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Normative Entscheidungstheorie Rationalität von Entscheidungen

Entscheidung ist rational, wenn sie besser als alle anderen Alternativen geeignet erscheint 

Zu beachten: 

  1. Rationalität einer Entscheidung kann nicht aus Ergebnis abgeleitet werden 
  2. Über Sinnhaftigkeit von Präferenzen lässt sich kein rationales Urteil fällen

Normative Entscheidungstheorie 

3 Arten 

  1. Entscheidung unter Sicherheit        -Konsequenzen einer Entscheidung sicher/gewiss          -Vorgehen: Konsequenzen einen kardinalen Nutzen zu ordnen & alle Nutzenwerte aufaddieren & Alternative mit höchstem Gesamtnutzen wählen
  2. Entscheidung unter Risiko            - Konsequenzen nicht sicher, Eintrittswashrscheinlichkeit bekannt                                                     - Nutzenwerte mit W'keiten d. Konsequenzen multiplizieren, bevor diese addiert werden 
  3. Entscheidung unter Unsicherheit 
  •             - Entrittsw'keit & Konsequenzen nicht bekannt & können nur geschätzt werden

Normative Entscheidungstheorie

gibt an, wie Individuen unter der Annahme bestimmter Präferenzen Entscheidungen treffen sollten, die geeignet sind, zur Erriechung ihrer Ziele 

Kritik: ökonomen & Psychologische Entscheidungsforscher 

Prospekt-Theorie 

beschäftigt sich mit der Frage, wie Menschen Entscheidungen unter Risiko treffen 

Prospekt-Theorie 

Gewichtung von Wahrscheinlichkeiten

-> Überbewertung kleiner W'keiten: Menschen fürchten sich vor bestimmten Ereignissen, auch wenn diese recht unwahrscheinlich sind (Versicherungen)

-> Unterbewertung sehr hoher W'keiten : Menschen tun viel dafür, um aus sehr wahrscheinlich ein ganz sicher zu machen --> Certainty Effect 

Wertefunktion der Prospekt-Theorie

  1. Menschen verhalten sich ggü. möglicher Gewinne meist risikoscheu & Vermeidung möglicher Verluste of risikofreudig 
  2. Kurve von Gewinnbereich flacher als im Verlustbereich (Vergleich 100 € gewinnen/vergleichen) Endowment-Theorie: Menschen tendieren dazu, Gut wertvoller einzuschätzen, wenn sie es besitzen 
  3. Referenzpunkt der Wertefunktion entscheidet, ob Ereignis als Gewinn oder Verlust 

Wie schätzen Menschen Wahrscheinlichkeiten ein?

  1. Verfügbarkeitsheuristik 
  2. Ankerheuristik 
  3. Repräsentationsheuristik 

Verfügbarkeitsheuristik

  • - Menschen orientieren sich bei Schätzung von Häufigkeiten daran, wie viele Bsp. ihnen dazu einfällt 
  • - ofter Fehleinschätzungen

Ankerheuristik 

- bei Schätzung von nummerischen Größen häufig Orientierung unbewusst an ANkerwerten, auch wenn diese keine Infos zu schätzenden Wert geben 

- erklärbar durch confirmation bias : nach Infos suchen damit Ankwert sinnvoll/erklärbar 

auch bei Gerichtsentscheidungen

Repräsentationsheuristik

auf Grundlage einer Info wird Aussage über viele Ereignisse getroffen 

Vorhersage zuküftiger Emotionen

gelingt nicht gut, daher einige Bias bekannt (systematische Verzerrungen) 

  1. Diversification Bias -> Menschen überschätzen Bedürfnis nach Abwechslung
  2. Impact Bias -> Menschen überschätzen Dauer & Intensität von Emotionen 
  3. Aggressionsabbau -> besser Wut herunterdrücken anstatt ihr "Luft zu lassen"

Erinnerung an vergangene Ereignisse

- man kann auf vergangene Ereignisse zurückgreifen, dabei aber oft Verzerrungn

- neigen dazu an Hypothesen festzuhalten (aber confirmation bias) 

- auch bei Konsumenten Labeling-Effekte (bei Wahrnehmung von Qualität lässt man sich durch irrelevante Infos leiten

- Peak-End -Rule: Bewertung auf schönsten/schlimmsten & Ende 

Erfahrungen - Lernen

- aus Erfahrungen kann man nichts lernen

- werden nie wissen ob das die richtige Entscheidung war

Qual der Wahl

- Alternativenvielfalt (Sex, Liebe, Geschlecht, Beruf) 

- Reversibilität von Entscheidungen( niemals wirklich abgeschlossen)

- Optionenvielfalt fraglich 

Kritik normativerEntscheidungstheorie 

- Vernachlässigen, dass Entscheider nicht alle Alternativen kennt 

- Beschaffung > hohe Kosten 

- Alternativenraum unendlich 

Entscheidungsarten 

Simultane Enttscheidung: zeitgleich (bei normativen Theorien)

Sequentielle Entscheidung: Alternativen stehen nacheinander zur Verfügung (oft so) 

Interdependente Entscheidungen

- viele Entscheidungen sozial interdependent (d.h. Nutzen hängt von davon ab, wie andere Menschen sich verhalten 

- andere weniger rational als man selbst