- 34,3 mio Menschen in Deutschland spielen Computerspiele 48% Frauen, 52% Männer -> Massenphänomen
- Durchschnittsalter 37,4
- genauso wichtiges Unterhaltungsmedium wie Film, Musik (auch wirtschaftlich)
Musikalische Sozialisation von Jugendlichen stark durch Computerspielmusik geprägt
- Entwicklung von musikalischen Vorlieben
- semantische Zuweisungen (Erstkontakt mit Musik oft in Gaming Kontext)
Musikalische Sozialisation von Jugendlichen
Bestimmte Stimmungen, Atmosphären, Ausdruckcharaktere über nie bereits vertraute Musikprache erzeugen
Ziel der Adaption musikalischer Idiome & Kompositionstechniken aus der Filmmusik
- Film - Werbung - Konzertsaal - Clubszene
Computerspielmusik in verschiedenen Kontexten
- ungerechtfertigte Vorurteile gegenüber Gaming Musik (Musik minderer Qualität)
- Interaktivität der Games bietet neue kompositorische Möglichkeiten und konzeptionelle Ansätze -> adaptive Musik die sich dem individuellen Spielverhalten anpasst
Besonderheiten der Computerspielmusik
Anforderungen an die Game Music
1. flexibel auf potenzielle Handlungen, Ereignisse reagieren
2. in sich kohärent sein
3. Gamer*innen werden zu Co-Arrangeur*innen der Komposition
1. flexible Reaktion auf potentielle Handlungen, Ereignisse -> flexible Module, Loops deren Längen, Erklingen, dramatischer Verlauf von der Spielsituation behängt -> verändertes Spielerlebnis durch flexible Handlungswege -> erfordert komplexes Denken, Kompositionsverhalten
Flexibel auf potentielle Handlungen, Ereignisse reagieren
Muss in sich kohärent sein
2. muss in sich kohärent sein -> alle musikalischen Bausteine sollen in einem größeren Zusammenhang möglicher Handlungsentwicklungen dramaturgisch Sinn machen
Gamer*innen werden zu Co-Arrangeur*innen der Komposition
Neues Verhältnis zwischen Komponist- Werk- Aufführung
- verändert die rolle des Konsumenten, wir konsumieren aktiv - gestalten Klagenebene mit - interaktives Verständnis von Gaming
- Rückgriff auf ähnliche Muster, Formeln, Modelle, die typisch für das jeweilige Genre sind
- Komponieren unter großem Zeitdruck
- Arbeit mit einer Art Baukasten bestehend aus einzelnen Elementen
- Anpassung an dramaturgische Gegebenheiten des Films
- es werden musikalische Lösungen für bestimmte Situationen gefunden, indem eine musikalische Klischees variiert 6 auf die spezifische filmische Situation angepasst werden
Gemeinsamkeiten zwischen Game Musik und Film
1. lineare Komposition vs. Adaptive Komposition
2. Spezifische Funktionen der Game Music -> Informationen liefern ... -> antizipieren, begleiten, kommentieren ...
3. Musikgestaltung -> Game Music bis Mitte der 1990er -> Game Music heute
Unterschiede zwischen Game Music und Film
2. spezifische Funktionen der Game Music
Informieren über - Lebensenergie - verschiedene Spielmodi - Umgebung
Antizipieren, begleiten, Kommentieren - ankündigen, warnen - Spieler zu Aktionen motivieren - Spielverhalten beeinflussen, bewerten - Intensität anzeigen - Entwicklung der Figur begleiten
3. Musikgestaltung
Bis Mitte der 1990er - limitierte Speicherkapazität -> limitierte Musikalische Möglichkeiten - nur wenige Stimmen können gleichzeitig erklingen - Soundkarten begrenzen klangliche Möglichkeiten auf elektronische Klangkulisse - Notation der Musik i jeweilige Programmiersprache
Game Music heute - keine musikalischen Limitationen - riesige Musikbudgets für kommerziell wichtige Spiele -> Produktionsprozess wie bei Filmmusik -> Angleichung der Klagwelt in Computerspielen und Film
- Zunehmende Verschränkung von Filmen & Computerspiel -> multimediale Gesamtkonzeption
-> keine ästhetische Einzelfimlogik mehr -> Netztwerklogik -> alles (narrativ, auditiv, visuell) miteinander verflochten
- Konsequenz: auditive Gestaltung jenseits bisheriger Mediengrenzen (Entwicklunh musikalischer Gesamtkonzeptionen, angepasst an die Anforderungen der jeweiligen Erzählform)