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Haven't started (37)

Nennen Sie die die vier (Haupt-)Funktionen, welche Controlling-Information bzw. Controlling-Instrumenten im Rahmen der Unternehmensführung zukommen.

  • Planung (ex ante Bewertung), 
  • Kontrolle (ex post Performancemessung), 
  • Motivation (Incentivierung, Anreizgestaltung), 
  • Koordination (koordinierte Bereichssteuerung)

Nennen & erläutern Sie die drei Sachinterdependenzarten (Interdependenz = wechselseitige Abhängigkeit von Tatbeständen).

Restriktionsverbund liegt vor, wenn die Aktionsmöglichkeiten min. eines Entscheidungsbereichs davon abhängen, welche Aktionen in einem anderen Bereich durchgeführt werden. Bsp.: mögliche Absatzmenge abhängig von Produktionsmenge; mögliche Produktionsmenge des Endproduktes abhängig von Produktionsmenge eines Zwischenproduktes 


Der Erfolgsverbund 

bezeichnet, dass die Auswirkungen von Maßnahmen eines Bereichs auf den Gesamterfolg von Maßnahmen in einem anderen Bereich abhängig sind. Bsp.: Werbung; nicht-lineare Kostenfunktion (Grenzkosten abhängig von Produktionsmenge & umgekehrt)


Risikoverbund liegt vor, wenn die Erfolge der Bereiche voneinander stochastisch abhängig sind. Die Auswirkungen riskanter Maßnahmen eines Bereichs auf die Streuung des Gesamterfolgs hängen von riskanten Maßnahmen in einem anderen Bereich ab. Bsp.: Portefeuille-Bildung; Diversifikation 

Nennen Sie die drei Formen von Informationsasymmetrien & charakterisieren Sie diese anhand ihrer Vergleichskriterien.

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Nennen & erläutern Sie die drei Lösungsansätze um Abbau von Informationsasymmetrien die hidden characteristics. Geben Sie jeweils ein Beispiel pro Lösungsansatz.

Beim Signalling sendet der Agent eindeutige Signale, die nicht von schlechteren Mitbewerbern imitiert werden können, Bsp.: gutes Hochschulzeugnis.


Beim Screening ergreift der Prinzipal die Initiative & versucht die Information über die Eigenschaften des Agenten herauszufiltern, Bsp.: durch Eignungstests.


Bei der Self Selection bietet der Prinzipal dem Agenten mehrere Verträge an zw. denen der Agent aussuchen kann, Bsp.: hohe Erfolgsbeteiligung mit geringem Fixum & geringe Erfolgsbeteiligung mit hohem Fixum.

Nennen & erläutern Sie die drei Grundprinzipien zur Beurteilung von Erfolgskonzepten (Ermittlung von Periodenerfolgen). Geben Sie außerdem für jedes der drei Grundprinzipien an, welche Bedeutung es für Anreize & für Kontrolle hat.

Nach dem Prinzip der Barwertidentität gilt der Barwert der Cashflows des Unternehmens als übergeordnetes Beurteilungskriterium. Das Prinzip fordert, dass der Barwert der Periodenerfolge = Barwert der Ausschüttungen entspricht. Für Planung ist dies wichtig, da es sonst zu Fehlbewertungen kommt. Für Kontrolle ist dies wichtig, da sonst die Beurteilung von Entscheidungen erschwert wird. Für Anreize zählt dies als Grundvoraussetzung für Anreizkompatibilität, da sonst Gefahr von Fehlanreizen & -entscheidungen besteht.


Das Prinzip der Entscheidungsverbundenheit fordert, dass der Erfolgsausweis in unmittelbarer Verbindung & somit auch in zeitlicher Nähe zu den entsprechenden Entscheidungen stehen sollte. Für Kontrolle ist dies wichtig für Folgemaßnahmen. Für Anreize ist dies wichtig, wenn Manager ungeduldiger sind.


Das Prinzip der Manipulationsfreiheit fordert, dass eine Manipulation der Erfolgsrechnung durch den Manager ausgeschlossen sein sollte. Für Kontrolle ist dies wichtig, da die Kontrolle sonst beeinträchtigt wird. Für Anreize ist dies wichtig, da sonst Gefahr von Fehlanreizen besteht.


Grundsätzlich bestehen Konflikte zw. der Entscheidungsverbundenheit & der Manipulationsfreiheit.

Wann sind Rentabilitätskennzahlen vereinbar mit dem Kapitalwertkriterium? 

Rentabilitätskennzahlen sind nur mit dem Kapitalwertkriterium (bzw. Barwertkriterium) vereinbar, sofern es sich um Normalinvestitionen handelt, die sich nicht gegenseitig ausschließen. 

Erläutern Sie, ob eine Beurteilung dieser Projekte im Rahmen der Planung auf Basis ihrer Rentabilität in Betracht kommt.

Rentabilitätskennzahlen eignen sich grundsätzlich nicht für eine adäquate wertorientierte Steuerung. Für die Planung sind sie nur bedingt geeignet; für die Performancemessung & Managemententlohnung sind Fehlbeurteilungen bzw. Fehlanreize vorprogrammiert. Grund für die mangelnde Eignung ist, dass die Werterzielung sowohl von der Rendite (bzw. Überrendite) als auch von der Kapitalbasis abhängt. Es sollte sich an absoluten Erfolgskennzahlen (Wertbeitragskennzahlen) orientiert werden.

Diskutieren Sie allgemein die Problematik der Vernachlässigung von Eigenkapitalzinsen beim kaufmännischen Gewinn (Jahresüberschuss) als Bemessungsgrundlage für Prämien. 

Der Barwert der Gewinne lässt sich bei gegebener Investitionspolitik durch den Ansatz einzelner Vermögenswerte sowie durch die Finanzierungs-

bzw. Ausschüttungspolitik erhöhen. Ferner lässt sich der Barwert der Gewinne durch die Durchführung von Investitionsprojekten mit negative

Kapitalwert bzw. durch den Verzicht auf Investitionsprojekte mit positivem Kapitalwert erhöhen. Der Jahresüberschuss eignet sich daher nicht für 

eine adäquate wertorientierte Steigerung. Für die Planung, Performancemessung & Managemententlohnung sind Fehlbeurteilungen bzw. 

Fehlanreize vorprogrammiert. Grund für die mangelnde Eignung ist, dass das Eigenkapital „umsonst“ zur Verfügung gestellt wird. Da die Belastung mit EK-Zinsen wegfällt, werden zu hohe Wertbeiträge ausgewiesen, weshalb die Tendenz steigt, wertvernichtende Investitionen durchzuführen. 


Erläutern Sie kurz die Problematik (Schwächen) des kaufmännischen Gewinns (Jahresüberschuss) als Bemessungsgrundlage.

Bei der Berechnung des Jahresüberschusses werden die Eigenkapitalzinsen vernachlässigt (Prinzip der Barwertidentität verletzt). Dadurch 

kann sich eine positive Performance ergeben, auch wenn keine risikoadäquate Verzinsung erreicht wird. Es gibt den Anreiz, Fremdkapital 

durch Eigenkapital zu substituieren; Mittel einzubehalten, die evtl. keine adäquate Verzinsung bringen; Gewinne z. B. durch späte 

Abschreibung vorzuverlagern; & eigenkapitalfinanzierte Investitionsobjekte mit negativem Kapitalwert durchzuführen. Zusätzlich ist der Jahresüberschuss kurzfristig & vergangenheitsorientiert (Prinzip der Entscheidungsverbundenheit verletzt). Er ist außerdem durch die Ausnutzung von Ansatz- & Bewertungswahlrechten teilweise manipulierbar (Prinzip der Manipulationsfreiheit verletzt).


Nennen Sie zwei Möglichkeiten, wodurch der Residualgewinn die Schwächen des kaufmännischen Gewinns abmildern soll.

  • Berücksichtigung von Zinsen für das gesamte eingesetzte Kapital


  • Modifizierung des Gewinns nach handelsrechtlichen Vorschiften

Erläutern Sie kurz, wann bzgl. der Residualgewinne Barwertidentität besteht. 

Bezüglich der Residualgewinne besteht Barwertidentität, sofern die Gewinnermittlung nach dem Kongruenzprinzip erfolgt; kalkulatorische Zinsen auf die Restbuchwerte bzw. auf das gesamte „gebundene Kapital“ am Periodenanfang berechnet werden; die Residualgewinne mit demselben Zinssatz diskontiert werden, mit dem Zinsen auf das Kapital berechnet werden.

Erläutern Sie kurz die Anforderung der Anreizkompatibilität.

Der Manager erzielt nur dann einen finanziellen Vorteil bzw. Nachteil, wenn gleichzeitig die Shareholder einen finanziellen Vorteil bzw. Nachteil erzielen. 

Der ökonomische Gewinn nach Zinsen lässt sich bei Risiko in zwei Komponenten aufspalten.


Nennen Sie diese & erläutern Sie jeweils kurz, was diese ökonomisch bedeuten. Begründen Sie außerdem, welcher der beiden Effekte sich eher eignet, um die Leistung des Managements zu beurteilen. 

Der Aktionseffekt bezieht sich auf den Einfluss der neu getroffenen Investitionsentscheidungen auf den ökonomischen Gewinn. Er zeigt, wie diese Entscheidungen den finanziellen Erfolg beeinflussen. Der AE wird durch den Kapitalwert der in t neu in das Investitionsprogramm aufgenommen, bisher noch nicht antizipierten Projekte gemessen. Der AE meint also die antizipierte Wertschaffung durch neue Investitionsentscheidungen der Periode t. Ergibt sich ein positiver AE, generiert die Investition voraussichtlich einen Gewinn. Der AE ist guten Management-Entscheidungen zu verdanken.


Der Informationseffekt meint die Abweichung des ökonomischen Gewinns im Zustand s zum Zeitpunkt t von seinem Erwartungswert. Er beschreibt den Einfluss des Umweltzustandes auf den ökonomischen Gewinn. Im Zeitpunkt t steht fest, welcher Umweltzustand sich eingestellt hat. Damit ist der Cashflow in t sicher. Gleichzeitig reduziert sich die Zahl möglicher zukünftiger Umweltzustände. Unsicherheit über die Zukunft nimmt daher mit jeder Periode ab. Der IE tritt idR ohne das Zutun des Managements auf & hat einen Erwartungswert von 0. Da der IE ohne das Zutun des Managements auftritt, macht es keinen Sinn die Manager nach ihm zu beurteilen. Es eignet sich eine Beurteilung nach dem AE, weil dieser die Wertschaffung neuer Investitionen antizipiert & der Manager darauf Einfluss hat. 


Erklären Sie in wenigen Worten die Begriffe kaufmännischer Gewinn & ökonomischer Gewinn & geben Sie den zentralen Unterschied zw. den beiden Gewinnkonzepten an.

Der kaufmännische Gewinn (Jahresüberschuss) ist der nach handelsrechtlichen Vorschriften ermittelte Gewinn. Der Gewinn wird als absoluter Periodenerfolg ermittelt, indem der Periodenertrag dem Periodenaufwand gegenübergestellt wird (Gewinn = Ertrag – Aufwand). Es kommt zu keiner Anrechnung kalkulatorischer Zinsen auf das Eigenkapital & der Gewinn ist vergangenheitsorientiert.


Der ökonomische Gewinn ergibt sich aus der Veränderung des Ertragswerts gegenüber der Vorperiode & dem aktuellen Zahlungsüberschuss. Es gibt keinen Ansatz von Zinsen beim Ertragswertvergleich & der Gewinn ist zukunftsorientiert.


Definieren Sie den Begriff der Entscheidungsverbundenheit. Ist die Entscheidungsverbundenheit jeweils beim kaufmännischen Gewinn bzw. beim ökonomischen Gewinn gewährleistet? Begründen Sie ihre Antwort kurz.

Entscheidungsverbundenheit fordert, dass der Erfolgsausweis in unmittelbarer Verbindung & somit auch in zeitlicher Nähe zu den entsprechenden Entscheidungen stehen sollte. Die heutige Entscheidung für eine in späteren Jahren wertschaffende Investition muss sich deshalb sofort in der betrachteten Erfolgsgröße bemerkbar machen.


Beim kaufmännischen Gewinn ist dies nicht der Fall. Er wird von solchen Investitionen evtl. sogar zunächst negativ beeinflusst.


Der ökonomische Gewinn dagegen antizipiert die zukünftige Wertschaffung einer Investition sofort bei Anschaffung, indem als Erfolgsgröße nicht nur der jährliche Zahlungsüberschuss, sondern auch die Veränderung im Ertragswert des Unternehmens betrachtet wird. 

Definieren Sie den Begriff der Manipulationsfreiheit & erklären Sie kurz, warum der ökonomische Gewinn das Prinzip der Manipulationsfreiheit grundsätzlich verletzt. 

Manipulationsfreiheit fordert, dass eine Manipulation der Erfolgsrechnung durch den Manager ausgeschlossen sein sollte. Der ökonomische Gewinn verletzt die Manipulationsfreiheit grundsätzlich, weil Ertragswerte subjektive Größen sind, die auf subjektiven Wahrscheinlichkeiten basieren. Dies impliziert eine sehr hohe Manipulationsgefahr. 


Nennen Sie die drei Center Konzepte. Nennen Sie ferner die jeweiligen Verantwortungen & Ziele der drei Center-Konzepte.

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Nennen & erläutern Sie die drei Interdependenzarten, die zw. Bereichen auftreten können.

Restriktionsverbund liegt vor, wenn die Aktionsmöglichkeiten min. eines Entscheidungsbereichs davon abhängen, welche Aktionen in einem anderen Bereich durchgeführt werden. 


Der Erfolgsverbund bezeichnet, dass die Auswirkungen von Maßnahmen eines Bereichs auf den Gesamterfolg von Maßnahmen in einem anderen Bereich abhängig sind. 


Risikoverbund liegt vor, wenn die Erfolge der Bereiche voneinander stochastisch abhängig sind. Die Auswirkungen riskanter Maßnahmen eines Bereichs auf die Streuung des Gesamterfolgs hängen von riskanten Maßnahmen in einem anderen Bereich ab. 


Definieren Sie den Begriff Budget.

Das Budget ist eine wertmäßige Plangröße, die einem Verantwortungsbereich für eine Budgetperiode vorgegeben wird. Es dient als Zielvorgabe, legt aber keine konkreten Handlungen zur Erreichung des Budgets fest & wirkt daher als implizite Vorgabe eines Handlungsrahmens. Budgets werden Abteilungen zugeteilt & der Abteilungsleiter trägt die Verantwortung für dessen Einhaltung.

Erläutern Sie kurz die Funktionen von Budgets.

Budget hat eine ...

  • Planungsfunktion zur Unterstützung der Maßnahmenpläne durch Formulierung von Orientierungshilfen. 
  • Koordinationsfunktion zur Abstimmung der Bereiche & Allokation knapper Ressourcen. 
  • Motivationsfunktion zur Ausnutzung von Informations- & Qualifikationsvorteilen der beteiligten Mitarbeiter durch Festlegung von Zielvorgaben ohne explizite Verhaltensnormen. Dabei beeinflusst der Grad der Partizipation die Motivation, welche zusätzlich durch finanzielle Anreize bei Bindung der Vergütung an die Budgeterreichung gefördert werden kann. 
  • Kontrollfunktion: Analyse von Budgetabweichungen als Grundlage für Anpassungen & für die Beurteilung von Bereichen & Bereichsleitern. 


Nennen Sie die verschiedenen Arten von Budgets

  • Operatives & strategisches Budget;
  • Rahmenbudget;
  • Investitionsbudget, Gewinnbudget, Kosten- & Umsatzbudget;
  • Projektbudget;
  • Nachtragsbudget


Grundsätzlich sind Rentabilitätskennzahlen nur mit dem Kapitalwertkriterium vereinbar, wenn es sich um Normalinvestitionen handelt, die sich nicht gegenseitig ausschließen. Nennen Sie den Grund, wieso die Unternehmensleitung im vorliegenden Fall dennoch die Tranchen auf Basis der Grenzrenditen (ohne Kenntnis der (absoluten) Überschüsse) verteilen könnte. 

Die Rendite bezieht sich auf dieselbe absolute Anfangsinvestition, weshalb eine direkte Vergleichbarkeit möglich ist. 

Nennen Sie jeweils einen Vor- & Nachteil der Top-Down- bzw. Bottom-Up-Budgetierung. Nennen Sie außerdem den Namen der Kombination der beiden Budgetierung. Nennen Sie zudem den Partizipationsgrad bei allen drei Budgetierungen.

Top-Down:

Vorteil – Berücksichtigung von Bereichsinterdependenzen im Rahmenplan;

Nachteil – mögliche Probleme der Realisation der Pläne bzw. des Budgets aufgrund fehlender Detailkenntnisse der obersten Unternehmensebene; keine Partizipation des Bereichsmanagers


Bottom-Up:

Vorteil – Berücksichtigung der Detailkenntnisse;

Nachteil – Interdependenzen werden nicht hinreichend berücksichtigt; maximale Partizipation des Bereichsmanagers


Kombination: Budgetierung im Gegenstromverfahren; mäßige Partizipation des Bereichsmanagers


Nach welchem Kalkül wird die Unternehmensleitung die zur Verfügung stehenden Mittel aufteilen?


Die UL wird die Mittel so aufteilen, dass sie den Endwert maximiert. Dazu wird sie jede Tranche dort einsetzen, wo diese die höchste Rendite erwirtschaftet. 

Was beinhaltet das sogenannte „Revelation Principle“? 

Die Unternehmensleitung kann sich bei der Suche nach geeigneten Anreizmechanismen auf direkte, wahrheitsinduzierende Mechanismen

konzentrieren. Bsp.: Weitzman-Schema, Profit Sharing, Groves-Mechanismus

Für welche Entscheidungssituationen eignet sich der Groves-Mechanismus im Gegensatz zum Weitzman-Schema?

Der Groves-Mechanismus eignet sich als Anreizmechanismus für mehrere Bereichsmanager zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung.


Das Weitzman-Schema eignet sich als Anreizmechanismus für einen einzelnen Bereichsmanager zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung.

Es sollen zwei Sparten gebildet & als Investment-Center geführt werden. Die Allokation der vorhandenen Ressourcen soll anhand der dezentralen Berichte erfolgen. Es soll das bereits bewährte Konzept nach Weitzman genutzt werden, um wahrheitsgemäße Berichte zu erhalten. Sie schaffen es, die Entscheidung zu vertagen. Weshalb muss die Verwendung des Weitzman-Schemas bei der veränderten Ausgangssituation nicht in jedem Fall vorteilig für die AG sein? 

Manager können durch den Bericht die Ressourcenallokation & damit den in ihrer Sparte erzielten Gewinn beeinflussen. Andere Anreizschemata, wie der Groves-Mechanismus, haben das Merkmal, dass der eigene Bericht nicht direkt den Bereichserfolg & somit nicht die Entlohnung beeinflussen kann.

Erläutern Sie den Begriff „Kennzahlen“ & nennen Sie Arten von Kennzahlen. 

Kennzahlen sind quantitative Daten, die als bewusste Verdichtung der komplexen Realität über zahlenmäßig erfassbare betriebswirtschaftliche Sachverhalte informieren sollen. Sie gestatten einen schnellen, pointierten Blick auf wichtige betriebliche Fakten & sind eine fruchtbare Infromationsquelle.


Arten von Kennzahlen:

  • Absolute Zahlen (Bestandsgrößen, Summen, Differenzen)
  • Verhältniszahlen (Beziehungszahlen, Gliederungszahlen, Indexzahlen) 


Nennen Sie die drei übergeordneten Beziehungsarten von Kennzahlen

  • logische,
  • empirische
  • hierarchische Beziehungen

Stellen Sie die verschiedenen Beziehungsarten, die zw. Kennzahlen bestehen können, in einer Übersichtsgrafik dar. 

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Nennen Sie die beiden primären Funktionen von Kennzahlen bzw. Kennzahlensystemen. 

  • Informationsfunktion
  • Steuerungsfunktion

Nennen & erläutern Sie die Hauptaufgaben von Verrechnungspreisen VP. Sind beide Aufgaben miteinander vereinbar?


Koordinationsfunktion: VP helfen bei der Koordination & Lenkung von (kurzfristigen) Entscheidungen in den Bereichen. Insofern beinhaltet die Koordinationsfunktion auch eine Anreiz- bzw. Motivationsfunktion. VP dient als Knappheitspreis für Ressourcen.


Erfolgsermittlungsfunktion: VP helfen bei der Ermittlung & Zurechnung von Erfolgen der/auf die Bereiche. Ein verursachungsgerechter Bereichserfolg dient als Grundlage für die Performancemessung & Managemententlohnung.


Beide Aufgaben sind in der Regel nicht simultan bestmöglich erfüllbar. 


Verrechnungspreise haben u.a. eine Koordinationsfunktion, was eine Koordination & Lenkung von kurzfristigen Entscheidungen in den Bereichen bedeutet. Stellen Sie die grundsätzliche Vorgehensweise bei der Lenkung durch Verrechnungspreise in drei Schritten dar. 

1. Bereiche erhalten die Zielvorgabe zur Maximierung des eigenen Bereichsgewinns.

2. Ermittlung der Bereichsgewinne auf der Basis von VP für die ausgetauschten Güter & Leistungen.

3. Festlegung der Verrechnungspreise erfolgt so, dass mit der Maximierung der Bereichsgewinne auch der Gesamtgewinn der Unternehmung maximiert wird. 


Nennen Sie drei Verfahren zur Festlegung von Verrechnungspreisen. 

  • Marktorientierte Preise,
  • Kostenorientierte Preise,
  • Verhandelte Preise. 

Inwieweit vereinfacht die Existenz eines unvollkommenen externen Marktes für das Zwischenprodukt die Schätzung von Verrechnungspreisen?


Bei unvollkommenem externem Markt liegt der Verkaufspreis für das Zwischenprodukt i.d.R. unter dem Einkaufspreis für das Zwischenprodukt. 

Lohnt es sich, (zusätzlich) Zwischenprodukte am Markt zu kaufen, so kann ein optimaler Verrechnungspreis in Höhe des Einkaufspreises vorgegeben werden. Lohnt es sich, (zusätzlich) Zwischenprodukte am Markt zu verkaufen, so kann ein optimaler Verrechnungspreis in Höhe des Verkaufspreises vorgegeben werden. 

Was versteht man allgemein unter dem Dilemma der pretialen Lenkung? 

Die Ermittlung des optimalen VP kann nur simultan mit der Ermittlung der optimalen Menge erfolgen. Das gewinnmaximale Produktionsprogramm müsste also bekannt sein, um den optimalen VP zu bestimmen. Das ist zum Zeitpunkt der VP-Festlegung aber nicht der Fall.

Beziehen Sie kurz Stellung, inwiefern verhandelte Verrechnungspreise die Erfüllung der beiden Hauptaufgaben von Verrechnungspreisen jeweils gewährleisten. 

Die Koordinations- & Erfolgsermittlungsfunktion werden von verhandelten VP nicht erfüllt.