Max scheler
Alle zentralen Probeme dur Philosophie kommen auf die Frage zurück was sei der Mensch ?
- Mensch Teil der nat. Entwicklungsgeschichte
Einzige Wesen was diese Grenze verletzt
Mensch
Undefinierbarkeit
wenn menschen durch Ursprünge und Definitions Merkmale definieren will benötigt man Zielpunkt an dem die Idee festgemacht wird
Tier
umweltgebunden
Menschenwerdung
Aufhaltung von Spannung der natürlichen Bedingtheit des Menschlichen seins
und der Fähigkeit der Distanznahme
ls Vorgang der Distanzierung des Menschen von Gebundenheit seiner natürlichen Seinsweise Konsequenz Mensch stellt sich aus der Nautur hinaus wird für ihn objektivierbar
Neinsagenkönnen
als Akt der Befreiung von Zwängen des Lebensimpulses, denen das Tier untersteht
Mensch entwickelt
Weltbewusstsein und in Reflexion auf seine exzentrische Position Selbstbewusstsein führt zur Überschreitung des Naturwesen hin zum Geisteswesen Kann Zentrum nicht in der Welt finden und sucht deswegen nach Gott
Gegenwart
Maximale Selbstproblematik daher neuer Mut um Fragen zu seinem sein zustellen
Die Stellung des Menschen im Kosmos
3 Antworten auf die Frage nach dem Menschen
Keine Einheitliche Idee Scheler versucht zusammen zuführen
Frage
Gibt der Wissensbegriff dem Menschen eine Sonderstellung die mit anderen unvergleichbar ist?
4 Ebenen (Wesensformen Physischen Lebens)
Pflanzen, Tiere, Menschen
1 Stufe Innenseite des Lebens
muss sinngemäß sein
fehlt Pflanzen
Verhalten auf Grund früheren Verhaltens anders sich ab und wird sinnvoller
Tier is Wiederholungstrieb ist Trieb und kommt nicht vom Gedächtnis
Lustprinzip ist nicht ursprünglich sonder gesteigerte assoziatives Intelligenz
der Mensch ist mehr/weniger ein Tier aber niemals ein Tier
organisch gebundene praktische Intelligenz
Wahlfähigkeit
Klugheit erreicht ziel ohne viel zu probieren
Tiere haben auch eine praktische Intelligenz aber haben diese nicht in form von Vernunft
Sonderstellung des Menschen
Frage: Wenn Tiere Intelligenz dazu bekommen erreichen sie irgendwann Menschen Status?
Sie haben die 4 die Wesensformen aber werden trotzdem nicht als gleich gesehen. Da ihnen Etwas fehlt
Den Menschen macht mehr aus als die Wahlfähigkeit und die Intelligenz, es fehlt das gewisse Etwas
Sonderstellung des Menschen Begriffe
Helmut Plessner
Stufen des organischen und Menschen
plagiatvorwurf Scheler nicht berechtigt
Plessners philosophische Anthropologie
verschiedenen organischen Stufen des Seins
Positionierung
Mensch hat Leibgrenzen und eine entsprechende Umwelt
Exzentrisch
Kann aus der Leibgrenze heraus und geistig neue Perspektiven annehmen
Durch beides kann er künstliche Grenzen ziehen die er verkörpern muss
Stufen des Organischen und Mensch
Bedingungen der Möglichkeiten des Menschen quasi was ist der Mensch
was ist der Unterschied zwischen lebendig und unlebendig
was ist der Unterschied zwischen lebendig und unlebendig
physischer Körper zur seiner Begrenzung
anorganisch: äußerliche Begrenzung hat keine innere Struktur
organisch: haben innere Struktur und Positionalität: sich zur Umwelt zu verhalten und eine Position einnehmen
Organisationsformen
Verhältnis des Lebewesen zur Umweltgrenze
Qualität der Abgrenzung
zentrische Organisationsform
Tier
sein selbst bleibt ihm verborgen
Es lebt aus seiner Mitte heraus in seine Mitte hinein, aber es lebt nicht als Mitte
Kann nur seine eigene Perspektive einnehmen
Fehlt Reflexion können nicht über sich selbst nachdenken
extzentrische Organisationsform
Höchste Stufe der organischen Welt
trotzdem keine eigene Stufe des Seins
lebt über seine Grenzen hinaus die das lebendige in ihm begrenzt
Mensch ist seiner Position bewusst und kann andere Perspektive einnehmen
Pflanzen
Offene Organisationsform sie unterscheiden sich von ihrer Umwelt haben aber kein Bewusstsein in ihrer zentrischen Organisationsform
Stufen des seins
Jede höhere Stufe nimmt die niedrigeren auf und entwickelt sie weiter
Doppelcharakter Doppelaspekt
Körperleib und Seele
Mensch ist auch Naturwesen aber können auch aus uns heraus
Lebendigkeit der Menschlichen Organisationsform
Ausgezeichnet durch Spannung zwischen Gebunden an organische Sphäre und Endbunden
Mensch ist in Organisationform in Sphäre Tier kann sich aber von Objekten und sich selbst distanzieren
Person
Es ist das Subjekt seines Erlebens, seiner Wahrnehmungen und
seiner Aktionen, seiner Initiative. Es weiß und es will
Seine Existenz ist wahrhaft auf Nichts gestellt.
exzentrisch positionierten Mensch
er ist Körper und Seele und auch der Bruch von beiden
er hat 3 Sphären: Außenwelt, Innenwelt und Mitwelt
Außenwelt
Körper: Ding der Umwelt
Leib: Zustandsform des Körpers (Hunger, Durst, Schmerzen)
Leib und Körper fallen nicht zusammen
Innenwelt
Seele wohnt im Leib Anlagen, Wesenszüge, Charakter
Mensch hat nicht nur eine Seele er ist eine Seele
Lebewesen geht in Selbstsein durch reflektieren auf und vollzieht Psychische Realität durch seine Erlebnisse
Wirkliche Innenwelt: das ist die Zerfallenheit mit sich selbst, aus der es keinen Ausweg gibt. Das ist der radikale Doppelaspekt zwischen der (bewußt und unbewußt) wirksamen Seele und dem Vollzug im Erlebnis, zwischen geschehender und vollziehender Existenz.“
Mitwelt
Geist übergreifende Struktur in der wir Menschen als Personen leben
Die Mitwelt trägt die Person, indem sie zugleich von ihr getragen und gebildet wird
Lebendigkeit in ihrer höchsten exzentrischen Form
Während Unterhaltung sind wir in der Sphäre des Geistes
Die aus der Positionsform heraus resultierenden Konsequenzen beschreibt Plessner in 3 anthropologischen Gesetzen → diese dienen als Rahmenbedingung für die Daseinsbewältigung und liefern Antwort auf die Frage, wie der Mensch mit seiner Existenz überhaupt klarkommt
1. Das Gesetz der natürlichen Künstlichkeit
Kultur 2. Natur des Menschen die Stabilisierung seiner Existenz sorgt
2. Das Gesetz der vermittelten Unmittelbarkeit Immanenz und Expressivität
beschäftigt sich mit der Beziehung zwischen
Subjekt und Umfeld
Beziehung ist abhängig von der Organisationsform
Mensch nimmt seine Umwelt Unmittelbar war obwohl es durch Vermittlung durch Sinnesorganen kommt
direkte Beziehung
Beziehungsglieder ohne Zwischenglieder verbunden
indirekte Beziehung
durch Zwischenglieder miteinander verknüpft
indirekt-direkte Beziehung
in welcher das vermittelnde Zwischenglied notwendig ist, um die Unmittelbarkeit der Vermittlung herzustellen bzw. zu gewährleisten.
Welche Beziehung hat der Mensch
Mensch nimmt seine Umwelt Unmittelbar war obwohl es durch Vermittlung durch Sinnesorganen kommt
wegen exzentrischer Positionalität handelt es sich um indirekte Beziehung aber wird vom Menschen als direkte Wahrgenommen
wissen über indirektheit hebt Mensch vom Tier ab
Außenwelt ist nicht einfach vorhanden, sondern nur der unmittelbare Eindruck einer Außenwelt
entsteht, dieser Eindruck wird jedoch vermittelt
Expressivität
Ausdruck menschlicher Lebensäußerungen
Mensch ist mehr als ein Körper weil er sich ausdrückt/kommuniziert
Seele und Körper
untrennbar miteinander verbunden
die Seele drückt sich über den Körper aus, doch wird gleichzeitig stark durch ihn eingeschränkt
Der Mensch muss Kompromisse eingehen um verstanden zu werden
zwischen den beiden Extremen herrscht ein Bruch, beide Möglichkeiten übertrieben
Kernaussage von dem Gesetz der vermittelten Unmittelbarkeit Immanenz und Expressivität
Exzentrisch positionierter Menschen hat indirekte Beziehung zu seinem Umfeld, lebt sie aber als direkte unmittelbare
Wissen über gegebene Indirektheit hebt Menschen vom Tier ab. Expressivität gibt Auskunft über Innenleben
3. Das Gesetz des utopischen Standorts. Nichtigkeit und Transzendenz
Geist
Mit ihm kann man nie einen Endpunkt erreichen
Religion
liefert Ausweg aus der Unsicherheit, einen Bezugspunkt
jeder Mensch ist
Individuell aber alle sind das
Utopischer Standort
Spannungsverhältnis zwischen Scham und Stolz
Jeder Mensch ist verschieden, darauf ist man Stolz
Jeder Mensch kann aber auch dadurch ersetzt werden dafür schämt man sich
Kernausage Das Gesetz des utopischen Standorts. Nichtigkeit und Transzendenz
Mensch hat keinen Haltepunkt, ist utopisch und kommt immer nur zu vorläufigen Erkenntnissen. Geist kann keinen Endpunkt erreichen, Religion will das fixen. Wir sind ALLE UNIQUE (Ironie)
Arnold Gehlen
Die biologische ‚Mängelausstattung‘ des Mensch als Quelle und Antrieb seiner Daseinsbeherrschung”
Richtet sich gegen falsche Dualismen und Monismen in Wissenschaften vom Menschen
Fehlen einer Gesamtauffassung des Menschen hängt damit zusammen, dass Bedeutung
seiner ‚Unfestgestelltheit‘ in biologischer Hinsicht unterschätzt wurde
Philosophen haben häufig
Statt realen Menschen zu betrachten,
metaphysische Perspektive
Anthropologisches Denken
muss in Rechnung stellen, dass Mensch sich von allen anderen Lebensformen unterscheidet
Nur Mensch
Wesen, das sich selbst deuten muss
muss sich Antwort geben
es ist Zeit, Menschen zum zentralen Forschungsgegenstand der empirischen Wissenschaften und einer empirischen Philosophie zu machen
Erfordert einheitlichen Gesichtspunkt, die es von anderen Lebewesen unterscheidet
Voraussetzung: Mensch als „einmaligen, sonst nicht versuchten Gesamtentwurf der Natur“
Abstammungslehre
Gehlen weißt dies als Erklärungsmodell der Menschwerdung vehement zurück
Nicht-Festgestelltsein‘ markiert entscheidende Differenz von Mensch und Tier
Nur für Menschen ist
Daseinsbewältigung
angesichts seiner physischen Mängel schon eine Leistung
Er führt sein Leben aus ernster Not
In Gehlens entworfener anthropologischer Perspektive
werden spezifische Mittel analysiert, die in den Kontext menschlicher Daseinsbewältigung gehören:
Fantasie oder Sprache
Mängelwesen
biologische Ausnahmesituation
unterschied zum Tier offensichtliche physische Mängel
beschreibt auch physische Riskirtheit (Verwundbarkeit und Unsicherheit der Existenz)
Dasein trotz dieser Mängel zu bewältigen,
Kulturtheorie
beruht auf teleologischen Naturstruktur
Was Menschen zum Mängelwesen macht
wird als zweckmäßig begriffen
Welche Dinge erscheinen als wohlbegründbare Strategien der Entlastung
Handlung, Sprache
Bewusstsein als menschlicher Faktor
besondere menschliche ‚Technik‘, sich im Dasein zu erhalten
Mensch als Mängelwesen
muss sich im Denken und Handeln stabilisieren
alle Aspekte des Menschen zur Außenwelt sind Entlastungssysteme
Retardationsprinzip der Menschwerdung
Verzögerung in Ausbildung des menschlichen Organismus,
unterschied anderer Lebewesen wird ins Leben hineingeworfen dies bringt Herausforderungen und Vorteile
Riskiertheit kompensiert durch
Fürsorge Spracherwerbs und
Bewusstseinsausbildung
Menschliches Handeln steht insgesamt unter Aspekt der Gewinnung von
Weltorientierung, die nicht naturgegeben ist
Sprachlichen Kommunikation
Menschen in eine Gemeinschaft
Lebensfristung mithilfe der Institutionen des Rechts, der Sprache, des Tausches, der Religion etc. zu stabilisieren
Gehlen meidet den Begriff
Ursache
Der Mensch als biologisches Sonderproblem
Mensch hat Bedürfnis nach Deutung je nach Entscheidung der Deutung versteht sich der Mensch als Gottesgeschöpf oder arrivierten Affen wird sich auch unterschiedlich verhalten
Die Religionen, die Weltanschauungen, die Wissenschaften versuchen Antworten zu liefern geht aber nicht auf weil sie sich gegenseitig ausschließen können
Mensch muss sich selbst deuten selbst entscheiden wie er sich sieht
2 Ableitungen zum Menschen
Gott: nicht wissenschaftlich
Tier: wissenschaftlich 2 Deutig
Umgekehrt beide Standpunkte haben gemeinsame Voraussetzung: Der Mensch kann nicht aus sich selbst begriffen werden, er ist nur durch Kategorien des Außermenschlichen beschreibbar und deutbar
Nietsche sagt...
Gehlen stimmt zu
Mensch noch nicht fertiggestelltes Tier
Humanismus lat. humanitär Wörterbuch
1. Menschentum, Menschennatur
2. Menschlichkeit, Milde
3. Höhere feine Bildung, Anstand
Der Begriff sei laut Peter Walter wegen dreier unterschiedlicher Bedeutungsfelder „verwirrend“, denn er bezeichne:
Ziel der Entwickle ng des Menschen
Menschlichkeit
Ein allen humanistische Vorstellungen zugrundeliegendes Prinzip:
Die Humanität ist eine dem Menschen innewohnende Möglichkeit, deren Entfaltung der Idealvorstellung des Menschen
entspricht
Humanistische Tradition
Mensch ist dazu aufgefordert menschlich gemäß dem Humanismus zu handeln
Herder
Alle Einrichtungen, Wissenschaften und Wünsche haben keinen anderen Zweck als den Menschen zu humanisieren
Bildung und Erziehung zum besseren Menschen ist einziger Zweck aller menschlichen Einrichtung
Mensch ist zu beginn roh und unfertig
Mauthner
Stellt Humanismus mit Menschenvergötterung gleich
Harari
Humanismus als Anbetung der Menschen
Humanisten beten den Menschen an
Alles was geschieht muss auf Menschen als gut oder schlecht eingestuft sein
Transhumanismus
Erweiterung menschlicher Fähigkeiten durch
Neurowissenschaft
Pharmazie
Nanotechnologie
Computerwissenschaften
Johannes Grössl
Schlägt auf theologischer Perspektive vor, abzuwägen ob solch grundlegende Veränderungen des Menschen vorgenommen werden, davon abhängig zu machen, „ob eine solche individuelle Verbesserung die Chancengleichheit verbessert oder nur um besser als andere zu sein das wäre umethisch
Ziel
Frage
Ziel ist Optimierung aber ist man dann noch Mensch
Verschmelzung von Körper und Technik
Weitere Bestrebungen
Ausdehnung der Lebensspanne
Optimierung physischer, psychischer, moralischer und neuronaler Eigenschaften
Eugenischen Denken (Erbanlagen verbessern)
Hochproblematisch: Selektion
Posthumanismus
Mensch überwinden und hintersichlassen
Material, verzichtbares Vehikel, körperloser Geist
Mind Uploadings
Singularität
Der Gedanke, der von einen Moment in der Zukunft ausgeht, ab dem oder mit dem sich das menschliche Leben radikal gewandelt haben wird, „jetzt ist dieser singuläre Punkt erreicht, wo wir nicht mehr zurückkönnen oder wollen"
Ethische Problemfelder und noch einmal die Frage nach dem Menschen:
Es ist immer eine Spannung da, zwischen wie die Welt sein soll und wie die Welt ist. Es geht immer darum ein Idealbild vor Augen zu haben und dann mit diesem Idealbild die Realität zu konfrontieren.