Flashcards in the set

Haven't started (78)

Benenne die Teile des Mikroskops!

19293996856a381172b9f961.73853184phpic31ksrskt4e7IhKj2v.jpeg2963595566a381178ed03e1.35057537phpgq03ebrs54n7aKI7IzJ.jpeg

Was sind die Drei Domäne des Lebens? Anhand der Zellstruktur kann man Lebewesen in welche Gruppe einteilen? Was gehört nicht zu den Lebewesen?

Domäne des Lebens: Archaea, Bacteria, Eukarya


Zellstruktur unterteilt in Eukaryoten (Eukarya) und Prokaryoten (Archaea und Bacteria).


Viren sind keine Lebewesen!

Welche Aufgaben erfüllt die Mikroskopie?

Vergrößern, verbesserte Auflösung und verbesserter Kontrast.

Wie setzt sich die Gesamtvergrößerung des mikroskopischen Bildes zusammen?

Okular (10fache Vergrößerung) mal Objektiv

Wie ist die Auflösung eines Mikroskops definiert und wie wird sie mathematisch beschrieben?

Die Auflösung d ist der Abstand zweier noch getrennt wahrnehmbarer Punkte. (Je kleiner d desto besser ist die Auflösung)


A ... numerische Appatur


4215088866a26f381399730.75819811phpkhg4pggdd8ipdvJ7mwz.jpeg

Wie wirkt sich der Öffnungswinkel eines Objektivs auf die Auflösung aus?

Je größer der Öffnungswinkel (sigma) und Brechungsindex (n), desto größer ist auch die numerische Appatur (desto kleiner wird d -> bessere Auflösung).

16937167086a26f38a08ae09.07234956php7fgfcrg7jqs2akR8hjq.jpeg

Nenne zwei Vertreter der Mucoromycota und beschreibe ihre Eigenschaften/Aussehen!

Luftmyzel (wächst vom Nährmedium nach oben weg) und unseptierte Hyphen


Mucor Racemosus: braun, Collarette/Häutchen

Rhizipus Stolonifer (Brotschimmel): weiß/grau, Apophyse und Rhizoid

Nenne zwei Vertreter der Ascomycota und beschreibe ihre Eigenschaften/Aussehen!

Substratmyzel (wächst am Nährmedium an) und septierte Hyphen


Aspergillus Niger (Gießkannenschimmel): schwarz, hat Vesikel

Penicillium Chrysogenum (Pinselschimmel): grün/gelb, hat Rami

Beschreibe folgende Begriffe: Saprophyten, Chemoorganotroph und Aerobier

Saprophyten: Organismen (v. a. Pilze und Bakterien), die sich von totem organischem Material ernähren (Abbaustoffe/Destruenten).


Chemoorganotroph: Sie gewinnen sowohl ihre Energie als auch ihren Kohlenstoff aus organischen Verbindungen (die sie durch den Abbau des toten Materials aufnehmen).


Aerobier: Für den Abbau dieser Stoffe nutzen die meisten Saprophyten den effizienten Weg der Zellatmung, wofür sie molekularen Sauerstoff benötigen.

In welche zwei Lebensformen können Pilze eingeteilt werden?

Filamentöse Pilze (Mehrzellig, Mycel, Sporenträger) und Hefen (Einzellig, Vermehrung durch Sprossung oder Teilung).

Beschrifte folgende Abbildung und nenne den Vertreter der abgebildet ist!

Rhizipus Stolonifer (Brotschimmel): weiß/grau, Apophyse und Rhizoid

2150508206a3819d1947ad1.83710379phpqhuqqjpiva7j9rTFkRz.jpeg4977231626a3819c8f36163.30930441php6gpssgenjk5sbW9HD5z.jpeg

Beschrifte folgende Abbildung und nenne den Vertreter der abgebildet ist!

Penicillium Chrysogenum (Pinselschimmel): grün/gelb, hat Rami

3826042736a3819b85fcba6.00899719phprilm09t8q8600GPZdH7.jpeg7237671186a3819bfd76c00.08683353php2vcig9n2h8lnaHipH4G.jpeg

Beschrifte folgende Abbildung und nenne den Vertreter der abgebildet ist!

Aspergillus Niger (Gießkannenschimmel): schwarz, hat Vesikel

11261249796a3819a94da7f1.07669905phpvc0agnd6qb0mcwIAD4d.jpeg18878150776a3819b0132ed2.28808392php1vmcjh1dgpgkdBMreWb.jpeg

Welche Hefe ist zitronenförmig? Warum und wie groß ist sie?

Hanseniaspora Occidentalis: zitronenförmig (wegen bipolarer Sprossung) ca. 2,5 μm groß

6278199596a381223e94fa4.04335541php085eua93t67906glK3A.jpeg

Nenne zwei Hefen mit einer multilateralen Sprossung!

Papiliotrema Laurentii (2,5 μm) und Saccharomyces Cerevisiae (5 μm)

Welche Hefe hat eine polare Sprossung?

Rhodotorula glutinis: rötlich/pink, polare Sprossung und ca. 5 μm groß

Welche Hefe vermehrt sich durch Teilung?

Schizosaccharomyces Octosporus (10 μm)

Was muss man beim Entsorgen/Recyclen von Müll im Labor beachten?

Einteilung nach:

  • Unwaschbar & unkontaminiert: Normaler Restmüll
  • Waschbar & unkontaminiert: Behälter für Glas
  • Waschbar & kontaminiert: Behälter für beimpf/bebrütetes Glas (wird autoklaviert)
  • Unwaschbar & unkontaminiert: Restmüll der nach dem Labor Autoklaviert wird (Platten mit Schimmelpilzen sind zuzukleben)

Beschreibe die vier Risikogruppen in die biologische Arbeitsstoffe eingeteilt werden!

Gruppe 1: unwahrscheinlich, dass beim Menschen Krankheit verursachen. (Methanbakterien, Bifidobakterien in der Molkerei, Essigsäurebakterien)


Gruppe 2: kann eine Krankheit beim Menschen hervorrufen und Gefahr für Arbeitnehmer darstellen. Verbreitung in der Bevölkerung unwahrscheinlich, Vorbeugung oder Behandlung normalerweise möglich. (Borrelia, Legionellen, Tetanuserreger, Polioviren)


Gruppe 3: schwere Krankheit beim Menschen und ernste Gefahr für die Arbeitnehmer. Die Gefahr einer Verbreitung in Bevölkerung kann bestehen, normalerweise wirksame Vorbeugung oder Behandlung möglich. (Covid-19, Milzbranderreger, Tuberkuloseerreger)


Gruppe 4: schwere Krankheit beim Menschen und eine ernste Gefahr für Arbeitnehmer. Gefahr einer Verbreitung in Bevölkerung groß, normalerweise wirksame Vorbeugung oder Behandlung nicht möglich. (Ebola-Viren, Lassa-Viren)

Beschreibe die Unterschiede zwischen Sterilisation, Dekontamination und Desinfektion!

Sterilisation: keimfrei (alles wird abgetötet)


Dekontamination: vor Entsorgung abtöten der gezüchteten Mikroorganismen


Desinfektion: Keimzahlverminderung (Übertragung verhindern)

Welche Sterilisationsmethoden gibt es?

1) Hitzesterilisation

Trockene Hitze

Feuchte Hitze (bessere Durchdringkraft - niedrigere Temperaturen nötig)

  • kochendes Wasser (nur vegetative Zellen, keine Sporen)
  • Autoklaven (heißer Dampf, tötet alles)


2) Bestrahlung

Ultraviolett Strahlung

  • DNA Schädigung, geringe Eindringtiefe

Ionisierende Strahlung

  • DNA Schädigung, Radikal Erzeugung, Gamma-Strahlen, für Plastik


3) Chemische Sterilisation

Mikrobizide Gase (Ethylenoxid, Ozon) und Flüssigkeiten (H₂O₂, Formalin)

Chemische Desinfektion (Alkohole, Aldehyd - als Gas/Flüssig)


4) Sterilfiltration

Membranfilter (Zellulose-estern, 0,45μm, 0,22μm, 0,1μm)

Tiefenfilter (Glas/Zellulose)

Nucleopore-Filter (Polycarbonatfilm, für Elektronenmikroskopie)

In welcher Größenordnung befinden sich folgenden Mikroorganismen?

Eukaryotische Mikroorganismen

Hefen

Bakterien

Viren

Eukaryotische Mikroorganismen: 10-100 μm

Hefen: 10 μm

Bakterien: 1-10 μm

Viren: 20-200 nm

Beschreibe die Schritte des allgemeinen Kultivierungsschemas!

1) Ausgangsmaterial


2) Anreicherung

  • Absolute Anreicherung (ALLE Organismen vermehren)
  • Relative Anreicherung (Selektiver Organismus, durch Zellgröße, Sauerstoff, selektive Nährböden, Licht- Temperatur, Zellgifte...)


3) Reinzucht

  • Räumliche Trennung auf festen Nährböden
  • Methoden (Koch'sches Spatelplattenverfahren, Fraktionierter Ausstrich, Verdünnungsmethoden, Selektive Einzelzell-Isolierung...)


4) Reinkultur

  • bietet schneller Zugang zu Genomsequenz, Experimente unter Laborbedingungen, Physiologie bestimmen
  • Reinheit makroskopisch, mikroskopisch und Wachstum anderer Medien überprüfen


5) Identifizierung

Wie kann man Mikroorganismen nach Verhalten gegenüber Sauerstoff einteilen?

Obligat aerob - Benötigt Sauerstoff (Schraubverschlüsse im Inkubationsraum eine halbe Drehung aufmachen)

Fakultativ - benötigt Sauerstoff nicht dringend, aber funktioniert besser mit O2

Mikroaerophil - benötigt Sauerstoff aber in Konzentration unter der Luft

Obligat anaerob - Sauerstoff wirkt schädlich bis tötend


Aerobtolerant - unbeeinflusst von Sauerstoff

1690436296a381d7079fba5.07979009php11gfe63ji1eibazyewM.jpeg

Beschreibe das Koch'sche Spatelplatten-Verfahren und den fraktionierten Ausstich! Was sind Vorteile und Nachteile davon?

Koch'sches Spatelplatten-Verfahren: Verdünnungsreihe von 10⁻², 10⁻⁴ und 10⁻⁶ in einer Kochsalzlösung -> auf Agarplatten aufgetragen. (Mit dem Drigalskispatel ausplattieren und immer wieder eine neue Pipette nehmen!)


Fraktionierter Ausstich: Verdünnung/Vereinzelung von einer Mischkultur, durch wiederholtes ausglühen der Impföse und verteilen auf einer Agarplatte.


Vor-/Nachteile:

  • Kurze Arbeitsdauer, Geringer Materialverbrauch (Fraktionierter Ausstich)
  • Hohe Erfolgsquote, weniger Fehlerquellen auf einmal (Koch'sches Spatelplattenverfahren)
13186883096a3819fc5a9322.52948989php6ps26e8mn87p7eyU5Sq.jpeg

Beschreibe woraus folgenden Nährmedien bestehen: Nährbouillon, Nähragar, YM-Agar und Malzextrakt! Für welche Mikroorganismen sind sie gedacht?

Nährbouillon (Bakterien):

  • Fleischextrakt
  • Pepton aus Fleisch
  • NaCl

Nähragar (Bakterien)

  • Fleischextrakt
  • Pepton aus Fleisch
  • NaCl
  • Agar-agar

YM-Agar (Hefen):

  • Malzextrakt
  • Hefeextrakt
  • Pepton
  • Glucose
  • Agar-agar


Malzextrakt (Hefen + Pilze):

  • Malzextrakt
  • Pepton aus Sojamehl
  • Agar-Agar

Wie viel Prozent Wirkstoff enthält physiologische Kochsalzlösung? Weshalb verwendet man die Kochsalzlösung beim Arbeiten mit Mikroorganismen?

Physiologische Kochsalzlösung ist immer 0,9% (0,9 g in 100mL)


Die Kochsalzlösung wirkt isoton auf die Zelle, es fließt gleich viel Wasser rein wie raus. Reines Wasser wirkt hypotonisch auf Zellen und würde diese zum lysieren (platzen) bringen. Starke Salzlösung wirkt hypertonisch und würde zur Plasmolyse (Schrumpfen) der Zelle führen.

Nach welchen drei Kriterien werden die Ernährungstypen bei der Kultivierung eingeteilt und welche Ausprägungen gibt es?

Energiequelle: Phototroph (elektromagnetische Strahlung) oder Chemotroph (Redoxreaktionen wie Atmung/Gärung)

Elektronendonator: Organotroph (organische Verbindungen) oder Lithotroph (anorganische Verbindungen)

Kohlenstoffquelle: Autotroph (Fixierung von CO₂ aus der Atmosphäre) oder Heterotroph (organische Verbindungen)

Nenne die 6 wesentlichen Grundregeln bezüglich der Zusammensetzung und Eigenschaften von Nährmedien.

1. Es gibt kein Universalmedium, das sich für alle Mikroorganismen gleich gut

eignet.

2. Die optimale Zusammensetzung kann nur experimentell entwickelt werden.

3. Hauptbestandteil aller Medien stellt Wasser dar.

4. Sämtliche Elemente müssen in verwertbarer Form zur Verfügung gestellt werden.

5. Eine passende Energiequelle muss vorhanden sein.

6. Einige Bestandteile bzw. Ionen müssen in bestimmten Konzentrationen bzw ausgewogenen Verhältnissen vorliegen. (pH-Wert, Pufferung, Redoxpotential)

Nach welchen 4 Hauptkriterien werden Nährmedien eingeteilt und welche Auswahlkriterien spielen eine Rolle?

  1. Zusammensetzung: natürliche (komplexe) vs. synthetische (definierte) Medien
  2. Verwendung: Universalmedien vs. Spezial-/Selektivmedien
  3. Ansprüche: Minimalmedien vs. Vollmedien
  4. Konsistenz: flüssige Nährmedien vs. feste Nährböden


Auswahlkriterien: Arbeitsziel (z. B. Keimzahlbestimmung, Reinzucht, Biomasse) und der Zielorganismus (Bakterien, Hefen, filamentöse Pilze).

Was ist der Unterschied zwischen natürlichen und synthetischen Medium?

Natürliches Medium:

  • chemisch unbestimmte, organische Inhaltsstoffe (z. B. Pepton, Hefe-/Fleisch-/Malzextrakt)
  • Ermöglicht das Wachstum vieler heterotropher Mikroorganismen.


Synthetisches Medium:

  • ausschließlich chemisch exakt bestimmte Inhaltsstoffe und meist nur eine einzige Kohlenstoffquelle
  • Wird oft als Selektionsmedium oder für Wiederholungsexperimente (z. B. in der medizinischen Biotechnologie) genutzt.


Woraus bestehen Peptonen, Hefeextrakt, Fleischextrakt und Malzextrakt? Was sind dessen Eigenschaften?

Peptone: Proteinhydrolysate aus pflanzlichen/tierischen Quellen; dienen als Stickstoffquelle. Entstehen durch Säurehydrolyse (hoher Salzgehalt) oder enzymatischen Abbau (Tryptone).


Hefeextrakt: Wässrige Extraktion von Saccharomyces cerevisiae mit hohem Vitamingehalt.


Fleischextrakt: Aus sehnen- und fettfreiem Fleisch durch heiße Wasserextraktion und milde Proteolyse. Enthält Peptide, Aminosäuren, organische Säuren, Nukleotide und Mineralsalze.


Malzextrakt: Aus Gerstenmalz; besitzt einen hohen Gehalt an Kohlenhydraten (vor allem Maltose).

Was ist der Unterschied zwischen Selektivmedien und Differentialmedien (Indikativmedien)?

Selektivmedien: Erlauben nur das Wachstum bestimmter Mikroorganismen, da diese spezifische Stoffwechselleistungen besitzen, um auf dem Medium zu überleben.


Differentialmedien: Erlauben das Wachstum von vielen verschiedenen Mikroorganismen, dienen aber der Unterscheidung anhand von Stoffwechselleistungen.

Wann werden Festmedien und Flüssigmedien eingesetzt?

Festmedien: Enthalten ein Geliermittel

Verwendung: Isolierungsmedien, Reinzucht, Quantifizierung von Mikroorganismen (Bestimmung der Koloniezahl).


Flüssigmedien:

Verwendung: Anreicherungskulturen, biotechnologische Produktionsverfahren, Quantifizierung mittels MPN-Verfahren (Most Probable Number).

Was ist der Unterschied zwischen Agar-Agar und Gelatine?

Agar-Agar:

  • Ein Galaktose-Polymer aus maritimen Rotalgen
  • von den meisten Mikroorganismen nicht abbaubar
  • bei Siedetemperatur 95° homogenisierbar
  • erstarrt bei ca. 45°
  • Vor Gießen auf 50° temperieren gegen Quetschbildung



Gelatine:

  • Schmelzpunkt bei ca. 25°
  • Erstarrungspunkt bei ca. 20°
  • Nur schonende Sterilisation möglich
  • kann von einigen Mikroorganismen abgebaut werden

 Vor- und Nachteile von Glas- vs. Kunststoffgefäßen bei der Kultivierung?

Glasgefäße:

Leicht zu reinigen, thermisch sterilisierbar und mehrmals verwendbar

Nachteil: Nicht geeignet für Spurenelement-Untersuchungen


Kunststoffgefäße (Einweggebinde):

Werden mittels Gamma-Bestrahlung sterilisiert

Einsatz bei zu aufwendiger Reinigung

Was ist der Unterschied zwischen der Herstellung von Schrägagar und Agarplatten und was sind dessen Vorteile?

Agarplatten (in Petrischalen):

Zuerst Autoklavieren, dann flüssiges (50°) Agar direkt in Petrischale

Gut für Isolierung von Einzelkolonien, Reinzucht und Keimzahlbestimmung.


Schrägagar (in Reagenzgläsern / Kulturröhrchen):

in Röhrchen füllen, anschließend Autoklavieren, schräg erstarren lassen

Gut für geringen Platzbedarf, langfristige Lagerung, langsameres Austrocknen


Beschrifte folgendes Bild!

Eukaryotische Zelle

17829887206a3823f6ae2548.21924686phpkki2fr29a22o91uzk0l.jpeg21128500956a3823fb2a2be0.06849499phpig736cumfqnm2RsMeck.jpeg

Beschrifte folgendes Bild!

Prokaryotische Zelle

11992264796a382402db0068.93368807phpug06n3haqogjad4Jfkx.jpeg1237134076a3824152c1105.75698667php5tncc2esdbd67lYgKWZ.jpeg

Wie heißt das Bakterium das makroskopisch (mit freiem Auge) gesehen werden kann?

Thiomargarita magnifica (1cm - 2cm)

Beschreibe was für morphologische Eigenschaften man bei einer Identifizierung von Bakterien betrachtet!

Makroskopisch:

  • in Flüssig: Oberflächenwachstum, Bodensatz, Trübung, Geruch
  • in Fest: Form/Größe, Beschaffenheit von Rand, Farbe, rau/glatt


Mikroskopisch:

  • Bewegung (in alle Richtungen um eigene Achse)
  • Form (Kokken, Stäbchen)
  • Größe


Nach Färbung:

  • Gramfärbung
  • Sporenfärbung
  • Kapselfärbung

Welche Arten von Kokken- und Stäbchenbakterien gibt es?

Kokken:

  • Mono- (1)
  • Diplo- (2)
  • Strepto- (Ketten)
  • Staphylo- (weintraubenartig)
  • Sarcine (4)


Stäbchen:

  • Gerade
  • Spirillen (Spiralförmig)
  • Vibrionen (Gekrümmt)
  • Keulenförmig
13264003256a3827a05979c8.19040942phpna6m1jue76rd06POoJt.jpeg

Beschreibe was für physiologische Eigenschaften man bei einer Identifizierung von Bakterien betrachtet!

Physiologische Eigenschaften (bunte Reihe):


  • Wachstumsbedingungen (Verhalten bei Sauerstoff, Temperatur, pH, NaCl)
  • Substratverwertung
  • Stoffwechselprodukte
  • Enzyme
  • Pigmente

Für was steht MALDI-TOF? Was macht es und was sind dessen Nachteile?

Matrix-Assisted Laser Desorption/Ionization Time-of-Flight


Identifizierung von Bakterien: ionisiert schwere biologische Moleküle (wie Proteine) per Laser und misst anhand ihrer Flugzeit das Massen-Ladungs-Verhältnis


Nachteil: teuer


Welche drei Arten von Bewegung sieht man mit dem Lichtmikroskop? Und welche davon ist echte Zellbewegung

  • Fließbewegung (alle Zellen werden in gleiche Richtung geschwemmt)
  • Brown'sche Molekularbewegung (Zittern der H2O Moleküle schubst Zellen an)
  • Bewegung in alle Richtung um eigene Achse (Zucken in verschiedene Richtungen!) -> Echte Zellbewegung

Nenne zwei Bakterien die als Kokken vorkommen! (Nenne sowohl Eigenschaften: Größe, Gramfärbung, Sporen, Katalase, Oxidase, Wachstum in O₂, Säure- und Saccharose)

Mammaliicoccus sciuri

  • 1 μm
  • Grampositiv
  • Katalase positiv
  • Oxidase positiv
  • fakultativ anaerob
  • Säurebildung positiv
  • Saccharose positiv


Staphylococcus lentus

  • 1 μm
  • Grampositiv
  • Katalase positiv
  • fakultativ anaerob
  • Saccharose positiv


(nur positive Eigenschaften gelistet)

5588685416a382867227a50.93970029phpbhtkio8n3uko25th0ce.jpeg

Welches Bakterium kann man mit A.f. abkürzen? (Nenne sowohl Eigenschaften: Größe/Form, Gramfärbung, Sporen, Katalase, Oxidase, Wachstum in O₂, Säure- und Saccharose)

Alcaligenes faecalis

  • Bewegung
  • gerade Stäbchen, 1-3μm
  • Gramnegativ
  • Katalase positiv
  • Oxidase positiv
  • fakultativ anaerob


(nur positive Eigenschaften gelistet)

Welches Bakterium kann man mit B.s. abkürzen? (Nenne sowohl Eigenschaften: Größe/Form, Gramfärbung, Sporen, Katalase, Oxidase, Wachstum in O₂, Säure- und Saccharose)

Bacillus subtilis

  • Bewegung
  • gerade Stäbchen, 1-3μm
  • Grampositiv
  • zentrale Sporen
  • Katalase positiv
  • Oxidase positiv
  • aerob


(nur positive Eigenschaften gelistet)


Welches Bakterium kann man mit K.a. abkürzen? (Nenne sowohl Eigenschaften: Größe/Form, Gramfärbung, Sporen, Katalase, Oxidase, Wachstum in O₂, Säure- und Saccharose)

Klebsiella aerogenes (kleiner dicker)

  • Bewegung
  • gerade Stäbchen, 1μm
  • Gramnegativ
  • Katalase positiv
  • fakultativ anaerob
  • Säurebildung positiv (+Gas)
  • Saccharose positiv (+Gas)


(nur positive Eigenschaften gelistet)


608917216a382ac5b53a00.66115719php8nkh3ibka3mhfcxHnoT.jpeg

Welches Bakterium kann man mit E.c. abkürzen? (Nenne sowohl Eigenschaften: Größe/Form, Gramfärbung, Sporen, Katalase, Oxidase, Wachstum in O₂, Säure- und Saccharose)

Escherichia coli

  • Bewegung
  • gerade Stäbchen, 1-2μm
  • Gramnegativ (hellrosa im Bild)
  • Katalase positiv
  • aerob
  • Säurebildung positiv (+Gas)
  • Saccharose positiv


(nur positive Eigenschaften gelistet)


2398220996a382f5112c7b3.68863759php8nem3foumg4c4TdRFRM.jpeg

Welches anaerobe Bakterium wird in MRS-Agar angesetzt? (Nenne sowohl Eigenschaften: Größe/Form, Gramfärbung, Sporen, Katalase, Oxidase, Wachstum in O₂, Säure- und Saccharose)

Lacticaseibacillus rhamnosus

  • Vibrionen, 3μm
  • Grampositiv
  • obligat anaerob


(nur positive Eigenschaften gelistet)

19153842276a3830a9075070.35099993php57r2kuuro2lh9i0JX4R.jpeg

Welche 2 anaeroben Bakterien werden in Thioglykolat-Agar angesetzt? (Nenne sowohl Eigenschaften: Größe/Form, Gramfärbung, Sporen, Katalase, Oxidase, Wachstum in O₂, Säure- und Saccharose)

Clostridium butyricum

  • gerade Stäbchen, 2 x 1 μm
  • Grampositiv
  • terminale Sporen
  • obligat anaerob


Paraclostridium bifermentas

  • gerade Stäbchen, 2 x 1 μm
  • Grampositiv
  • terminal, ovale Sporen
  • obligat anaerob


Was ist die Funktion und Struktur der bakteriellen Cytoplasmamembran?

ist eine ca. 6–10 nm dicke Lipiddoppelschicht (innen hydrophob, außen hydrophil).


  • dient als Permeabilitätsbarriere
  • verankert wichtige Proteine
  • ist für die Energieerhaltung sowie den Energieverbrauch zuständig.

Was ist Peptidoglykan (Murein) und wie ist es aufgebaut?

Es umgibt die Cytoplasmamembran und schützt die Zelle vor dem Platzen durch osmotischen Druck.


Es besteht aus Zuckerketten (alternierend N-Acetylglucosamin und N-Acetylmuraminsäure, β-1,4-glycosidisch verknüpft), die über kurze Peptide quervernetzt sind.

Beschreibe den Aufbau der Zellwand gramnegativer Bakterien.

  • Sie besitzen eine äußere und eine innere Membran.
  • Dazwischen liegt eine dünne Peptidoglycanschicht (ca. 10 nm) im Periplasma.
  • Die äußere Membran enthält Lipopolysaccharide (LPS) und Proteine (z. B. Porine).

 Beschreibe den Aufbau der Zellwand grampositiver Bakterien.

  • Es ist nur eine innere Membran (Cytoplasmamembran) vorhanden.
  • Darüber liegt eine sehr dicke Peptidoglycanschicht aus bis zu 40 Schichten (15–80 nm dick).
  • Das Peptidoglycan enthält Teichonsäuren und Lipoteichonsäuren.

Welche Funktion haben Teichonsäuren in grampositiven Bakterien?

Durch ihre Phosphatgruppen sind sie für die negative Ladung der gesamten Zelloberfläche verantwortlich. Zudem dienen sie der Bindung von Ca⁺² und Mg⁺² für den Transport in die Zelle.


(Hinweis: Sie kommen in gramnegativen Bakterien nicht vor).

Welche Sicherheits- und Qualitätsmaßnahmen müssen bei der Gram-Färbung beachtet werden?

  • Färbelösungen enthalten z. T. CMR-Stoffe (krebserzeugend, erbgutverändernd, fortpflanzungsgefährdend) -> Unbedingt Handschuhe und Schutzbrille tragen!
  • Nur frische Kulturen verwenden (max. 24 h alt).
  • Immer eine Positiv- und Negativkontrolle auf demselben Objektträger mitführen und von innen nach außen verstreichen.

Wie ist der Ablauf einer Gramfärbung? Beschreibe was jeder Schritt macht!

  1. Kristallviolett: färbt grampositive Peptidoglycanschicht violett ein
  2. RO-Wasser abspülen
  3. Lugol'sche Lösung: bildet Farbkomplex
  4. Alkohol (96%): entfärbt gramnegative
  5. Safraninlösung: färbt jede Peptidoglycanschicht rosa (aber man sieht es nur bei gramnegativen)


Was sind Endosporen und wann werden sie gebildet? Was weist eine Pasteurisation nach?


Endosporen sind die „Schlafphase“ im bakteriellen Lebenszyklus. Sie werden bei ungünstigen Wachstumsbedingungen (Trockenheit, Temperaturextreme, Nährstoffmangel) gebildet. Sie sind extrem resistent gegen Hitze, Strahlung und Chemikalien.


Bei einer Pasteurisation (80°C 20min im Wasserbad) werden Bakterien abgetötet, Sporen überleben jedoch. Inkubiert man die pasteurisierten Sporen, so kann man makroskopisch nachweisen (Kolonie bildet sich), dass Sporen gebildet wurden.

Was ist der Unterschied zwischen einer bakteriellen Kapsel und einer Schleimschicht? Und was sind dessen Anwendung?

Beide bestehen aus Polysacchariden oder Proteinen.

  • Kapsel: Dicht gepackte, starre Matrix, die kleine Partikel ausschließt.
  • Schleimschicht: Leicht deformierbar, zäh und schließt kleine Partikel nicht aus.


Anwendung:

Sie erhöhen die Virulenz, da gekapselte Zellen von Phagozyten nicht leicht erkannt/zerstört werden können.

Sie dienen der Anheftung an Oberflächen (wichtig für Biofilme).

Sie schützen die Zelle vor Austrocknung


(Bild einer Kapselfärbung von Leuconostoc mesenteroides)

14068352966a382e625ecb45.86631734php4hld9fm3ik4r4DZtOof.jpeg

Beschreibe woraus folgenden Nährmedien bestehen: MR-VP-Bouillon, Thioglycolat-Weichager und Saccharose-Phenolrot-Bouillon! Für welche Mikroorganismen/Versuche sind sie gedacht?

MR-VP-Bouillon (Nähragar für Lacticaseibacillus rhamnosus)

  • Pepton aus Fleisch
  • D(+) Glucose
  • Phosphatpuffer


Thioglycolat-Weichagar (für anearobe und aerobe Bakterien/Stichprobe)

  • Pepton aus Casein
  • Hefeextrakt
  • D(+)-Glucose
  • L-Csytin
  • Natriumchlorid
  • Natriumthioglycolat
  • Resazurin-Natrium
  • Agar-Agar


Saccharose-Phenolrot-Bouillon (Nachweis zur Saccharoseverwertung)

  • Pepton aus Casein
  • Pepton aus Fleisch
  • NaCl
  • Phenolrot


Beschreibe den Versuchsablauf bei einem Oberflächenmonitoring und einer Luftkeimbestimmung! Was sind die mathematischen Formeln die man dafür braucht?

Oberflächenmonitoring:

  • Nährbodenträger auf untersuchende Oberfläche drücken
  • Inkubieren und Oberfläche von restliche Nähragar befreien
  • An folgenden Tagen Kolonie zählen


Luftkeimbestimmung mit Siebsammler:

  • Siebsammler in untersuchenden Raum stellen und CASO-Agar einfügen
  • 100L Luft werden gesammelt
  • Inkubieren
  • An folgenden Tagen Kolonie zählen


19742305066a38378ec97824.64836604phpbr8argb77rjmepW21jY.jpeg

Wie funktioniert ein Katalase- und Oxidasetest?

Katalase ist ein Enzym, das vor Sauerstoffradikalen schützt, indem es Sauerstoff und Wasser bildet. Bei einem Katalasetest lässt man das Bakterium und Wasserstoffperoxid auf einem Objektträger reagieren, der Sauerstoff ist als Gasbildung (Bläschen) zu beobachten.


H₂O₂ -> H₂O + O₂


(Bild: Gasbildung bei K. aerogenes, kein Gas bei P. bifermentans)


Oxidase ist ein Enzym, das in der Atmungskette den letzten Schritt katalysiert, bei dem Elektronen auf Luftsauerstoff übertragen werden. Bei dem Test lässt man die Oxidase-Reagenz mit dem Bakterium reagieren. Dabei ist wichtig extra fest zu reiben, damit die Zellwand des Bakteriums aufbricht. Man sollte eine Blaufärbung innerhalb von 30 Sekunden sehen.

3190977966a383a598981b9.44656895phpos2b0vqvchgc7jLWGS4.jpeg

Beschreibe den Test auf Saccharoseverwertung und Säurebildung! Welche Bakterien schlagen bei diesen Tests an?

Säurebildung:

Bakterien werden anhand ihrer unterschiedlichen Glucoseverwertung identifiziert. Wenn Glucose zu Säure umgebaut wird, wird ein roter Farbumschlag durch den Methylrot-Indikator verursacht ( < 4,4 pH). Sonst bleibt es gelb.

Bakterien mit Säurebildung: K. aerogenes, E. coli, M. sciuri


Saccharoseverwertung:

Man testet ob eine bestimmte C-Quelle-Saccharose verwertet wird. Auch hier schlägt durch Säurebildung der Phenolrot-Indikator von Rot nach Gelb um. ( < 6,4 pH)

Bakterien mit Saccharoseverwertung: B. subtilis, E. coli, M. sciuri, S. lentus

(Bild von Saccharoseverwertung)

9994364126a384360836db4.30944344phpdhtlhg1j3ho500ISP5y.jpeg

Wie führt man einen API-Test durch?

Zuerst Wahl des richtigen Tests: API-STAPH für grampositive Bakterien und API E20 für gramnegative Bakterien.


  • Kolonie (bei API STAPH ~3 / bei API E20 ~1) mit Psipette in jeweiligen Suspensionsmedium lösen
  • Mit Psipette alle Röhrchen des Testkits befüllen
  • Auf Symbole achten und ev. Becher auch befüllen / mit Paraffinöl luftdicht verschließen
  • Inkubieren 37°C
  • Am Tag der Auswertung noch Reagenzien hinzufügen um Spontanreaktionen hervorzurufen (zb. VP2, NIT1, ZYM A, etc...)
  • Mit Vergleichsbildern vergleichen und +/- auf das Ergebnisblatt eintragen
  • Positive Ergebnis der gleichen Dreiergruppe zusammenrechnen
  • 7-stelligen Zahlencode mit Datenbank vergleichen
16123287616a3d992cc49d79.83576811php0oh22aq57apj0dZZSo6.jpg

Beschreibe wie man eine Autoklave bedient!

Autoklave (Sterilisieren):

  • 2L RO-Wasser um den Boden zu bedecken
  • Medien in den Korb stellen und Deckel aufsetzen
  • schwarzes Ventil auf offen stellen -> einschalten
  • Bis 100°C warten, dann 3min bei 100°C lassen um eine maximale Dampfsättigung zu erreichen
  • Ventil schließen und bis 121°C und 2bar warten
  • sobald erreicht 15min Timer
  • danach abschalten und warten bis auf 80°C gekühlt
  • dann mit Schutzausrüstung öffnen


Bei Aufschmelzen von Agar, lässt man bei 100°C und offenen Ventil 30min schmelzen (Bei Malzextrakt nur 10min!)

18372352326a3843db8eb810.99695702php13ss0m9u5knddxiHpoT.jpeg

Was versteht man unter dem Begriff "Teilung" bei Bakterien?

Zellen verlängern sich (Zellelongation), bilden ein Septum aus (Septumbildung) und trennen sich schließlich an der Stelle des Septums in zwei Zellen.

Was umfasst der Begriff "Biomasse" in einem Lebensraum?

Die Summe lebender, toter und zersetzter Organismen einschließlich der von ihnen produzierten Substanzen.

Wie lautet die Formel zur Berechnung der Zellzahl N im diskreten Wachstumsmodell?

5561065706a3e1db3242073.38623982phpzI9gRG.jpg

Wovon ist die Generationszeit g abhängig? Wo findet man die kürzeste Generationszeit eines Bakteriums und wie lang ist sie typischerweise?

Wie lauten die Formeln für Generationszeit g und Teilungsrate v im diskreten Modell?

Abhängig von:

  • ​Vom Organismus selbst
  • ​Von den Umgebungsbedingungen

Kürzeste g: Unter optimalen Wachstumsbedingungen (= Laborbedingungen). Bei Bakterien liegt sie meist bei 1–3 Stunden.

12190547866a3e1de88b3ce8.54472438phpK1DaPV.jpg

Wie berechnet man die Anzahl der Zellteilungen n aus der Ausgangs- N₀ und Endzellzahl N?


Wie lautet die Formel für die spezifische Wachstumsrate µ im kontinuierlichen Modell?


Wie hängen die Verdopplungszeit tᵈ und die spezifische Wachstumsrate µ zusammen?

494481836a3e1fa73f0bd1.58606543phpif1MSC.jpg

In welche vier Phasen wird eine typische bakterielle Wachstumskurve (Batch-Kultur) unterteilt? Was zeichnet eine "Batch-Kultur" (statische/diskontinuierliche Kultur) aus?

Vier Wachstumsphasen:

  1. Lag-Phase (Anlaufphase)
  2. Exponentielle Phase (Log-Phase)
  3. Stationäre Phase
  4. Absterbephase


Batch-Kultur: Das Medium bleibt während der gesamten Kulturzeit unverändert (kein Medienzu- oder -ablauf). Die Nährstoffe nehmen ab, Stoffwechselprodukte reichern sich an. Das Wachstum kann nicht unendlich fortdauern (z. B. bei der Bier- oder Weinherstellung).

Was ist die Viabilität und wie unterscheidet sie sich von der Keimfähigkeit?


Wie funktioniert die Vitalfärbung zur Bestimmung der Lebendzellzahl?

Viabilität: Prozentualer Anteil lebender Zellen (z. B. via Vitalfärbung) an den Gesamtzellen.


Keimfähigkeit: Prozentualer Anteil der koloniebildenden Einheiten (KBE, vermehrungsfähige Zellen) an den Gesamtzellen.


Vitalfärbung: Farbstoffe wie Trypanblau oder Methylenblau können intakte Zellmembranen lebender Zellen nicht passieren (Zytoplasma bleibt ungefärbt). Tote Zellen haben eine defekte Membran, nehmen den Farbstoff auf und färben sich blau.

10385479976a3e1e0c112df4.70189966phpUQgIbO.jpg

Nenne Methoden zur Bestimmung der Zellzahl, Keimzahl und Biomasse.

Zellzahl: Zählkammern (Thomakammer), Elektronische Teilchenzählung, Membranfiltermethode


Keimzahl: Koch'sches Plattengussverfahren, Serielle Verdünnungen (MPN-Verfahren), Membranfiltermethode


Biomasse: Trübungsmessung, Gravimetrische Bestimmung (Trockengewicht), Volumetrische oder chemische Bestimmung

Wie lautet die Formel zur Berechnung der Zellzahl pro mL mit der Thomakammer?

mal 400 weil das die Anzahl der Kleinquadrate ist

mal 10⁴ wegen der Umrechnung von µl auf ml

18883708866a3e1e2e28c877.67952471php4s6ar7.jpg

Wie viele Kolonien sollte eine Platte beim Koch'schen Plattengussverfahren für eine optimale Auszählung aufweisen?


Welche kritischen Parameter müssen beim Koch'schen Plattengussverfahren beachtet werden?

30 bis 300 Kolonien (Keime) pro Platte.


Genaues Pipettieren & gründliches Mischen bei jedem Verdünnungsschritt.

Für jede Verdünnungsstufe eine neue sterile Pipette verwenden.

Das flüssige Medium muss auf exakt 47°C temperiert sein.

Welches physikalische Prinzip nutzt die Trübungsmessung zur Biomassebestimmung?


In welchem Bereich sind OD-Werte proportional zur Zellzahl und was muss bei höheren Werten getan werden?

Sie misst die Intensitätsabschwächung des eingestrahlten Lichts durch Streuung (Lambert-Beer'sches Gesetz). Je mehr Zellen vorhanden sind, desto mehr Licht wird gestreut und desto weniger ungestreutes Licht kommt am Detektor an.


Im linearen Bereich von 0,1 bis 0,6. Bei Werten ab 0,6 ist der Zusammenhang nicht mehr linear, und die Probe muss vor der Messung verdünnt werden.