Flashcards in the set

Haven't started (58)

Deduktion

= Ableitung

Allgemeine Aussage wird auf den Einzelfall abgeleitet

Induktion

=hineinführen

Einzelfall zur Verallgemeinerung

Abduktion

= Wegführung, Entführung

klärende Hypothese (Schlussfolgerungsprozess, der im Gegensatz zur

Induktion/Deduktion eine Erkenntniserweiterung beinhaltet)

Was ist das Ziel aller Wissenschaften ?

Das Ziel aller Wissenschaften ist die Generierung von beständigem,

zuverlässigem und gültigem Wissen.

Wissenschaftliche Theorien Auflistung

Visualisierte Theorie

Verbale Theorien

Formale Theorien

Visualisierte Theorie

-Geometrische Figuren, Verbindungen, um Zusammenhänge darzustellen

-oft in der Sozialwissenschaft verwendet

-Visualisierte Theorien haben Modellcharakter, mit logischen Verbindungen

mehrerer abhängiger Hypothesen

Vier wesentliche Merkmale von Modellen:

1. Abbildung eines Objekts

2. Systemcharakter

3. Abstraktion unwichtiger Merkmale

4. Reduktion von Komplexitäten

Beispiel: Modelleisenbahn, ist ein vereinfachtes Abbild der realen Bahn

Verbale Theorien


-häufigste Art der Theorien

Vorgaben:

1. Klare definierte Termini (Eindeutig)

2. Widerspruchsfreie Aussage

3. Ableitbare Hypothese


-Zielen auf allgemeine Aussagen ab

-Idealfall als Gesetz

-in Sozialwissenschaften sind absolute Aussagen jedoch selten und Theorien

können nur mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit getätigt werden

Formale Theorien


-Zusammenhänge als Systeme mathematischer Formeln

-Vor allem in den Naturwissenschaft genutzt

-eignet sich als Simulation von Realitäten am Computer

-Sozialwissenschaften häufig Realität zu Komplex um sie als mathematische Formel

darzustellen

Beispiel (Psychologie):

Rescorla-Wagner-Formel:

-Erklärt das Phänomen der klassischen Konditionierung und besagt, dass lernen nur

dann stattfindet, wenn der Betroffene überrascht wird.

Was ist eine Theorie ?

Eine Theorie ist ein System von Aussagen, das in sich widerspruchsfrei ist, komplexe

Phänomene beschreibt oder vorhersagt und meistens mit bekanntem Wissen in

Verbindung zu bringen ist oder auf dieses zurückgeführt werden kann

Alltags-, naive-, populärwissenschaftliche Psychologie

-jeder Mensch betreibt es bewusst oder unbewusst, um die Welt für sich begreifbar

und sicher zu machen

Fehler:

1. Beliebiger und missverständlicher Sprachgebrauch

2. Menschliche Wahrnehmung-, Erinnerungs- und Denkfehler

3. Fehlerhafter Umgang mit Wahrscheinlichkeiten

4. Unzureichende Prüfung von Vermutungen

Wissenschaftliche Psychologie


-muss allgemeingültige Erkenntnisse hervorbringen

-versucht Alltagspsychologie zu verstehen

-Erforscht Prozesse, Mechanismen des menschlichen Verhaltens und Erlebens

Die Wissenschaftliche Psychologie teilt die Basisziele der Wissenschaft

(Beschreibung, Erklärung, Vorhersage) und erweitert sie um Verhaltenskontrolle und

Verbesserung der Lebensqualität.

Basisziele einer Wissenschaft ?

Beschreiben:

Das Beschreiben ist eine normale Alltagstätigkeit, doch in der Wissenschaft wird es

exakter, systematisch und zielgeleitet.

1.Benennen bedeutet in diesem Zusammenhang, jemanden oder etwas einen

Namen zu geben.

2.Ordnen und klassifizieren

3.Definieren legt fest, was unter einem bestimmten Begriff zu verstehen ist

4. Angaben zu Häufigkeiten bzw. Ausprägungsgrad

Erklären:

Voraussetzung sind Beschreibungen. Geben antworten auf „Warum-Fragen“ und

enthalten Angaben über Bedingungen von Sachverhalten. Allgemeine Gesetze

unterordnen

Vorhersagen:

Prognose. Von bekannten Zusammenhängen wird eine Vorhersage für die Zukunft

gemacht

Verändern:

1.Korrektur von Entwicklungen

2.Förderung von Prozessen

3.Prävention zur Verhinderung schlechter Zustände

Verhaltenskontrolle

Hauptaspekte:

1. Experimentelle Forschung:

Aspekte kontrolliert und konstant halten, um ihre Wirksamkeit zu prüfen und

valide Ergebnisse zu erzielen

2. Anwendung in der Praxis:

Verhalten ihrer Klienten kontrollieren oder zu helfen, ihr eigenes Verhalten zu

kontrollieren.

Bedeutung Kontrolle

-Verhalten auftreten oder nicht auftreten lassen

-Verhalten zu initiieren oder zu beenden

-die Wahrscheinlichkeit, Form und Stärke des Verhaltens zu beeinflussen

Lebensqualität

„Lebensqualität ist die subjektive Wahrnehmung einer Person über ihre Stellung

im Leben in Relation zur Kultur und den Wertesystemen, in denen sie lebt und in

Bezug auf ihre Ziele, Erwartungen, Maßstäbe und Anliegen. Es Handelt sich um

ein breites Konzept, das in komplexer Weise beeinflusst wird durch die

körperliche Gesundheit einer Person, den psychischen Zustand, die sozialen

Beziehungen, die persönlichen Überzeugungen und ihre Stellung zu den

hervorstechenden Eigenschaften der Umwelt“ WHO

Eponyme

-Begriffe, die auf Eigennamen zurückgehen, ursprünglich zur Ehrung von Personen

-Bsp. Alzheimer (Alois Alzheimer)

Akronyme

-Kunstwörter, gebildet aus Anfangsbuchstaben oder Abkürzungen mehrere Wörter.

-bsp. B.A. ( Bachelor of Arts)


Synonyme


-Sinnverwandte Worte, die in einem bestimmten Kontext dieselbe Bedeutung haben,

dienen zur Vermeidung von Wiederholungen und Sprachlichen Stilisierung

-bsp. Psychologie= Seelenheilkunde, Common-Sense-Psychologie=

Alltagspsychologie



Anglizismen

-Aus dem englischen stammende Wörter, die im Deutschen verwendet werden

-bsp. Map= Karte, Social loafing= soziales Faulenzen

Problemgeschichte

Konzepte und deren Verlauf

Ideengeschichte

Chronologische Entstehung gedanklicher Veränderungen

Sozialgeschichte

Auswirkung vergangener Sozialer Entwicklung auf die

Gegenwart

Personalisiertes Modell

bedeutende Persönlichkeiten und deren Einfluss auf die

Wissenschaft

Wissenschaftstheorie

Theoretische Grundlagen des Erkenntnisgewinnes

Wilhelm Maximilian Wundt (1832-1920)


-Gründervater der Deutschen Psychologie

-erstes Labor für experimentelle Psychologie

-Versuchte, mit messbare Variablen die Struktur des Geistes zu erfassen

William James (1842-1910)


-Gründer der amerikanischen Psychologie

-Untersuchte Funktionalität der Psyche im Anpassungsprozess des Menschen an

seine Umwelt

Iwan Pawlow (1849-1936)


-Russischer Physiologe

-Bekannt für seine Experimente zur Klassischen Konditionierung

Sigmund Freud (1856-1939)


Sigmund Freud (1856-1939)

-Begründer der Tiefenpsychologie

-Traumdeutung und Unterbewussten, welches das menschliche Handeln beeinflusst

Jean Piaget (1896-1980)


-Entwicklung des Menschlichen Denkens als Prozess der Anpassung

-genetischen Epistemologie (untersuchte menschliche Erkenntnisse durch aktive

Handlung und Interaktionen mit der Umwelt)

Carl Rogers (1902-1987)


-Personenzentrierten Gesprächstherapie

-setzt auf Kongruenz, Empathie und bedienungslose positive Zuwendung

-Mitbegründer der humanistischen Psychologie


Skinner (1904-1990)


-Entwickelte operante Konditionierung, bei der verhalten durch positive und negative Verstärker beeinflusst wird


Abraham Harold Maslow (1908-1970)


-Bekannt für sein Bedürfnismodell, das hierarchisch geordnete lebenswichtige

Bedürfnisse beschreibt, mit Selbstverwirklichung als höchstem Bedürfnis

-entwickelte die transpersonale Psychologie, die sich mit höheren

Bewusstseinsstufen und parapsychologischen Phänomenen befasst


Albert Bandura (1925-2021)



-Begriff Modelllernens, viele Auszeichnungen für seine Arbeiten im sozialen Lernen

Behaviorismus

-Fokus auf beobachtbares Verhalten

1. Aufgaben der Psychologie: aufdecken von zusammenhängen zwischen

umweltreizen und beobachtbaren Verhaltensweisen

2. Mensch als passives Wesen: verhalten steht ausschließlich unter Kontrolle der

Umwelt

3. Vertreter wie John Watson und Skinner: betonen die Rolle der Umweltreize und

des beobachtbaren Verhalten

Dualismus (Substanzdualismus,Eigenschaftsdualismus)

Seele und Körper sind zwei unabhängige Substanzen

Substanzdualismus: Annahme von zwei Anteilen im Gehirn für Körper und Seele

Eigenschaftsdualismus: Mentale Zustände sind keine physikalischen

Eigenschaften des Gehirns

Monismus

Körper und Seele als zwei Seiten einer Medaille

Anlagen-Umwelt-Debatte


- Auswirkungen/Einfluss von Genetik (Anlage) und Umwelt (-Bedingungen) auf das Verhalten und die Entwicklung eines Individuums hat

Forschungsparadigmen

Nomothetische Forschung, Idiografische Forschung

Nomothetische Forschung


- Zielt darauf ab, allgemeingültige Gesetze und Theorien zu formulieren, die

universell auf viele Individuen anwendbar sind.

- Setzt auf experimentelle Methoden und quantitative Auswertungen, um Daten

systematisch zu sammeln, analysieren

Charakteristika des Nomothetischen Ansatzes:

1. Allgemeingültigkeit

2. Quantitative Methoden

3. Fokussierung auf molekulare Verhaltensweisen

Idiografische Forschung


Die idiografische Forschungsrichtung konzentriert sich auf das Verständnis individueller

Erlebnisse und Verhaltensweisen. Im Gegensatz zur nomothetischen


Herangehensweise, die allgemeingültige Gesetze anstrebt, setzt die idiografische Forschung auf die detaillierte Untersuchung des Einzelnen.

Bedeutung und Ziele des Idiografischen Ansatzes

1. Individuelle Fokussierung: Ziel ist es, das Erleben und Verhalten einzelner Individuen zu verstehen und zu beschreiben.

2. Situations- und Persönlichkeitsinteraktion: Der moderne Interaktionismus

postuliert, dass menschliches Verhalten durch die Wechselwirkung zwischen Persönlichkeit und Situation vorhergesagt werden kann

Wissenschaftstheorien

  1. Positivismus,
  2. (Kritischer) Rationalismus,
  3. Wissenschaftlicher Realismus,
  4. Evolutionäre Erkenntnistheorie,
  5. Strukturalistische Wissenskonzeption,
  6. Theoretischer Pluralismus

Positivismus

Der Positivismus betont die Bedeutung empirischer Daten für die Wissensgewinnung

und lehnt nicht-empirische Erkenntniswege ab

(Kritischer) Rationalismus

Rationalismus:

- Definition: Erkenntnistheoretische Auffassung, dass Erkenntnisse über die Welt

ohne Voraussetzungen und ohne vorheriges Wissen erworben werden können

- Merkmale: Erkenntnisquelle->Vernunft, Ähnlichkeit zur Mathematik:

eigenständige Lösungen

- Vertreter: Platon, Rene Descartes, Leibniz

- Beitrag: Bedeutungsgewinn der Vernunft, Maßstab des Handelns in der

modernen Gesellschaft

Kritischer Rationalismus:

- Begründer: Karl Raimund Popper

- Prinzip: Erweiterung des Rationalismus durch Falsifikation von Hypothesen

- Grundannahmen:

1. Ablehnung der Induktion: Allgemeingültige Gesetze können nicht aus einzelnen Aussagen abgeleitet werden

2. Deduktive Logik: Theorien haben immer nur einen vorläufigen Charakter

- Schwanenbeispiel:

1. Theorie: „Alle Schwäne sind weiß“

2. Beobachtung: ein einziger andersfarbiger Schwan falsifiziert die Theorie

Wissenschaftlicher Realismus

- Definition: Versucht zu erklären, wie unsere Vorstellung und Überzeugung mit der Welt zusammenhängen. Das zentrale Anliegen ist, dass es eine unabhängig von uns existierende Welt gibt, zu der der Mensch Zugang hat

- Grundannahme:

1. Existenz einer unabhängigen Welt: Die Welt existiert unabhängig von menschlicher Wahrnehmung oder Vorstellung.

2. Wahrheit und Begründung: Unsere Überzeugungen über die Welt sind wahr und begründet.

3. Vertrauen in wissenschaftliche Theorien: Wissenschaftliche Theorien, die sich bewährt haben, gelten als wahr.

Evolutionäre Erkenntnistheorie

Biologische Grundlagen

• Neurophysiologie: Grundlegendes Wissen über Aktionspotenziale,

Nervenzellen, Bewusstsein und Schmerz ist entscheidend für die

Erkenntnistheorie.

• Interpretation von Nervenimpulsen: Jede Wahrnehmung, Empfindung und

Kognition ist eine Interpretation von Nervenimpulsen, was bedeutet, dass

Wahrnehmungen hypothetische Rekonstruktionen sind

Strukturalistische Wissenskonzeption


Die strukturalistische Wissenschaftskonzeption ist eine Methodologie zur formalenRekonstruktion empirisch-wissenschaftlicher Theorien, entwickelt in den 1970er Jahren.

Sie wird auch als Non-Statement View bezeichnet und betrachtet Theorien nicht als Systeme von Aussagen, sondern als mathematische Strukturen.

Theoretischer Pluralismus

Der theoretische Pluralismus steht im Gegensatz zum theoretischen

Monismus und postuliert die Notwendigkeit mehrerer gleichwertiger Theorien in der Wissenschaft.

“Die Leipziger Schule“ (Strukturalismus)

Gründung und Grundidee

- Begründer: Wilhelm Wundt (1879).

- Ziel: Erkundung der Struktur des Geistes durch die Analyse seiner kleinsten

Einheiten, ähnlich der chemischen Elementarlehre.


Grundannahmen des Strukturalismus

1. Subjektivismus: Alle Erfahrungen sind subjektiv.

2. Elementarismus: Die Psyche und ihre Wahrnehmung lassen sich in Einzelteile

aufteilen.

3. Sensualismus: Der Ursprung von Denken und Handeln liegt in der

Reizempfindung.

4. Mechanismus: Einzelne Elemente verbinden sich durch Assoziationen zu Ketten

basierend auf mechanischen Verarbeitungsprozessen.

5. Dualistischer Parallelismus: Trennung von Leib und Seele.

Funktionalismus (Schule)

Entwicklung und Hauptvertreter

- Begründer: William James.

- Wichtiger Vertreter: John Dewey.

Ziel und Schwerpunkt

- Untersuchung der Funktion und des Ziels von Bewusstseinsprozessen und

Verhalten.

- Fokus auf Lernprozesse und Anpassungsmechanismen.

Grundkonzepte


- Bewusstseinsprozesse: Bewusstsein als fortwährendes Strömen, das sich

ständig an die Umwelt anpasst.

- Anpassungsmechanismen (nach Piaget):

1. Assimilation: Einbau neuen Wissens in bestehende Denkschemata.

2. Akkommodation: Anpassung und Erweiterung vorhandener

Denkschemata durch neue Erfahrungen.

Psychoanalyse (Wiener-Schule)

Leitfigur und Ursprung

- Sigmund Freud ist die zentrale Figur der Psychoanalyse.

- Entwickelte die strukturelle Theorie der Persönlichkeit mit den Instanzen

„Ich“, „Es“ und „Über-Ich“.

Behaviorismus (Schule)

Grundlagen des Behaviorismus

- Ablehnung der Introspektion: Behaviorismus lehnt nicht beobachtbare mentale

Prozesse ab und fokussiert sich ausschließlich auf objektiv messbares

Verhalten.

- Methoden: Primäre Methode ist das Experiment. Introspektive Methoden werden

ausgeschlossen

- Erlerntes Verhalten: Schwerpunkt liegt auf dem erlernten Verhalten, untersucht

durch klassische und operante Konditionierung.

Berliner Schule, Gestaltpsychologie

Grundlagen der Gestaltpsychologie

- Erweiterung des Elementarismus: Die Gestaltpsychologie geht über die Vorstellung hinaus, dass die Wahrnehmung aus einzelnen Elementen

zusammengesetzt ist. Sie betont die Fähigkeit des Menschen, Informationen zu sinnvollen Gesamtheiten zu organisieren.

- Gründer der Gestaltpsychologie: Max Wertheimer, Kurt Koffka und Wolfgang Köhler gründeten die Berliner Schule zur Erforschung der Gestalttheorie zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Subjektivismus (Geisteswissenschaftliche Schule)

Begründer und Ansätze

- Wilhelm Dilthey und Edmund Husserl: Dilthey betont die Bedeutung des Kontextes für die Erklärung psychischer Phänomene, während Husserl das subjektive Erleben in den Fokus seiner Beschreibung innerpsychischer Prozesse stellt.

- Kritik am Objektivismus des Behaviorismus: Die geisteswissenschaftliche Psychologie lehnt den Objektivismus des Behaviorismus ab und argumentiert, dass psychische Phänomene nicht allein durch Experimente erfasst werden können.

Hauptströmungen der Psychologie

  1. Biologische Psychologie
  2. Behaviorismus
  3. Kognitive Psychologie
  4. Psychoanalyse
  5. Humanistische Psychologie

Biologische Psychologie

Grundlagen und Aufgabenbereiche

- Verbindung von Gehirn und Verhalten: Untersuchung von Prozessen im zentralen Nervensystem und deren Einfluss auf Verhaltensphänomene.

- Neuropsychologie: Fokus auf Verhaltensstörungen durch Hirnschädigungen, z.B. Sprach- und Gedächtnisdefizite.

- Psychophysiologie: Wechselwirkungen zwischen psychischen und

physiologischen Prozessen, z.B. Stress und Emotionen.

- Klinische Psychophysiologie: Zusammenhang zwischen psychischen Erkrankungen und körperlichen Veränderungen.

Menschenbild der biologischen Psychologie

- Determinismus: Verhalten wird durch biologische Prozesse bestimmt und durch Evolution beeinflusst.

- Wechselwirkung von Psyche und Physis: Ständige Anpassung und Selektion durch die Umwelt.

- Überleben als Ziel: Verhalten dient dem individuellen und spezieübergreifenden

Überleben.

Behaviorismus

Menschenbild des Behaviorismus

- Determinismus: Menschliches Verhalten ist durch Konditionierung geprägt.

- Reiz-Reaktions-Theorie: Verhalten als Reaktion auf externe Reize.

- Verhaltensänderung: Durch gezielte Lernprozesse möglich, basierend auf operanter Konditionierung.

Kognitive Psychologie

Gegenbewegung zum Behaviorismus: Betont Eigeninitiative, zielgerichtete und planbare Handlungen des Menschen.

- Bezug zur biologischen Kybernetik: Überträgt Prinzipien der Steuerungs- und Regulationsmechanismen auf psychologische Prozesse.

- Bewusste Kybernetik: Verhalten zielt auf Verringerung wahrgenommener Diskrepanzen, basierend auf Wahrnehmung und Informationsverarbeitung.

Menschenbild

- Informationsverarbeitung: Verhalten und Erleben basieren auf der Verarbeitung von Informationen.

- Interaktion von Denken, Wahrnehmen und Handeln: Mensch bewertet Inputs und generiert Outputs basierend auf Vorerfahrungen.

Psychoanalyse

Topografisches Modell: Unbewusst, Vorbewusst, Bewusst.

- Strukturmodell: Es, Ich, Über-Ich.

Phasen:

1. Orale Phase (0-1 Jahr): Lust durch Mundaktivitäten, Entwicklung von Urvertrauen.

2. Anale Phase (2-3 Jahre): Kontrolle der Darmentleerung, Grundmodell von Besitzen und Hergeben.

3. Phallische Phase (4-7 Jahre): Genitale Lust, Ödipuskomplex.

4. Latenzphase (7-11 Jahre): Zurücktreten des sexuellen Interesses, Fokus auf Schule und gleichgeschlechtliche Freunde.

5. Genitalphase (ab 12 Jahren): Reife sexuelle Beziehungen, Identitätssuche in Pubertät und Adoleszenz.

Humanistische Psychologie

Grundlagen

- Ganzheitliche Betrachtung: Psychische Phänomene werden als Ganzheiten untersucht, bestehend aus interdependenten Teilen.

- Selbstverwirklichung: Der zentrale menschliche Trieb ist das Streben nach Selbstverwirklichung, im Gegensatz zur Triebtheorie der Psychoanalyse.

- Freier Wille und Selbstkonzept: Jeder Mensch hat einen freien Willen und ein Selbstbild, das sich an angeborenen und umweltbedingten Werten orientiert.