HAUPTBEREICHE
PHYSIOLOGISCHE PSYCHOLOGIE
Neuronale Verhaltensmechanismen
NEUROPSYCHOLOGIE
Psychologische Auswirkungen von Gehirnschäden
KOGNITIVE NEUROWISSENSCHAFT
Psychologische Prozesse anhand neuronaler Mechanismen - Organisation des menschl. Gehirns
PSYCHOPHARMAKOLOGIE
Manipulation neuronaler Aktivität/ Verhalten durch Medikamente/ Drogen
PSYCHOPHYSIOLOGIE
Zusammenhang physiologischer Aktivitäten mit psychologischen Prozessen
VERGLEICHENDE PSYCHOLOGIE
Verhaltensvergleichung versch. Spezies - Evolution, Genetik, adaptives Verhalten
PHINEAS GAGE
1848 - Dr. Harlow
Unfall Eisenstange linke Gehirnhälfte - Links: kein Sehvermögen + Gesichtslähmung - keine weiteren körperlichen Einschränkungen
Zuvor freundliche, hilfsbereite Person
Durch Frontallappenschädigung impulsiv, rücksichtslos, unzuverlässig
Aktuell: Linker vordere Frontallappen für Handlungsplanung (kognitiv) & Impulskontrolle (emotional) - Steuerung kognitiver/ emotionaler Prozesse
PATIENT "TAN"
Paul Broca (1824 - 1880)
1. wissenschaft. Hinweis auf best. Funktionen untersch. Hirnareale
Patient konnte nur "tan" sagen, verstand jedoch Gesprochenes
Untersuchung des Gehirns nach Tod
(Heute weiß man, dass die Hirnregionen keine spez. Aufgaben haben, sondern es eher ein Zusammenspiel ist)
NEURONEN
Gender-Data-Gap
= Nervenzellen
Neuronenarten des Rückenmarks
-> Zusammenarbeit
SENSORISCHE NEURONEN
Nehmen Infos aus Umwelt & Körperinneren, indem sie auf best. Input reagieren
INTERNEURONEN
Kommunikation untereinander innerhalb des Nervensystems & Informationsintegration
MOTONEURONEN
Muskelbewegungen
AUFBAU NEURONEN
1. Zellmembran umgibt Neuron (grenzt es von Umgebung ab)
aus Lipid-Doppelschicht (2 Schichten Fettmolkülen) -> darin Proteinmoleküle (Bais vieler Funktionen des Zellmembrans)
2. Soma/ Zellkörper/ Perikaryon enthält Zellkern/ Nucleus (DNA enthalten) & Organellen (zb. Mitochondrien, Golgi-Apparate, Ribosome)
3. Axon = Neuronenfortsatz zum Informationstransport (Von Zellkörper zu Endköpfchen)
Länge 1mm bis 1m
Axone verzweigen sich - gleichzeitige Kommunikation mehrerer Nervensystemteile
Ende = Axonterminale/ Synapsenendköpfchen - Infoweitergabe an andere Zellen
4. Dendriten = kürzere Aussprossungen an Soma
Neuronen empfangen so Infos von anderen Zellen
(Viele unterschiedliche Neuronenstrukturen)

GLIAZELLEN
Aufgaben

ASTROZYTEN
Gliazellen
= Gliazellenart
Beteiligung Blut-Hirn-Schranke
Umgeben Hirnblutgefäße mit Fett, wodurch viele nicht fettlösliche Giftstoffe die Barriere nicht überschreiten können
MYELIN
Fettschutzschicht
= Markscheide/ Myelinscheide/ Myelinschicht
Im zentralen Nervensystem (Gehirn & Rückenmark): Oligodendrozyten - mehrere Myelinsegmente
Im peripheren Nervensystem: Schwann-Zellen - 1 Myelinsegment
RUHEPOTENZIAL
(Basis Infoweitergabe = elektrische Signale, die am Axon entlang wandern)
MEMBRANPOTENZIAL
Im Wasser sind elektrisch geladene Atome = Ionen
Konzentrationsunterschied Ionen zw. intra- & extrazellulären Flüssigkeit - (Unterschied elektrischer Ladungen innerhalb & außerhalb der Zellmembran) --> Spannungsunterschied = Membranpotenzial
Ruhezustand
Elektrische Ladung durch Verteilungsungleichheit versch. Ionen & untersch. Durchlässigkeit (Permeabilität) der Zellmembran
(Zusammenwirken versch. Prozesse -> Ionenverteilung -> Membranpotenzial)
IONENARTEN FÜR ELEKTRISCHE LADUNG
PERMEABILITÄT
Zellmembran permebeabel für best. Ionentyp
Offene Ionenkanäle
PROZESSE FÜR MEMBRANPOTENZIAL
-> Sorgen für Aufrechterhaltung von -70 Millivolt Membranpotenzial im Ruhezustand = Ruhepotenzial
SELEKTIVE PERMEABILITÄT
Im Ruhezustand - Zellmembran permeabel für
Permeabilität für Natriumionen sehr gering - können nicht ins Zellinnere
Bild: Negatives Membranpotenzial, weil mehr Natrium-& Chloridionen im Zelläußeren & mehr Kaliumionen im Zellinneren sind

KONZENTRATIONSGRADIENT
POTENZIALGRADIENT
Ionen wollen den Spannungsunterschied ausgleichen
(Bild)
NATRIUM-KALIUM-PUMPE
Konzentrations- & Potenzialgradient wirken auch auf Natriumionen
INFORMATIONSEMPFANG DER NEURONEN
Exzitatorisches/ Inhibitorisches Signal
Neuronen empfangen untereinander an Dendriten & der Soma Infos
Exzitatorische Signale - Depolarisation der Zellmembran
Inhibitorische Signal - Hyperpolarisation der Zellmembran
WANN FEUERT EIN NEURON?
Neuronen erhalten Eingangssignale von anderen - diese werden in den Neuronen integriert, um zu bestimmen, ob ein Aktionspotenzial (Gesamtsignal überschreitet Schwellenwert - 55mV) erzeugt & somit die Nachricht an andere Neuronen weitergegeben werden soll - die Neuronenintegration erfolgt über die Summation der eingehenden Signale
AKTIONSPOTENZIAL
= massive, kurzzeitige Umkehrung des Membranpotenzials von -70 auf +50 mV
ALLES-ODER-NICHTS-GESETZ
Neuron löst entweder ein Aktionspotenzial aus oder nicht - Wenn Reiz den Schwellenwert überschreitet, wird ein vollständiges Aktionspotenzial ausgelöst - kein Zusammnahng mit Reizintensität
WAS PASSIERT MIT DER ZELLMEMBRAN, WENN EIN AKTIONSPOTENZIAL AUSGELÖST WIRD?
1. Wenn Schwellenwert des Membranpotenzials überschritten & somit ein Aktionspotenzial ausgelöst wird -> Natriumkanäle öffnen sich
2. Depolaristion der Zelle (= Membranpotenzial vom Ruhewert in weniger negativen Wert)
3. Overshoot der Zelle (= Membranpotenzial steigt in positiven Wert, ca. 50 mV)
4. Nach ca. 1 Millisekunde schließen sich Natriumkanäle wieder
5. Kaliumkanäle öffnen sich - wegen positiver Ladung im Zellinneren, wandern positive Kaliumionen ins Zelläußere
6. Nach Erreichen des Ruhepotenzials schließen sich Kaliumkanäle
7. Zelle befindet sich im Nachpotenzial
8. Ruhepotenzial wiederhergestellt & Natrium-Kalium-Pumpe sorgt für ursprüngliches Verhältnis einzelner Ionen in intra- & extrazellulären Flüssigkeit
ABSOLUTE REFRAKTÄRPHASE
RELATIVE REFRAKTÄRPHASE
WEITERLEITUNG DES AKTIONSPOTENZIALS
Am Axonhügel entlang bis zu den Endköpfchen

MULTIPLE SKLEROSE
Autimmunerkrankung
ELEKTRISCHE SYNAPSEN
= Gap Junctions
zb. Retina & Herzmuskel
CHEMISCHE SYNAPSEN
Größere Rolle für Verarbeitung von Infos im zentralen Nervensystem
1. Kommt Aktionspotenzial in Axonterminale an & Zellmembran depolarisiert wird -> Öffnung spannungsgesteuerter Calciumkanäle (Vergeichbar mit Natriumkanälen)
2. Calciumionen kommen ins Zellinnere
3. Membran synaptischer Vesikel verschmilzt mit präsynaptischer Membran der Axonterminale & Neurotransmitter werden in synaptischen Spalt freigesetzt = Exocytose
4. Neurotransmitter binden sich an Rezeptoren in postsynaptischer Membran
5. Haben Neurotransmitter posytsynaptische Rezeptoren aktiviert müssen sie aus Spalt weg, damit einer neue Übertragung passieren kann

REZEPTOREN
Öffnen von Natriumkanälen
Öffnen von Kalium- oder Chloridkanälen
--> laufen an vielen versch. Stellen der Dendtriten & am Soma gleichzeitig ab - Summe der exzitatorichen & inhibitorischen Signale entscheiden ob Aktionspotenzial ausgelöst wird oder nicht
NEROTRANSMITTER
= biochemische Botenstoffe
Arten
GLUTAMAT
GABA
DOPAMIN
SEROTONIN
ACETYLCHOLIN
NORADRENALIN
ANATOMISCHE BEZUGSPUNKTE
Rumpf
Gehirn
Weitere

Aufgabe ZNS
Integration/ Koordination aller körperlichen Funktionen

RÜCKENMARK GRUNDLEGENDES
= Großer Neuronenstrang & verbindet Gehirn mit peripheren Nervensystem (40-45cm)
RÜCKENMARK AUFBAU
Zwei Bereiche
1. Graue Substanz (besteht v.a. aus Neuronen)
2. Weiße Substanz (besteht v.a. aus Axonen)

VERKÜRZTE INFORMATIONSWEITERLEITUNG
Normalerweise: Infos des peripheren NS über Rückenmark zum Gehirn - Gehirn sendet Infos über Rückenmark zum peripheren NS
Verkürzte = Reflexe
GEHRIN GRUNDLAGEN
= Ansammlung interagierender neuronaler Schaltkreise
Subarachnoidalraum
GEHIRNEINTEILUNG ANHAND EMBRYONALER ENTWICKLUNG
Neuralrohr
Primäre Hirnbläschen:

RHOMBENCEPHALON
RAUTENHIRN
MYELENCEPHALON - MEDULLA OBLONGATA
NACHHIRN
METENCEPHALON
HINTERHIRN
MESENCEPHALON
MITTELHIRN
PROSENCEPHALON
VORDERHIRN
DIENCEPHALON
ZWISCHENHIRN
TELENCEPHALON
ENDHIRN, GROßHIRN
LAGE GEHIRNTEILE

NACHHIRN
MYELENCEPHALON - MEDULLA OBLONGATA
HINTERHIRN
METENCEPHALON
Pons (Brücke) - in grün
Cerebellum (Kleinhirn) - in blau

MITTELHIRN
MESENCEPHALON
Tectum - in orange
Tegmentum - in rosa

PERIAQUÄDUKTALES GRAU
Mittelhirn
Ansammlung von Nervenzellkörperm - für Schmerzwahrnehmung
SUBSTANTIA NIGRA
Dopaminproduzierende Neuronen - für Bewegungssteuerung
ZWISCHENHIRN
DIENCEPHALON
Thalamus - in gelb
Hypothalamus - in rosarot

ENDHIRN
GROßHIRN - TELENCEPHALON
Cerebraler Cortex

FRONTALLAPPEN
= Stirnlappen
Präfrontaler Cortex
PARIETALLAPPEN
= Scheitellappen
TEMPORALLAPPEN
= Schläfenlappen
Hippocampus
Amygdala
OKZIPITALLAPPEN
= Hinterhauptlappen
Primärer visueller Cortex
AUFGABE PERIPHEREN NS
Teile, die NICHT zum Gehirn & Rückenmark gehören
Somatische NS
Autonomes NS (vegetatives)
1. Sympathische NS
2. Parasympathische NS
MENSCHLICHE SINNE
5 Sinne - Einteilung nach Aristoteles
AUFBAU AUGE


WIE SIEHT DAS AUGE?
Licht muss durch mehrere Zellschichten der Netzhaut
Photorezeptoren
Umwandlung Lichtenergie in neuronale Signale = Transduktion
1. Stäbchen
2. Zapfen
GANGLIAZELLEN
Axone dieser Zellen bilden den Sehnerv - transportiert visuelle Infos aus Augen zum Gehirn
BIPOLARZELLEN
Kombinieren Signale mehrerer Photorezeptorzellen - Integration der Signale zu einem
HORIZONTALZELLEN
Verbinden Photorezeptorzellen untereinander - benachbarte Photorezeptorzellen beeinflussen sich dadurch gegenseitig
AMAKRINZELLEN
Interagieren etwas später mit Bipolar- & Ganglienzellen - beeinflusse somit den laufenden Signalfluss
Rezeptives Feld
MÜLLERZELLEN
Art von Gangliazelle
WAS PASSIERT IM GEHIRN, WENN WIR SEHEN?
Abbildung - Gehirn von unten:
Corpus Geniculatum Laterale
Primärer visueller Cortex
Retinotope Organisation
Weitere Gehirnarelae sind für visuelle Verarbeitung ("höhere visuelle Areale") - Areal V2, V3,.... = sekundäre & tertiäre Areale
