Flashcards in the set

Haven't started (131)

Gratifikationsprinzip

Welchen Nutzen bringt es?

-> Anbieter: Gewinn, Umsatz, Anbieternutzen

-> Nachfrager: Bedürfnisbefriedigung, Kundennutzen, Zufriedenheit

 

Kapazitäts-/Knappheitsprinzip

Welche Kosten entstehen? Welche Ressourcen werden gebraucht?

-> Anbieter: Vorkosten, Produktionsprozesse, Mitarbeiter, Know-How, finanzielle Mittel

-> Nachfrager: Einkommen, Information, Zeit

Anbieter-Nachfrager-Modell

- Bedürfnisse und Motive

-> erwarteter Nutzen (Nachfrager: Produktwert, Image, produktbegleitende Dienstleistungen; Anbieter: Gewinn, Image, Zusatzkäufe, Weiterempfehlung)

-> erwartete Kosten (Zeit, Energie, psychischer Aufwand, monetäre Kosten)

-> erwarteter Nettonutzen (Wertgewinn)

=> Austausch wenn Nutzen > Kosten

Marktbasierter Ansatz

Durch geeignete Positionierung in attraktiven Märkten (geringer Wettbewerb -> hohe Zahlungsbereitschaft) erzielt Wettbewerbsvorteile

Ressourcenbasierter Ansatz

Stärken und Schwächen (Ressourcenausstattung, Organisationsfähigkeit) der Unternehmen bestimmen den Unternehmenserfolg

Instrumentell verkürztes Marketingverständnis

  • Marketing wird mit Distribution, Verkauf und Werbung gleichgesetzt
  • Kundenbedürfnisse vernachlässigt
  • Fokus auf ein absatzpolitisches Instrument

Klassisches/Ökonomisches Marketingverständnis

- Kunde ist König

- Befriedigung von Kundenbedürfnissen und systematischer Entscheidungsprojekt

Modernes erweitertes Marketingverständnis 

- beide Parteien befriedigen ihre Bedürfnisse

- kommerzielle  und nicht kommerzielle Produkte

Generisches Marketingverständnis

- umfassende Betrachtungsweise

- sieht Marketing zusätzlich als Sozialtechnik an, das sich auf jeden Austauschprozess bezieht

Modernes Marketingverständnis im Detail

- Duales Führungssystem

-> Marketing als Leitbild des Managements und als gleichberechtigte Unternehmensfunktion

- Informations-/Aktionsorientierung (Schnittstellenfunktion)

-> Außen-/Marktgerichtete Prozesse und

-> Innen-/ unternehmensgerichtete Prozesse

- Kundennutzenorientierung

-> erwarteter Nutzen vs. Nettonutzen + Kosten

- Beziehungsorientierung

-> Kundenbindungsinstrumente

- Wertorientierung

-> Erreichung finanzielle Unternehmensziele (Kundenstamm=Quelle)

- Stakeholderorientierung

-> Auswirkung auf alle Anspruchsgruppen die an Geschäftstätigkeit beteiligt sind

Aufgaben Marketing Management

1. Situationsanalyse

-> Informationen über unternehmensinterne und -externe Situation

2. Marketingziele

-> Festlegung langfristiger Ziele unter Berücksichtigung Unternehmensziele

3. Marketingstrategie

-> langfristiger globaler Verhaltensplan zur Erreichung

4. operative Marketingplanung

-> abgestimmter Einsatz der Marketinginstrumente unter Berücksichtigung der Marketingstrategie (7 Ps)

5. Marketingimplementierung

-> zielgerichtete Realisierung und effiziente Organisation

6. Marketingcontrolling

-> Erfassung von Erfolgswirkungen

Marktgrgößen

- Absatzvolumen: Absatzmenge eines Produktes eines Unternehmens

- Marktvolumen: Menge der Marktleistung

- Martpotenzial: Menge aller möglichen Absatzmengen 

- Marktausschöpfungs-/Sättigungsgrad: Marktvolumen : Marktpotenzial * 100

- Marktvolumen : Marktpotenzial =Sättigungsgrad

-Absatzvolumen : Marktvolumen = Marktanteil

Forschungsansätze des Käuferverhaltens: SR-Modell

behavioristische Erklärungsansätze: nur beaobachtbare und messbare Variablen

S ---> Black-Box (Mensch) ----> R

 

 

Forschungsansätze des Käuferverhaltens: SOR-Modell

Neobehavioristische Erklärungsansätze: beobachtbare und messbare Variablen + indirekt über Indikatoren empirisch erfassbare Variablen S ---> Objekt ---> R

intervenierende Variablen verändern eingehenden Stimuli in einer bestimmten Weise => Aktiviertheit, Involvement, Emotionen, Motive und Einstellungen

Kognitive Erklärungsansätze ->  Aktivierende, emotionale, motivationale und kognitive Prozesse werden gleichermaßen berücksichtigt => Lernen, Denken und Wissen

S---> System ---> R

Erklärungsmodelle des Käuferverhaltens

Totalmodell: wesentliche Bestimmungsfaktoren werden berücksichtigt aber empirische Überprüfung sehr schwierig

-> sehr komplex (SOR)

 

Partialmodell: isolierte Betrachtung einzelner Bestimmungsfaktoren, also empirisch überprüfbar

-> häufiger da nicht so komplex(SR)

Kaufentscheidungsprozess

1. Problemerkennung

2. Informationssuche

3. Bewertung der Alternativen

4. Kaufentscheidung

5. Nachkaufentscheidung

 

Kaufentscheidungstypen

- Haushalt: Konsument (Individuum) oder Familie (Kollektiv)

- Unternehmen: Repräsentant (Individuum) oder Buying Center (eine Person kann mehrere Rollen einnehmen -> bei nicht routinemäßigen Entscheidungen; Einkaufsgremium -> Kollektiv)

=> Schlüsselpositionen, die für Verkäufer nicht immer erkennbar sind

o Machtpromotoren: interne Legitimierung zum Vertragsabschluss

o Fachpromotoren: fachliche Legitimierung zur Teilnahme am Entscheidungsprozess

=> Rollen:

o Benutzer: arbeitet mit Produkt

o Einkäufer: erstellen die Ausschreibungen, wickeln Kauf ab

o Entscheider: treffen endgültige Entscheidung

o Einflussagenten: bestimmen durch Normen über Verlauf der Entscheidung

o Gatekeeper: kontrollieren Informationsfluss

Kaufentscheidungen Haushalt

Echt: große kognitive Beteiligung, Informationsbedarf, lange Entscheidungsdauer, bei hochwertigen/langlebigen Gütern

Habituell: bei Alltagsgütern, keine Bewertung von Alternativen, Gewohnheitskauf

Impulsiv: Affektive Kaufentscheidung, Spontane Reaktion auf Reize (Howard & Sheth)

Limitiert: begrenzter Aufwand, keine Abwägung möglich, viel in der engeren Auswahl aber kein Favorit (Howard & Sheth)

Kaufentscheidungen Unternehmen

Erstkauf: neue Problemstellung, hoher Informationsbedarf, lange Entscheidungsdauer, bei großen Innovationen

Modifizierter Wiederholungskauf: Zusatzinformationen nötig

Reiner Wiederholungskauf: automatisierter Beschaffungsvorgang, ständig wiederkehrend

Intrapersonelle Bestimmungsfaktoren

1. visuelle Wahrnehmung und Kognition (Informationsverarbeitung)

2.  Aktiviertheit bzw. Aktivierung (affektive, kognitive, physische Reizwirkung)

3. High-/Low-Involvement-Käufe

4. Anspruchsniveau und symbolischer Nutzen

5. Emotionen

6. Lernen und Gedächtnis

7. Motive und Motivation (sekundär/primär, extrinistisch/intrisistisch, unbewusst/bewusst) -> Maslow

8. Einstellung und Image (Einstellungsmodell Fishbein und Trommsdorff)

9. Risiko (finanziell, funktional, gesundheitlich, sozial, psychisch) und

10. Zufriedenheit (Erlebnisorientier, Merkmalsorientiert, Problemorientiert)

11. persönliche Werte (Basis-/Bereichs-/Produktbezogene Werte)

12. Lebensstil und Normen (AIO-Variablen)

13. Persönlichkeit

visuelle Wahrnehmung und Informationsverarbeitung

  • Kognitionen = Wissenszustände = eigenständige Wissenseinheiten (subjektives Wissen)
  • Wahrnehmung = Aufnahme, Selektion, Organisation und Interpretation von Informationen (subjektiv und selektiv; Bewertung der Wichtigkeit eines Reizes à Subjektive Wichtigkeit & Neuigkeit Sonst: unterschwellige/subliminale Wahrnehmung)
  • Je alltäglicher der Kaufprozess, desto stärker ist die Reizbewertung von jenen Gefühlen geleitet, die mit der Marke assoziiert werden

Aktiviertheit bzw. Aktivierung

• Aktiviertheit = Aktivierung = innerer Erregungszustand des Menschen in Leistungsbereitschaft versetzt

• Für die Bewertung einer Marke sind relevant:

-> Symbolischer Markennutzen à mit Marken verbundene Gefühle (= Belohnungswert)

-> Involvement

-> Anspruchsniveau

• Aktivierung durch Reize möglich

-> affektive/emotionale Reizwirkungen à z.B. nackte Menschen in Werbung

-> kognitive Reizwirkungen à z.B. durch gedankliche Konflikte, Widersprüche, Überraschungen

-> Physische Reizwirkungen à z.B. durch Regen, Berührung, Musik, Farbe, Geruch

Involvement

  • Involvement = Grad der Ich-Beteiligung bzw. des Engagements, sich einem Sachverhalt zuzuwenden
  • High Involvement Käufe= für Käufer wichtig; komplexer Entscheidungsprozess da mit finanziellen oder gesundheitlichen Risiken verbunden
  • Low Involvement Käufe= gewohnheitsmäßige verfestigte Verhaltensmuster; geringes Risiko
  • beeinflusst von personenspezifischen, situationsspezifischen und reizspezifischen Faktoren

Anspruchsniveau & symbolischer Markennutzen

• Anspruchsniveau = verbindlicher Standard der Zielerreichung

• Symbolischer Markennutzen = Wahrnehmung, inwieweit eine Marke emotional geprägte Ansprüche erfüllt

• Erklären Markenwahl d.h. Aufmerksamkeitsunterschiede bei Marken innerhalb einer Produktkategorie

Emotionen

• Emotionen = innere, physiologische Erregungszustände

• Gefühle = bewusst erlebte, verbalisierte Emotionen

• Arten von Emotionen:

-> Primäre/universelle Emotionen: kulturübergreifend und bei Menschen und Tieren zu finden à Freude, Trauer, Angst, Ekel

-> Sekundäre/soziale Emotionen: kulturelle Unterschiede à Mitgefühl, Neid, Scham, Schuld

• Beeinflussen die Bewertung von Reizen

• Antriebsfunktion für menschliches Verhalten

• Messung z.B. durch psychobiologische Instrumente (Hautleitfähigkeit, Blickmessungsverfahren, Neuromarketing)

Lernen und Gedächtnis

• Lernen = systematische Änderung des Verhaltens aufgrund von Erfahrungen

• S-R-Theorien der Lernforschung

o Klassische Konditionierung

o Operante bzw. instrumentelle Konditionierung

o Modell des sozialen Lernens = „Lernen am Modell“

Motive & Motivation

• Motivation = Hypothetisches Konstrukt, das Nachfrager mit Energie versorgt und Verhalten auf Ziel ausrichtet

o Aktivierungskomponente: Aktiviertheit, Involvement, Emotionen (Motiv) (z.B. Hunger)

o Kognitive Komponente: Bedürfnis (z.B. zielgerichtete Suche)

• Motiv = Ausdruck von Bedürfnissen à Grundlage für Entstehung von Beweggründen

o Wahrgenommener Mangelzustand (z.B. keine Nahrung)

o Suche nach Möglichkeiten, Mangel zu beseitigen

Arten von Motiven

• Primäre Motive: nicht gelernte, biologische Triebe, die dem Überleben dienen (Hunger, Durst, Schlaf)

• Sekundäre Motive: sind erlernt und dienen der (in)direkten Befriedigung primärer Bedürfnisse (Geldverdienen für Existenzsicherung)

• Intrinsische Motive: Belohnung für Handeln durch Nachfrager selbst

• Extrinsische Motive: Belohnung durch Außenwelt

• Bewusste Motive: Einfluss auf Nachfrager

• Unbewusste Motive: Einfluss auf Nachfrager nicht feststellbar

Bedürfnispyramide Maslow

  1. Physiologische Bedürfnisse: Nahrung, Schlaf, Gesundheit
  2. Sicherheitsbedürfnisse: Erhaltung der Erwerbstätigkeit, Alterssicherung, Vorsorge, Schutz
  3. Soziale Bedürfnisse: Pflege der Gesundheit, Zugehörigkeit, Liebe
  4. Prestigebedürfnisse (Ich-Bedürfnisse): Selbstachtung, Anerkennung durch andere (Status, Prestige)
  5. Selbstverwirklichung: Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit, Kreativität

Einstellungen und Images

• Einstellungen = innere Bereitschaften auf bestimmte Stimuli konsistent zu reagieren; entstehen durch Lernprozesse

• Image = System von Einstellungen à mehrdimensionales Einstellungskonstrukt

• Einstellungen haben Auswirkungen auf Aktionsseite des Marketings

o Werbung, Marktsegmentierung, Produkt- und Sortimentspolitik

o Entscheidungen über Art, Anzahl und Gewichtung von relevanten Produkteigenschaften

• Einstellungen werden am häufigsten zur Erklärung von Käuferverhalten herangezogen! (Voraussetzung: regelmäßige Analysen)

Einstellungsmodell Fishbein

• Aij = Wert der Gesamteinstellung des Konsumenten i zu Objekt j (attitude)

• Bijk = Wahrscheinlichkeit, dass nach Auffassung von Konsumenten i Objekt j

Merkmal k besitzt (belief)

• aijk = Bewertung bzw. Gewichtung des Merkmals k des Objekts j durch Konsumenten i

• n = Anazhl der bei Wahl einer Marke relevanten Merkmale


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Einstellungsmodell Trommsdorff

• Nachfrager orientieren sich an produktart-typischem Idealbild à je kleiner der Unterschied zwischen Ideal- und Realeindruck, desto positiver ist Einstellung des Nachfragers

• Eij = Einstellung der Person i zu Objekt j

• Bijk = Realeindruck des k-ten Merkmals des Objekts j durch Person i

• Iik = Idealbild, das Person i vom k-ten Merkmal derartiger Objekte hat

• Bijk - Iik = Eindruckswert

• w = Anzahl relevanter Merkmale

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Risiko und Vertrauen

• Risikoeinstellung/Risikobereitschaft = Individueller Toleranzbereich; nachteilig empfundene potentielle Folgen eines Verhaltens

• Vertrauen = Überzeugung, dass eine Marke bzw. ein Anbieter fähig und bereit ist, das Nutzenversprechen und Erwartungen zu erfüllen

• Arten:

o Finanzielles Risiko: Gefahr finanzieller Einbußen

o Funktionales Risiko: Gefahr von Produktmängeln

o Gesundheitliches Risiko: Gefahr von gesundheitlichen Schäden

o Soziales Risiko: Gefahr von Verlust des Sozialprestiges

o Psychisches Risiko: Gefahr der Unzufriedenheit mit dem Produkt

• Vertrauen baut wahrgenommenes Risiko ab!

Zufriedenheit

• Zufriedenheit = Gefühl, dass Handlung nachgelagert ist; Übereinstimmung zwischen Erwartung und Erfahrung

• Produkterfahrung notwendig

• kurzfristiges und sich schnell änderndes Konstrukt

• Einfluss auf Wiederkaufverhalten & Kundenloyalität

o bei Volumenmarken (rationale Motive) hoch

o bei Premiummarken (affektive Motive) niedrig

• Vertrauen und Zufriedenheit bilden die Basis für eine langfristige Anbieter-Nachfrage-Beziehung

Messung von Zufriedenheit

• Merkmalsorientierte Verfahren: Bewertung einzelner Merkmale, die zu einem Gesamturteil aggregiert werden

o Multiattributive Modelle, SERVQUAL, Dekompositionelle Verfahren, Vignette-Methode, Willingness-to-pay-Ansatz, Penalty-Reward Faktoren-Ansatz

• Ereignisorientierte Verfahren: Ereignisse, die im Hinblick auf die Leistung als besonders positiv/negativ empfunden werden

o Critical Incident Technique, Storytelling, Sequenzielle Ereignismethode, Critical-Path-Analyse, Root-Cause-Analyse

• Problemorientierte Verfahren

o Problem Detecting-Methode, Frequenz-Relevanz-Analyse (FRAP), Lob- und Beschwerdeanalyse

persönliche Werte

• Werte = Auffassungen darüber, was wünschenswert ist (konsistente „Übereinstellungen“)

• Beeinflussen unser Handeln

• Sind kennzeichnend für einen selbst bzw. eine Gruppe

• Ändern sich sehr langsam

• Basiswerte: Grundorientierungen à Frieden, Gerechtigkeit, Sicherheit

• Bereichswerte: Werte in diversen Lebens-/Gesellschaftsbereichen à Konsumfreiheit, Freude, Flexibilität

• Produktbezogene Bewertungen (Einstellungen): Wertvorstellungen bzgl. bestimmter Produkte à Sauberkeit, Umweltfreundlichkeit

Lebensstil und Normen

• Lebensstil = miteinander verbundene typische Einstellungen und Verhaltensweisen, die Gruppen voneinander unterscheiden à kulturelle Unterschiede!

• Normen = Regeln über Meinungen, Einstellungen, Werte und Verhalten à an spezifische Situationen gebunden

• Erfassung anhand von A-I-O-Variablen:

o Activities: beobachtbare Aktivitäten

o Interests: emotional bedingtes Interesse

o Opinions: kognitive Meinung

• Normen werden von Mitgliedern einer (Sub)kultur bzw. Gruppe bestimmt und kontrolliert

• Produkte müssen Normen entsprechen, um gekauft zu werden

Persönlichkeit

• Persönlichkeit = einzigartiges, relativ stabiles Verhaltens-, Reaktions- und Kommunikationsmuster eines Menschen („Überkonstrukt“)

• beinhaltet alle anderen Konstrukte, Anlagen bzw. Züge (sog. „traits“ à Intelligenz, Musikalität,

Sportlichkeit)

• Persönlichkeitsmerkmale sind angeboren oder erlernt

• Käufertypologien werden oft aufgrund von Persönlichkeiten gebildet, um Marketinginstrumente an

Ansprüche und Erwartungen diese Gruppe(n) anpassen zu können

Interpersonelle Bestimmungsfaktoren

1. Kultur und Subkultur (Normen)

2. soziale Schicht (ähnliche Merkmale)

3. soziale Gruppen

4. Familie

Kultur und Subkultur

• Kultur = gesellschaftlich, übereinstimmende Verhaltensmuster vieler Individuen bzgl. ihres Denkens, Fühlens und Handelns

• Kollektive Wertesysteme und Normen führen zu konformen Verhalten der Mitglieder

o Mussnormen: Gebote und Verbote

o Soll-/Kann-Normen: allgemeine Verhaltensstandards zur Gewährleistung von größeren Verhaltensspielraum

o Einhaltung durch Belohnungen/Bestrafungen sichergestellt

• Subkulturen dienen der Analyse von Verhaltensweisen sozialer Gruppen innerhalb der Gesellschaft

o z.B. nach ethischen, altersbezogenen oder geographischen Gesichtspunkten

Gruppen

• Soziale Gruppe = umfasst Personen, die in wiederholter und nicht zufälliger wechselseitiger Beziehung zueinanderstehen

• Gruppeneinfluss ist abhängig von:

o Grad der Identifikation mit der Gruppe

o Häufigkeit der Gruppeninteraktionen

o Anzahl der Bedürfnisse, die die Gruppe befriedigt

o Gemeinsamkeitsgrad der verfolgten Ziele

o Wahrgenommenes Prestige der Gruppe

o Wahrgenommene Konkurrenz in der Gruppe

• Meinungsführer (Opinion Leader) = Gruppenmitglieder, die im Kommunikationsprozess einen stärkeren, persönlichen Einfluss als andere ausüben und somit Meinung anderer beeinflussen

o in allen sozialen Schichten zu finden

o Anwendung in der Werbung: Stars und „Experten“ erhöhen positive Produktwahrnehmung und Glaubwürdigkeit

Familie

• Familie = soziale Gemeinschaft, zu der der Nachfrager regelmäßigen persönlichen Kontakt hat

• Großer Einfluss auf Kaufentscheidungen

• Traditionelles Familienbild bei Kaufentscheidungen, jedoch Trend zur gemeinsamen Entscheidung

• Eltern bei Kleinkindern als „Gate Keeper“

• Kinder haben jedoch große Einflussnahme

Funktionen der Marketingforschung

1. Selektion

2. Frühwarnung

3. Innovation

4. Strukturierung

5. Unsicherheitsreduktion

6. Kontrolle

7. Intelligenzverstärkung

Ablauf Marketingforschung

1. Problemdefinition

2. Informationsgewinnung: Datenquelle, Datenerhebungsmethode, Stichprobenplan, Erhebungszeitpunkt

3. Informationsverarbeitung

4. Kommunikation

Datenquelle

Primärquelle= originäre Datenerhebung: Beobachtung, Befragungen, Experiment, Spezialformen

Sekundärquelle= Analyse, Zusammenstellung von vorhandenem Material (externe/interne Infos)

Gütekriterien von Methoden

Reliabilität (Zuverlässigkeit)

Validität (Miss was es soll?)

Reaktivität (Beeinflussung)

Objektivität (Unabhängigkeit)

Beobachtung

- Erfassung von Sachverhalt im Zeitpunkt des Geschehens

- Vorteil: realitätsnahe Erfassung

- Nachteil: Beobachtungseffekt, Flüchtigkeit, keine Messung subjektiver Sachverhalte

- Fremd- vs. Selbstbeobachtung

- Feld- vs. Laborbeobachtung

- Teilnehmendes vs.  nichtteilnehmende Beobachtung

- persönlich vs. unpersönliche Beobachtung

- Compagnonverfahren: Videoaufzeichnung, Aufmerksamkeit

- Mytery Shoppen: Forscher als normale Kunden

Befragung

- Personen die über Sachverhalte Auskunft geben

- Erfassung beobachtbarem und nichtbeobachtbaren Verhalten

- Reaktives Instrument der Informationsgewinnun

-> Interviewereffekt

-> Effekt der sozialen Erwünschtheit

- schriftliche Befragung

- mündliche Befragung

- telefonische Befragung

- Online Befragung

Fragetypen

- Einleitungsfragen/Eisbrecherfragen

- Plausibilitätsfragen/Kontrollfragen

- Sachfragen

- Fragen zur Person

Frageformulierung

- geschlossene Frage

- offene Frage

- Direkte Frage

- Indirekte Frage

Strukturierung Interview

- vollstrukturiert

- teilstrukturiert

- nicht-strukturiert

Panelerhebung

- Untersuchungen bei der selben Gruppe von Untersuchungseinheiten zum gleichen Untersuchungsgegenstand mehrmals durchgeführt

- Erforschung voon Markt- & Verhaltensänderung im Zeitablauf

- Panelsterblichkeit

- Paneleffekt -> Panelreaktivität

- Panelerstarrung -> Validitätsproblem

- Verbraucherpanel

- Unternehmenspanel

- Handelspanel 

 

psychologische Testverfahren

- Methode des lauten Denkens (Protokollanalyse)

- Laddering Technik (Means-end-chains)

- Gruppenexploration (Fokusgruppen)

- hervorlocken subjektiver Werte, Emotionen, Wahrnehmung

- Erfassung von Verarbeitungs-/Verhaltensprozessen

- Testmarkt bzw. Minitestmarkt

 

Stichprobenauswahl

Teilerhebung

-> zufällige Auswahl: einfache, geschichtete, Klumpenverfahren

-> bewusste Auswahl: Quotaverfahren, Schneeballsystem

Informationsauswertung

- Auswertungsplan

- Auswertungsverfahren

-> bivariate statistisches Auswahlverfahren: Untersuchung Beziehung zweier Variablen (Dependenzanalyse: nicht gleichgerichtet)= Ziel ist Prognose-/Wirkungs-/Ursachenanalyse => Korelations-/Regressionsanalyse

- Bewertung und Interpretation

Auswertungsanalysen

- Varianzanalyse: Mittelwerte werden verglichen von mind. 3

- Diskriminanzanalyse: Gruppenunterschiede, Klassifizierung

- Clusteranalyse: Ähnlichkeit

- Kausalanalyse

- Faktorenanalyse: Identifikation der Supervariablen, mehrere gleichzeitige Variablen eines Datensatzes

- multidimensionale Skalierung: Positionierung von Objekten

- Conjoint Analyse: Präferenzen, Nutzenvorstellung

Arten von Prognosen

- Untersuchungszweck: Entwicklungsprognose (nicht direkt kontrollierbar), Wirkungsprognose (direkt)

- Gültigkeit: kurzfristige oder langfristige Prognose

- Art der Vorhersage: quantitative (mathematisch= Methode (gewogener)gleitender Duchschnitt/exponentielle Glättung), qualitative (verbal) Prognose

Unternehmensziele

- Oberziele

-> Marktleistungsziele

-> finanzielle Ziele

-> Gesellschaftsbeziehungsziele

-> Umweltschutzziele

-> Marktstellungsziele

-> Macht und Prestigeziele

-> Rentabilitätsziele

-> soziale Ziele

Marketingziele

- Funktionsbereichziele

-> ökonomisch

-> psychologisch

Operationalisierung von Zielen

Smart-Regel

Spezifisch

Messbar

Anspruchsvoll

Realistisch

Terminierung

Marketingstrategien

Unternehmensstrategie

-> wo tätig werden

Geschäftsfeldstrategie

-> wie soll bestritten werden

Funktionsbereichsstrategie

-> wie kann Wettbewerbsstrategie ausgeführt werden

 

Marktabdeckungsstrategie

- Gesamt

- Zielgruppen

-> Marktspezialisierung

- Bedürfnisse

-> Produktspezialisierung

- Technologie

Normstrategien BCG

- BCG Portfolioanalyse

-> poor dogs: bei Verlust abstoßen (Desinvestitionsstrategie); bei Cashflow ernten (Abschöpfungsstrategie)

-> question marks: bei Chance auf höheren Marktanteilausbauen (Investitionsstrategie); bei Erfolgslosigkeit abstoßen (Desinvestitionsstrategie)

-> stars: fördern und investieren (Desinvestitionsstrategie)

-> cash cows: Position halten und ernten (Abschöpfungsstrategie)

=> keine Berücksichtigung von Substitutionsprodukten

=> nicht geeignet für Nischenprodukte

Normstrategie McKinsey

- Marktvolumen (Marktgröße, Marktwachstum)

- Marktqualität (Branchenrentabilität) Lebenszyklusphase, Innovationspotential)

- Umfeld

- Konjunktur

- Staatseingriff

- Wertewandel

- Markt (Marktanteil, Größe, Wachstum, Preis)

- Technologie (Patenten Erfahrung)

- Produktion (Qualität, Kosten, Standort, Umwelt)

- Management (Kultur, Ziele, Motivation)

=> Wechselwirkung von Geschäftsfeldern nicht berücksichtigt, Wettbewerber unberücksichtig

Normstrategie Erfahrungskurve

- langfristige Prognose der Kosten- & Preisentwicklung

- langfristige Prognose von Gewinnpotenzialen

- Fundierung von Make-or-Buy-Entscheidungen

Normstrategie Lebenszykluskurve

- junge Märkte (Wachstumsphase)

-> Timingstrategie

-> Markteintrittsstrategie

- stagnierende/schrumpfende Märkte (Sättigungs- & Reifephase)

-> Marktbehauptungsstrategien

-> Marktaustrittsstrategien

Marketingstrategien

- Verhaltensplan zur Erreichung der Unternehmens- & Marketingziele

- Marktwahlstrategien: strategische Grundsatzentscheidungen

-> Marktfeldstrategien: Entwicklungsrichtung der SGE (nur Wachstum und keine Beachtung der Konkurrenz)

-> Marktarealstrategie (Selektion, Timingstrategie, Wasserfallstrategie, Sprinklerstrategie)

-> Marktsegmentierungsstrategie

- Marktteilnehmerstrategien

-> abnehmergerichtete Strategien (Preis-Mengen-Strategie, Präferenzstrategie)

-> absatzmittlergerichtete Strategie (Push-/Pull-Strategie)

-> Konkurrenzgerichtete Strategie

-> Anspruchsgruppengerichtete Strategie (Unternehmensintern/-extern)

- Markenpolitische Strategien

Marktsegmentierung

- Unterteilung des Gesamtmarktes in homogene kleine Märkte

1. Kaufverhaltensrelevanz

2. Messbarkeit, Operationalität

3. Erreichbarkeit

4. Handlungsfähigkeit

5. Wirtschaftlichkeit

6. zeitliche Stabilität der Segmente

Marketing-Mix bezogene Reaktionskoeffizienten

1. Geografie

-> Makro-/Mikrogeografisch

2. Soziodemografie

-> Demografisch, Sozialökonomisch

3. Psychografie

-> Einstellungen, Persönlichkeitsmerkmale, Nutzenvorstellung

4. Verhalten

-> Informations-/Kommunikationsverhalten, produktbezogene Merkmale, Einkaufsstättenverhalten

- 3-stufiger Prozess der Zielgruppenauswahl

- Marktbearbeitungsstrategie

 

 

Produkt- & Programmpolitik

umfasst alle Entscheidungen über die Gestaltung der Leistungen

- Programmgestaltung

- Produktdifferenzierung

- Produktelimination

- Produktinnovation

Produkt

 

- Grundnutzen

- Zusatznutzen

- (Erbauungsnutzen)

- (Geltungsnutzen)

= Produktnutzen 

=> technisch funktiononales EIgenschaftsbündel der Nutzen stiftet

Programmgestaltung 

Ebene 1:

-> strategische Programmplanung (Produktlinie)

-> operative Programmplanung (Produkte aus Produktlinien)

=> Innovation, Modifikation, Elimination und Differenzierung

Ebene 2:

Produktgestaltung

Ziel: Netto-Nutzen-Vorteil für zu Wettbewerbsvorteil

- Programmbreite: Anzahl der Produktlinien

- Programmtiefe: Anzahl der Produkte innerhalb der Produktlinie

Ausrichtung der Programmgestaltung

- Herkunftsorientierung

- Bedarfs- oder Erlebnisorientierung

- Preislagenorientierung

- Selbstverkäuflichkeitsorientierung (Kombinationen)

Verbundbeziehungen der Programmgestaltung

- Bedarfsverbund (Komplementärgüter)

- Nachfragerverbund (Nachfrage in einem Geschäft stillen)

- Kaufverbund (ein Kaufakt)

- Informationsverbund: Goodwill transfer (auf anderes Produkt)

 

Qualitätsniveau der Programmgestaltung

- Trading down: Qualitätsimage des oberen Qualitätsbereichs (untere Marktsegmente -> schlechtes Image)

- Trading up: Qualitätsimage des unteren Qualitätsbereichs (obere Marktsegmente -> Mangelnde Akzeptanz und Kompetenz)

- Kombination (Veränderung Qualitätsniveau der gesamten Produktpalette -> Unglaubwürdigkeit)

Grundrichtungen der Programmgestaltung

- Auffüllen (Diversifikationsentscheidung)

- Bereinigen (Auslaufen von "schlechten" Produkten)

- Modernisierung

- Produktlinienpflege (Kopfprodukte)

Produktinnovation

- Entwicklung von Neuprodukten durch Änderungsprozesse

- Herausforderung: große Misserfolgswahrscheinlichkeit, hoher Ressourcenaufwand, Marktrisiken (hohe Opportunitätskosten/entgangener Gewinn, Entwicklungs- oder EIntrittsrisiko), ANpassungswiderstände

- Innovationstypen: Inkremenale <-> radikale, modulare, architekturale Innovation

Ideeengewinnung

- unternehmensinterne/-externe Quellen

- bewusste Ideenproduktion: 

-> diskursive Verfahren= orientieren sichan bestehenden Produkten-> intiutive Verfahren

=> Prüfung der Übereinstimmung mit Unternehmenszielen

Grobauswahl -> Feinauswahl -> Wirtschaftlichkeitsanalyse (Bestimmung Gewinnschwelle)

Ideenprüfung

- Break-Even-Point

-> Deckungsbeitrag = Fixkosten

-> Absatzmege über Break-Even-Mege => Produkteinführung

-> Amortisationsperiode: Zeit in der der Deckungsbeitrag die Fixkosten abdeckt bei Produkteinführung

- Kapitalwertmethode: Entscheidung für Produkt mit höchstem Kapitalwert

- Nutzwertanalyse: Antizipation zukünftiger Mark-/Umeltentwicklung

 

Realisation von Neuproduktideen

- Produktetats

- konkrete Gestaltungsmaßnahmen

- Produkttests

-> Konzepttests (virtuell)

-> Partialtest (Eliminationsverfahren -> Blindtest)

-> Volltest (Laborexperiment -> Labortestmarkt; Feldexperiment -> Markttest, Stortest, Minitestmarkt)

Verpackungsfunktionen

1. Schutzfunktion

2. Verkaufsfunktion

3. Verfaufsförderungs- & Werbefunktion

4. Verwendungsbestandteil

5. Informationsträger 

6. Inputfaktor für Wertschöpfungskreislauf

=> unterschiedliche Anprüche von Hersteller und Verkäufer

Timing-Strategie

- Pionier: Entwicklung technologischer Innovationen

- früher Folger: frühzeitige Schaffung einer starken  Wettbewerbssituation

- später Folger: rentable Wettbewerbssituation durch Niedrigpreisangebit

-> Nischenanbieter: Ausnutzung Vorteile konkurrenzfreien Nische

Adoptionsprozess von Neuprodukten

Erkennen -> Interesse -> Bewertung -> (Ablehnung) -> Versuch -> Annahme

- nach Roger: Diffusionskurve

-> 2,5% Innovatoren (Risikofreudig)

-> 13,5% Frühadaptor

-> 34% Frühe Mehrheit

-> 34% späte Mehrheit

-> 16% Nachzügler

Produktvariation

- Veränderung von produkten nach Markteinführung

-> an neue Nachfragerbedürfnisse angepasst

-> konstante Produktanzahl

- Produktpflege bzw Produktmodifikation

-> ästhetische/symbolische Eigenschaften

=> Produktvariation

Produktdifferenzierung

- Paralleles Angebot mehrerer Produktvariationen eines Produkts

-> Anpassung an Zielgruppenbedürfnisse

-> wechselndes Angebot

- Produktdifferenzierung: Produktvareität bzw. Mass Customization

-> physikalische & funktionale Eigenschaften bzw. value-added-services

Distributionspolitik

umfasst alle Entscheidungen für Leistungen zwischen Hersteller und Endkäufer

- Ziele: geringe Handelsspannen, Reduzierung Vertriebskosten, Kooperation mit Absatzmittlern, Auwahl kompetenter Absatzmittler, Stärkung Distributionsgrad

 

 

Absatzkanalsystem

- direkt

- indirekt (Absatzmittler zischengeschaltet)

-> einstufig (Einzel- = Fach-/Gesmischtwarenhandel pder Ladenlos/Großhandel = Sortiments-/Konsum-/Süezialgroßhandel)

-> mehrstufig (Kooperation = Einkaufsgenossenschaft, Handelskooperative, EInkaufskonstore, freiwillige Ketten/Konzentration = Konsumgenossenschaft,Fillialunternehmen)

- Absatzkanalmanagement:

-> systemische Planung, Koordinierung, Durchsetzung, Kontrolle aller Maßnahmen die zum Absatzkanalsystem gehören

- Konfliktursachen: Ziel-/Rollen-/Macht-/Kommunikationsbeziehungen 

 

Facheinzelhandel

- Fachgeschäft

- Spezialgeschäft

- Fachmarkt

Gemischtwarenhandel

- Tante-Emma-Laden (Umsatz < 125.000/Jahr)

- Supermarkt (5000-7000 Artikel)

- Verbrauchermarkt (28000-32000 Artikel)

- Discounter

- Kaufhaus

- Off-Price-Retailer

Distributionsarten

- exklusive Distribution (= alleiniges Verkaufsrecht)

- selektive Dustribution 

- intensive Distribution (Produkte müssen überall verfügbar sein)

Kontraktkozept

- vertraglische Bindung zwischen Absatzmittler und Herrsteller

-> Zusammenarbeit auch ohne Vertrag möglich 

- räumliche Bindung

- zeitliche Bindung

- personelle Bindung

Franchisesystem

- Franchise: vertikal-kooperativ organisiertes Vertriebssystem, basierend auf vertraglichem Dauerschuldverhältnis

-> Franchisenehmer bezahlen fixe Eintrittsgebühren und variable Zahlungen

-> Herstellergeführtes Einzelhandel/Großhandel Franchise

-> Dienstleistungsdranchising auf Einzelhandelsstufe (Linzenzvergabe bestimmte Dienstleistungen für Franchisegeber auszuführen)

Erfolgsfaktoren fürs Franchising

  1.  Franchise Markenwert
  2.  Einzahlungen Eintritt in Franchise
  3.  Finanzielles Ergebnis
  4.  Wachstumspotenzial & Überlebensdauer
  5.  Innovationsfähigkeit
  6.  persönliche Faktoren

Vertragshändlersystem

- langfristig ausgestalteter Vertrag

-> (Ver)kauf der Vertragsware im eigenen Namen und Rechnung

-> festgelegte Menge

Stimulierungskonzept

 um Absatzmittler aus Herstellersicht zu zielkonformen Handeln zu bewegen

-> Push-Strategie: Hersteller bietet Absatzmittler Anreize damit Produkte gelistet/gefördert werden

-> Pull-Strategie: Hersteller spricht Nachfrager mit eigenen Kommunikationsstrategien an damit Absatzittler zum listen gezwungen wird

- ECR: Kooperation zwischen Absatzmittler & Hersteller (Nachfrager-/Logistikperspektive)

- SCM: Optimierung Lieferkette (Beschaffungs-& Lieferantenmanagement) -> gesamte Wertschöpfungskette

Kommunikaitonspolitik

- alle Entscheidungen (zentral= Budgetfestlegung/-verteilung, Botschaftsgestaltung) eines Unternehmens die auf Zielgruppen gerichtet sind

- Kommunikationsziele (Ökonomische & Psychographische Ziele: Bekanntheit)

- Kommunikationsstrategie (mittel-/langfristig: EInsatz Instrumente die Gestaltung der Botschaft bestimmt; brand promise)

- Mediaplanung

- Kommunikationsbudget

- Kommunikative Botschaft

Kommunikation

senden von verschlüsselten Informationen, die beim Empfänger wirkung erzielen

- Kommunikationsparadigma:

Wer sagt was unter welchen Bedingungen, über welche Kanäle, auf welche Art und Weise, zum Wem, mit welcher Wirkung?

- Kommunikationsprozessstufen:

Unternehmen, Inhalt Kommunikationsbotschaft, Umwelt-/Wettbewerbssituation, Kommunikationsinstrumente, Gestaltung der Kommunikationsbotschaft, Zielgruppen, Kommunikationserfolg

Kommunikationsinstrumente

- müssen aufeinander abgestimmt werden

-> formale Integration (Wiedererkennung)

-> zeitliche Integration (Lernen)

-> inhaltliche Integration (stützt Positionierung)

- Eignung: Ziele, Reichweite, zeitliche und gestalteriche Möglichkeiten, Beeinflussung der Kommunikationssituation, Kosten und Feedbackmöglichkeiten

Festlegung/Aufteilung Kommunikationsbudget

- Wirkungsgestützte Verfahren: Messung von Werbewirkung (konkave/s-förmige Funktion)

- nicht-wirkungsgestützte Verfahren: Erfahrungswerte

- sachliche Budgetallokation:

Aufteilung auf Kommunikationsinstrumente

-> above the line, below-the line

Aufteilung auf Werbeträger/Werbemittel

- zeitliche Budgetallokation

- geographische Budgetallokation

klassische Werbung

- Einstellungen/Verhaltensweisen der Adressaten verändern

-> große Reichweite, vielfältige EInsatzmöglichkeiten

-> Insertionsmedien (out-of-home)

-> elektronische Medien

Out- of-home Werbung

- Außenwerbung

-> Plakate & Plakatwerbeträger: kostengünstig, weitverbreitet

-> Transport-/Verkehrsmedien: hohe Akzeptanf/Reichweite, zeitlich flexibel, Auslöser für Produktinteresse

-> Ambient Medien: unkonventionell in direkter Lebensumwelt

-> digital-out-of-home

- Trends: umweltbezogene Werbung, Smartphone

Online Kommunikation

- zwischen Unternehmen & Nachfrager und Nachfragern untereinander

- soziale Medien: Online Communities, Webblogs, Wikis, social networks, micro blogging, Foto-/Video Communities

  1.  Interaktionskonsistenz
  2.  Interaktionsrelevanz
  3.  Interaktionschnelligkeit

-> Integration sozialer Medien

-> Authentizität und Transparenz

-> relevantes Nutzen

-> Generierung von Word of mouth

Direktkommunikation

- Ziele: Gewinnung von Neukunden, Kundenpflege

- direkte Ansprache von potenziellen Neukunden oder Interaktion mit bereits bestehenden Kunden

- Massenmedien, Direktwerbemedien, Kundenbindungsprogramme

- PR u.s.w

Public Relations

- aktiv gestaltete Beziehung zwischen Unternehmen und Anspruchsgruppen um Vertrauen aufzubauen

- Funktionen: Balance, sozial, Kontakt, Image, Informations, Stabilisierungsfunktion

Direktkommunikationsmi, ttel

- Eventmarketing: temporäres Ereignis zur Kundenbindung und Aufmerksamkeit

- Messe: Fachbesucher, direkter Wettbewerbsvergleich

- Promotions: Verkaufsförderung durch kurzfristige Anreize

- Sponsoring: Förderungen (Abgrenzung Ambushing)

- Product-Placement

- In-Game-Advertising (Integrationsgrad, Prominez, Fit zwischen Marke und Spiel, AUthentizität, Markenbekanntheit)

Mediaplanung

- Streuplanung: optimale Auswahl von Werbeträgern und Budgetzuweisung um Ziele zu erreichen

- Mit einem bestimmten Budget  … die richtigen Zielpersonen … zum richtigen Zeitpunkt und -raum … in einem bestimmten Gebiet … mit relevanten Medien  … genügend oft  … mit einer bestimmten Botschaft  … so effektiv … und kostengünstig ... wie möglich ansprechen

Prozess der Kommunikationswirkung

  1. Kommunikationsbotschaft
  2.  Kommunikationswahrnehmung (kognitive, aktivierende Prozesse)
  3.  Image
  4.  Kaufabsicht (Situationseinflüsse)
  5.  Kaufhandlung

Einflussfaktoren Kommunikationswirkung

  • Personen
  • Kommunikationsmittel
  • Kommunikationsträger
  • Situation
  • Sender

=> - qualitäten

 

Wirkungsstufenmodell

Aida Modell nach Lewis

- Attention -> kognitive Ebene

- Interest -> affektive Ebene

- Desire -> affektive Ebene

- Action -> konative Ebene

=> zwei Determinanten: informative vs. emotionale Werbung und hohes vs. niedriges Involvement

formale Botschaftsgestaltung

  • Farbe
  • typographische Gestaltung
  • Bilder (Reihenfolgeeffekt, Doppelte Codierung, hohes Aktivierungspotenzial)
  • Größe 
  • Musik
  • sprachliche Gestaltung

Mediaplanung: Situationsanalyse

  • Diagnose
  • Prognose
  • Analyseobjekte : Unternehmen, relevanter Markt, Gesellschaft, Werbeobjekt

Mediaziele/-zielgruppen

  • demographische Merkmale
  • psychografisch
  • konsumspezifisch
  • typologisch
  • Ziele: Reichweite & Werbedruck

Media Briefing

  • verbindliche Arbeitsgrundlage zwischen Unternehmen und Marketingagentur
  • grundlegende Anforderung: Schriftlich, Rechtzeitige Erstellung, Vollständig, Mit Input der vorgelagerten Stufen abgestimmt (z.B. Marketingplan), Inkl. relevanter Anlagen und Informationen, Gemeinsame Entwicklung Grundlegende Anforderungen → kurz und übersichtlich
  • inhaltliche Bestandteile: Klare, nachvollziehbare Zielgruppendefinitionen , Mediastrategische Ziele, Informationen zur Zeitplanung, Informationen bzgl. bevorzugter bzw. ausgeschlossener Werbeträger, Angestrebte Werbeziele

Media Budget

  • Verteilung auf Werbeträger

-> intermedialselektion (Werbeträgergruppen

-> intramedialselektion (Wahl einzelner Werbeträger)

  • zeitlich & geografisch

-> primacy-regency-effekt/Reminder-Effekt

Reichweitemaße der Mediaplanung 

Bruttoreichweite:

Gesamtzahl der Nutzer, die mit einem einmalig geschalteten Medium erreicht werden

Nettoreichweite:

Gesamtzahl der Personen, die von einem/mehreren Werbeträgern mindestens ein Mal erreicht werden

Kumulierte Reichweite:

Gesamtzahl aller Nutzer eines Werbeträgers, die bei mehrmaliger Belegung desselben Werbeträgers erreicht werden

Kombinierte Reichweite:

Gesamtzahl aller Personen, die bei mehreren Schaltungen in verschiedenen Medien erreicht werden Externe Überschneidung: Überlappung der Leser-/Seher-/Hörerschaft verschiedener Werbeträger

Interne Überschneidung:

Überlappung der Leser-/Seher-/Hörerschaft, die mit einem Werbeträger wiederholt erreicht wurden

Wettbewerbsvorteile

bzw. Nettonutzen-Vorteile müssen sich auf Leistungsmerkmale eines Anbieters beziehen die

... für Nachfrager bedeutsam und wahrnehmbar sind

... gegenüber der Konkurrenz dauerhaft und effizient zu verteidigen sind

-> Bedürfnisse der potenziellen Nachfrager wichtig

-> Wahrnehmung, Kenntnis der Leistung

-> Wahrnehmung der relevanten Konkurrenten durch die Nachfrager

Wettbewerbsstärke

drückt aus wie viele Nachfrager ein Anbieter im Vergleich zu seinen Hauptkonkurrenten an sich binden kann

Marketingentwicklung 1950/1960

  • Situation: Befriedigung der Grundbedürfnisse und Entwicklung zum Wohlstand
  • Fokus: Produkt und Absatz
  • Neuerungen: Marketing-Mix und Marketingabteilungen
  • Globale Umwelt: Wiederaufbau nach 2. Weltkrieg; Wirtschaftswunder; Mittelstandsgesellschaft
  • (Massenkonsum); Babyboom; Gastarbeiter
  • Tendenzen auf dem Markt: Befriedigung der Grundbedürfnisse und Entwicklung zum Wohlstand;
  • Marketing zur „Bewältigung von Engpässen“; Produkt- (Qualität) und Absatzorientierung; Aufbau
  • von Marketingabteilungen; Systematisierung des absatzpolitischen Instrumentariums (4 P’s)

Marketingentwicklung 1970

• Situation: Marktsättigungstendenzen (Käufermarkt)

• Fokus: Marketing = Führungsfunktion

• Neuerungen: Diversifikation, Segmentierung und Kaufverhalten

• Globale Umwelt: Geburtenrückgang, Inflation, Nullwachstum, Rezessionen durch Ölkrise (1973,

1979)

• Tendenzen auf dem Markt: Verlierer der Ölkrisen (Unternehmen mit keinem Marketing);

Marktsättigung (Überangebot) weil Käufermarkt; Wachsende Macht des Handels (Gatekeeper);

Marketing als integrierte Denkhaltung (Führungsfunktion); Langfristorientierung (strategisches

Marketing); Übergang von Verkaufs- zur Marketingkonzeption

Marketingentwicklung 1980

• Situation: Marktsättigung und Käufermarkt

• Fokus: Wettbewerb, Positionierung, Stakeholder und Internationales Marketing

• Neuerungen: Situationsanalyse, Portfolioanalyse, Beschwerdemanagement

• Globale Umwelt: Verändertes Kunden- und Umweltverhalten; Wettbewerbsdruck (Japan!),

Entwicklungen in der Kommunikationstechnologie

• Tendenzen auf dem Markt: Globale Unternehmen; Triade Markt (USA, Japan, Deutschland); Kampf

um langfristiges Überleben (Wettbewerbsorientierung, strategisches Marketing,

Beziehungsmarketing, Berücksichtigung der Umwelt)

Marketingentwicklung 1990/2000

• Situation: Macht der Konsumenten

• Fokus: Marketing = Führungsfunktion, Umwelt, Netzwerke

• Neuerungen: Multi-Channel, gesellschaftliche Verantwortung, Suchmaschinenoptimierung

• Globale Umwelt: Sprunghafte Fortschritte in Mikrochip- und Informationstechnologie;

Verschwinden der Grenzen und einheitliche Währung in EU; Globalisierung

• Tendenzen auf dem Markt: Verlagerung des Geschäfts in Online; Hohe Markttransparenz;

Verhaltenswissenschaftliche Orientierung; Mikrosegmentierung/Individualisierung; Marketing =

Marktorientiertes Führungskonzept

Marketingentwicklung 1910

• Situation: Macht der Konsumenten

• Fokus: Digitalisierung

• Neuerungen: Social Media, Big-Data, 3D-Drucker, Neuro-Marketing

• Globale Umwelt: Voranschreitende Digitalisierung; 3D Drucker

• Tendenzen auf dem Markt: Veränderung ganzer Branchenstrukturen (Buchmarkt);

Dezentralisierung der Produktionsprozesse durch 3D Drucker; Individualisierung von Produkt und

Dienstleistungen; Integration von neurologischen Erkenntnissen in

Konsumentenverhaltensforschung

absatzpolitische Instrumente

Als absatzpolitische Instrumente werden die Produktpolitik, Sortimentspolitik, Servicepolitik (Service), Kontrahierungspolitik, Kommunikationspolitik und Distributionspolitik bezeichnet. Werden diese Instrumente kombiniert, wird von Marketing-Mix gesprochen.

Marketing-Metrics und Marketing Performance Management

• Erfolgsgrößen und Beziehungen zwischen

ökonomischen/ökologischen/psychographischen/

sozialen Erfolgsdimensionen umfassend ermitteln und

analysieren

• Seit Mitte der 1990er

• Betonung des Nachweises der Erfolgswirkungen von

Marketing

• In Praxis verwendete Ziel- und Kenngrößen (Beliebtheit bei Marketingmanagern)

Immaterielle marktliche Vermögenswerte (Market-based Assets)

erhöhen Unternehmenswert durch Schaffung von Beziehungen zu Endkunden

Kundenlebenszeitwert (Customer Lifetime Value)

• Zahlungsströme, die für Analyseperiode ermittelt und entsprechend abgezinst (diskontiert werden)

à Summe aller durch Kunden verursachten Ein- und Auszahlungen

• Kundenstammwert (Customer Equity): Summe der Kundenlebenszeitwerte aller aktuellen Kunden

• Berechnung von Kundenwerten kann in Berechnung von Markenwerten (Brand Equity) überführt

werden à immaterielle Werte wie Bekanntheitsgrad werden hinzugerechnet

Markenwert (Brand Equity)

• Marke (Brand) = Bezugsobjekt für Aufbau von Kundenbeziehungen

• Je stärker Kundenbeziehung, desto geringer Risiko des Unternehmens aus Markt auszuschneiden

bzw. starke Umsatz-/Gewinnrückgänge zu verzeichnen

• Eigentümerstruktur bzw. Hierarchie von Marken

• Weitere immaterielle Werte, die in finanzielle Größen umgerechnet zum Markenwert hinzuaddiert

werden können:

o Distributionsgrad: Stärke der Präsenz einer Marke im Einzelhandel

o Advertising recall bzw. recognition: Bekanntheitsgrad oder Stärke der Erinnerung an

Markenwerbung

• Je stärker und tragfähiger Beziehung, desto eher verzeihen Kunden Fehler, empfehlen Marke

weiter, bleiben treu, usw.

Unternehmenswert und Marketingmanagementprozess

• Direkte Verbindung: Stärke von Kundenbeziehungen und Unternehmenswert

• Indikatoren zur Abschätzung der Entwicklung des absoluten Unternehmenswertes à Gewinn,

Eigen-/Fremdkapitalrentabilität, Return on Investment (RoI), Economic Value Added (EVA)

• Gestaltung von Stakeholder-Beziehungen zum Aufbau von gesellschaftlichen Vermögenswerten

(social assets) und ökologischen Vermögenswerten (ecological assets)

• Qualität des Prozesses ist abhängig von Marketingkompetenz bzw. organisationalen Fähigkeiten

des Unternehmens

Markt und Marktteilnehmer

Markt= besteht aus aktuellen und potenziellen Nachfragern sowie Anbietern und deren Beziehungen zueinander

Marktakteure:

• Aktuelle und potentielle Nachfrager à Konsumenten, Kunden, Verbraucher

• Aktuelle und potentielle Anbieter à Konkurrenten, Wettbewerber

• Absatzmittler à Handelsunternehmer, Makler, Handelsvertreter

• Absatzhelfer à Logistikunternehmen, Banken, Versicherungsgesellschaften, Presseagenturen,

Adressenverlage

• Beeinflusser à Warentestinstitute, Verbraucherberatungen, Internetportale

• Staat à definiert Rahmenbedingungen wie z.B. Steuern, Zölle

Produktfamilie

Produktklasse

Produktmarke

  1. alle Produkte, die geeignet sind, ein bestimmtes Bedürfnis zu befriedigen
  2. jene Produkte innerhalb einer Produktfamilie, die gleiche oder ähnliche funktionelle Eigenschaften aufweisen
  3. Produkt eines Anbieters (innerhalb der Produktklasse), dass durch Name, Design, Symbol, Bezeichnung, Zeichen oder Kombination dieser Elemente von den Konkurrenten differenziert werden kann

Paradigma des Kaufverhaltens

1. Wer? Kaufakteure, Träger der Kaufentscheidung

2. Was? Kaufobjekte

3. Warum? Kaufmotive

4. Wie? Kaufentscheidungsprozess und -praktiken

5. Wie viel? Kaufmenge

6. Wann? Kaufzeitpunkt und -häufigkeit

7. Wo/bei wem? Einkaufsstätten- und Lieferantenwahl