Definition internationales Marketing
Internationales Marketing ist die bewusst markt- und kompetenzorientierte Führung des gesamten Unternehmens in mehr als einem Land zur Steigerung des Unternehmenserfolges über alle Ländermärkte hinweg.
Notwendikeit der Internationalisierung
Gründe für Eintritt in Auslandsmärkte
-Wachstumschancen im Ausland
- Geringes Wachstum und erhöhter Wettbewerbsdruck in
Heimatmärkten
- Geringere Kosten durch "economies of scale"
- Notwendigkeit der Risikodiversifikation
- Globale Mobilität von Nachfragern
Spannungsfeld zwischen internationaler Standardisierung und nationaler Anpassung
Vorteile von Standardisierung
+ Economies of Scale in Produktion und
Vertrieb
+ Gerinere Marketingkosten
+ Macht und Reichweite
+ Einheitlichkeit von Marketingpraktiken
+ Fähigkeit gute Ideen schnell, effizient
verbreiten
+ Kohärentes Markenimages
(Rückkopplungseffekte beachten)
Nachteile von Standardisierung
- Unterschiede bei Nachfragerbedürfnissen
- Unterschiede bei Nachfragerreaktionen auf
Branding-Elementen
- Unterschiede bei Nachfragereaktionen auf
Marketingelemente
- Unterschiede bei Produktenwicklung und
Wettbewerbsumfeld
- Unterschiede bei rechlichen
Rahmenbedingungen
- Unterschiede bei Marketingsituationen
Beispiele - Nachteile von Standardisierung
Beispiele zum Markenclaim (Slogan)
- Nachteile von Standardisierung
Marketing Mix
- Produkt
- Preis
- Distribution
- Kommunikation
Produktanpassung
Preisanpassung
Distributionsanpassung
Kommunikationsanpassung
Fazit Internationales Marketing
So viel Standardisierung wie möglich – so viel Differenzierung wie nötig!
Beispiel: Social Media und Influencer-Branding (Marketing)
Ausgestaltung:
Anforderungen an ein erfolgreiches Influencer Branding
- Auswahl des Influencers
- Gestaltung der Kampagne
Auswahl des Influencers
- Reichweite des Influencers (Number of Followers) mit geringen
Streuverlusten
- Attraktivität des Influencers
- Fit zwischen Influencer und Marke
- Influencer-Buyer-Fit (beachte "Identifikationsdreieck")
Gestaltung der Kampagne
- Marke wird authentisch verwendet
- Wahrnehmbarkeit mit subtiler Präsenz
- Hohe Qualität der Bildwelt
- Attraktivität des Hintergrunds
Betrug im Influencer Branding
Schattenseiten des Influencer Brandings
- Über 15 % aller Follower bei Influencern sind Fake Accounts
- Wirtschaftlicher Schaden durch Fake Follower weltweit:
19 Milliarden $
In Deutschland sind 35 % aller Influencer-Accounts ohne Betrügereien
Beispiel - Virtuelle „CGI“-Influencer
Definition der Mediaplanung
Die Mediaplanung, oder auch Streuplanung, befasst sich im Rahmen der Allokation eines gegebenen Kommunikationsbudgets mit der zielgruppenspezifisch, zeitlich und regional optimalen Auswahl von Werbeträgergruppen und einzelnen Werbeträgern zur Übermittlung von Werbebotschaften durch gezielt gestaltete Werbemittel.
Gegenstand der Mediaplanung
Intermediaselektion
Die Intermediaselektion befasst sich mit der Auswahl von Werbeträgergruppen. Bei klassischer Werbung sind dies
z. B. TV-Werbung, Radio-Werbung etc. oder bei der Verkaufsförderung z. B. handelsgerichtete oder nachfragergerichtete Verkaufsförderung (Promotions).
Gegenstand der Mediaplanung
Intramediaselektion
Die Intramediaselektion befasst sich demgegenüber mit der Auswahl von einzelnen Werbeträgern innerhalb einer Werbeträgergruppe. Bei TV-Werbung sind dies z. B. einzelne Fernsehsender wie ARD, ZDF, arte, 3Sat, Phoenix, etc. oder bei Printwerbung einzelne Zeitschriften wie Spiegel, Stern etc.
Vorgehen bei der Intermediaselektion
Vorgehen bei der Intramediaselektion
- Generelle Attraktivität eines Werbeträgers (wie wirkt ein
werblicher Kontakt, wenn er entsteht)
- Reichweite eines Werbeträgers (wie viele Personen können
erreicht werden)
- Kosten eines Werbeträgers
Generelle Attraktivität eines Werbeträgers
(wie wirkt ein werblicher Kontakt, wenn er entsteht)
- Werbeträgerkontaktchance
- Werbemittelkontaktchance
(Güte des werblichen und redaktionellen Umfelds)
- Verwendungssituation
(Intensität der Beschäftigung mit dem Werbeträger/dem
Werbemittel)
Reichweite eines Werbeträgers
(wie viele Personen können erreicht werden)
- Verschiedene Reichweitenmaße, teilweise werbeträgerspezifisch
- Fit zur Zielgruppe wichtig
- Kosten eines Werbeträgers
- Tausender-Kontakt-Preis (TKP)
- CpC Cost-per-Click, CpL Cost-per-Load, CpO Cost-per-Order
bzw. CpS Cost-per-Sale
Aufgewählte Reichweitenmaße
Definition Tausend-Kontakt-Preis (TKP)
Der TKP gibt an, welche durchschnittlichen Kosten entstehen, um 1000 Kontakte zu erzielen. Beim TKP ist es unerheblich, wie viele Personen mit den 1000 Kontakten erreicht wurden, d. h. 1000 Kontakte bei der gleichen Person haben den gleichen TKP wie jeweils ein Kontakt bei 1000 Personen.
Kontext der Botschaftsgestaltung: Einflussfaktoren der Kommunikationswirkung
Stellhebel zur Gestaltung der kommunikativen Botschaft
- Formale Gestaltung
- Inhaltliche Gestaltung
Stellhebel zur Gestaltung der kommunikativen Botschaft
Formale Gestaltung
- Verwendung von Farben
- Typographie und sprechliche Gestaltung
- Absender-Identifikation
- Verwendung von Bildern
- Größe bzw. länge des Werbemittels
- Verwendung multisensualer Stimuli (mulitsensory branding)
Stellhebel zur Gestaltung der kommunikativen Botschaft
Inhaltliche Gestaltung
- "Informative" Werbung:
--> Hoher Anteil thematischer Informationen ("Testimonials")
- "Emotionale" Werbung:
--> Hoher Anteil nicht-thematischer Informationen
z.B. "Kindchenschema", Humor, Erotik, Furcht, Influencer
Formale Botschaftsgestaltung:
Verteilung der Betrachtungsdauer bei Anzeigen
Formale Botschaftsgestaltung:
Gedächtnisleistungen bei Bildern und Wörtern
Formale Botschaftsgestaltung:
Bilddominanz und intensive Farben verbessern die Kommunikationswirkung
Inhaltliche Botschaftsgestaltung:
Schockierende Werbung erhöht Aufmerksamkeit, aber: Imagewirkungen beachten
Definition Marketinimplementierung
Marketingimplementierung wird verstanden als ein Prozess, bei dem die Marketingstrategie in aktionsfähige Aufgaben umgewandelt und durch den sichergestellt wird, dass diese Aufgaben so durchgeführt werden, dass damit die Ziele der Strategie erfüllt werden.
Komponenten des Implementierungsprozesses
Durchsetzung der Marketingstrategie
Dies erfordert insbesondere die Schaffung von Akzeptanz für die Strategie bei den betroffenen Unternehmensmitgliedern und den Abbau möglicher Implementierungsbarrieren.
Komponenten des Implementierungsprozesses
Umsetzung der Marketingstrategie
D. h. die Spezifizierung (Konkretisierung) der globalen Strategievorhaben sowie die funktionsspezifische und funktionsübergreifende Koordination der Marketingmaßnahmen sowie die entsprechende Anpassung der Unternehmensorganisation (Struktur und Prozesse) und Unternehmens-systeme an die Marketingstrategie.
Definition Marketingcontrolling
Marketingcontrolling umfasst die Identifikation und Bereitstellung sämtlicher interner und externer Informationen, die zur Sicherung der Rationalität, also der Effektivität (Wirksamkeit) und Effizienz (Wirtschaftlichkeit), einer marktorientierten Unternehmensführung entlang des gesamten Marketingmanagementprozesses benötigt werden.
Zwei wichtige Aufgaben des Marketingcontrolling
- Informationsfunktion:
--> Umfasst die Beschaffung und Zusammenstellung der
erforderlichen Daten für die jeweiligen Entscheidungssituation.
- Kontrollfunktion:
--> Ziel ist die Aufdeckung vom Verbesserungspotenzialen und
Fehlentwicklungen innerhalb der Planungs- und
Realisierungsprozesse.
Alte und neue Denkschulen des Controlling
Klassisches Controllingsysteme
Kritik:
- Ausschließliche Vergangenheitsorientierung
- Konzentration auf kurzfristige Resultate und dadurch
Vernachlässigung langfristiger Ziele und der
Unternehmensstrategie
- Leistungsmessung basiert größtenteils auf finanziellen Größen.
Aufbau der Balanced Scorecard nach Kaplan und Norton