Unterscheiden sich die Leistungen einer Person bei wiederholten Messungen? Vorgehen
Sind die beiden Tests vergleichbar Normiert?
x-Normierung und Tau-Normierung
2. Verteilung der wahren Testwerte in der Normpopulation (beide Messwerte)
Datenquellen nach Cattell
L-Daten ( Life Record Data): objektive Lebensdaten, Verhaltensbeobachtung, Fremdbeurteilung, projektive Verfahren
-> für andere ersichtlich
Q-Daten (Questionnaire Data): Fragebogen/ Interview -> Selbstbeurteilung
T-Daten (Test Data): Objektive und physiologische Messungen, Leistungstests
1. Biographische Daten
Soziodemographische und lebensgeschichtliche Daten, entweder durch Aufzeichnung oder Fragebogen/ Interview
2.Verhaltensspuren
Direkt beobachbare Nachwirkungen menschlichen Verhaltens
<-> Korrelation zwischen Eigenschaften und Verhaltensspuren
3.Verhaltensbeobachtung
methodisch kontrollierte und systematisierte Beobachtung von z.B. Aktivitäten, Veränderungen oder physiologischen Reaktionen
reduktive Deskriptionen: beschränkt sich auf bestimmte Beobachtungseinheiten
Zeichensystem: nur bestimmte Verhaltensweisen werden beobachtet
Kategoriensystem: jede Verhaltensweise wird beobachtet und in Kategorien geordnet
4. Verhaltensbeurteilung
Subjektive und summarische Einschätzung der Häufigkeit, Intensität und Ausprägungsform
Die Basis bilden mentale Repräsentationen des bereits vergangenen Verhaltens durch summarische Einschätzung nach der Beobachtung
5. Ausdrucksverhalten
Stellt eigene Datenquelle da, könnte aber auch zu Verhaltensbeobachtung/ beurteilung gezählt werden.
Mimik, Stimme, Sprachweise, Motorik, Handschrift -> Gefühle, Stimmungen und Affekte können erkannt werden
Für Mimik steht das Facial Acting Coding System zur Verfügung
6. Interviews
mündliche, zielgerichtete Informationssammlung mit einem oder mehreren Interviewern.
Entweder frei, halbstrukturiert oder Standartisiert
7. Projektive Tests
Reizmaterial wird vorgegeben und dient der Umgehung von Abwehrmechanismen. So soll Zugriff auf unbewusste Informationen erlangt werden.
8. Objektive Tests
Stichproben sind an Testgütekriterien überprüft (Pawlik)
Messintention ist nicht erkennbar (Cattell)
9. Fragebogen
festgelegte Fragen und Antwortmöglichketen
Datenquelle ist hier die Selbst- bzw. Fremdeinschätzung
10. Psychophysiologische Diagnostik
Erfasst körperlich-organismische Veränderungen
Entweder elektrophysiologisch oder biochemisch
Testen und Testarten
Verfahren zur Gewinnung diagnostisch relevanter Daten die unabhängig von den subjektiven Urteilen der Probanden sind und wissenschaftlichen Gütekriterien genügen.
Die gewonnenen Daten dienen dem Vergleich mit der Norm oder dem Kriterium
"In Defense of Difference Scores"
Wahre Veränderungen in einer Stichprobe können auch bei geringer Reliabilität der Messwerte präzise erfasst werden
Bei hoher Streuung gibt die Reliabilität eine gute Einstufung der Differenzwerte in einer Rangreihe aus
Datenklassifikation nach Pawlik
Merkmale des diagnostischen Prozesses (Jäger)
Der diagnostische Prozess als empirische Untersuchung
Viele Gemeinsamkeiten:
Handlungstheoretisches Modell des diagnostischen Prozesses von Kaminski (1979)
Phasen:
Die diagnostische Urteilsbildung ist mehrstufig und rückgekoppelt
Paramorphe Modelle
Reichenbach:
"Kontext der Entdeckung": Wie kommt eine Hypothese zustande? Welche Algorithmen/ Heuristiken wendet ein Diagnostiker bei der klinischen Vorhersage an?
"Kontext der Rechtfertigung": wissenschaftliche Theorien, Wie wird bei der Überprüfung der Gültigkeit einer Diagnose vorgegangen?
Diagnostiker werden befragt, oder laut denken gelassen
Lineare vs. Konfigurationsmodelle
Ziel: Replikation der Diagnose mittels Algorithmus
NICHT ermitteln ob die Diagnose stimmt
klinische vs. statistische Methoden der dianostischen Urteilsbildung
klinisch: intuitiv, auf Basis von Erfahrungswissen
statistisch: Kombination und Gewichtung anhand statistischer Beziehungen, die zuvor empirisch ermittelt wurden
Wenn möglich immer statistische Methoden vorziehen! (Untersuchung von Sarbin 1942, Untersuchung von Goldberg 1965)
Klinische Prognose liefert mehr Informationen, ist aber nicht präziser
Shedler-Westen-Assessment-Procedure (SWAP-200)
(antisozial-psychopatisch, emotional-dysreguliert, vermeidend, narzistisch -> Persönlichkeitsstörungen &
gehemmt-selbstkritsch -> Persönlichkeitsstil)