Flashcards in the set

Haven't started (15)

was sind bivariate Analysen?

Zusammenhang zwischen zwei Variablen aufdecken

-> auch: zweidimensionale Daten


Skalenniveau von entscheidender Bedeutung:

  1. zwei nominalskalierte Merkmale
  2. zwei ordinalskalierte Merkmale
  3. zwei kardinalskalierte Merkmale
  4. zwei verschieden skalierte Merkmale (es wird die Methode verwendet, die für das schwächere Skalenniveau zutrifft)

wie wird der Zusammenhang zweier nominalskalierter Merkmale untersucht?

Kontingenzanalyse

-> zu untersuchende Merkmale mit A und B gekennzeichnet

-> verschiedene Ausprägungen (müssen nicht gleich viele sein):

  1. A1, A2, ..., Ai mit i = 1, ..., I
  2. B1, B2, ..., Bj mit j = 1, ..., J

-> gemeinsame Betrachtung ergibt I*J verschiedene Ausprägungen


Schritte der Datenanalyse:

  1. komprimierte Übersicht der erhobenen Daten erstellen (mit Kontingenztabelle)
  2. korrigierten Kontingenzkoeffizienten berechnen


was ist eine Kontingenztabelle für absolute Häufigkeiten?

Zusammenfassung der absoluten Häufigkeiten nij für die einzelnen Ausprägungen

-> Gegenstück zur Häufigkeitstabelle

-> Zeilen: Ausprägungen des Merkmals A

-> Spalten: Ausprägungen des Merkmals B

-> im Zentrum: absolute Häufigkeiten aller Kombinationen

-> am Rand: Randhäufigkeiten (summieren Häufigkeiten auf)

-> rechte untere Ecke: Gesamtgröße der Stichprobe

was ist der korrigierte Kontingenzkoeffizient?

quantifiziert Zusammenhang zwischen zwei Merkmalen, von denen min. eins nominalskaliert ist


vier Schritte der Berechnung:

1.) Berechnung der erwarteten Häufigkeiten nij mit Welle (s. FS)

-> absolute Häufigkeiten, die ohne Zusammenhang auftreten würden

-> deskriptive Unabhängigkeit: nij = nij mit Welle

2.) Berechnung der Abstände zwischen absoluten und erwarteten

Häufigkeiten X² (chi) s. FS

-> je größer Abweichung, desto stärker Zusammenhang

-> Werte zwischen 0 und unendlich möglich

-> X² = 0 steht für deskriptive Unabhängigkeit

-> positiv von n abhängig (je größer n, desto größer X²

3.) Berechnung des Kontingenzkoeffizienten K (s. FS)

-> nötig für interpretierbares Ergebnis

-> nur Werte von 0 bis 1 (0, wenn X² = 0)

-> je größer X², desto größer K

4.) Berechnung des korrigierten Kontingenzkoeffizienten K* (s. FS)

-> Einfluss von Anzahl der Ausprägungen wird ausgeschaltet

-> Werte zwischen 0 und 1


wie kann der korrigierte Kontingenzkoeffizient interpretiert werden?

0 ≤ K* ≤ 0,2: kein Zusammenhang/keine Abhängigkeit

0,2 < K* ≤ 0,4: schwacher Zusammenhang/schwache Abhängigkeit

0,4 < K* ≤ 0,6: mittlerer Zusammenhang/mittlere Abhängigkeit

0,6 < K* ≤ 0,8: starker Zusammenhang/starke Abhängigkeit

0,8 < K* ≤ 1: sehr starker Zusammenhang/sehr starke Abhängigkeit

wie wird der Zusammenhang zweier ordinalskalierter Merkmale untersucht?

Rangkorrelationsanalyse

-> zu untersuchende Merkmale mit X und Y gekennzeichnet

-> für jeden Merkmalsträger existiert ein Punktepaar (xi, yi)

-> Merkmale lassen sich auf Monotonie überprüfen


Monotonie mit zwei verschiedenen Möglichkeiten:

1.) gleichgerichteter/monoton wachsender Zusammenhang

-> x1<x2 <--> y1<y2

2.) entgegengesetzter/monoton fallender Zusammenhang

-> x1<x2 <--> y1>y2

wie kann geprüft werden, ob die beiden ordinalskalierten Merkmale einen monotonen Zusammenhang aufweisen?

Merkmalsträgern werden Rangplätze zugeordnet

-> Person mit stärkster Ausprägung erhält Rang 1

-> Ränge für Beobachtungen xi des Merkmals X mit ri bezeichnet

-> Ränge für Beobachtungen yi des Merkmals Y mit si bezeichnet


Berechnung des Rangkorrelationskoeffizienten von Spearman (s. FS)

-> Notation: rS

-> Zusammenhang zwischen zwei Merkmalen, die beide min.

ordinalskaliert sind

-> Werte von -1 bis 1

-> negative Werte: monoton fallender Zusammenhang

-> positive Werte: monoton steigender Zusammenhang

wie kann der Rangkorrelationskoeffizient von Spearman interpretiert werden?

0 ≤ rS ≤ 0,2: kein monotoner Zusammenhang

0,2 < rS ≤ 0,4: schwacher monoton fallender/wachsender ZH

0,4 < rS ≤ 0,6: mittlerer monoton fallender/wachsender ZH

0,6 < rS ≤ 0,8: starker monoton fallender/wachsender ZH

0,8 < rS ≤ 1: sehr starker monoton fallender/wachsender ZH


bei der Interpretation müssen die Wörter "und umgekehrt" genutzt werden!

wie wird der Zusammenhang zweier kardinalskalierter Merkmale untersucht?

Korrelationsanalyse

-> zu untersuchende Merkmale mit X und Y gekennzeichnet

-> für jeden Merkmalsträger existiert ein Punktepaar (xi, yi)


Streudiagramm wird gezeichnet (Koordinatensystem)

-> x-Achse mit Merkmal X und y-Achse mit Merkmal Y

-> Punktepaare werden im Koordinatensystem eingetragen

-> Anordnung der Punkte lässt Aussagen über Zusammenhang zu

wie kann ein Streudiagramm interpretiert werden?

Aufteilung in Quadranten durch x quer und y quer (Mittelwerte)

  1. Quadrant: X und Y über Durchschnitt, Differenzen zum Mittelwert positiv
  2. Quadrant: X unter Durchschnitt, Y über Durchschnitt, Differenz von X zum Mittelwert negativ, von Y aber positiv
  3. Quadrant: X und Y unter Durschnitt, Differenzen zum Mittelwert negativ
  4. Quadrant: X über Durchschnitt, Y unter Durchschnitt, Differenz von X zum Mittelwert positiv, von Y aber negativ


-> Mehrheit im I. und III. Quadranten: positiver Zusammenhang

-> Mehrheit im II. und IV. Quadranten: negativer Zusammenhang

-> Stärke und Art des Zusammenhangs wird mit

Korrelationskoeffizienten von Bravais-Pearson bestimmt

wie kann der Korrelationskoeffizient von Bravais-Pearson berechnet und interpretiert werden?

kann Punktewolke im Diagramm durch lineare Gerade beschrieben werden?

-> je enger Punkte beieinander sind und Gerade bilden, desto stärker

der lineare Zusammenhang

-> Notation: rx,y (s. FS)

-> Zähler wird auch als Kovarianz bezeichnet (entscheidet über

Vorzeichen)

-> Werte von -1 bis 1 (1: perfekter positiv linearer ZH,

0: kein linearer ZH)

-> Koeffizient positiv: positiv linearer Zusammenhang (und umgekehrt)


Interpretation:

0 ≤ rx,y ≤ 0,2: kein linearer Zusammenhang

0,2 < rx,y ≤ 0,4: schwacher negativer/positiver linearer Zusammenhang

0,4 < rx,y ≤ 0,6: mittlerer negativer/positiver linearer Zusammenhang

0,6 < rx,y ≤ 0,8: starker negativer/positiver linearer Zusammenhang

0,8 < rx,y ≤ 1: sehr starker negativer/positiver linearer Zusammenhang

welche Probleme können bei der Interpretation von Korrelationen auftreten?

  1. trotz Korrelation besteht keine kausale Beziehung und es kann nicht gesagt, ob eine Variable die andere beeinflusst
  2. Scheinkorrelation: bei hohen Korrelationen könnte eine dritte Variable dafür verantwortlich sein
  3. Nonsense-Korrelation: Korrelationen zwischen sachfremden Variablen sollten nicht überbewertet werden
  4. es könnte eine andere Art des Zusammenhangs statt linearer Zusammenhang vorliegen

wie kann die Auswirkung einer oder mehrerer kardinalskalierter Variablen auf eine andere kardinalskalierte Variable untersucht werden?

lineare Regressionsanalyse

-> Einfluss einer Variable: einfache lineare Regression

-> Einfluss mehrerer Variablen: multiple lineare Regression

-> für jeden Merkmalsträger existiert ein Punktepaar (xi, yi)

-> es muss ein begründeter Verdacht bestehen

-> X: unabhängige Variable oder Prädiktor

-> Y: abhängige Variable oder Kriterium


Voraussetzungen:

  1. beide Variablen müssen kardinalskaliert sein
  2. beide Variablen müssen in linearem Zusammenhang stehen
  3. X beeinflusst Y und NICHT andersrum


Vorgehen bei der linearen Regression:

  1. Streudiagramm erstellen (unabhängige Variable auf x-Achse)
  2. Korrelationskoeffizient von Bravais-Pearson
  3. Bestimmung der Regressionsgeraden yi (s. FS)


Bestimmung der Regressionsgeraden: Methode der kleinsten Quadrate

-> es soll die Gerade ermittelt werden, die die größte Nähe zu den

Punkten im Streudiagramm aufweist

-> die Werte werden dabei geschätzt (yi mit Dach)

-> Abweichungen/Fehler werden als Residuum bezeichnet

-> Methode der kleinsten Quadrate versucht, Fehler zu minimieren

-> Abweichungen werden quadriert und summiert, um eine minimale

Summe zu erreichen

wie werden die Koeffizienten der linearen Regression interpretiert?

durch Regressionsgerade werden Parameter a und b bekannt

-> a: Regressionskonstante (y-Achsenabschnitt)

-> b: Regressionskoeffizient (Steigung der Geraden)


Regressionskoeffizient kann positiv oder negativ sein

-> positiv: positiver Einfluss auf abhängige Variable (und umgekehrt)

-> je größer Koeffizient, desto steiler Regressionsgerade

wie kann die Qualität der geschätzten Regressionsgeraden beurteilt werden?

Korrelationskoeffizient von Bravais-Pearson

-> ist Streuung nicht annähernd linear, sollte lineare Gerade auch nicht

zur Prognose verwendet werden

-> min. Korrelationskoeffizient von 0,5 oder -0,5


Bestimmtheitsmaß/Determinationskoeffizient

-> erklärte Streuung: auf unabhängige Variable zurückzuführen

-> nicht erklärte Streuung: nicht beachtete Variablen und Messfehler

-> Gesamtstreuung: Summe beider Streuungen

-> Bestimmtheitsmaß R² setzt erklärte Streuung in Relation zu

Gesamtstreuung (Werte von 0 bis 1)

-> R² von 0,7: 70% der Streuung durch unabhängige Variable

-> min. R² von 0,3 für zufriedenstellende Prognose


Standardfehler

-> beschreibt absoluten Schätzfehler bei Nutzung der Regression

-> bei Prognose abhängiger Variable können Fehler auftreten

-> durchschnittlicher Fehler: σx,y mit Dach

-> in Kombination zu anderen Qualitätskriterien zu interpretieren