§ 238
Buchführungspflicht
§ 240
Inventar
§ 242
Pflicht zur Aufstellung
§ 243
Aufstellungsgrundsatz
§ 246
Vollständigkeit. Verrechnungsverbot
§ 249
Rückstellungen
§ 250
Rechnungsabgrenzungsposten
§ 252
Allgemeine Bewertungsgrundsätze
§ 253
Zugangs- und Folgebewertung
§ 255
Bewertungsmaßstäbe
Liquidität
Liquidität ist die jederzeitige Fähigkeit eines Unternehmens, seine fälligen Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen
Langfristige Existenz erfordert...
Rentabilität / Profitabilität:
Angemessene Verzinsung des investierten Kapitals
--> Rentabilitätsziel
Liquidität (=jederzeitige Zahlungsfähigkeit):
Jederzeitige Fähigkeit, anstehende Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen -->Liquiditätsziel
Sonstige, nichtfinanzielle Ziele (i.W. Nachhaltigkeit) Einhaltung bestimmter Nachhaltigkeitsziele (auch hier steuert die Rechnungslegung zunehmend nicht-finanzielle Informationen insb. im sog. Lagebericht bei)
Insolvenzgründe
(§§ 17-19 InsO):
- Drohende Illiquidität (Zahlungsverpflichtungen kann nicht nachgekommen werden)
- Überschuldung Eigenkapital < 0 (nur für juristische Personen)
Bilanz
stichtagsbezogene Bestandrechnung
GuV
(Gewinn- und Verlustrechnung) periodenbezogene Stromgrößenrechnung
Rechts- und Vertragsfolgen der Rechnungslegung (Zahlungsbemessungsfunktion)
Maßgeblichkeit des externen Rechnungswesens für die steuerliche Gewinnermittlung
Mindestausschüttungsregeln auf der Grundlage des Jahresüberschusses (zum Aktionärsschutz)
Sonstiges, z.B. Vorstandsvergütung wird an die Zahlen des externen Rechnungswesens gekoppelt
Welche Rechengrößen gibt es im Rechnungswesen?
Liquidität
Einzahlungen / Auszahlungen (Zahlungsmittel-Ebene):
• ändern Bestand an flüssigen Mitteln
• Verwendung in Finanzrechnung, Kapitalflussrechnung, Investiti-onsrechnung (int. RW)
Einnahmen /Ausgaben (Geldvermögens-Ebene):
• verändern Nettogeldposition (u.a. Beeinflussung durch Kreditvor-gänge, sprich Forderungen und Verbindlichkeiten)
• Verwendung in Finanzrechnung (int. RW)
Erfolg
Erträge / Aufwendungen (Reinvermögens-Ebene):
• verändern das Rein- / Nettovermögen (Eigenkapital); perioden-
gerechte Größen
• Verwendung in Bilanz, GuV (ext. RW)
Leistungen / Kosten
spielen für das interne und externe Rechnungswesen eine Rolle; betriebszweckbezogen; z.T. kalkulatorischer Natur (z.B. „Her-stellungskosten“ entsprechen Aufwendungen)
Doppelte Bucchführung

Metaziel der Rechnungslegung
Reduzierung asymmetrischer Information (Informationsfunktion i.w.S.)
Koordinationsfunktion
- Koordination von Zahlungsbemessungsansprüchen (Zahlungsbemessungsfunktion)
- Koordination sonstiger Vertragsansprüche
Bewertungsfunktion (Informationsfunktion i.e.S.
Informationsfunktion (Metazweck)
Reduzierung von Informationsasymmetrien
Koordinationsfunktion (contracting)
Bemessung von privatvertraglichen oder gesetzlichen Rechtsansprüchen und Rechtskonsequenzen
Bewertungsfunktion (valuation)
Entscheidungsnützliche Informationen für Investoren (Kaufen, Halten, Verkaufen)
Agency-Konflikt (Agency Problem)
− Handlungsmodell von Menschen in Auftrags-/Vertragsbeziehungen; entspringt der Principal Agent Theory als Teilgebiet der Neuen Institutionenökonomik
− Es geht um eine Auftragsbeziehung zwischen dem Principal (Auftraggeber) und dem Agent (Beauftragter)
− Agent ist weisungsabhängig, aber handelt mit Informationsvorsprung (ergo Informationsasymmetrie)
− Agent will eigenen Nutzen maximieren – wenn es ein muss, zu Ungunsten des Principals
− Agency Probleme entstehen (insb. hidden characteristics mit adverse selection (Problem vor Vertragsabschluss),
hidden action/information mit moral hazard (Problem nach Vertragsabschluss)
− Principal antizipiert diese Probleme; Probleme und ihre Beseitigung generieren Agency Costs
− Suche in der Praxis und Theorie nach effizienten (kostenreduzierenden) Lösungen.
Totalerfolg
Nur möglich, wenn alle Handlungen vollständig
abgeschlossen sind (z.B. bei Liquidation des
Unternehmens). Messtechnisch eher unproblematisch z.B.
als Vermögensvergleich (im Sinne einer eher statischen
Bilanztheorie):
Endbestand des Netto-/Reinvermögens
- Anfangsbestand des Netto-/Reinvermögens
+ /- Entnahmen bzw. Einlagen
Periodenerfolg
Praktikabel, wenn Handlungen noch nicht abgeschlossen
sind (z.B. das Unternehmen fortbesteht). Nötig wird nun
die Definition und Abgrenzung einer Periode (z.B. ein
Geschäftsjahr) mit Zuordnungsregeln, um z.B. den
Vermögensvergleich durchführen zu können:
Netto-/Reinvermögen am Ende der Periode
- Netto-/Reinvermögen am Anfang der Periode
+ /- Entnahmen bzw. Einlagen in der Periode
Dualismus der Rechnungslegung
Differenzierung nach liberalen Grundsatzregelungen und verschärfenden Ergänzungen für KapG sowie Ergänzende Vorschriften für Genossenschaften, Kreditinstitute, Versicherungsunternehmen und Unternehmen des Roh-stoffsektors
Die GoB sind unterteilt in...
• „kodifizierte GoB“ – in den §§ 238 ff. HGB gesetzlich kodifiziert
• „nicht kodifizierte GoB“ – anhand der gesetzlichen Zwecke des Jahresabschlusses mit Hilfe der Hermeneutik abgeleitet
Funktionen der GoB
• WAS ist in den Jahresabschluss aufzunehmen (Ansatz)
• WIE im Jahresabschluss zu bewerten ist (Bewertung)
• WO Positionen im Jahresabschluss stehen und welche Informationen noch offenzulegen sind (Ausweis und Angaben)
§ 246 Abs. 1 HGB
Ansatzpflicht
§ 246 Abs. 1 HGB
Ansatzwahlrecht
§ 246 Abs. 2 S. 2 HGB
Ansatzverbot
§ 266 HGB
Ausweis entsprechend Gliederungsschema Bilanz