Average Process
Know0
Don't know0
Haven't started16

Recommended flashcard sets

Flashcards in the set

Haven't started (16)

Die Einteilung der Romane in drei Arten gibt es seit dem 12. Jahrhundert. Wie sieht sie aus und wer hat sie erstmals vorgebracht?

Einteilung nach Jean Bodel in drei Erzählstoffe
→ Matiére de Romme (Antikenroman)
→ Matiére de Bretagne (Artusroman/höfischer Roman)
→ Matiére de France (Heldenepik)

Was war der Gedanke Jean Bodels

Einteilung der Epik in 3 Bereiche:

römisch, französisch, britisch

Was umfasste den römischen Bereich nach Bodel?

Antikenroman

Was umfasste den britischen Bereich nach Bodel?

Artusroman und höfische Romane

Was umfasste den französischen Bereich nach Bodel?

Heldenepik

Definieren Sie die Gattung "matière de Romme". Welche Geschichten werden erzählt?

Die Matiére de Romme sind Antikenromane, worin antike Stoffe bearbeitet werden.

 

Der Antikroman beschäftigt sich inhaltlich zwar mit Antikenstoffen und Inhalten, die werden aber eingepasst in die höfische Gesellschaft (= höfisierung)


Romane mit historischem oder pseudo-historischem Inhalt, entnommen aus Antiken
Epen:
Troja, Eneas, Alexander, Abenteuererzählungen der Antike…

 

Beispiele: Alexanderroman von Pfaffen Lambrecht, Eneasroman von Heinrich von Veldeke

Der Alexanderroman des Pfaffen Lambrecht - wann ist dieser Roman entstanden? Für wen wurde er verfasst? Um was geht es dabei?

  • um 1150/60 entstanden
  • geschrieben für ein volkssprachiges adliges Laienpublikum zur Vermittlung des antiken Stoffes an die Laienunkundigen
  • Alexander wird darin christianisiert und steht für ein Beispiel für Umkehr vom schlechten zum guten Herrscher

Der Eneasroman Heinrichs von Veldeke - weshalb sehen so viele in diesem Werk den Beginn des deutschsprachigen Romans oder gar der deutschsprachigen Literatur? Um was geht es in diesem Text?

In Gottfried von Straßburgs „Tristan“ benennt er Veldeke als den Begründer der deutschen Literatur
→ „er inpfete das erste rís / in tiutscher zungen“
Es geht um das höfische Leben, die Geschichte und Heilsgeschichte, Herrschaftslegitimation, Liebeskonzeption und Frauenbild und Kämpfe und
Schlachten.

Wer war König Artus? Wie entstand der Mythos um König Artus?

  • Bezug auf englischen Köng Arthur
  • Artus galt als Mythos, da er durch Zauber gezeugt wurde
  • einigt britische Stämme
  • erobert große Teile Europas (nur Rom fehlte noch)
  • galt als mächtigster Herrscher Europas
  • Mythos des einigenden Königs in einer Zeit der Uneinigkeit und Kriege

  • Er gilt als der Idealherrscher und verkörpert das höfische System. → Idealbild des Ritters mit allen Tugenden
  • Artus macht Britannien wieder groß, indem er es schafft die Sachsen zu besiegen

 

  • durch Geoffrey von Monmouth bekommt Artus einen festen Platz in der britischen Geschichte

    > schafft es eine lange Friedenszeit herbeizuführen

Gab es diesen Artus?

man weiss nicht ob er je gelebt hat
→ „Artuslegende“
es gibt 4 Personen, die zu Teilen mit Artus übereinstimmen und in Frage kommen

Inwiefern wurde der Mythos um Artus politisch genutzt?

  • alle englischen Könige berufen sich immer wieder auf König Artus
  • Es entstehen viele literarische Zeugnisse, damit die Könige sich selber mit ihm in Verbingung bringen können und ein Idealglanz von Artus auf sie übergeht.

Warum war Frankreich so entscheidend bei der Verbreitung des Stoffes?

Die Normannenkönige (bsp. Heinrich I.) haben Besitztümer sowohl in Frankreich als auch in Britannien, wodurch sich der Stoff von Frankreich auch nach Deutschland ausbreitet. Frankreich verteilt den Stoff sozusagen auf dem europäischen Festland.

 

Bretagne > Frankreich > Deutschland

Welche Bedeutung haben die Lais von Marie de France für die Entstehung einer Tradition der Artusliteratur?

  • Ein Lais ist eine verkürzte Erzählung. Der Lai Lanval handelt von einem Ritter, der Artus nicht ergeben ist, aber Teil der Tafelrunde ist. Er verliebt sich in eine Fee und widerspricht damit dem höfischem Ideal
  • Marie de France dichtet wahrscheinlich von 1160 bis 1190 am Hof Heinrich II.

Wer war Chrétien de Troyes?

  • Begründer der europäischen Artusdichtung um 1165

> jemand der sich in England aufgehalten hat, aber keine Chronik schreibt

> führt das Konzept ein, dass Artusromane als höfische Romane gelten

 

  • Wie funktioniert es, dass ein Ritter zu einem anerkannten Herrscher werden kann?

> sind sogenannte „Ritter Entwicklungsromane“

> wie ist ein Ritter am Anfang seiner Karriere -> wie kommt er zu seinen Tugenden

 

  • Bezug auf historische Quellen, mündliche Überlieferung und die Lais

> auf Chroniken

> hat auch die kürzeren Verserzählungen gekannt

> Versucht dadurch ein neues Modell des Artusroman zu schaffen

 

  • vermutlich um 1140 geboren, etwa 1190 gestorben
  • arbeitete im Auftrag Eleonores von Aquitanien und später Maries de Champagne

 

  • Hof Heinrichs II. als Artushof, Zentrum der Literatur

> an dem man aber nicht englisch gesprochen hat, sondern französisch

> Heinrich II will seinen Hof als Artusnachfolger machen

Wie lautet die Hauptfigur des ersten deutschsprachigen Artusromans? Wer hat ihn wann verfasst?

  • geht auf Hartmanns von Aue Erec zurück (etwa 1180)
  • basiert auf französichem Roman d' eneas
  • es gibt nur eine fast vollständige Handschrift

Wie verhält sich der deutsche Text zu seiner französischen Vorlage?

Keine reine Übersetzung
→ Vorlage = Chretien de Toyes: Erec et Enide (etwa 1170)
Vorlage wurde beinahe verdoppelt
hervortretender Erzähler mit Kommentierung

 

Die französische Vorlage ist kürzer, weil Hartmann den Erzähler hervortreten ließ,Kommentare und Beschriebungen vornahm, um französische Höfe zu erklären.