handicapping
Die Ausführung eines Verhaltens, das die eigene Leistung beeinträchtigen kann, um anschließend eine Ausrede für Misserfolg zu haben und im Fall eines Erfolgs eine besonders hohe Fähigkeit geltend machen zu können
Sandbagging
Man spielt die eigene Leistungsfähigkeit vor einer Anforderungssituation herunter und hält damit die Erwartungshaltung der anderen Person (z.B. Arbeitskollege) gering. Durch das Anwenden dieser Strategie kann die Person bei jedem Leistungsergebnis profitieren. Be einem schlechten Abschneiden ist das Ergebnis konform mit der eigenen Aussage (Schutz des Selbstwerts), bei gutem Abschneiden kann man die andere Person mit einem über der Erwartung liegendem Leistungsniveau überraschen (Erhöhung des Selbstwerts)
Downward Comparison
Theorie des sozialen Vergleichs
Der abwärts gerichtete Vergleich (downward comparison) ist meist auf Menschen gerichtet, denen es schlechter oder genauso schlecht geht wie einem selbst. Die Bedeutung liegt darin, dass Menschen ihr subjektives Wohlbefinden steigern können, indem sie sich mit Menschen vergleichen denen es schlechter als ihnen geht oder die weniger besitzen als sie
Attribution
Zuschreiben von Ursachen für Handlungen und Verhaltensweisen
externale Attribution
Eine Person sieht die Ursache eines Ereignisses bei anderen Personen, Umwelteinflüssen oder Faktoren
internale Attribution
Eine Person sieht die Ursache des Verhaltens in der handelnden Person, als in dessen Charakter, Überzeugungen oder anderen überdauernden Persönlichkeitseigenschaften
Fundamentaler Attributionsfehler
Die Tendenz von Beobachtern, Personen als Ursache für ihre Handlungen zu sehen. Es kommt zu einer Überbewertung von dispositionalen Faktoren bei gleichzeitiger Unterbewertung von situalen Faktoren
Actor-Observer-Bias
Die Tendenz, unsere eigenen Handlungen externen Faktoren zuzuschreiben, während wir die Handlungen anderer auf deren Persönlichkeitsmerkmale zurückführen