was sind bivariate Analysen?
Zusammenhang zwischen zwei Variablen aufdecken
-> auch: zweidimensionale Daten
Skalenniveau von entscheidender Bedeutung:
wie wird der Zusammenhang zweier nominalskalierter Merkmale untersucht?
Kontingenzanalyse
-> zu untersuchende Merkmale mit A und B gekennzeichnet
-> verschiedene Ausprägungen (müssen nicht gleich viele sein):
-> gemeinsame Betrachtung ergibt I*J verschiedene Ausprägungen
Schritte der Datenanalyse:
was ist eine Kontingenztabelle für absolute Häufigkeiten?
Zusammenfassung der absoluten Häufigkeiten nij für die einzelnen Ausprägungen
-> Gegenstück zur Häufigkeitstabelle
-> Zeilen: Ausprägungen des Merkmals A
-> Spalten: Ausprägungen des Merkmals B
-> im Zentrum: absolute Häufigkeiten aller Kombinationen
-> am Rand: Randhäufigkeiten (summieren Häufigkeiten auf)
-> rechte untere Ecke: Gesamtgröße der Stichprobe
was ist der korrigierte Kontingenzkoeffizient?
quantifiziert Zusammenhang zwischen zwei Merkmalen, von denen min. eins nominalskaliert ist
vier Schritte der Berechnung:
1.) Berechnung der erwarteten Häufigkeiten nij mit Welle (s. FS)
-> absolute Häufigkeiten, die ohne Zusammenhang auftreten würden
-> deskriptive Unabhängigkeit: nij = nij mit Welle
2.) Berechnung der Abstände zwischen absoluten und erwarteten
Häufigkeiten X² (chi) s. FS
-> je größer Abweichung, desto stärker Zusammenhang
-> Werte zwischen 0 und unendlich möglich
-> X² = 0 steht für deskriptive Unabhängigkeit
-> positiv von n abhängig (je größer n, desto größer X²
3.) Berechnung des Kontingenzkoeffizienten K (s. FS)
-> nötig für interpretierbares Ergebnis
-> nur Werte von 0 bis 1 (0, wenn X² = 0)
-> je größer X², desto größer K
4.) Berechnung des korrigierten Kontingenzkoeffizienten K* (s. FS)
-> Einfluss von Anzahl der Ausprägungen wird ausgeschaltet
-> Werte zwischen 0 und 1
wie kann der korrigierte Kontingenzkoeffizient interpretiert werden?
0 ≤ K* ≤ 0,2: kein Zusammenhang/keine Abhängigkeit
0,2 < K* ≤ 0,4: schwacher Zusammenhang/schwache Abhängigkeit
0,4 < K* ≤ 0,6: mittlerer Zusammenhang/mittlere Abhängigkeit
0,6 < K* ≤ 0,8: starker Zusammenhang/starke Abhängigkeit
0,8 < K* ≤ 1: sehr starker Zusammenhang/sehr starke Abhängigkeit
wie wird der Zusammenhang zweier ordinalskalierter Merkmale untersucht?
Rangkorrelationsanalyse
-> zu untersuchende Merkmale mit X und Y gekennzeichnet
-> für jeden Merkmalsträger existiert ein Punktepaar (xi, yi)
-> Merkmale lassen sich auf Monotonie überprüfen
Monotonie mit zwei verschiedenen Möglichkeiten:
1.) gleichgerichteter/monoton wachsender Zusammenhang
-> x1<x2 <--> y1<y2
2.) entgegengesetzter/monoton fallender Zusammenhang
-> x1<x2 <--> y1>y2
wie kann geprüft werden, ob die beiden ordinalskalierten Merkmale einen monotonen Zusammenhang aufweisen?
Merkmalsträgern werden Rangplätze zugeordnet
-> Person mit stärkster Ausprägung erhält Rang 1
-> Ränge für Beobachtungen xi des Merkmals X mit ri bezeichnet
-> Ränge für Beobachtungen yi des Merkmals Y mit si bezeichnet
Berechnung des Rangkorrelationskoeffizienten von Spearman (s. FS)
-> Notation: rS
-> Zusammenhang zwischen zwei Merkmalen, die beide min.
ordinalskaliert sind
-> Werte von -1 bis 1
-> negative Werte: monoton fallender Zusammenhang
-> positive Werte: monoton steigender Zusammenhang
wie kann der Rangkorrelationskoeffizient von Spearman interpretiert werden?
0 ≤ rS ≤ 0,2: kein monotoner Zusammenhang
0,2 < rS ≤ 0,4: schwacher monoton fallender/wachsender ZH
0,4 < rS ≤ 0,6: mittlerer monoton fallender/wachsender ZH
0,6 < rS ≤ 0,8: starker monoton fallender/wachsender ZH
0,8 < rS ≤ 1: sehr starker monoton fallender/wachsender ZH
bei der Interpretation müssen die Wörter "und umgekehrt" genutzt werden!
wie wird der Zusammenhang zweier kardinalskalierter Merkmale untersucht?
Korrelationsanalyse
-> zu untersuchende Merkmale mit X und Y gekennzeichnet
-> für jeden Merkmalsträger existiert ein Punktepaar (xi, yi)
Streudiagramm wird gezeichnet (Koordinatensystem)
-> x-Achse mit Merkmal X und y-Achse mit Merkmal Y
-> Punktepaare werden im Koordinatensystem eingetragen
-> Anordnung der Punkte lässt Aussagen über Zusammenhang zu
wie kann ein Streudiagramm interpretiert werden?
Aufteilung in Quadranten durch x quer und y quer (Mittelwerte)
-> Mehrheit im I. und III. Quadranten: positiver Zusammenhang
-> Mehrheit im II. und IV. Quadranten: negativer Zusammenhang
-> Stärke und Art des Zusammenhangs wird mit
Korrelationskoeffizienten von Bravais-Pearson bestimmt
wie kann der Korrelationskoeffizient von Bravais-Pearson berechnet und interpretiert werden?
kann Punktewolke im Diagramm durch lineare Gerade beschrieben werden?
-> je enger Punkte beieinander sind und Gerade bilden, desto stärker
der lineare Zusammenhang
-> Notation: rx,y (s. FS)
-> Zähler wird auch als Kovarianz bezeichnet (entscheidet über
Vorzeichen)
-> Werte von -1 bis 1 (1: perfekter positiv linearer ZH,
0: kein linearer ZH)
-> Koeffizient positiv: positiv linearer Zusammenhang (und umgekehrt)
Interpretation:
0 ≤ rx,y ≤ 0,2: kein linearer Zusammenhang
0,2 < rx,y ≤ 0,4: schwacher negativer/positiver linearer Zusammenhang
0,4 < rx,y ≤ 0,6: mittlerer negativer/positiver linearer Zusammenhang
0,6 < rx,y ≤ 0,8: starker negativer/positiver linearer Zusammenhang
0,8 < rx,y ≤ 1: sehr starker negativer/positiver linearer Zusammenhang
welche Probleme können bei der Interpretation von Korrelationen auftreten?
wie kann die Auswirkung einer oder mehrerer kardinalskalierter Variablen auf eine andere kardinalskalierte Variable untersucht werden?
lineare Regressionsanalyse
-> Einfluss einer Variable: einfache lineare Regression
-> Einfluss mehrerer Variablen: multiple lineare Regression
-> für jeden Merkmalsträger existiert ein Punktepaar (xi, yi)
-> es muss ein begründeter Verdacht bestehen
-> X: unabhängige Variable oder Prädiktor
-> Y: abhängige Variable oder Kriterium
Voraussetzungen:
Vorgehen bei der linearen Regression:
Bestimmung der Regressionsgeraden: Methode der kleinsten Quadrate
-> es soll die Gerade ermittelt werden, die die größte Nähe zu den
Punkten im Streudiagramm aufweist
-> die Werte werden dabei geschätzt (yi mit Dach)
-> Abweichungen/Fehler werden als Residuum bezeichnet
-> Methode der kleinsten Quadrate versucht, Fehler zu minimieren
-> Abweichungen werden quadriert und summiert, um eine minimale
Summe zu erreichen
wie werden die Koeffizienten der linearen Regression interpretiert?
durch Regressionsgerade werden Parameter a und b bekannt
-> a: Regressionskonstante (y-Achsenabschnitt)
-> b: Regressionskoeffizient (Steigung der Geraden)
Regressionskoeffizient kann positiv oder negativ sein
-> positiv: positiver Einfluss auf abhängige Variable (und umgekehrt)
-> je größer Koeffizient, desto steiler Regressionsgerade
wie kann die Qualität der geschätzten Regressionsgeraden beurteilt werden?
Korrelationskoeffizient von Bravais-Pearson
-> ist Streuung nicht annähernd linear, sollte lineare Gerade auch nicht
zur Prognose verwendet werden
-> min. Korrelationskoeffizient von 0,5 oder -0,5
Bestimmtheitsmaß/Determinationskoeffizient
-> erklärte Streuung: auf unabhängige Variable zurückzuführen
-> nicht erklärte Streuung: nicht beachtete Variablen und Messfehler
-> Gesamtstreuung: Summe beider Streuungen
-> Bestimmtheitsmaß R² setzt erklärte Streuung in Relation zu
Gesamtstreuung (Werte von 0 bis 1)
-> R² von 0,7: 70% der Streuung durch unabhängige Variable
-> min. R² von 0,3 für zufriedenstellende Prognose
Standardfehler
-> beschreibt absoluten Schätzfehler bei Nutzung der Regression
-> bei Prognose abhängiger Variable können Fehler auftreten
-> durchschnittlicher Fehler: σx,y mit Dach
-> in Kombination zu anderen Qualitätskriterien zu interpretieren