Klassischer Philosoph der Antike
Platon
Diskursanalyse ist ...
Poststrukturalistisch
Platons Höhlengleichnis
Menschliches Subjekt möchte ein Objekt wahrnehmen und sich auch sicher sein, dass es wahr ist -> Wir möchten etwas so wahrnehmen, wie es ist.
Platon sagt jedodch, dass wir Objekte nicht so wahrnehmen können, wie sie sind:
"Die Menschen sind wie in einer Höhle und in dieser Höhle gibt es nur einen Ausgang. Sie sind in der Höhle so platziert, dass sie durch den Ausgang nicht hinaus gucken können. Wir können die Objekte (außerhalb der Höhle) also nicht sehen, sondern nur ihre Schatten an der Höhlenwand"
-> Es gibt Objekte, aber wir können sie nicht real erkennen
-> Es braucht bestimmte Forschungsmethoden, um ihnen nahe zu kommen -> Können die Idee von Objekten erlangen
Der Baum ist der Baum weil es ein Baum ist
Platons Höhlengleichnis wurde gebrochen durch
Französischer Strukturalismus
Französischer Strukturalismus Begründer
Ferdinand de Saussure
Französischer Strukturalismus sagt
Es gibt keine wahre zugeordnete Bedeutung zu Objekten wie bei Platon
-> Zuordnung von Ausdruck zu Inhalt (Objekt) ist zufällig
In Fachsprache:
Signifikant (Ausdruck) wird zufällig dem Signifikat (Inhalt) zugeschrieben
Der Baum ist nicht der Baum sondern wird von uns einfach nur Baum genannt
Sprache nach Saussure im Strukturalismus
langue und parole
Sprache als System von Zeichen (langue), das dem praktischen Sprachgebrauch zugrunde liegt (parole)
-> langue setzt Regeln fest; parole ist die Ausführung
--> langue nicht dynamisch; parole dynamisch
langue <-> parole
Grammatik <-> Sprechen
Gesetze <-> Recht anwenden
Laut Regeln ist der Baum der Baum
Poststrukturalismus Unterschied Strukturalismus
Kritik am Strukturalismus:
- Nicht nur parole sondern auch langue dynamisch
Poststrukturalismus führt Diskurs ein:
Diskurse als dynamische Regelstrukturen, die im konkreten Sprach- und Zeichengebrauch entstehen
Sprich langue und parole jetzt beide dynamisch und bedingen sich wechselseitig
Entstehung Diskursbegriff Poststrukturalismus
Im Diskurs ersetzt Aussage langue und Äußerungsakt parole
-> Aussagen sind Regeln und Äußerungsakte ist deren Gebrauch
--> Wenn man immer sagt und immer wiederholt wird, dass Männer nicht traurig sein dürfen (Äußerungsakt), verfestigt sich auch irgendwann die Einstellung, dass sie nicht traurig sein dürfen (Aussage)
---> Dies liegt daran, dass im Poststrukuralismus Regel und Gebrauch sich nun dynamisch gegenseitig bedingen
Diskursive Praktik
Äußerungsakt wird so oft wiederholt, dass es zur Aussage wird
(Einstellung wird so oft reproduziert, dass es zur Regel wird)
Durch Wiederholungen werden aus Praktiken feste Ordnungen
Der Baum wird von uns Baum genannt. Wenn wir alle anfangen würden Bäume nurnoch Tomaten zu nennen würde irgendwann das Wort Tomate den Baum ablösen.
Unterschied Strukturalismus und Phänomenologie
Schwaches Subjekt gegen starkes Subjekt
Diskursanalyse als empirische Forschungsmethode
Diskurse müssen rekonstruiert werden
-> Man muss nach ihnen suchen
Diskurse stehen in einen interdiskursiven Kontext und in Bezug zu historisch nacheinander abgelaufenen und parrallel laufenden Diskursen.
Was ist eine Vignette in der empirischen Forschung?
Kurze Geschichte zu Beginn einer Gruppendiskussionen, auf die die Teilnehmenden reagieren müssen