Auswahl der fertigungsverfahren für FVWs ist abhängig von:

Warum sind thermoplastischen Kunststoffen umformbar?
thermoplaste sind aufschmelzbar, daher immer wieder Umformbar
Was versteht man unter Viskosität?

Welche Parameter beeinflussen die Viskosität auf welche Weise?
1) Temperatur:
2) Scherrate bzw. Schergeschwindigkeit:
3) Aushärtegrad bei Duroplaste:
4) Feuchtigkeit:

Was beschreibt der Aushärtegrad (α)?
Gibt an, wie weit die chemische Vernetzung (Härtung) eines Duroplasts fortgeschritten ist.
Maß für den Reaktionsfortschritt in Prozent (%).
Formel:
α=Δh/H
Englischer Ausdruck: Degree of Cure (DoC)

Einflussfaktoren auf den Aushärtegrad (α)
Temperaturverlauf:
Katalysatoren
Materialeigenschaften

Wie hängen Aushärtegrad (α) und Glasübergangstemp. (T_g) zusammen?
steigt mit zunehmendem Aushärtegrad
Tg und α verlaufen ähnlich
für ausgehärteter Werkstoff:

Wie beeinflusst Aushärtegrad die Viskosität?
steigender Aushärtegrad steigert die Viskosität

Gelpunkt (α_gel)
Aushärtegradverlauf beeinflusst...
Finaler Aushärtegrad beeinflusst...
Steifigkeit (E-Modul) und Festigkeit
3 Aushärtephasen eines Duroplasts
Flüssig:
Gummiartig:
Glasartig:

Welche Information enthält der Parameter Permeabilität?
Flüssigkeitsdurchlässigkeit eines porösen Festkörpers
bringt Viskosität, Fließgeschwindigkeit und Druckgradient in Beziehung
geringe Permeabilität erfordert niedrige Viskosität, um Infiltration zu erzeugen
geringe Permeabilität erzeugt auch bei hohe Druckdifferenz nur eine geringe Fließrate

Wovon ist die Permeabilität des Fasermaterials maßgeblich abhängig?
1) Faservolumengehalt:
2) Faseraufbau:
3) Fließrichtung:

Für welche Fertigungsverfahren ist Permeabilität besonders relevant?
1) Harzinjektion beim RTM-verfahren
2) Harzinfusion beim Vakuuminfusionsverfahren
3) Fließverhalten des Harzes bei Prepreg-Systemen
Extrusion
Ziel, Ablauf und Aufbau
Ziel: Kontinuierliche Herstellung von Profilen, Rohren, Halbzeugen, Folien
Ablauf & Aufbau:
1) Extruder mit Schnecke:
2) Werkzeug (Düse):
3) Kalibrierung & Kühlung:
4) Abzug + Konfektionierung:


Extrusion
Vor- und Nachteile
Vorteile:
Nachteile:
Extrusion
Plastifizierung (in Schnecke/Extruder)
Ziel: Verflüssigung des Kunststoffs für Weiterverarbeitung
Mechanismen:
1) Wärmezufuhr:
2) Scherung:

Extrusion
Plastifizierung (in Schnecke/Extruder) - Zonen einer 3-Zonen-Schnecke
1) Einzugszone:
2) Kompressionszone:
3) Meteringzone:

Spritzguss
Ziel, Ablauf und Aufbau
Ziel: Herstellung komplex geformter Geometrien
Aufbau einer Spritzgießanlage:
1) Plastifiziereinheit (wie Extruder):
2) Werkzeug (Form):
3) Schließeinheit:
4) Auswerfer:
Ablauf:

Spritzguss
Wichtige Fertigungsparameter

Spritzguss
Vor- und Nachteile
Vorteile:
Nachteile:
Organosheets
Laminat mit thermoplastischer Matrix
Faserverstärkt (Kurz- oder Endlosfasern)
Formen:
Umformen von Thermoplast Organosheets
Ablauf
1) Aufheizen der Organobleche:
2) Einlegen in Presse: oft automatisiert durch Roboter
3) Schließen der Presse:
4) Öffnen & Entformen

Welche verschiedenen Möglichkeiten zur Umformung von Organoblechen kennen Sie?
1) Pressenfertigung:
2) Biegefertigung:
3) Doppeldiaphragma- Umformung:

Umformen von Thermoplast Organosheets
Wichtige Fertigungsparameter
Aufheiztemperatur: Material darf nicht tropfen
Umformtemperatur/-verlauf: beeinflusst Viskosität
Laminataufbau/Scherwinkel:

Umformen von Thermoplast Organosheets
Fertigungsfehler und Ursachen

Umformen von Thermoplast Organosheets
Vor- und Nachteile
Vorteile:
Nachteile:
Additive Fertigung
Allgemeiner Ablauf
1) CAD-Modell erstellen.
2) Slicing: Umrechnung in Schichten mit:
3) Druckprozess (Additive Fertigung):
4) Entformen: Bauteil und Stützstruktur entnehmen.

Additive Fertigung
Vor- und Nachteile
Vorteile
Nachteile
Additive Fertigung
Selektives Lasersintern (SLS)
Werkstoff: Thermoplastpulver (20–50 μm).
Ablauf:
Kein Fasereinsatz möglich.

Additive Fertigung
Fused Layer Modeling (FLM)

Additive Fertigung
FLM mit Faserverstärkung
CFC (Composite Fiber Co-Extrusion):
FFF (Fused Filament Fabrication):

Additive Fertigung
Duroplastischer 3D-Druck

Preforming
Zweck und Ablauf
Was ist Preforming?
Preforming ist die Herstellung von 3D-Faserhalbzeugen (Preforms) aus trockenen Fasermaterialien vor der Harzinjektion.
Ablauf des Preforming-Prozesses
1) Zusammenstellung von Lagen:
2) Fixierung & Umformung:
3) Zusammensetzen komplexer Geometrien:
4) Harzinfusion (RTM / Vakuuminfusion):


Preforming
Fehlerquellen & Prozessvariabilität
Zuschneidefehler:
Lagenzentrierung:
Wärmeausdehnung beachten:

Preforming
Vor- und Nachteile
Vorteile
Nachteile
Weben
Zweck und Ablauf
Zweck:
Ablauf:
1) Kettfäden vom Kettbaum über Streichbaum geführt.
2) Streichbaum:
3) Schäfte mit Litzen:
4) Riet:
5) Warenbaum:

Weben
Bindungsarten

Flechten
Unterscheidung und Ablauf
Unterscheidung:
Ablauf:

Flechten
Rundflechten / Umflechten

Flechten
Konstruktive HInweise
Vermeiden von konkaven Strukturen:
Vermeiden stark gekrümmter Konturen:
Design:

Hand- bzw. Naßlaminierverfahren
Vorbereitung
Harzsystem vorbereiten

Hand- bzw. Naßlaminierverfahren
Ablauf
1) Vorbereitung
2) Laminierprozess
3) Vakuumaufbau
Folienlagen aufbringen (von innen nach außen):
Vakuum anlegen:
4) Aushärtung
5) Entformen


Topfzeit
Zeitraum, in dem das Harz verarbeitbar bleibt
danach:

Hand- bzw. Naßlaminierverfahren
Vor- und Nachteile
Vorteile
Nachteile
Vakuuminfusionsverfahren (VAP)
Aufbau und Ablauf
Aufbau:
Ablauf:


Vakuuminfusionsverfahren (VAP)
Vor- und Nachteile
Vorteile:
Nachteile:
Wickeln (Filament Winding)
Prinzip und Ablauf
Prinzip:
Ablauf:

Wickeln (Filament Winding)
Wichtige Parameter und Konstruktive Hinweise
Wichtige Parameter:
Konstruktive Hinweise:

Wickeln (Filament Winding)
Vor- und Nachteile
Vorteile:
Nachteile:
Funktionsweise des Autoklavs
Aufbau: Druckbehälter mit Heiz-/Kühlregistern, betrieben mit Luft oder Inertgas (z. B. Stickstoff).
Luftzirkulation:
(Radial-)Gebläse im hinteren Teil -> Luft strömt durch Kanäle zur Tür -> Umleitung -> gleichmäßige Erwärmung (erzwungene Konvektion).
Innendruck: erhöht -> Fasermaterial wird verdichtet.
Effekte der Strömung:
Problem: hohes Gewicht der Formen (z. B. 15 kg CFK in 1,5 t Stahlform).

Prepreg-Autoklav-Verfahren
Ablauf der Fertigung
Schritt 1–2: Zuschnitt und Werkzeugvorbereitung
Schritt 3: Laminieren
Schritt 4: Vakuumaufbau (Bild 62)
Schritt 5: Aushärtung im Autoklav (Bild 63–64)
definierter Temperatur- und Druckzyklus:
abhängig vom Prepreg (Hot-Melt oder vollimprägniert) und Harzsystem.

Prepreg-Autoklav-Verfahren
Zyklusabweichungen und Fehler
Zu schnelles Härten:
Zu langsames / unvollständiges Härten:

Prepreg-Autoklav-Verfahren
Vor- und Nachteile
Vorteile
Nachteile
Resin Transfer Molding (RTM)
Ablauf
1.Preforming
2. Einlegen der Preforms in RTM-Werkzeug
3. Werkzeug schließen & Dichtheitsprüfung
4. Einlegen in Presse
5. Harzinjektion
6. Spülen & Nachdrücken
7. Aushärtung

Resin Transfer Molding (RTM)
Vor- und Nachteile
Vorteile:
Nachteile:
Pultrusion
Ablauf
1) Materialzufuhr
2) Harzauftrag (Imprägnierung)
3) Formgebung und Aushärtung
4) Abziehen (Pultrusion)

Pultrusion
Vor- und Nachteile
Vorteile
Nachteile
Bulk Molding Compound (BMC)
Definition:
Eigenschaften:
Fertigungsprozess:
1) BMC in vorgeheizte Presse einfüllen.
2) Presse schließen → Material wird in Form gepresst.
3) Temperaturerhöhung → Aushärtung in wenigen Minuten.

Sheet Molding Compound (SMC)
Definition:
Besonderheiten:
Fertigungsprozess:
1) SMC wird aus Rollen geschnitten.
2) Zuschnitte werden gestapelt und in Presse gelegt.
3) Presse ist vorgeheizt:
4) Presse schließt → Umformung erfolgt.
5) Temperatursteigerung → Aushärtung (typisch: wenige Minuten).
Typische Bauteile:
