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Haven't started (29)

Kognitive Dissonanz
"Ein aversiv motivationaler Zustand, der das Individuum dazu motiviert, diesen unangenehmen Zustand abzubauen"

-> mindestens zwei kognitive Inhalte stehen im Konflikt
-> persönliche Wichtigkeit und Bedeutung der konfliktären Kognition bestimmen das Ausmaß der Dissonanz
5 Möglichkeiten der Dissonanzreduktion
• Addition konsonanter Kognitionen
  • Subtraktion dissonanter Kognitionen
  • Substitution dissonanter durch konsonante Kognitionen
  • Erhöhung der Wichtigkeit konsonanter Kognitionen
  • Reduktion der Wichtigkeit dissonanter Kognitionen
  • Addition konsonanter Kognitionen
    Gedanken werden zur getroffenen Entscheidung hinzugefügt
    Subtraktion dissonanter Kognition
    Gedanken an nicht getroffene Entscheidungen werden verdrängt
    Substitution dissonanter durch konsonante Kognitionen
    Gedanken austauschen
    • Forced-Compliance-Paradigma (forcierte Einwilligung)
    • Free-Choice-Paradigma (Wahlfreiheit)
    • Selective-Exposure-Paradigma (selektive Informationssuche)
    3 klassische Forschungsparadigmen
    Lowballing
    Runterspielen

    -> es werden wenige Informationen/ein verlockendes Angebot genannt und nach Zustimmung kommt noch mehr (weitere Kosten/Bedingungen) oben drauf
    Foot in the door
    Kleine Bitte (mit erwarteter Antwort JA) wird zuerst gestellt, danach größere Bitte
    Door in the face
    Größere Bitte (mit erwarteter Antwort NEIN) wird zuerst gestellt, dann kommt die echte/kleine Bitte
    Künstliche Güterknappheit
    Playing hard to get
    Kognitive Dissonanz beim "ersten Eindruck"
    Der erste Eindruck zählt (und bleibt)
    Justification of effort
    Den Aufwand rechtfertigen
    Konsonante Kognition
    ist etwas, das zu der Entscheidung passt
    dissonante Kognition
    ist etwas, was nicht zu der Entscheidung passt
    Heuristik
    "Daumenregeln", die den kognitiven Aufwand reduzieren, um zu einer schnellen Entscheidung zu kommen
    Expertenheuristik
    Auf das Urteil und Wissen von Experten verlassen
    Beispiel: Der Wall-Street Contest: Experten gegen Dartwürfe
    Ankerheuristik
    Urteile werden in relativer Abhängigkeit von einem Bezugsrahmen getroffen und häufig von bereits bestehenden Hypothesen beeinflusst -> wenn wir den Wert einer Sache nicht einschätzen können, sucht unser Gehirn nach einer vergleichbaren Größe/einem Anker
    Beispiel: Uno-Mitgliedsstaaten, Door-in-the-face
    Verfügbarkeitsheuristik
    subjektive Schätzung der Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses erhöht sich, je verfügbarer Informationen bezüglich des Ereignisses sind
    Beispiel: Experiment von Schwarz et al. zu selbstbewusstem Verhalten
    Repräsentativitätsheuristik
    Zuschreibung eines Objekts/einer Person zu einer Kategorie, wenn es/sie für die Kategorie typische Merkmale aufweist
    Barnum-Effekt
    Neigung von Menschen, vage und allgemeine, meist positive Aussagen über die eigene Person so zu interpretieren, dass sie als zutreffende Beschreibung empfunden werden
    Self-Serving Bias
    "Selbstwertdienliche Verzerrung"
    Die Tendenz, gute Ergebnisse den eigenen Fähigkeiten und schlechte Ereignisse externen Faktoren oder dem Zufall zuzuschreiben
    Self-Handicapping
    Die Ausführung eines Verhaltens, das die eigene Leistung beeinträchtigen kann, um anschließend eine Ausrede für Misserfolg zu haben und im Fall eines Erfolgs eine besonders hohe Fähigkeit geltend machen zu können
    Sandbagging
    Man spielt die eigene Leistungsfähigkeit vor einer Anforderungssituation herunter und hält damit die Erwartungshaltung der anderen Person (z.B. Arbeitskollege) gering. Durch das Anwenden dieser Strategie kann die Person bei jedem Leistungsergebnis profitieren. Be einem schlechten Abschneiden ist das Ergebnis konform mit der eigenen Aussage (Schutz des Selbstwerts), bei gutem Abschneiden kann man die andere Person mit einem über der Erwartung liegendem Leistungsniveau überraschen (Erhöhung des Selbstwerts)
    Downward Comparison
    Theorie des sozialen Vergleichs

    Der abwärts gerichtete Vergleich (downward comparison) ist meist auf Menschen gerichtet, denen es schlechter oder genauso schlecht geht wie einem selbst. Die Bedeutung liegt darin, dass Menschen ihr subjektives Wohlbefinden steigern können, indem sie sich mit Menschen vergleichen denen es schlechter als ihnen geht oder die weniger besitzen als sie
    Attribution
    Zuschreiben von Ursachen für Handlungen und Verhaltensweisen
    externale Attribution
    Eine Person sieht die Ursache eines Ereignisses bei anderen Personen, Umwelteinflüssen oder Faktoren
    internale Attribution
    Eine Person sieht die Ursache des Verhaltens in der handelnden Person, als in dessen Charakter, Überzeugungen oder anderen überdauernden Persönlichkeitseigenschaften
    Fundamentaler Attributionsfehler
    Die Tendenz von Beobachtern, Personen als Ursache für ihre Handlungen zu sehen. Es kommt zu einer Überbewertung von dispositionalen Faktoren bei gleichzeitiger Unterbewertung von situalen Faktoren
    Actor-Observer-Bias
    Die Tendenz, unsere eigenen Handlungen externen Faktoren zuzuschreiben, während wir die Handlungen anderer auf deren Persönlichkeitsmerkmale zurückführen