Flashcards in the set

Haven't started (90)

Definition: Aggregation und Aggregat

  • Aggregation ist die Zusammenfassung mehrerer Einzelgrößen eines gleichartigen Merkmals (z.B. Preis) zu einer Gesamtgröße (z.B. Preisniveau).
  • ein Aggregat ist das Ergebnis einer Aggregation.

(VL 2 - Folie 11)

Definitionen: DIKW

  • Daten sind Beobachtungen der Realität.
  • Informationen sind verarbeite Daten.
  • Wissen ist organisierte Information.
  • Weisheit ist bedeutungsloses Wissen.

(VL 2 - Folie 15)

Definitionen: Fakten und stilisierte Fakten


  • Ein Fakt ist eine Tatsache, d.h. ein wirklicher nachweisbarer, wahrer oder anerkannter Sachverhalt.
  • Stilisierte Fakten sind allgemeine Tendenzen, die individuelle Details ignorieren. (Was ist das?)
  • Stilisierte Fakten sind einfach empirische Regularitäten, die nach theoretischen kausalen Erklärungen verlangen. (Warum sollten wir uns dafür interessieren?)

(VL 2 - Folie 16)

Definition: Stromgröße

  • Eine Stromgröße ist eine ökonomische Größe deren Messung auf einem Zeitraum bezogen ist (z.B. Monat, Quartal, Jahr).

(VL 3 - Folie 5)

Definition: Bestandsgröße

  • Eine Bestandsgröße ist eine ökonomische Größe, deren Messung auf einem Zeitpunkt bezogen ist (z.B. 31.12., 06.01.).

(VL 3 - Folie 5)

Definition: Bruttoinlandsprodukt

  • Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist der Wert aller Güter- und Dienstleistungen, die in einem Zeitraum in einem Gebiet für den Endverbrauch produziert werden.

(VL 3 - Folie 6)

Definition: Mehrwert

  • Der Mehrwert bezeichnet die von einem Unternehmen im Produktionsprozess zusätzlich geschaffenen Werte, d.h. den Produktionswert abzüglich der Vorleistungen

(VL 3 - Folie 8)

Definitionen: nominale und reale BIP

  • Das nominale BIP ist das BIP in jeweiligen Preisen.
  • Das reale BIP ist das BIP in konstanten Preisen oder Preisen eines Basisjahres.

(VL 3 - Folie 15)

Definition: BIP-Deflator

  • Der BIP-Deflator im Jahr t ist definiert als Verhältnis von nominalen BIP zum realen BIP im Jahr t.

(VL 3 - Folie 24)

Definitionen: Inflation und Deflation

  • Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus.
  • Deflation ist ein anhaltender Rückgang des allgemeinen Preisniveaus.

(VL 3 - Folie 25)

Definition: Arbeitslosenquote

  • Die Arbeitslosenquote ist der Quotient aus der Zahl der Erwerbslosen und der Zahl der Erwerbspersonen.

(VL 3 - Folie 26)

Fakt: Deutsche Wirtschaftsgeschichte (Oktober 1923)

  • Im Oktober 1923 erreichte die monatliche Inflationsrate in Deutschland 29,525%.

(VL 4 - Folie 17)

Fakt: Deutsche Wirtschaftsgeschichte (1932)

  • 1932 gab es ca. 5,5 Mio. offizielle Arbeitslose in Deutschland. Die Arbeitslosenquote lag bei ca. 30%.

(VL 4 - Folie 17)

Fakt: Deutsche Wirtschaftsgeschichte (1961 - 1971)

  • Von 1961 - 1971 hatte die BRD Vollbeschäftigung mit Arbeitslosenquoten <1%.

(VL 4 - Folie 17)

Fakt: Deutsche Wirtschaftsgeschichte (Arbeitslosenquote)

  • Die Arbeitslosenquote sank von 13% im Jahr 2004 auf 6,2% im Jahr 2023. Der Mittelwert in Gesamtdeutschland von 1990 - 2023 betrug 9,04%.

(VL 4 - Folie 17)

Fakt: Deutsche Wirtschaftsgeschichte (Ölkrise)

  • Während der Ölkrisen stieg die Inflationsrate auf 7,1% (1973) bzw. 6,3% (1981).

(VL 4 - Folie 17)

Fakt: Deutsche Wirtschaftsgeschichte (Wiedervereinigung)

  • Nach der Wiedervereinigung steig die Inflationsrate auf 5% (1992) und nach Ukraine-Invasion auf 6,9% (2022). Der Mittelwert von 1950 - 2023 betrug 2,48%)

(VL 4 - Folie 17)

Fakt: U.S. Wirtschaftsgeschichte (Große Depression)

  • Die Große Depression war die schwere Wirtschaftskrise in den USA, die am 24.10.1929 mit dem "schwarzen Donnerstag" (Börsencrash) begann und während der 1930 Jahre andauerte.

(VL 4 - Folie 23)

Fakt: U.S. Wirtschaftsgeschichte (Ölkrisen)

  • Während der Ölkrisen 1973 und 1979 stiegen in den USA die Inflationsrate und die Arbeitslosenquote stark an. Es kam zu Rezessionen und BIP-Rückgängen.

(VL 4 - Folie 23)

Fakt: U.S. Wirtschaftsgeschichte (Finanzkrise)

  • Die Finanzkrise 2007 - 2009 löste die schwerste Wirtschaftskrise in den USA seit der Großen Depression aus. Sie wird Große Rezession genannt (Great Recession).

(VL 4 - Folie 23)

Fakt: U.S. Wirtschaftsgeschichte (Corona-Pandemie)

  • Während der Corona-Pandemie 2020 stieg die US-Arbeitslosenquote auf ca. 15%. Das war der höchste Stand nach dem 2. Weltkrieg.

(VL 4 - Folie 23)

Definition: Wissenschaftsparadigma

  • Ein Wissenschaftsparadigma ist ein einigermaßen zusammenhängendes, von vielen Wissenschaftlern geteiltes Bündel aus theoretischen Leitsätzen, Fragestellungen und Methoden, das längere historische Perioden in der Entwicklung einer Wissenschaft überdauert.

(VL 4 - Folie 26)

Person: John Maynard Keynes

  • John Maynard Keynes, 1. Baron Keynes (*5. Juni 1883 in Cambridge; †21. April 1946 in Hilton bei Firle, East Sussex) war ein britischer Ökonom, Politiker und Mathematiker.

(VL 4 - Folie 27)


Fakt: John Maynard Keynes

  • Sein zentrales Werk ist die "Allgemein Theorie der Beschäftigung, des Zinsen und des Geldes" (General Theory of Employment, Interest and Money) und erschien 1936.

(VL 4 - Folie 27)

Person: Paul Anthony Samuelson

  • Paul Anthony Samuelson (*15. Mai 1915 in Gary Indiana; 13. Dezember 2009 in Belmont, Massachusetts) war ein US-Amerikaner Wirtschaftswissenschaftler und Träger des Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaft von 1970.

(VL 4 - Folie 28)

Fakt: Paul Anthony Samuelson

  • Neben seinen Leistungen in der Forschung prägte Samuelson die Makroökonomik durch seine wegweisenden Lehrbücher "Economics" und "Foundations of Economic Analysis", die beispielgebend für viele heutige Lehrbücher waren.

(VL 4 - Folie 28)

Person: Paul Robin Krugman

  • Paul Robin Krugman (*28. februar 1953 in Albany, New York) ist ein US-Amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler und ein Kolumnist für The New York Times. 2008 erhielt er den Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften.

(VL 4 - Folie 31)

Definition: Denkschule

  • Eine Denkschule ist eine Gruppe ähnlich arbeitender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die bestimmte Methoden und Prämissen teilen.

(VL 4 - Folie 32)

Definition: Modell

  • Ein Modell ist eine Repräsentation (Abbildung) eines Zielobjekts.

(VL 5 - Folie 8)

Definition: Endogene Variablen

  • Endogene Variablen sind Größen, die innerhalb des Modell erklärt werden.

(VL 6 - Folie 3)

Definition: Exogene Variablen

  • Exogene Variablen sind vorgegeben Größen, die nicht durch das Modell erklärt werden können.

(VL 6 - Folie 3)

Definition: Funktionen

  • Funktionen beschreiben Beziehungen zwischen den Variablen. Meist werden sie als mathematische Gleichungen dargestellt.

(VL 6 - Folie 3)

Definition: Annahmen

  • Annahmen sind grundlegende Aussagen (Prämissen), die vorausgesetzt werden und von denen die Modellergebnisse abhängen.

(VL 6 - Folie 3)

Definition: Parameter

  • Parameter sind Konstanten in Gleichungen, die die Stärken und Art der Beziehung zwischen Variablen beschreiben.

(VL 6 - Folie 3)

Definition: Mathematische Identität

  • Eine mathematische Identität ist eine Gleichung, die für alle darin vorkommenden Variablen wahr ist.

(VL 6 - Folie 10)

Definition: Marktgleichgewicht

  • Ein Marktgleichgewicht ist ein Zustand, in dem das Angebot und die Nachfrage aus dem Markt gleich sind

(VL 6 - Folie 14)

Definition: Gleichgewicht

  • Ein Gleichgewicht ist ein Ruhezustand eines Systems.

(VL 6 - Folie 14)

Definition: Fiskalpolitik

  • Fiskalpolitik ist der Einsatz von staatlichen Einnahmen oder Ausgaben zur Beeinflussung der konjunkturellen Lage.

(VL 6 - Folie 22)

Definition: Automatischer Stabilisator

  • Ein automatischer Stabilisator ist ein Mechanismus, bei dem es zu einer automatischen Anpassung von fiskalischen Variablen gegen den Konjunkturverlauf kommt, so dass eine Konjunkturschwankung gedämpft wird.

(VL 6 - Folie 25)

Definition: Geld

  • Geld ist alles, was als Zahlungsmittel, Wertmaßstab und Recheneinheit und Wertaufbewahrungsmittel dient

(VL 7 - Folie 5)

Definition: Fiatgeld

  • Fiatgeld ist ungedecktes Geld, dem kein Einlöseversprechen zugrunde liegt

(VL 7 - Folie 12)

Formel: Quantitätsgleichung

  • Quantitätsgleichung des Geldes: M x V = P x Y

(VL 7 - Folie 15)

Person: Milton Friedman

  • Milton Friedman war ein US-Makroökonom, der 1976 den Nobelpreis erhielt (Konsumtheorie, Geldtheorie, Komplexität der Stabilitätstheorie). Er gilt als Begründer der Chicago-School, die den Keynesianismus ablehnte.

(VL 7 - Folie 16)

Definition: Nominale Größen

  • Nominale Größen sind in Geldeinheiten ausgedrückt, z.B. Preisniveau, Nominallohn, Nominalzins

(VL 7 - Folie 18)

Definition: Reale Größen

  • Reale Größen sind in Gütereinheiten ausgedrückt, z.B. Produktion, Realeinkommen, Reallohn, Realzins

(VL 7 - Folie 18)

Definition: Monetäre Basis

  • Die monetäre Basis. ist die Geldmenge, die von der Zentralbank in Umlauf gebracht und von ihr direkt beeinflusst wird

(VL 7 - Folie 21)

Definition: Geldmenge M1

  • Die Geldmenge M1 besteht aus dem Bargeldumlauf und den Sichteinlagen von Nichtbanken bei Banken

(VL 7 - Folie 23)

Formel: Verzinsung eines einjährigen Wertpapiers

  • i = NW - Pb / Pb

(VL 8 - Folie 20)

Fakt: IS-LM-Modell

  • John Hicks und Alvin Hansen formalisierten einige der Ideen von Keynes im IS-LM-Modell

(VL 9 - Folie 3)

Definition: IS-Kurve

  • Die IS-Kurve ist der geometrische Ort aller Zins-Einkommens-Kombinationen, für die ein Gleichgewicht auf dem Gütermarkt herrscht

(VL 9 - Folie 5)

Definition: LM-Kurve

  • Die LM-Kurve ist der geometrische Ort aller Zins-Einkommens-Kombinationen, bei denen der Geldmarkt im Gleichgewicht ist

(VL 9 - Folie 8)

Definition: Nominalzinsen

  • Nominalzinsen sind Zinsen, die in Geldeinheiten ausgedrückt werden

(VL 10 - Folie 6)

Definition: Realzinsen

  • Realzinsen sind Zinsen, die in Gütereinheiten ausgedrückt werden

(VL 10 - Folie 6)

Formel: Realzins

  • r ≈ i - π^e
  • r = Realzins
  • i = Nominalzins
  • π^e = erwartete Inflationsrate --> π = Inflationsrate

(VL 10 - Folie 7)

Person: David Card

  • David Card ist Arbeitsmarktökonom in Berkley und erhielt 2021 den Nobelpreis. Er wurde 2022 Ehrendoktor der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der RUB.

(VL 11 - Folie 33)

Definition: Phillipskurve

  • Unter der Phillipskurve versteht man einen negativen Zusammenhang zwischen der Inflationsrate und der Arbeitslosenquote

(VL 12 - Folie 6)

Formel: Phillipskurve

  • (Vl 12 - Folie 13)

Definition: NAIRU

  • Die NAIRU ist die Arbeitslosenquote, bei der die Inflationsrate konstant ist

(VL 12 - Folie 17)

Person: George Akerlof

  • George Akerlof erhielt 2001 den Nobelpreis für seine Arbeiten zu asymmetrischen Informationen. Er plädiert für seine verhaltensorientierte Makroökonomik

(VL 12 - Folie 21)

Formel: Phillipskurve in Abhängigkeit vom Output

  • (VL 13 - Folie 12)

Definition: Realzins

  • Der Realzins rn bei dem das Produktpotenzial realisiert wird, heißt natürlicher, neutraler oder Wicksellscher Zinssatz.

(VL 13 - Folie 18)

Person: Ben Bernanke

  • Ben Bernanke war von 2006 - 2014 Chef der US Notenbank Federal Reserve. 2022 erhielt er den Nobelpreis für seine Arbeiten zu Banken und Finanzkrisen

(VL 13 - Folie 29)

Person: Raghuram Rajan

  • Raghuram Rajan ist Professor an der University of Chicago und war Chef des IWF und der indischen Zentralbank. Er warnte bereits 2005 vor der Finanzkrise ab 2007.

(VL 14 - Folie 7)

Person: Alan Greenspan

  • Alan Greenspan war von 1987 - 2006 Chairman der U.S. Zentralbank. Er galt als größter Zentralbanker aller Zeiten und als Zauberer. Ihm wird vorgeworfen, dass seine Politik einen Anteil an der Finanzkrise hatte.

(VL 14 - Folie 12)

Person: Joseph Stieglitz

  • Joseph Stieglitz war Chef-Ökonom der Weltbank und erhielt 2001 den Nobelpreis für seine Arbeiten zur Makroökonomik und Informationsökonomik. Heute kritisiert er den Mainstream häufig

(VL 14 - Folie 17)

Formel: Gegenwartswert

  • Der Gegenwartswert eines unendlichen Zahlungsstroms mit konstanten Zahlungen und Zinsen ist: Vt = z / i

(VL 15 - Folie 7)

Definition: Vermögenspreisblase

  • Eine Vermögenspreisblase (Spekulationsblase, Finanzkrise) liegt vor, wenn die Preise von Vermögensgegenstände bei hohen Umsätze oberhalb ihres Fundamentalwertes liegen

(VL 15 - Folie 10)

Person: Robert Shiller

  • Robert Shiller ist Professor an der Yale University. Er erhielt 2013 den Nobelpreis für seine Analysen von Kapitalmarktpreisen. Er warnte vor der Finanzkrise vor Spekulationsblasen

(VL 15 - Folie 10)

Definition: Platzen einer Spekulationsblase

  • Beim Platzen einer Spekulationsblase erleiden Investoren höhe Vermögensverluste

(VL 16 - Folie 10)

Definition: Bankenkrise

  • Bei einer Bankenkrise sind die Stabilität und Funktionsfähigkeit eines oder mehrerer Kreditinstitute durch Verluste gefährdet, so dass mit Insolvenz zu rechnen ist

(VL 16 - Folie 10)

Definition: Währungskrise

  • Eine Währungskrise besteht, wenn der feste Wechselkurs einer Währung nicht mehr gehalten werden kann

(VL 16 - Folie 10)

Definition: Finanzsystemkrise

  • Bei einer Finanzsystemkrise ist die Stabilität des gesamten Finanzsystems durch Ansteckungseffekte gefährdet. Banken, Schattenbanken, Versicherungen und anderen Finanzunternehmen droht die Insolvenz.

(VL 16 - Folie 10)

Definition: Staatsschuldenkrise

  • Bei einer Staatsschuldenkrise besteht die Gefahr, dass ein Staat seinen Schuldendienst nicht leisten kann (oder will).

(VL 16 - Folie 10)

Person: Hyman Minsky

  • Hyman Minsky war ein postkeynesianischer US-Ökonom, der in den 1980ern eine Theorie von Finanzkrisen entwickelte. Diese Theorie wurde nach der Finanzkrise 2007 wiederentdeckt.

(VL 16 - Folie 17)

Person: Robert Solow

  • Robert Solow war ein US-amerikanischer Ökonom, der 1987 den Nobelpreis für seine Arbeiten zur Wachstumstheorie erhielt. Er war Doktorvater von George Akerlof, Joseph Stieglitz und Paul Krugman.

(VL 17 - Folie 21)

Definition: Totale Faktorproduktivität

  • Die totale Faktorproduktivität ist ein Maß für die Produktivität aller Produktionsfaktoren. Sie misst den Produktionsbeitrag, der nicht durch den Einsatz der Produktionsfaktoren erklärt wird.

(VL 19 - Folie 20)

Definition: Solow Residuum

  • Das Solow-Residuum ist der Anteil des BIP-Wachstums, der nicht durch den Zuwachs an Arbeit und Kapital erklärt werden kann.

(VL 19 - Folie 27)

Person: Steven Keen

  • Steven Keen ist ein australischer Ökonom, der die neoklassische Theorie als unwissenschaftlich kritisiert. Er beschäftigt sich mit der finanzieller Instabilität uns der Rolle von Energie.

(VL 20 - Folie 20)

Definition: Exergie und Anergie

  • Exergie ist die Energie eines Systems, die Arbeit verrichten kann.
  • Anergie ist die Energie, die keine Arbeit verrichten kann.
  • Es gilt Energie = Exergie + Anergie

(VL 20 - Folie 17)

Definition: Große Beschleunigung

  • Die Große Beschleunigung ist ein dramatischer und simultaner Anstieg einer großen Anzahl von Indikatoren für menschliche Aktivität seit der Mitte des 20. Jahrhundert.

(VL 21 - Folie 5)

Definition: Erntefaktor

  • Der Erntefaktor (oder Energy Return on Investment, EROI) ist das Verhältnis von nutzbarer Energie (Exergie) eines Energieträgers und der eingesetzten Energie zur Gewinnung des Energieträgers.

(VL 21 - Folie 13)

Definition: relative Entkopplung

  • Bei relativer Entkopplung wächst der Ressourceneinsatz weniger als das BIP.

(VL 21 - Folie 24)

Definition: absolute Entkopplung

  • Bei absoluter Entkopplung sinkt der Ressourceneinsatz, während das BIP wächst.

(VL 21 - Folie 24)

Definition: Ökosystemdienstleistungen

  • Ökosystemdienstleistungen sind die Bedingungen und Prozesse, durch die natürliche Ökosysteme und die Arten, aus denen sie bestehen, menschliches Leben erhalten und erfüllen.

(VL 22 - Folie 6)

Definition: Planetare Grenzen

  • Plantage Grenzen sind ökologische Grenzen der Erden, deren Überschreitung die Stabilität der Ökosysteme und damit das menschliche Wohlergehen gefährdet.

(VL 22 - Folie 11)

Definition: Biodiversitätskrise

  • Als Biodiversitätskrise bezeichnet man den dramatischen Verlust an Tier- und Pflanzenarten, genetischer Vielfalt und Ökosystemfunktion, der die Funktionsweise uns den Fortbestand von Ökosystemen bedroht.

(VL 22 - Folie 21)

Definition: Grünes Wachstum

  • Grünes Wachstum verfolgt das Ziel, wirtschaftspolitische Wachstumsziele nachhaltig zu erfüllen. Dies soll mit einer Entkopplung von Wirtschaftsleistung und Umweltschäden erreicht werden.

(VL 23 - Folie 13)

Definition: Postwachstumsökonomie

  • In einer Postwachstumsökonomie reproduziert sich die Wirtschaft nur noch. Es findet kein weiteres Wirtschaftswachstum mehr statt.

(VL 23 - Folie 16)

Definition: Degrowth

  • Degrowth bezeichnet das Ziel einer wachstumskritischen Bewegung, die Wirtschaft in reichen Ländern so weit zu schrumpfen, dass sie in den sicheren Handlungsraum der Planetaren Grenzen zurückkehrt.

(VL 23 - Folie 17)

Definition: Soziale Kipppunkte

  • Soziale Kippunkte bezeichnen das Erreichen einer kritischen Masse in der Bevölkerung, wodurch sich eine Mehrheitseinstellung ändert und systematische Veränderungen ausgelöst werden.

(VL 23 - Folie 22)