Flashcards in the set

Haven't started (9)

Moore’s Law

• Anzahl der Transitoren je Mikrochip verdoppelt sich jährlich

• Logarithmiert folgt Entwicklung lineare Kurve

• Später korrigierte er seine Vorhersage: Verdoppelung nur alle 24 Monaten

→ Leistungssteigerung Computer

→ Einleitung „digitaler Revolution“

Was sind Innovationen?

Schumpeter: Innovationen als die Durchsetzung neuer Kombinationen von Produktionsmitteln • “Produzierenheißtdie in unseremBereichevorhandenenDinge und Kräfte kombinieren[…]. AnderesoderandersproduzierenheißtdieseDinge und Kräfte anderskombinieren.” (Schumpeter 1911, S. 100) • Schumpeter verwendet“neueKombinationen” alsSynonym für “Innovationen”

 Formen von Innovationen?

5 Formen “neuer Kombinationen” (Schumpeter 1911, S. 100-101)

1. Neues Gut / neue Qualität eines Gutes(New product: Special pizza during Christmas

time)

2. Neue Produktionsmethode / -prozess (neu für entsprechenden Industriezweig)Self-checkout, automated roboters in automotive industry

3. Neuer Absatzmarkt (neu für entsprechenden Industriezweig)Ada

pt to markets (Starbucks in Russia with kyrilic letters e.g.

4. Neue Quelle für Rohstoffe LNG gas

5. Neue Organisationsform Uber ; airbandb


Heutige Forschung: Verwendung verschiedener Klassifikationen: • Produkt- vs. Prozessinnovation • Radikale vs. inkrementelle Innovation 19 • New to the world vs. new to the firm

Angebots- oder nachfrageseitig?

Schumpeter: Innovationen überwiegend ein angebotsseitiges Phänomen • “… so vollziehen sich Neuerungen in der Wirtschaft doch in der Regel nicht so, daß erst neue Bedürfnisse spontan bei den Konsumenten auftreten und durch ihren Druck der Produktionsapparat umorientiert wird […] sondern so, daß neue Bedürfnisse den Konsumenten von der Produktionsseite her angezogen warden …”(Schumpeter 1911, S. 100)


Heutige Forschung: Nutzer spielen wichtige Rolle im Innovationsprozess

Der wichtigste Akteur in Schumpeters Theorie ist der Unternehmer. Was tut der Unternehmer?

Schumpeter: Unternehmer = Innovator

▪ Unternehmer <> Erfinder • “nur dann Unternehmer, wenn er eine “neue Kpmbination” durchsetzt” (Schumpeter 1911, S. 116) • “Die Funktion des Erfinders oder überhaupt Technikers und die des Unternehmers fallen nicht zusammen. Der Unternehmer kann Erfinder seinund umgekehrt.” (Schumpeter 1911, S. 129) • Innovation losgelöst von früherer Erfindung

▪ Unternehmer <> Gründer • „Der Gründer gehört nur mit Einschränkungen dazu.“ (Schumpeter 1911, S. 115)


▪ Heutige Forschung: • Unterscheidung Invention / Innovation häufig unscharf • Einzelne Unternehmer und große Firmen innovieren (aber unterschiedlich)

Welche charakteristischen Eigenschaften und Motive haben Schumpeters Unternehmer? 

UnternehmeralsspeziellerAkteur(“Führertypus”)

• In der Lage, unter Unsicherheit und auf Grundlage von Intuition zu handeln

• Fähigkeit, objektive und subjektive Schwierigkeiten zu überwinden

• Nicht-hedonistische(= nichtverbrauchsorientierte) Motivation (“Traumund Wille einprivates Reich” / “Siegerwille” / “Freudeam Gestalten”)

• männlich


HeutigeForschung: Wenig Forschung über Individuen als Innovatoren

• Schumpeters allgemeiner Ansatz stimmt mit der Verhaltensökonomie überein

• Persönlichkeitsmerkmale und Geschlecht werden in der EntrepreneurshipForschung diskutiert (wobei "Entrepreneurship" = Gründung neuer Unternehmen)

Was ist der unternehmerische Gewinn? 

▪ Unternehmerischer Gewinn ist der temporäre Monopolgewinn des Innovators

• Produktinnovationen: Unternehmer kann (temporär) Preise erhöhen, sodas p>c

• Prozessinnovationen: Kosten  aber temporär p = konstant

▪ Kein Gewinn ohne Innovationen

• Imitation und Wettbewerb → neues Gleichgewicht ohne Gewinn

• “… so haben wir nur das Resultat des ersten Kapitels hinzuzufügen, daß es im Kreislauf keinen Unternehmergewinn gibt… (Schumpeter 1911, S. 113)

▪ Schumpeter (1942): Bedeutung von Patenten



Heutige Forschung: Debatte über Effekte von Patenten

• Probleme der derzeitigen Systeme zum Schutz der Rechte an geistigem Eigentum

Auswirkungen von Innovationen?

▪ Schumpeter: Innovationen als das fundemanetale Phänomen wirtschaftlicher Entwicklung

• “… Verschiebung des Gleichgewichtszustands im Gegensatz zum Vorgang der Bewegung nach einem Gleichgewichtszustand.“ (Schumpeter 1911, S. 98)

• “Entwicklung in unserem Sinn ist dann gegeben durch die Definition: Durchsetzung neuer Kombinationen.” (Schumpeter 1911, S. 100)


▪ Innovationen führen zu strukturellen Änderungen in der Wirtschaft

• “Entwicklung […] Andersverwendung des Produktionsmittelvorrates der Volkswirtschaft” (Schumpeter 1911, S. 103)

• Schumpeter (1942): Innovation führt zu kreativer / schöpferischer Zerstörung

Innovationen in heutiger Ökonomik

▪ Innovation als Erweiterung des Standardmodells der Wirtschaft

• Innovationsanreize– Externe Effekte der Wissensproduktion und die Internalisierung durch geistige Eigentumsrechte

• Innovation in der spieltheoretischen Industrieorganisation– Innovationswettbewerb als strategische Interaktion (Patentwettlauf)


▪ Evolutionsökonomik / Neo-Schumpeterian Economics of innovation

• Ausgangspunkt: Nelson and Winter (1982)– Evolutionäres Wachstumsmodell mit nicht-maximierenden Unternehmen

• Industriedynamiken • Innovationssysteme