Definition: Auszahlungen und Einzahlungen
Auszahlungen = Volumen der Zahlungsmittel, die in einer Periode von einem Unternehmen abfließen. Jede Auszahlung vermindert den Bestand an Bar- und Buchgeld.
Einzahlungen = Zahlungsmittel, die einem Unternehmen innerhalb einer Periode zufließen und den Bestand an Bar- und Buchgeld erhöhen.
Definition: Ausgaben und Einnahmen
Ausgaben = Monetärer Wert aller in einer Periode einem Unternehmen zugegangenen Wirtschaftsgüter, unabhängig davon, ob Auszahlungen hierfür in Vor- oder Folgejahren anfallen.
Einnahmen = Monetärer Wert der in einer Wirtschaftsperiode abgegebenen Wirtschaftsgüter.
Definition: Aufwendungen und Erträge
Aufwendungen = Aufwendungen sind periodisierte, erfolgswirksame Ausgaben. Der Periodenaufwand entspricht dem Wert aller innerhalb dieser Periode verbrauchten bzw. gebrauchten Wirtschaftsgüter.
Erträge = Erträge sind periodisierte, erfolgswirksame Einnahmen. Sie beinhalten den gesamten innerhalb einer Periode realisierten Wertzuwachs.
Definition: Kosten und Erlöse
Kosten = monetär bewerteter, durch Leistungserstellung bedingter Güter- und Dienstleistungsverzehr
Erlöse = monetär bewerteter, durch Leistungserstellung bedingter Wertzuwachs
Handelsrechtliche Kaufmannstypen
Kaufmann = Istkaufmann (§ 1 HGB) und Formkaufmann ((§ 6 HGB)
Kannkaufmann = Kaufmann kraft freiwilliger Eintragung ins Handelsregister; Recht, aber keine Pflicht zur Eintragung (§ 2 HGB)
kein Kaufmann = Kleingewerbetreibende (§ 1 Abs. 2 HGB) und Land- und Forstwirtschaft (§ 3 HGB); können durch Eintragung ins Handelsregister Kaufmänner werden
Definition: Bilanzadressaten
Bilanzadressaten = alle Personen/Institutionen, deren wirtschaftliche Lage durch Entscheidungen der Unternehmens- leitung beeinflussbar;
Interne = Unternehmensleitung, Großaktionäre, Mitarbeiter
Externe = Kapitalgeber (EK- und FK-Geber bzw. Gläubiger) und "andere" (Lieferanten, Finanzamt) Prim. Ziel HGB: Schutz der Gläubiger und Kleinaktionären
Aufgaben des (handelsrechtlichen) Jahresabschlusses
Dokumentation des Unternehmensgeschehens durch Abbildung der Wertverzehre und -zuwächse (Erfolgsermittlung) in der Berichtsperiode sowie des Wertbestands (Vermögen) am Periodenende
Pflichtbestandteile des handelsrechtlichen Einzelabschlusses
Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang als Pflichtbestandteile des handelsrechtlichen Jahresabschlusses von Kapitalgesellschaften gemäß §§ 242, 264 Abs. 1 HGB
Lagebericht als Ergänzung für mittelgroße und große Kapitalgesellschaften nach § 289 HGB
Verfahren der Erfolgsermittlung
Bestandsgrößenvergleich: Eigenkapital t - Eigenkapital t = Erfolg; Distanzrechnung (Zeitpunktrechnung)
Strömungsgrößenvergleich: Ertrag - Aufwand = Erfolg; Gewinn- und Verlustrechnung (Zeitraumrechnung)
Pos. Erfolg = Gewinn
Neg. Erfolg = Verlust
Struktur einer Bilanzierungsentscheidung
(Details auf S. 86 in VL1)
Übersicht über die handelsrechtlichen Ansatzverbote (Aktivierungsverbote)
Übersicht über die handelsrechtlichen Ansatzverbote (Passivierungsverbote)
Beschränkung der Bilanzierung von Rückstellungen auf jene Rückstellungen, die der Katalog des § 249 HGB Abs. 1 erschöpfend auflistet (§ 249 Abs. 2 HGB)
Übersicht über die handelsrechtlichen Ansatzwahlrechte (Aktivierungswahlrechte)
(Passivierungswahlrechte existieren nicht.)
Ansatz von Entwicklungskosten
Können Forschung und Entwicklung nicht verlässlich voneinander unterschieden werden, ist eine Aktivierung ausgeschlossen.
Definition: Disagio
Abschlag vom Nennwert, der bei einer Kreditgewährung vereinbart werden kann (zum Zeitpunkt der Auszahlung aufwandswirksamer Einmalzins)
Als period. Zinsaufwand erfasst oder im ARAP angesetzt und über die Laufzeit der Verb. abzuschreiben (unterlassene Aktivierung nicht nachholbar)
KG müssen Disagio gesondert in der Bilanz oder im Anhang angeben (§ 268 Abs. 6 HGB)
Definition: Stetigkeitsprinzip
Übersicht: Bewertungsvorschriften nach HGB
Definition: Beizulegender Zeitwert
siehe § 255 Abs. 4 HGB (beizulegender Zeitwert)
Bildung von Bewertungseinheiten
§ 254 HGB bildet
Voraussetzungen: Vergleichbarkeit der Risiken, Sicherungsabsicht, Effektivität der Sicherungsbeziehung, Dokumentation
Zugangsbewertung: Nominalwertprinzip (nach § 253 Abs. 1 HGB)
Arten und Ursachen für Wertminderung von Anlagegütern
Verfahren planmäßiger Abschreibung
Bewertung des Anlagevermögens (nicht abnutzbares und abnutzbares AV)
(Vermögenskategorie = Wertansatz)
AK = Anschaffungskosten
HK = Herstellungskosten
FA = Finanzanlagen
(gemildertes NWP = dauerhafte Wertminderung: Abschreibungspflicht; § 253 Abs. 3 S. 3 HGB)
(gemildertes NWP = vorübergehende Wertminderung: Abschreibungswahlrecht, beschränkt auf FA; § 253 Abs. 3 S. 4 HGB)
Bewertung des Anlagevermögens (Sachanlagevermögen und gleichartige oder annähernd gleichwertige bewegliche VG)
Bewertung des Umlaufvermögens
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe = AK (§ 253 Abs. 1 HGB) oder Festwert: Ansatzwahlrecht (§ 240 Abs.3)
Wertpapiere = AK (§ 253 Abs. 1 HGB)
unfertige Erzeugnisse, fertige Erzeugnisse = HK, Vollkosten- bzw. Teilkostenansatz (§ 253 Abs. 1 HGB)
Forderungen = Nominalbetrag als AK
(NWP beachten!)
Einfluss des Niederstwertprinzips bei Bewertung des Umlaufvermögens
Abschreibungspflicht bei dauernder oder vorübergehender Wertminderung (§ 253 Abs. 4 HGB)
Definition: Zuschreibungen
Nach § 253 Abs. 5 HGB Zuschreibungspflicht nach vorheriger außerplanmäßiger Abschreibung
Ausnahme: Zuschreibungsverbot bei entgeltlich erworbenem Geschäfts- oder Firmenwert
Bewertung von Rückstellungen
Erfüllungsbetrag nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung festgelegt (der Höhe nach unsicher; Vorsichtsprinzip!)
Betrag = Einzelbewertung, Sammelbewertung oder in kombinierten Verfahren (Kosten- und Preissteigerungen!)
Verpflichtungen = Geldleistungen/Sachleistungen
langfristige Rückstellungen (größer 1 Jahr) abzuzinsen
Bewertung von Verbindlichkeiten
Eigenkapital von Kapitalgesellschaften
Übersicht: Rücklagen (§ 272 Abs. 2, 3, 4 HGB)
Übersicht: Ergebnis (§ 268 Abs. 1 HGB)
vor Ergebnisverwendung: Gewinn-/ Verlustvortrag Jahresüberschuss/ -fehlbetrag
nach Ergebnisverwendung: Bilanzgewinn/ -verlust, davon Gewinn-/ Verlustvortrag
(Gewinnverwendungskompetenz des Vorstands und der Hauptversammlung beachten!)
Formen des Erfolgsausweises
handelsrechtliche Vorschriften zur Gewinn- und Verlustrechnung (Erfolgsrechnung; § 275 HGB)
Erfolgsrechnung in Staffelform (KapG; 275 Abs. 2 und 3 HGB)
Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderugen an fertigen/unfertigen Erz. + andere aktivierte Eigenleistungen = Gesamtleistung + Bruttowert der produzierten Güter - Materialaufwand = Rohergebnis +/- Saldo aus verschiedenen Erträgen/Aufwendungen (z.B. Personalaufwand, Abschreibungen) - Finanzergebnis + außerordentliches Ergebnis = Jahresergebnis
Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB
Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderungen der unfertigen und fertigen Erzeugnisse + aktivierte Eigenleistungen + sonstige betriebliche Erträge - betriebliche Aufwendungen (Material, Personal, Abschreibungen) - sonstige betriebliche Aufwendungen = Betriebsergebnis
(Weitere Berechnung von GuV folgt nach "Standardschema", siehe GuV in Buchführung)
Umsatzkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB
Umsatzerlöse - Herstellungskosten der abgesetzten Leistungen - Vertriebskosten - allgemeine Verwaltungskosten + sonstige betriebliche Erträge - sonstige betriebliche Aufwendungen = Betriebsergebnis
(Weitere Berechnung von GuV folgt nach "Standardschema", siehe GuV in Buchführung)
Definition: Anhang
Einblick in die Vermögens- und Ertragslage verbessern (Bildung bzw. Auflösung stiller Reserven)
JA von KapG (§ 264 Abs. 1 HGB) um einen Anhang erweitern; Einheit mit Bilanz und GuV. Gesetzl. Einzelregelungen über die Inhalte des Anhangs finden sich in den §§ 284 – 288 HGB. Es existieren keine formaljuristischen Regelungen in der Gliederung, in der Praxis haben sich Berichtsstrukturen herausgebildet, die den GoB entsprechen
Definition: Lagebericht
Größendifferenzierung der Kapitalgesellschaften (§ 267 HGB)
Auswirkungen: Aufstellungsfrist JA, Mindestgliederung Bilanz und GuV, Umfang der Angabepflichten im Anhang, Umfang der JA-Prüfung und Publizitätspflicht
Übersicht: Bilanzanalyse (Jahresabschlussanalyse)
„Unter Bilanzanalyse versteht man die methodische Untersuchung von Jahresabschluss und Lagebericht mit dem Ziel, entscheidungsrelevante Informationen über die gegenwärtige wirtschaftliche Lage und die künftige wirtschaftliche Entwicklung eines Unternehmens zu gewinnen.“
Analyseadressaten
Externe: Stakeholder mit Kontrakteinkommen (Gläubiger, Lieferanten, Arbeitnehmer; Bonitätsrisiko) und mit Residualeinkommen (Anteilseigner, Stock-Options-Berechtigte; Ertragsrisiko)
Interne: Unternehmensleitung und Aufsichts- bzw. Beiräte (Entscheidungsfindung und Verhaltenssteuerung)
Analysegegenstände
kennzahlenorientierte Bilanzanalyse
finanzwirtschaftliche Kennzahlen:
erfolgswirtschaftliche Analyse:
bedeutsame Kennzahlen für die Bilanzanalyse
relative Kennzahlen:
Vergleichsmaßstäbe erforderlich: Zeitvergleich, Betriebsvergleich, Soll-Ist-Vergleich
(Vergleichskraft von absoluten Kennzahlen gering)
Kennzahlen zur Vermögensstruktur (Vermögensintensität)
Indiz für Dispositionselastizität
Kennzahlen zur Vermögensstruktur (Anlagenintensität)
Indiz für den Technisierungs- und Automatisierungsgrad
Kennzahlen zur Vermögensstruktur (Umlaufvermögensintensität)
Vorratshaltung und logistische Konzeption
Kennzahlen zur Vermögensstruktur (Umschlagshäufigkeit des Anlagevermögens)
durchschnittliche Nutzungsdauer der Anlageinvestitionen
Kennzahlen zur Vermögensstruktur (Umschlagshäufigkeit des Umlaufvermögens)
Schnelligkeit des Umschlags von Vorräten und Forderungen
bedeutsame Kennzahlen zur Kapitalstruktur (Eigenkapitalquote, statischer Verschuldungsgrad und Fremdkapitalquote)
Eigenkapitalquote = EK/GK
statischer Verschuldungsgrad = FK/EK
Indikatoren für die finanzielle Stabilität Haftungsfunktion, Unabhängigkeit und Dispositionsfreiheit
Fremdkapitalquote = FK/GK (Anteil des FK am GK)
bedeutsame Kennzahlen zur Kapitalstruktur (Gesamtkapitalrentabilität n. St., Eigenkapitalrentabilität und Fremdkapitalzinslast)
Gesamtkapitalrentabilität n. St. = JÜ + Zinsaufwand/GK
Eigenkapitalrentabilität = JÜ/EK
Fremdkapitalzinslast = Zinsaufwand/FK
(Indikator für Fremdkapitalkosten)
bedeutsame Kennzahlen zur finanziellen Lage ((Anlagen) Deckungsgrad A und B)
Deckungsgrad A = EK/AV
Finanzierung des Anlagevermögens durch Eigenkapital
Deckungsgrad B = EK + langfristiges FK/AV
Finanzierung des Anlagevermögens durch langfristiges (Eigen- und Fremd-) Kapital
EK inkl. Fremdanteile (!)
bedeutsame Kennzahlen zur finanziellen Lage (Liquidität)
Liquidität 1. Grades (Barliquidität) = liquide Mittel/kurzfr. FK
Liquidität 2. Grades (kurze Sicht) = monetäres UV/kurzfr. FK
Liquidität 3. Grades (mittlere Sicht) = monetäres UV + Vorräte/kurzfr. FK
(liquide Mittel = Zahlungsmittel + Wertpapiere des UV), (monetäres UV = liquide Mittel + kurzfristige Forderungen)
bedeutsame Kennzahlen zur finanziellen Lage (Working Capital)
Umlaufvermögen/kurzfristige Verbindlichkeiten/kurzfristige Rückstellungen
Indikator für die Finanzkraft
Struktur der Kapitalflussrechnung
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow; Netto-Cashflow) +/- Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit (Investitionscashflow) +/- Mittelzufluss/ -abfluss aus Finanzierungstätigkeit (Finanzierungscashflow) = Veränderung der liquiden Mittel (Total Cashflow)
(Details auf S. 48 VL4)
Kennzahlen zur dynamischen (stromgrößenorientierten) Liquiditätsanalyse (dynamischer Verschuldungsgrad und Investitionsgrad)
dynamischer Verschuldungsgrad = Nettoverschuldung/operativer Cashflow
Zeitraum bis zur vollständigen Schuldentilgung durch den Cashflow
Investitionsgrad = Investitionscashflow/operativer Cashflow
Maß für die Innenfinanzierungskraft des Unternehmens
Kennzahlen zur dynamischen (stromgrößenorientierten) Liquiditätsanalyse (Abschreibungsquote am Cashflow und Wachstumsrate der Investitionen)
Abschreibungsquote am Cashflow = Abschreibungen auf Sachanlagenvermögen/operativer Cashflow
Fähigkeit des Unternehmens, die Abschreibungen aus eigener Kraft zu erwirtschaften
Wachstumsrate der Investitionen = Investitionscashflow/Abschreibung auf Anlagevermögen
Indikator über den Charakter der Investitionen
Kennzahlen zur dynamischen (stromgrößenorientierten) Liquiditätsanalyse (Altersstruktur des Anlagevermögens)
Segment-Kennzahlen
Umsatzanteil je Segment = Segmentumsatz/Umsatz des Gesamtunternehmens
Ergebnisbeitragsquote = Segment-EBIT/EBIT des Gesamtunternehmens
SGKR = Segment-EBIT/Segmentvermögen
Segment-Wertbeitrag = (SGKR* – WACC) × Segmentvermögen
*SGKR = Segment Gesamtkapitalrentabilität
Kennzahlen zur Analyse der Aufwands- und Ertragsstruktur (Gesamtkostenverfahren) (Personalintensität, Materialintensität und Abschreibungsquote)
Personalintensität = Personalaufwand/Gesamtleistung
Maß für die Abhängigkeit des Erfolges von den Personalkosten
Materialintensität = Materialaufwand/Gesamtleistung
Erkenntnis über Fertigungstiefe und Abhängigkeit von Lieferanten
Abschreibungsquote = Abschreibungen/Gesamtleistung
Kennzahlen zur Analyse der Aufwands- und Ertragsstruktur (Gesamtkostenverfahren) (Umsatzanteil eines Geschäftsbereichs und Exportquote)
Umsatzanteil eines Geschäftsbereichs = Spartenumsatz/Umsatz
Anteil der Sparte am gesamten Geschäftsvolumen des Unternehmens
Exportquote = Auslandsumsatz/Umsatz
Maß für die Auslandsabhängigkeit des Unternehmens
Kennzahlen zur Analyse der Aufwands- und Ertragsstruktur (Umsatzkostenverfahren)
Herstellungsintensität = Umsatzkosten/Umsatz
Wertschöpfungsindikator
FuE-Intensität = FuE-Kosten/Umsatz
Vertriebsintensität = Vertriebskosten/Umsatz
Verwaltungsintensität = Verwaltungskosten/Umsatz
bedeutsame Kennzahlen zur bilanziellen Rentabilitätsanalyse (Eigenkapitalrentabilität/Return on Equity, Umsatzrentabilität und Umschlagshäufigkeit des betriebsnotwendigen Kapitals)
Eigenkapitalrentabilität = Jahresüberschuss nach Steuern/EK Verzinsung des von den Anteils-eignern eingebrachten Kapitals
Umsatzrentabilität = Betriebsergebnis/Umsatzerlöse Anteil des Umsatzerlöses, der als Betriebsergebnis verbleibt
Umschlagshäufigkeit des betriebsnotwendigen Kapitals = Umsatzerlöse/betriebsnotwendiges Kapital
bedeutsame Kennzahlen zur bilanziellen Rentabilitätsanalyse (Betriebsrentabilität/Return on Capital Employed und Gesamtkapitalrentabilität, Return on Investment)
Betriebsrentabilität = Betriebsergebnis/betriebsnotwendiges Kapital
Maß für die Ertragskraft aus der Verfolgung des Betriebszwecks
Gesamtkapitalrentabilität = verst. Jahresüberschuss vor Zinsen/Gesamtkapital
Verzinsung des gesamten eingesetzten Kapitals
Aktienrentabilität
Total Return to Shareholders = (p – p + d) / p
Mit:
p = Schlusskurs
d = Dividende je Aktie
TRS = Total Return to Shareholders
Kennzahlensystem zur Aktienrentabilitätsanalyse (Dividenden-Rendite, Kurs-Gewinn-Verhältnis und Dividende je Aktie)
Dividenden-Rendite = Dividende je Aktie * 100 / Aktienkurs
Kurs-Gewinn-Verhältnis = Aktienkurs / Gewinn je Aktie
Dividende je Aktie = ausgeschüttete Dividende / Anzahl im Umlauf befindlicher Stammaktien
Kennzahlensystem zur Aktienrentabilitätsanalyse (Gewinn je Aktie und Dividenden-Deckungsgrad)
Gewinn je Aktie = Auf Stammaktionäre entfallender Jahresüberschuss / Anzahl im Umlauf befindlicher Stammaktien
Dividenden-Deckungsgrad = Auf Stammaktionäre entfallender Jahresüberschuss / ausgeschüttete Dividende
Marktwertmultiples
(Marktwert des Eigenkapitals = Aktienkurs * Zahl der Aktien
Marktwert des Unternehmens = Marktwert des Eigenkapitals + Nettofinanzschulden)
Nettobewertung = Marktwert des Eigenkapitals / EBT
Bruttobewertung:
ertragsorientiert = Marktwert des Unternehmens / EBIT
cashfloworientiert = Marktwert des Unternehmens / EBITDA
Entstehungs- und Verteilungsrechnung
Entstehungsrechnung:
Produktionswert - Vorleistung = Wertschöpfung (WS)
Verteilungsrechnung:
Arbeitserträge + Gemeinerträge + Kapitalerträge = Wertschöpfung (WS)
Break-Even-Analyse
Ermittlung desjenigen Gesamtumsatzes eines Produkts, Bereichs oder Unternehmens, dessen Unterschreiten zu Verlusten und dessen Überschreiten zu Gewinnen führt (Deckungsumsatz). Im Break-Even-Point (Deckungs-, Gewinnpunkt, Gewinn-, Kostenschwelle, „Toter Punkt”) ist die Summe aus fixen Kosten und variablen Kosten gleich dem Gesamterlös.
Definition: Gemildertes Niederstwertprinzip
Von den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten kann abgewichen werden, wenn sich der Wert des Vermögensgegenstandes voraussichtlich nur vorübergehend senkt (im AV).
Definition: Strenges Niederstwertprinzip
Von den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten muss unabhängig von der Dauer der Wertminderung abgewichen werden, wenn sich der Wert des Vermögensgegenstandes senkt (im UV).