Flashcards in the set

Haven't started (44)

Ubiquitäre Prozesse

Lokal und zeitgleich global

"Weltöffentlichkeit"

 

Beispiel: 9/11

Zentrale Prozesse für die PuK sind...

  1.  Produktionsprozesse - Grund: Beeinflussung
  2.  Verarbeitungsprozesse - Infos verdichten...
  3.  Rezeptionsprozesse - Selektion, Wirkungsfrage (?)

Was macht PuK aus?

Theoretisch, empirische Sozialwissenschaft mit interdisziplinären Bezügen

5 Tendenzen des Wandels

  1.  Digitalisierung:
  • Grenzen verschwimmen zwischen: Mediengattungen; privater und öffentlicher Kommunikationi
  • Visualisierungsschub: Bewegtbilder (!)

 

2.  Globalisierung:

  • weltweite Zugänglichkeit/Vernetzung

 

3.  Individualisierung:

  • mehr Wahl- und Gestaltungsmöglichkeiten, mehr Risiken (Datenschutz)

 

4.  Mediatisierung: 

  • mehr mediale Angebote (zeit- und ortsunabhängig)

 

5.  Ökonomisierung:

  • Markt- und Wettbewerbslogik

4 zentrale Begriffe der kommunikativen Revolution

  1.  Digitalität
  2.  Interaktivität
  3.  Omnipräsenz
  4. Mobilität

5 Elemente des Kommunikationsprozesses

  • Kommunikator
  • Medium
  • Aussage
  • Rezipient
  • Feedback
  • (Wirkung)

4 Elementare Eigenschaften von Kommunikation (Klaus Merten)

  1.  Profanität (Banalität)
  2.  Universalität
  3.  Flüchtigkeit
  4.  Relationalität
  5.  (Unvermeidbarkeit)

Definition "Verhalten" - Max Weber

Jede Regung eines Organismus:
 

  • körperlich-muskuläre Reaktion auf Umweltreize (Wahrnehmen, Denken, Fühlen)

Definition "Handeln" - Max Weber

intentionales Verhalten:

 

  • absichtsvoll, (mehr oder weniger) bewusst zielorientiert
  • mit subjektivem Sinn verbundenes Handeln

Definition "soziales Verhalten" - Max Weber

sich im Hinblick aufeinander verhalten:

 

  • Verhaltensweisen sind aufeinander bezogen

 

Beispiel: gemeinsames Abwehren von Feinden, Futtersuche

Definition "soziales Handeln" - Max Weber

dem Sinn nach auf Andere bezogen:

 

  • vom gemeinten Sinn her auf das Verhalten anderer bezogen

Kommunikation als - 

- soziales Verhalten

Menschliche Kommunikation als - 

- soziales Handeln, kommunikatives Handeln

Definition "kommunikatives Handeln" - Max Weber

ein zutiefst soziales Handeln:

 

  • richtet sich ausdrücklich an eine/mehrere Andere
  • Intentionalität kommunikativen Handelns? Subjektiver Sinn?

Realdefinition

  • wahr oder falsch
  • Tatbestände 

Nominaldefinition

  • zweckmäßig/unzweckmäßig
  • für Forschungsproblem/Wissenschaft
  • Festsetzung über Verwendung

Definition Kommunikation - Gerhard Maletzke

"Bedeutungsvermittlung zwischen Lebewesen"

 

  • Lebewesen verhalten sich im Hinblick aufeinander

 

Kommunikation = soziales Verhalten

Arten der Kommunikation:

 

Direkte Kommunikation

unmittelbar

 

Bsp: Face-to-Face

Arten der Kommunikation:

 

Indirekte Kommunikation

mittelbar

 

Bsp: räumliche, zeitliche Trennung der K-Partner

Arten der Kommunikation:

 

Gegenseitige Kommunikation

mit Rollentausch

Arten der Kommunikation:

 

Einseitige Kommunikation

ohne Rollentausch

Arten der Kommunikation:

 

Private Kommunikation

begrenzter, relativ eindeutig definierbarer Empfängerkreis

Arten der Kommunikation:

 

Öffentliche Kommunikation

kein begrenzter, kein eindeutig definierbarer Empfängerkreis

Mögliche Kombinationen der Arten von Kommunikation:

 

Gegenseitig direkt

face-to-face Gespräch, Diskussion

Mögliche Kombinationen der Arten von Kommunikation:

 

Gegenseitig indirekt

Telefonat, Messenger

Mögliche Kombinationen der Arten von Kommunikation:

 

Einseitig direkt

Vortrag, Präsentation vor Publikum

Mögliche Kombinationen der Arten von Kommunikation:

 

Einseitig indirekt

Buch, Film, Plakat, TV

Eigenschaften Massenkommunikation (Gerhard Maletzke)

  • öffentlich
  • durch technische Hilfsmittel
  • indirekt
  • einseitig -> Macht der Kommunikator-Rolle gerät duch Social Media ins Wanken
  • disperses Publikum

disperses Publikum

inhomogene Vielzahl von Menschen:

  • ohne Beziehung zueinander
  • unstrukturiert
  • unorganisiert

Einzige Gemeinsamkeit: 

Zuwendung zu Medieninhalten

6 Faktorendimensionen nach Schulz

  1. Zeit
  2. Nähe
  3. Status
  4. Dynamik
  5. Valenz
  6. Identifikation

Faktorendimension Zeit

  • Dauer
  • Thematisierung

Faktorendimension Nähe

  • räumliche Nähe
  • kulturelle Nähe
  • politische Nähe
  • Relevanz

Faktorendimension Status

  • regionale Zentralität
  • nationale Zentralität
  • persönlicher Einfluss
  • Prominenz

Faktorendimension Dynamik

  • Überraschung
  • Struktur

Faktorendimension Valenz

  • Konflikt
  • Kriminalität
  • Schaden
  • Erfolg

Faktorendimension Identifikation

  • Personalisierung
  • Ethnozentrismus

Additivitätshypothese

Je mehr NRF, desto höher die Chance auf Veröffentlichung


Je weniger NRF, desto nierdiger die Chance auf Veröffentlichung

Komplementaritätshypothese

Das Fehlen eines NRFs kann durch einen anderen kompensiert werden 

Exklusionshypothese

wenn auf ein Ereignis zu wenig NRFs zu treffen, dann wird darüber nicht berichtet

News Bias

Journalisten entscheiden, was publiziert wird und was nicht

(Gatekeeper)

Konsistenztheorie

Streben nach Zustand der Übereinstimmung zwischen Einstellungen und Verhaltsweisen

spannungsloser Zustand

kognitives Gleichgewicht 

spannungsgeladener Zustand

kognitives Ungleichgewicht

 

= drängt nach Aufhebung

 

- Theorie der kognitiven Dissonanz

3 Strategien zur Reduktion von Ungleichgewicht:

 

 

  1. selektive Wahrnehmung / selective exposure

    Informationssuche / Informationsvermeidung

 

2.  Selektives Behalten / Vergessen / selective retention

 

3.  selektive (Um-) Interpretation / selective perception

 

  • Confirmation Bias - Ausblendung von Widersprüchen,        Verzerrung von Infos, bis es zur Überzeugung passt

 

  • Hostile Media Effect - feindlich gesinnte Medien