A.1. Was verstehen Sie unter einer „biologischen Art“?
Eine Population, die durch Genaustausch und Isolationsmechanismen sich von den anderen differenziert hat.
A.2. Definieren Sie die Aufgaben der Systematischen Botanik
A.3. Was verstehen sie unter „binärer Nomenklatur“?
Der Name einer Art ist eine binäre Kombination und besteht aus dem Namen der Gattung und einem einzelnden darauf folgenden Art-Epitheton > Nomenklaturvorschrfit; geht auf Carl von Linne zurück
A.4. Welche Faktoren können zu einer Artbildung führen?
= Speziation > darwinische Grundprinzipien
- Adaptive Radiation: alles geht auf eine Ursprungsart zurück und passt sich dem neuen Umfeld an
A.5. Homologien
Unterrschiedliche Funktion, Gleiche Ursprung
Bsp.: Vordergliedmaßen verschiedener Wirbeltiere, z. B. der Arm des Menschen, der Vogelflügel, das Grabbein des Maulwurfs und die Flosse eines Wals mögen auf den ersten Blick sehr unterschiedlich aussehen. Ihr anatomischer Grundaufbau ist aber vom Oberarmknochen bis zu den Fingerknochen gleich.
A.6. Analogien: =Konvergenzen
Gleiche Funktion, unterschiedliche Ursprung =
Bsp.: Kakteen, die alle in trockenen Gebieten leben können, aber keine Verwandtschaft aufweisen.
B.1. Aus welchen Teilen setzt sich ein Pollinarium zusammen?
Pollinium + Stiel + Klebkörper
B.2. Was verstehen Sie unter Koevolution und nennen Sie Beispiele?
Parallel verlaufende Evolution der Blüten und tierischen Blütenbestäubung
z.B. Bestäuber und deren zu bestäubenden Blüten (Bedecktsamer)
B.3. Nennen Sie Hauptblütenstandstypen
B.4. Welche Ausbreitungstypen von Samen kennen Sie?
- Antropophilie - Mensch
- auf den Tieren– blinde Passagiere (Epizoochorie=Exozoochorie)
- in den Tieren – Darmtrakt (Endozoochorie)
B.5. Aus wie vielen Pollensäcken baut sich eine Theke auf?
Jede Theke hat zwei Pollensäcke (Loculi), in denen sich das sporogene Gewebe (Pollenmutterzelle) befindet.
B.6. Wie nennt man die Gesamtheit der Staubblätter?
Gesamtheit der Staubblätter einer Blütte = Androeceum
B.7. Wie nennt man die Gesamtheit der Fruchtblätter?
Gesamtheit der Fruchtblätter inkl. Samenanlagen = Gynoeceum
B.8. Was ist der Unterschied zwischen Balg und Hülse?
Aufspringen der Karpelle bei der Samenausstreuung:
B.9. Definieren Sie den Begriff Diaspore?
Diaspore oder auch Propagule ist der botanische Sammelbegriff für alle verbreitungsfördernden Einheiten wie Samen, Teilfrüchte, Früchte, Fruchtstände, Sporen, Brutknospen (Bulbillen) oder sonstige vegetative Brutkörper, die der Ausbreitung von Pflanzen oder Pilzen dienen.
B.10. Was sind Elaiosomen und bei welcher Form der Diasporenausbreitung werden sie wichtig?
Deutsch auch Ölkörperchen, bezeichnet man das fettreiche Anhängsel von Diasporen bei Pflanzen.
Es wird von Pflanzen ausgebildet, deren Samen entweder durch Vögel ausgebreitet werden oder durch Ameisen
B.11. Perigon
Wenn die Blätter der Blütenhülle alle gleich sind
B.12. Perianth
Oder Blütenhülle ist die Gesamtheit der sterilen Blattorgane in der Blüte von Bedecktsamigen Pflanzen. Sie sitzt unten bzw. außen.
B.13. Pollenblumen
Blüten, die ausschließlich oder vorwiegend Pollen als Nahrung (Blütennahrung) für Blütenbesucher anbieten. Sie besitzen stets viele Staubgefäße, die reichlich Pollen produzieren, und bieten diesen meist leicht zugänglich (offen) dar.
B.14. Nennen Sie Arten, die Pollenblumen sind
B.15. Welche Spelzen folgen unter dem Ährchen und im Ährchen von unten nach oben aufeinander?
1 Ährchen = 1 Blütenstand
B.16. Skizzieren Sie die taxonomische Hierarchie + Bsp.
Verbindliche taxonomische Kategorien sind abstrakte Ordnungsbegriffen, denen im Rahmen der hierarchischen Ordnung bestimmte Positionen zugewiesen werden.
Beispiel: Hirtentäschelkraut
Abteilung: Spermatophytina
Klasse: Magnoliatae (=Dicotyledonae)
Unterklasse: Dialypetalae (=Freikronenblätter)
Ordnung: Capparales (Kaperngewächse)
Familie: Brassicaceae (Kreuzblüter)
Gattung: Capsella
Art: C. bursa-pastoris (L.) Med.

C.1. Gymnospermen (=Nacktsamer, Coniferophytina)
Holzpflanzen mit sekundären Dickenwachstum
Zumeist immergrün
Blüten eingeschlechtlich; weibliche Blüte hat 1-4 Samenalagen, die nicht in ein Fruchtblatt eingeschlossen sind > offen und nackt; sind nur männlich oder weiblich
C.2. Angiospermen (=Bedecktsamer; Magnoliophyta)
Sie unterscheiden sich von den Nacktsamern darin, dass in ihren Blüten die Samenanlagen von einem Fruchtblatt bzw. Fruchtknoten umschlossen und darin geschützt ("bedeckt") liegen; können zwittern
C.3. Blüte eine monokotylen Pflanzen vs. dykotylen
Monokotylen:
Dikotylen:
C.4.1. Protophypen
Einzeller oder lockere Verbände von Einzellern
z.B. Grünalgen, Kieselalgen
C.4.2. Thallophyten
Feste Zellverbände mit Arbeitsteilung – bilden Gewebe
z.B. Flechten, Pilze, Braunalgen; sind Lagerpflanzen und das eigentliche Festigungsgewebe fehlt ihnen, sofern sie nicht im Wasser leben
C.4.3. Kormophyten
Gliederung des Vegetationskörpers in Sprossachse, Blatt und Wurzel
C.4.4. Warum werden Thallophyten gegenüber Kormophyten als ursprünglicher angesehen?
Weil Thallophyten keine echte Organsysteme wie die Kormophyten haben
D.1. Bedecktsamer
Bedecktsamer sind Pflanzen, die Blüten besitzen und deren Samenanlage in den Fruchtknoten des Fruchtblatts eingeschlossen ist.
D.2. Charakteristika der Angiospermen: Befrüchtung
D.3.1. Zoophilie
Das Auftreten blütenbesuchender Insekten und die Entwicklung der Angiospermenblüte stehen in engem stammesgeschichtlichem Zusammenhang. Ersten Insekten traten vor 350 Millionen Jahren auf – mit der Evolution der Insekten erfolgte Übergang zu biotischer Bestäubgung
D.3.2. Welche Baueigentümlichkeiten der Angiospermenblüte sind in diesem Zusammenhang mit der Zoophilieentstanden?
E.1. Apiaceae: Wuchsform
Kräuter und Stauden, mit gegliederten nebenblattlosen Blättern, die den Stängel mit einer Blattscheide umfassen, hervortretende Knoten, hohle Internodien.

E.2. Apiaceae: Blütenstand
Einfache und zusammengesetzte Dolden.

E.3. Apiaceae: Blütensymmetrie
Radiär, am Rand der Dolden auch zygomorph oder asymmetrisch

E.4. Apiaceae: Blütenhülle
Fünf freie, stark reduzierte Kelchblätter, fünf freie Kronblätter

E.5. Apiaceae: Staubblätter
Fünf freie Staubblätter

E.6. Apiaceae: Fruchtknoten
Ein coenokarper, unterständiger Fruchtknoten aus zwei Fruchtblättern mit zwei Fächern.
Discus = nektarabsondernde Scheibe über dem Fruchtknoten, aus dem beide Griffel herausragen.

E.7. Apiaceae: Bestäubung + Ausbreitung
Scheibenblüten mit offen gebotenem Nektar, Fliegen, Käfer
Ausbreitung: Windstreuer, Epizoochorie

E.8. Apiaceae: Frucht
Spaltfrucht aus zwei Hälften, repräsentieren die beiden Fruchtblätter, Griffel sitzenden Teilfrüchten (Achänen) als „Schnabel“ auf

E.9. Apiaceae: Inhaltsstoffe
Ätherische Öle (Terpene, Phenylpropanderivate)
E.10.1. Unterschied zwischen der Hülle und dem Hüllchen der Apiaceae
E.10.2. Nennen Sie Giftpflanzen unter den Apiaceae
E.10.3. In welche Unterfamilien gliedern sich die Asteraceae? Nennen Sie die Unterschiede
Ordnung: Asterales
Unterfamilie:
E.10.4. Welchen Blütenteilen entspricht der Pappus bei Asteraceae
Blütenhülle: Ursprüngliche 5 Kelchblätter fehlen oder haben sich zu Pappus entwickelt, fünf verwachsene Kronblätter: entweder als radiäre Röhrenblüten oder als zygomorphe Zungenblüten
E.10.5. Pappus
Als Pappus bezeichnet man die zu Haaren, Borsten oder Schuppen umgebildeten Kelchblätter bei Vertretern der Pflanzenfamilie der Korbblütler.
F.1. Fertile Teile der Brassicaceae beschreiben und welcher Fruchttyp bei dieser Familie entsteht
Frucht:
