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Haven't started (20)

Defizitperspektive

Sprachliches Verhalten eines Lerners wird nicht in Eigengesetzlichkeiten betrachtet sondern in vordefinierter Form – Situationsbedingte Faktoren werden vernachlässigt

notweniges Wissen zur Konstruktion eines Satzes

Verwendung von Artikeln, bestimmt vs. unbestimmt

Genus der Nomen

Verbal – und Nominalreflexion

Stellung der einzelnen Satzglieder

Muttersprachliches Wissen

ohne Nachdenken – implizit

Anwendung sprachlicher Regeln ist unbewusst

Mehrsprachigkeit

Fähigkeit, in mehr als einer Sprache zu kommunizieren und sich ausdrücken zu können

Erstsprache / Erstspracherwerb (ESE) / L1

jede bis zum dritten Lebensjahr erworbene Sprache

Monoligualer ESE

Erwerb von nur einer Sprache bis zum dritten Lebensjahr

Bilingualer ESE

Erwerb zweier Sprachen innerhalb der ersten drei Lebensjahre (oft nicht balanciert, also eine Sprache ist dominanter)

auch: trilingualer ESE usw.

Zweitsprache / Zweitspracherwerb (ZSE) / L2

jede im weiteren Lebensverlauf erworbene Sprache

(weitgehend) ungesteuert, i.d.R. im Zielsprachenland

Kindlicher ZSE vs. ZSE Erwachsener

Eintritt ins Erwachsenendasein (Pubertät) als Grenze

Sonderform des kindlichen ZSE

früher kindlicher ZSE --> vor Schuleintritt

Fremdsprachenerwerb (FSE)

Erwerb einer Sprache unter institutionellen Bedingungen, d.h. gesteuert, i.d.R. im Muttersprachenland

Muttersprache 

= Erstsprache

Herkunftssprache

Sprache(n) des Herkunftslandes von Zuwanderern

Ausgangssprache im ZSE

L1

Zielsprache im ZSE

L2

Erwerbstypen

ESE, ZSE, FSE, kindlicher ZSE, ZSE Erwachsener usw.

Bildungssprache

- sprachliches Register, das in Bildungskontexten verwendet wird (z.B. Schule, Universität)

- dient der Darlegung komplexer und abstrakter Sachverhalte

- geht oft einher mit bestimmten Texthandlungen wie Beschreiben, Vergleichen, Erklären, Erörtern, Analysieren, etc.

- zeigt Merkmale von Schriftlichkeit

Sprache in alltäglichen Kontexten

- einfache, oft unvollständige Sätze

- unpräziser Wortgebrauch, Umschreibungen

- viele Füllwörter

- Wiederholungen

- oft zirkuläre Argumentation

- handlungsbezogen, kontextgebunden

Sprache in Bildungskontexten

- komplexe und vollständige Sätze

- präziser Wortgebrauch

- wenig Füllwörter (hohe Informationsdichte)

- wenige Wiederholungen

- meist lineare Argumentationen

- nicht handlungsbezogen, kontextfrei

Bildungssprache und SuS mit Deutsch als Zweitsprache

in Deutschland aufgewachsene Kinder: können bei Schuleintritt meist unauffällige Alltagsgespräche führen

5-8 Jahren bis mühelose Teilnahme an Unterricht in Mehrheitssprache wegen  Unterschieden zwischen Alltagssprache und Unterrichtssprache / Bildungssprache

Notwendigkeit von kontinuerlicher Unterstützung beim Ausbau schulrelevanter sprachlicher Varietäten