Distributionspolitik
Definition: Umfasst alle Entscheidungen, die die Verteilung der (im)materiellen Leistungen vom Hersteller zum Endkäufer betreffen. - Zentrale Funktion: Transaktionsfunktion, d. h. die wirtschaftlich-rechtliche Übertragung von Verfügungsmacht über eine Leistung an den Endkäufer.
Absatzhelfern
Speditionen
Absatzmittler
zB. Groß händler, Einzelhändler
Warum schalten Hersteller überhaupt Absatzmittler ein, anstatt nur direkt zu verkaufen? (3 Gründe)
Marketinglogistik vs. Absatzkanalmanagement
Absatzkanalsystem: Regelt die wirtschaftlich-rechtliche Übertragung von Verfügungsmacht über Absatzmittler (Groß-/Einzelhandel) an den Endkäufer
Logistiksystem (Marketinglogistik): Regelt die physische Überbrückung von Raum und Zeit. Es steuert den physischen Transport und die Lagerung der Ware, oft unter Einbindung von Absatzhelfern (z. B. Speditionen wie LKW Walter)
Was versteht man unter „Absatzkanalmanagement“?
Die systemische Planung, Koordinierung, Durchsetzung und Kontrolle aller Maßnahmen, die auf das Absatzkanalsystem gerichtet sind.
Welche operativen Aufgaben übernehmen Absatzmittler im Markt?
Welche Vertriebsformen zählen laut Selektionsprozess zum „Direkten Vertrieb“?
Haus-zu-Haus Verkauf - Partyverkauf - Katalogverkauf - Verkaufsfilialen - Teleshopping - Onlineshopping
Grenzer die drei Formen des Facheinzelhandels voneinander ab
- Fachgeschäft: Breites Warenangebot einer Branche mit persönlicher Bedienung/Beratung.
- Spezialgeschäft: Schmales, tiefes Sortiment einer Branche; extreme Konzentration auf spezifische Produktgruppen mit hochgradig fachkundiger Beratung.
- Fachmarkt: Breites Warenangebot einer Branche, verkehrsgünstige Standorte (Parkplätze), niedriger Anteil an Personal- und Raumkosten.
Was zeichnet die Betriebsformen „Discounter“, „Kaufhaus“ und „Off-Price-Retailer“ aus?
Drei Strategien bezüglich der Anzahl der Absatzmittler

Was unterscheidet Rückwärtsintegration von Vorwärtsintegration bei der Vertikalisierung?
Welche Chancen bietet die Vorwärtsintegration für einen Hersteller?
Welche strategischen Chancen bietet ein Mehrkanalvertrieb (Multi-Channel-Vertrieb)?
Welche Risiken bringt der Einsatz eines Mehrkanalvertriebs mit sich?
Unterteilung der „Vertriebsbindung“ in ...
„Vertragshändlersystem“
Ein längerfristig ausgerichteter Vertrag, bei dem der Vertragshändler die Ware im eigenen Namen und auf eigene Rechnung kauft und verkauft. Er ist zur Absatzförderung gemäß Herstellerinteressen verpflichtet und nutzt das Herstellerzeichen für einen systemkonformen Auftritt.
Definiere das „Franchisesystem“ und die Rollen der Systempartner.
Ein vertikal-kooperativ organisiertes Vertriebssystem basierend auf einem vertraglichen Dauerschuldverhältnis.
Nenne die drei Grundtypen des Franchising
6 zentralen Erfolgsfaktoren des Franchising?
Was unterscheidet das Supply Chain Management (SCM) vom Efficient Consumer Response Management (ECR)?
- SCM: Optimiert die *gesamte* Lieferkette (Wertschöpfungsprozess) vom Rohstofflieferanten über den Hersteller bis zum Endverbraucher, insbesondere die Schnittstellen.
- ECR: Ein kooperatives Managementkonzept, das sich im Gegensatz zu SCM *nur* auf die Schnittstelle und Prozesse zwischen Hersteller und Absatzmittler konzentriert, um effizient auf Konsumentenwünsche zu reagieren.
Distributionspolitischen Ziele
Was beschreibt die Transaktionsfunktion ?
Den rechtlichen Übergang einer Sache
Die Distributionspolitik beschäftigt sich nur mit der Verteilung
Richtig die Beschaffung ist davon ausgeschlossen
Wie lauten die Teilsysteme der Distributionspolitik
Konfliktursachen im Absatzkanalsystem
Vertikale vs. Horizontale Absatzkanalstruktur
- Vertikal: Bestimmt die Länge des Kanals (Anzahl der Stufen). Entscheidung zwischen direktem Vertrieb (ohne Mittler) und indirektem Vertrieb (einstufig/mehrstufig über Groß- und Einzelhandel)
- Horizontal: Bestimmt die Breite des Kanals auf einer bestimmten Stufe. Entscheidung über die Art der Betriebsform sowie die Anzahl der Absatzmittler (intensive, selektive oder exklusive Distribution)

Zuerst wird die Horizontale Absatzkanalstruktur festgelegt und danach die vertikale
Nein es es ist anderes Rum.
Die vertikale Entscheidung legt die grundsätzliche Struktur und Länge des Absatzkanals fest. Die horizontale Entscheidung regelt im Anschluss die Breite und Dichte innerhalb dieser Struktur. Ohne das vertikale Fundament kann man horizontal keine Auswahl treffen.

Betriebsform vs. Betriebstyp
Nach was lassen sich die Betriebstypen in der ersten Instanz untereilen
Geografisch
Binnen (Einstufig/Mehrstufig)
Außerhandel

In was lassen sich einstufige Binnenorientierte Betriebstypen unterscheiden
Großhandelsbetriebe ( vertreibt hierbei an Geschäftskunden)
Einzelhandelsbetriebe (direkt an den Endkunden )

Beispiele für Großhändler

Formen des Direkt Vertriebs
Welche rechtliche Besonderheit/Einschränkung gilt laut der Meffert-Matrix bei einer telefonischen Anbahnung mit persönlichem Abschluss?
Es besteht ein gesetzliches Verbot der Neukundenakquisition durch Anruf (Cold Calling / unerlaubte Telefonwerbung)
Fünf mögliche Formen der Vorwärtsintegration

Vorteile der Vorwärtsintegration

Risiken der Vorwärtsintegration
Aufgaben eines Absatzmittlers

Facheinzelhandel (Formen)
Gemischtwarenhandel (Formen)
Mehrkanalvertrieb Definition
Unter Mehrkanalvertrieb versteht man den Vertrieb von Produkten und Dienst leistungen über mehrere parallel genutzte Absatzkanäle.
„Brick and Mortar“
Es bezeichnet das traditionelle, rein stationäre Handelsgeschäft (physische Filialen aus „Ziegel und Mörtel“).
Merkmale: Physischer PoS, direkte Warenverfügbarkeit, persönliche Beratung.
Gegenteil: Pure Play (reiner Online-Handel)
Kombination: Clicks and Bricks (Multichannel-Vertrieb).
„Clicks Only
Es bezeichnet Unternehmen, die ausschließlich über das Internet operieren und keine physischen Ladengeschäfte besitzen.
Merkmale: Rein digitaler Vertriebskanal, Fokus auf Versandlogistik, Einsparung von Filialmieten.
Synonym: Pure Play / Pure Click. - Gegenteil: Brick and Mortar (rein stationär).
„Bricks and Clicks“
Es bezeichnet die Kombination aus traditionellem, stationärem Handel (Bricks) und reinem Online-Handel (Clicks).
Ziel: Multichannel- oder Omnichannel-Vertrieb, um Synergien zu nutzen.
Typische Beispiele: Click & Collect (online kaufen, im Laden abholen) oder Click & Return.

Showrooms sind klassisch bei der Offline-Online Beziehung
Ja das stimmt, Produkte werden hier nur Ausgestellt und können dann online gekauft werden
Was ist der Vorteil bei der Offline-Online Beziehung mit Showrooms?
Integrationsgrad
Beschreibt das Ausmaß, in dem ein Hersteller nachgelagerte Vertriebs- und Handelsstufen selbst übernimmt oder kontrolliert.
Kontraktkonzepte Definiton
- Definition: Kooperationsform im Vertrieb, bei der rechtlich selbstständige Handelsstufen durch langfristige Verträge (Kontrakte) eng an ein vertikales Marketingsystem gebunden werden.
Bspw Franchise MCdonalds
In was kann die Integration unterscheiden werden?
Formal (Ausgestaltung) und Inhaltliches
Die Inhaltliche Integration lässt sich in welche Bereiche Unterteilen?
Arten der Integration eines Mehrkanalsystems

Multi-Channel Ansatz der Mehrkanals Integration
Mehrere Kanäle existieren getrennt voneinander (Silo-Struktur, keine Interaktion).
Omni-Channel-Ansatz Ansatz der Mehrkanals Integration
Vollständige Echtzeit-Verschmelzung aller Kanäle zu einem nahtlosen Gesamtsystem ohne spürbare Kanalgrenzen.
Cross-Channel-Ansatz
Kanäle sind gezielt miteinander verknüpft; ermöglicht kanalübergreifende Prozesse (z. B. Click & Collect).
Mind 2 Verbunden
Risiken von Mehrkanalsystemen
1. Kanalkonflikte (reduzieren das Vertriebsengagement der Kanäle).
2. Hoher Koordinationsaufwand & Komplexitätserhöhung.
3. Hohe Investitionskosten & fehlende Kompetenzen (Offline/Online-Kombination).
4. Unzufriedene Kunden (durch unabgestimmte Preise, Sortimente oder fehlende Betreuung).
5. Markenimagekonfusion (durch mangelnde Abstimmung). 6. Kanal-Kannibalisierung (Verlagerung der Kaufkraft in den neuen Kanal).

Chancen von Mehrkanalsystemen
1. Umfassende, individuelle & kostengünstige Betreuung vorhandener Kunden.
2. Multiple Kundenbindung durch ein Beziehungsnetzwerk.
3. Kanalübergreifendes Cross-Selling.
4. Gewinnung neuer Nachfragersegmente & weiterer Kundendaten.
5. Steigerung der Customer Experience & Ausgleich von Schwächen einzelner Kanäle.
6. Schwer zu imitierender Wettbewerbsvorteil (bei guter Abstimmung).
7. Erweiterte identitätskonforme Markenpräsentation.
Vertragliche Vertriebssysteme
1. Franchisesysteme (Überlassung eines kompletten Geschäftskonzepts, z. B. McDonald's).
2. Vertragshändlersysteme (Exklusiver Vertrieb & Service in einem Gebiet, z. B. Autohäuser).
3. Freiwillige Ketten / Einkaufsgenossenschaften (Zusammenschluss zur Einkaufsbündelung, z. B. Markant).
Kommissionsvertrieb Definition
Der Kommissionär verkauft Waren im eigenen Namen, aber auf Rechnung des Herstellers. Der Hersteller bleibt bis zum Verkauf an den Endkunden Eigentümer der Ware.
Kommissionsvertrieb Rechte und Pflichten
Welche verschiedenen Vertriebsarten gibt es?
Vertriebsbindungs- vs Alleinvertriebssysteme
Vertriebsbindung (Selektiver Vertrieb): Auswahl der Händler nach Qualitätskriterien; Wiederverkauf ist nur an Endverbraucher oder andere autorisierte Händler erlaubt (Schutz vor Graumarkt).
Alleinvertrieb (Exklusiver Vertrieb): Einem einzigen Händler wird ein exklusives Gebiet/eine Kundengruppe zugewiesen; aktiver Verkauf außerhalb dieses Gebiets wird untersagt.
Warum Typische Selektionsklauseln
Typische Selektionsklauseln werden in Vertriebsbindungssystemen (selektiver Vertrieb) eingesetzt, um rechtlich und vertraglich festzulegen, welche Kriterien ein Händler erfüllen muss, um überhaupt in das Vertriebsnetz aufgenommen zu werden.
Typische Selektionsklauseln
Typische Einsatzfelder von Alleinvertriebssystemen
Quasi-Filialisierung
Erfolgsfaktoren zur Erzielung einer langfristigen Bindung des Franchisenehmer
„Pull-Strategie“ im Stimulierungskonzept
Pull-Strategie: Der Hersteller spricht den Endnachfrager direkt über Werbemaßnahmen an. Es entsteht ein Nachfragesog, sodass der Handel gezwungen ist, das Produkt zu listen.

Push Strategie Stimulierungskonzept
Push-Strategie Der Hersteller bietet dem Absatzmittler gezielte Anreize (z. B. Margen, Boni), damit dieser die eigenen Marken listet und aktiv fördert.
