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Haven't started11

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Haven't started (11)

Begriffsklärung

  • informelle und nicht explizit geplante Lerninhalte/-ziele, die in der Schule vermittelt werden
  • unausgesprochene Normen, Werte, Verhaltensweisen und soziale Dynamiken, die in der Schule existieren und SuS implizit erlernt werden
  • wird nicht bewusst gesteuert und kann an Schulen variieren

4 Aspekte des HLP

  • Rückseite des Lehrplans
  • Gestaltung des Schullebens außerhalb des Unterrichts
  • Schulfach als Denk- und Handlungsrahmen
  • Tatsache, dass SuS in Peer-groups unterrichtet werden

Rückseite des Lehrplans

  • Lehrpläne als Auswahl bestimmter Themen und Ziele
  • Manche Inhalte und ziele werden unbewusst ausgeschlossen
  • Beispiel: Migrationsphänomene werden überwiegend mit krisenhaften Entwicklungen verknüpft

Gestaltung des Schullebens

  • Schul- und Hausordnungen enthalten oft ein umfangreiches Lernprogramm
  • Lehrer-Schüler-Beziehungen innerhalb und außerhalb des Unterrichts
  • Regeln für Anwesenheit, Sauberkeit, Mensa, Sicherheit, Verhalten in Pausen

Schulfach als Denk- und Handlungsrahmen

  • Fächer/Lernbereiche als Gerüst der institutionalisierten Lehr- und Lernpraxis (Stellenwert von Haupt- und Nebenfächern)
  • Stundenpläne als Zeitgefäße für interessenunabhängiges Lernen (Gesellschaftliche Vorgaben wichtiger als individuelles Interesse)

Schulklasse als soziales System

  • Schule sozialisiert.
  • In der Grundschule noch nah an Familie, stärkere affektive Beziehung zur Lehrkraft
  • In der Oberstufe mehr Distanz, mehrere Lehrpersonen, peers werden wichtiger als Erwachsene, Wettbewerbscharakter verstärkt sich

Ideales Leistungsprinzip

  • Leistung zählt
  • jeder soll gleiche Möglichkeit auf erfolg haben
  • Schule modelliert als Wettbewerb, bei dem jeder seine Leistung zeigt und im Vergleich mit Mitbewerbern nach seinen schulischen Leistungen beurteilt wird

Reales Leistungsprinzip

  • Auch Herkunft zählt: Primäre Disparitäten = Familie; sekundäre Disparitäten = Bildungsentscheidungen der Eltern
  • Keiner liegen bereits bei Schuleintritt ein bis zwei Jahre in ihrem Können auseinander

Schulkritik von Bourdieu

  • Schulerfolg wird sozial vererbt
  • Schulen/Unis reproduzieren die herrschende Sozialstruktur
  • hohes kulturelles und soziales Kapital werden in der Schule in Anerkennungstitel (z.B. gute Noten und Abschlüsse) umgemünzt

Primäre Bildungsungleichheiten

  • Einfluss der Herkunft auf die Kompetenz- / Leistungsentwicklung


Sekundäre Bildungsungleichheiten

  • Einfluss der Herkunft auf familiäre Bildungsentscheidungen oder Schullaufbahnentscheidungen
  • Beitrag der Schule umstritten