Flashcards in the set

Haven't started (48)

A.1. Was verstehen Sie unter einer „biologischen Art“?

Eine Population, die durch Genaustausch und Isolationsmechanismen sich von den anderen differenziert hat.

A.2. Definieren Sie die Aufgaben der Systematischen Botanik

  • Untersucht Verwandtschaften, um einzelne Taxa zu einem System einzuordnen (= Klassifizierung)

 

  • Umfasst Phylogenie (Entwicklung der Gruppen, Evolutionsprozesse) und Taxonomie (Klassifikation von Individuen, Taxa, Kategorien; Dokumentation; Nomenklatur)

A.3. Was verstehen sie unter „binärer Nomenklatur“?

Der Name einer Art ist eine binäre Kombination und besteht aus dem Namen der Gattung und einem einzelnden darauf folgenden Art-Epitheton > Nomenklaturvorschrfit; geht auf Carl von Linne zurück

A.4. Welche Faktoren können zu einer Artbildung führen?

= Speziation > darwinische Grundprinzipien

  • Prinzip der phänotypischen und genotypischen Variabilität
  • Prinzip der differentiellen Tauglichkeit
  • Prinzip der Erblichkeit der Fähigkeiten

- Adaptive Radiation: alles geht auf eine Ursprungsart zurück und passt sich dem neuen Umfeld an

A.5. Homologien

Unterrschiedliche Funktion, Gleiche Ursprung 

 

Bsp.: Vordergliedmaßen verschiedener Wirbeltiere, z. B. der Arm des Menschen, der Vogelflügel, das Grabbein des Maulwurfs und die Flosse eines Wals mögen auf den ersten Blick sehr unterschiedlich aussehen. Ihr anatomischer Grundaufbau ist aber vom Oberarmknochen bis zu den Fingerknochen gleich.

A.6. Analogien: =Konvergenzen

Gleiche Funktion, unterschiedliche Ursprung =

 

Bsp.: Kakteen, die alle in trockenen Gebieten leben können, aber keine Verwandtschaft aufweisen.

B.1. Aus welchen Teilen setzt sich ein Pollinarium zusammen?

Pollinium + Stiel + Klebkörper

B.2. Was verstehen Sie unter Koevolution und nennen Sie Beispiele?

Parallel verlaufende Evolution der Blüten und tierischen Blütenbestäubung

z.B. Bestäuber und deren zu bestäubenden Blüten (Bedecktsamer)

B.3. Nennen Sie Hauptblütenstandstypen

  • Ähre
  • Kolben
  • Körbchen
  • Traube
  • Rispe
  • Schirmrispe
  • Schirmtraube
  • Dolde
  • Zusammengesetzte Dolde
  • Spirre
  • Dichasium
  • Monochasium
  • Fächel
  • Wickel

B.4. Welche Ausbreitungstypen von Samen kennen Sie?

  • Wind (Anemochorie),
  • Wasser (Hydrochorie),
  • über Tiere z.B. Kletten (Zoochorie) (Vögel – Ornithochorie),

               - Antropophilie - Mensch

               - auf den Tieren– blinde Passagiere (Epizoochorie=Exozoochorie)

               - in den Tieren – Darmtrakt (Endozoochorie)

  • Explosion (Springkraut);
  • Fische und Reptilien (Saurochorie);  

B.5.  Aus wie vielen Pollensäcken baut sich eine Theke auf?

Jede Theke hat zwei Pollensäcke (Loculi), in denen sich das sporogene Gewebe (Pollenmutterzelle) befindet.

B.6.  Wie nennt man die Gesamtheit der Staubblätter?

Gesamtheit der Staubblätter einer Blütte = Androeceum

B.7. Wie nennt man die Gesamtheit der Fruchtblätter?

Gesamtheit der Fruchtblätter inkl. Samenanlagen = Gynoeceum

B.8. Was ist der Unterschied zwischen Balg und Hülse?

Aufspringen der Karpelle bei der Samenausstreuung:

  • An der Verwachsungsstelle (Bauchnaht): Balgfrüchte
  • An der Rückennaht oder auch Bauch- und Rückennaht: Hülsen

B.9. Definieren Sie den Begriff Diaspore?

Diaspore oder auch Propagule ist der botanische Sammelbegriff für alle verbreitungsfördernden Einheiten wie Samen, Teilfrüchte, Früchte, Fruchtstände, Sporen, Brutknospen (Bulbillen) oder sonstige vegetative Brutkörper, die der Ausbreitung von Pflanzen oder Pilzen dienen.

B.10. Was sind Elaiosomen und bei welcher Form der Diasporenausbreitung werden sie wichtig?

Deutsch auch Ölkörperchen, bezeichnet man das fettreiche Anhängsel von Diasporen bei Pflanzen.

 

Es wird von Pflanzen ausgebildet, deren Samen entweder durch Vögel ausgebreitet werden oder durch Ameisen 

B.11. Perigon

 

Wenn die Blätter der Blütenhülle alle gleich sind

B.12. Perianth

Oder Blütenhülle ist die Gesamtheit der sterilen Blattorgane in der Blüte von Bedecktsamigen Pflanzen. Sie sitzt unten bzw. außen.

B.13. Pollenblumen

 

Blüten, die ausschließlich oder vorwiegend Pollen als Nahrung (Blütennahrung) für Blütenbesucher anbieten. Sie besitzen stets viele Staubgefäße, die reichlich Pollen produzieren, und bieten diesen meist leicht zugänglich (offen) dar.

B.14. Nennen Sie Arten, die Pollenblumen sind

  • Klatsch-Mohn (Papaver)
  • Viele Arten des Hahnenfußes
  • Magnoliengewächse
  • Rosengewächse (Rosaceae)

B.15. Welche Spelzen folgen unter dem Ährchen und im Ährchen von unten nach oben aufeinander?

1 Ährchen = 1 Blütenstand

  • An Ährchenachse sitzen von unten nach oben meist zwei Hüllspelzen, dann eine bis mehrere Blüten, die jeweils in der Achse einer oft begrannten Deckspelze stehen

B.16. Skizzieren Sie die taxonomische Hierarchie + Bsp.

Verbindliche taxonomische Kategorien sind abstrakte Ordnungsbegriffen, denen im Rahmen der hierarchischen Ordnung bestimmte Positionen zugewiesen werden.

 

Beispiel: Hirtentäschelkraut

Abteilung: Spermatophytina

Klasse: Magnoliatae (=Dicotyledonae)

Unterklasse: Dialypetalae (=Freikronenblätter)

Ordnung: Capparales (Kaperngewächse)

Familie: Brassicaceae (Kreuzblüter)

Gattung: Capsella

Art: C. bursa-pastoris (L.) Med.

29498673264466ab428ad24.39087391php15JCs4.png

C.1. Gymnospermen (=Nacktsamer, Coniferophytina)

Holzpflanzen mit sekundären Dickenwachstum

 

Zumeist immergrün

 

Blüten eingeschlechtlich; weibliche Blüte hat 1-4 Samenalagen, die nicht in ein Fruchtblatt eingeschlossen sind > offen und nackt; sind nur männlich oder weiblich

C.2. Angiospermen (=Bedecktsamer; Magnoliophyta)

Sie unterscheiden sich von den Nacktsamern darin, dass in ihren Blüten die Samenanlagen von einem Fruchtblatt bzw. Fruchtknoten umschlossen und darin geschützt ("bedeckt") liegen; können zwittern

C.3. Blüte eine monokotylen Pflanzen vs. dykotylen

Monokotylen:

  • Keimling: 1 Keimblatt
  • Blutte: Büten meist aus dreizähligen Wirteln

 

Dikotylen:

  • Keimling: 2 Keimblätter
  • Blutte: oft aus 5- oder 4- zähligen Wirteln

C.4.1. Protophypen

Einzeller oder lockere Verbände von Einzellern

 

z.B. Grünalgen, Kieselalgen

C.4.2. Thallophyten

Feste Zellverbände mit Arbeitsteilung – bilden Gewebe

 

z.B. Flechten, Pilze, Braunalgen; sind Lagerpflanzen und das eigentliche Festigungsgewebe fehlt ihnen, sofern sie nicht im Wasser leben

C.4.3. Kormophyten

 

Gliederung des Vegetationskörpers in Sprossachse, Blatt und Wurzel

C.4.4. Warum werden Thallophyten gegenüber Kormophyten als ursprünglicher angesehen?

Weil Thallophyten keine echte Organsysteme wie die Kormophyten haben

D.1. Bedecktsamer

Bedecktsamer sind Pflanzen, die Blüten besitzen und deren Samenanlage in den Fruchtknoten des Fruchtblatts eingeschlossen ist.

D.2. Charakteristika der Angiospermen: Befrüchtung

  • Wasserleitende Elemente sind meist Tracheen.
  • Vegetative Fortpflanzung (z.B. Apomixis, Ausläufer, Bulbillen) ist weit verbreitet.
  • Die Blüten sind zwittrig oder eingeschlechtig.
  • Der Pollen wird meist durch Insekten, aber auch durch andere Tiere, Wind oder Wasser auf die Narben übertragen.
  • Neben der Eizelle wird auch die Zentralzelle befruchtet; Angiospermen haben eine doppelte Befruchtung.

 

D.3.1. Zoophilie

Das Auftreten blütenbesuchender Insekten und die Entwicklung der Angiospermenblüte stehen in engem stammesgeschichtlichem Zusammenhang. Ersten Insekten traten vor 350 Millionen Jahren auf – mit der Evolution der Insekten erfolgte Übergang zu biotischer Bestäubgung

  • Innerhalb der Angiospermen gelangte die Zoophilie (Zoogamie) zu reicher Entfaltung

D.3.2. Welche Baueigentümlichkeiten der Angiospermenblüte sind in diesem Zusammenhang mit der Zoophilieentstanden?

  • Pollenfresser bevorzugten ursprünglich eher die staminaten Blüten, aber förderten durch ihre „Besuche“ die Evolution zwittriger Blüten und so auch die Entwicklung von weiteren Blütenlockstoffen z.B. Nektar und Duftsubstanzen und Ausbildung einer Blütenhülle
  • Angiospermen produzieren geringere Mengen klebrigen Pollens; Pollenkitt (lipid- und carotinoidhaltig) und ausgeprägte Strukturen der Exine sorgen dafür, dass der Blütenstaub am Haarkleid der Bestäuber haften bleibt.

E.1. Apiaceae: Wuchsform

Kräuter und Stauden, mit gegliederten nebenblattlosen Blättern, die den Stängel mit einer Blattscheide umfassen, hervortretende Knoten, hohle Internodien.

60466227864467270c521c4.78681042phpyZbdaX.png

E.2. Apiaceae: Blütenstand

Einfache und zusammengesetzte Dolden.

153086300864467275ec4420.93345480phpe38bct.png

E.3. Apiaceae: Blütensymmetrie 

Radiär, am Rand der Dolden auch zygomorph oder asymmetrisch

510206229644672c581e792.86073444phpmTNRJx.png

E.4. Apiaceae: Blütenhülle

 

Fünf freie, stark reduzierte Kelchblätter, fünf freie Kronblätter

84632967644672f21cdb77.43323216php0Kqcle.png

E.5. Apiaceae: Staubblätter

Fünf freie Staubblätter

4456455306446742be92e48.79312494phpBcoY5I.png

E.6. Apiaceae: Fruchtknoten

Ein coenokarper, unterständiger Fruchtknoten aus zwei Fruchtblättern mit zwei Fächern.

 

Discus = nektarabsondernde Scheibe über dem Fruchtknoten, aus dem beide Griffel herausragen.

70741866164467486e93c35.14678727phpuJXHpJ.png

E.7. Apiaceae: Bestäubung + Ausbreitung

Scheibenblüten mit offen gebotenem Nektar, Fliegen, Käfer

 

Ausbreitung: Windstreuer, Epizoochorie

983947773644674d8e5ebe0.92831194phpjxKmm0.png

E.8. Apiaceae: Frucht

Spaltfrucht aus zwei Hälften, repräsentieren die beiden Fruchtblätter, Griffel sitzenden Teilfrüchten (Achänen) als „Schnabel“ auf

100165960464467517e105d1.54655266php6mTesk.png

E.9. Apiaceae: Inhaltsstoffe

 

Ätherische Öle (Terpene, Phenylpropanderivate)

E.10.1. Unterschied zwischen der Hülle und dem Hüllchen der Apiaceae

  • Ist die Blütenstandsachse gestaucht, aber nicht verdickt, gehen die Blütenstiele und Tragblätter scheinbar von einem Punkt aus. Man spricht von einer Dolde (z.B. Primel) und die Tragblätter bilden eine Hülle.

 

  • Sind die Blütenstände in sich verzweigt, bezeichnet man sie als zusammengesetzte Blütenstände, deren Teilblütenstände den oben beschriebenen einfachen Blütenständen entsprechen, also Doppeltrauben (z.B. Steinklee), Doppelähre (z.B. Weizen) oder Doppeldolden (z.B. Wiesenkerbel. Die Trageblätter der Dolden 2. Ordnung (Döldchen) werden auch als Hüllchen bezeichnet.

E.10.2. Nennen Sie Giftpflanzen unter den Apiaceae

  • Cicuta virosa
  • Conium maculatum (Coniin)
  • Heracleum mantegazzianum (Furamocumarine)

E.10.3. In welche Unterfamilien gliedern sich die Asteraceae? Nennen Sie die Unterschiede

Ordnung: Asterales

Unterfamilie:

  • Chichoriodeae z.B. Löwenzahn (nur Zungenblüten, Röhrenblüten)
  • Asteroidae (mit randlichen zygomorphen Zungenblüten mit drei Kronzipfeln und mittelständigen, radiären Röhrenblüten)

E.10.4. Welchen Blütenteilen entspricht der Pappus bei Asteraceae

Blütenhülle: Ursprüngliche 5 Kelchblätter fehlen oder haben sich zu Pappus entwickelt, fünf verwachsene Kronblätter: entweder als radiäre Röhrenblüten oder als zygomorphe Zungenblüten

E.10.5. Pappus

Als Pappus bezeichnet man die zu Haaren, Borsten oder Schuppen umgebildeten Kelchblätter bei Vertretern der Pflanzenfamilie der Korbblütler.

F.1. Fertile Teile der Brassicaceae beschreiben und welcher Fruchttyp bei dieser Familie entsteht

Frucht:

 

  • Schote: mehr als dreimal so lang wie breit 118
  • Schötchen: bis zu dreimal so lang wie breit
1701639478644676c5056f89.97055132php8bfxNm.png