Was sind die drei Gattungen der Kunst?
Malerei, Bildhauerei und Architektur
Was meinte Hans Hollein?
„Architektur ist alles“(gebaute Umwelt, alles was dazu gehört)
Gottfried Semper: Die vier Elemente der Baukunst, 1851
à karibische Bambushütte:
HERD – Keramische Kunst
TERRASSE – Maurerei
DACH – Tektonik (Zimmerei)
WAND – Textile Kunst
Materialwechsel
Veränderungen in den verwendeten Baumaterialien über verschiedene Epochen
und Kulturen hinweg, und wie diese Wechsel die Architektur beeinflussen. Übergang von natürlichen Materialien zu bearbeiteten Materialien in der Baukunst
Genius Loci
Geist des Ortes; die Atmosphäre und Identität eines Ortes
Ikonographie
Lehre der Beschreibung von Kunstwerken
Ikonologie
Verständnis der Zusammenhänge von Kunstwerken wird untersucht
Venus von Willendorf
Eine Figur, die ca. 29.500 Jahre alt ist, und Einblicke in die Kultur und
die Symbolik der Frühzeit bietet
Figur von Stratzing
Ein prähistorisches Artefakt, das 36.000 Jahre alt ist
Höhlenmalerei in Lascaux
Malereien, die etwa 20.000 Jahre alt sind und die Beziehung
zwischen Mensch und Tier in der Natur darstellen
Polygenese
Das Konzept, dass bestimmte architektonische Formen unabhängig an
verschiedenen Orten entstehen können.
Graffiti
Eine frühe Form der künstlerischen Ausdrucksweise, die die menschliche Beziehung
zur Umgebung dokumentiert.
Göbekli Tepe
Ein bedeutender archäologischer Fundort in der Türkei, der auf 10.000 v.Chr. datiert wird und als einer der ältesten bekannten Tempel gilt.

Zikkurat von Ur
Eine der ältesten Zikkurats im heutigen Irak, die als religiöse Stätte diente

Djoser-Pyramide
Die erste Pyramide der Geschichte, erbaut 2650 v.Chr. in Ägypten
Giza-Pyramiden
Berühmte Pyramiden, die als Grabstätten für Pharaonen dienten und
bedeutende architektonische Meisterwerke darstellen.
Sakralbau
Gebäude, die für religiöse Zwecke genutzt werden, z. B. Tempel und Kirchen
Zikkurat
Eine terrassenförmige Struktur, die in Mesopotamien häufig als Tempel verwendet
wurde
Ritualarchitektur
Architektur, die speziell für rituelle Zwecke entworfen wurde
Reliefs und deren Bedeutung
Religiöse oder kulturelle Darstellungen, die in die Architektur integriert sind und bestimmte Geschichten oder Glaubenssysteme darstellen.
Dorische, ionische und korinthische Säulenordnungen
Diese Säulenordnungen sind grundlegende Elemente der klassischen Architektur und werden oft als Ausdruck des ästhetischen Ideals der Antike betrachtet.
Spätantike und romanische Architektur
Diese Stile zeigen eine Mischung aus verschiedenen kulturellen Einflüssen, insbesondere der griechischen und römischen Traditionen sowie des frühen Christentums.
Einflüsse der islamischen Architektur
Migration führte auch zur Verbreitung islamischer Architektur, die durch spezifische Formen und Ornamentik gekennzeichnet ist.
Kulturelle Strömungen und Migration im antiken Griechenland
Diese Strömungen förderten den Austausch von Ideen und Stilen, die die Architektur der Zeit prägten.
Einfluss der griechischen Kultur auf das römische Reich
Die Annahme und Anpassung griechischer architektonischer Stile trugen zur Entwicklung einer einheitlichen römischen Architektur bei.
Architektur als Ausdruck kultureller Identität
Die Architektur reflektiert oft die Werte, Überzeugungen und die kulturelle Identität einer Gesellschaft.
Cardo
Nord-Süd-Achse
Decumanus
Ost-West-Achse
Forum Romanum
Das Zentrum des politischen und gesellschaftlichen Lebens, umgeben
von wichtigen öffentlichen Gebäuden.
Centuratio Romanum
Ein Planungsansatz für die landwirtschaftliche Nutzung und die Organisation von Land.
Basiliken
Multifunktionale Gebäude, die als Markthallen und Gerichtssäle dienten.
Aquädukte
Ingenieurtechnische Meisterwerke, die die Wasserversorgung der Stadt sicherten und das urbane Leben erleichterten.
Ichnographia
Grundrissdarstellung, die die Anordnung von Räumen und Gebäuden zeigt.
Orthographia
Aufrissdarstellung, die die vertikale Dimension von Gebäuden zeigt.
Seenographia
Perspektivdarstellung, die die visuelle Wahrnehmung von Architektur in einem dreidimensionalen Raum beschreibt.
Superposition der Säulenordnungen
Die Anordnung verschiedener Säulenordnungen in einem Gebäude, z.B. dorisch, ionisch, korinthisch
Städte als politische und soziale Zentren
Römische Städte waren nicht nur Wohnorte, sondern auch Orte der Macht und des Handels.
Einfluss der römischen Architektur auf spätere Epochen
Die römische Architektur setzte Standards, die bis in die Renaissance und darüber hinaus nachwirkten.
Integration von Militär- und Zivilstrukturen
Römische Stadtplanung berücksichtigte sowohl militärische Bedürfnisse als auch zivile Funktionen, was zu einer ausgewogenen urbanen Entwicklung führte.
Stadtplanung im Römischen Reich
Diptychon
Zweiflügelige Tafel symbolisiert es die Trennung und Verbindung von
Räumen oder Elementen
Basilika Aufbau
Die Struktur einer Basilika umfasst das Hauptschiff, Seitenschiffe, Apsis und Narthex. Die Verwendung von Licht durch Oberlichter ist ein wesentliches Merkmal.
Santa Costanza

Konstantinische Basilika

Basilika
Die Basilika, ursprünglich eine königliche Halle, entwickelte sich zu einem zentralen Raum für Versammlungen und Gottesdienste. Der Begriff stammt vom griechischen basiliké und beschreibt einen dreischiffigen Grundriss mit einem hohen Mittelschiff.
Subtraktion in der Architektur
Subtraktion bezieht sich auf das Entfernen oder Reduzieren von Material, um Raum zu schaffen oder um Form und Funktion hervorzuheben. Beispiele für Subtraktion in der Architektur sind die Höhlenkirchen in Lalibela, Äthiopien, die durch das Abtragen von Felsmaterial entstanden sind.
Merkmale der romanischen Architektur
Pilgerstätten
Kirchen oft an bedeutenden Orten gebaut, um Gläubige anzuziehen und die religiöse Bedeutung zu verstärken. Anpassungen an der Architektur wurden gemacht, um die großen Menschenmengen unterzubringen.
Übergang der Romanik zur Gotik
Verbreitung Romanik
Von Frankreich nach Deutschland und dann in ganz Europa; jede Region hatte aber nochmal seine eigene Art, die durch die geografischen und materiellen Gegebenheiten gegeben war.
Hidschra (622 n. Chr.)
Der Beginn der Ausbreitung des Islam (622-750 n. Chr.), der zu einem tiefgreifenden
Einfluss auf die Architektur führte.
Bereiche einer Moschee
Kalligraphie
Bedeutende Kunstform (an Wänden und in Manuskripten) in der islamischen Kultur, die oft mit der Übertragung von religiösen Texten, insbesondere dem Koran, in Verbindung gebracht wird
Felsendom
(687-692) in Jerusalem: Ein architektonisches Meisterwerk mit
bedeutenden Mosaiken und einer Kuppel. Beispiel für die kulturellen und architektonischen Synthesen
Ibn-Tulun-Moschee
(876-879) in Kairo: Berühmt für ihre Einheitlichkeit und die Verwendung von Maqsura (einem abgetrennten Bereich für den Herrscher). Beispiel für die kulturellen und architektonischen Synthesen
Fensterrose
Ein rundes, oft verziertes Fenster, das Licht und Farbe in die Kathedrale bringt. Oft verziert mit Heiligen oder biblischen Geschichten.
Kreuzrippengewölbe
Ein Gewölbe, das durch das Zusammenspiel mehrerer Gewölberippen entsteht und häufig in gotischen Kathedralen verwendet wird
Bündelpfeiler
Mehrere Säulen (Dienst), die zusammengefasst werden, um die Last von Decken und Gewölben zu tragen.
Kathedralen
Hauptgebäude einer Diözese und dient als Sitz des Bischofs. Sie spielt eine zentrale Rolle im liturgischen Leben der Kirche und wird oft für wichtige Zeremonien, wie Weihen oder Feiertagsgottesdienste, genutzt. Sie hat eine dekorierte Apsis und Hochchor. Beispiele sind: Kathedrale von Notre-Dame in Paris und die Kathedrale von Chartres.
Kreuzblume
Architektonisches Element, das oft oben auf Kuppeln oder Türmen zu finden ist. Sie symbolisiert das Kreuz.
Baustellenpraxis in der Gotik
Die Verwendung von Tretkranen und anderen Maschinen war entscheidend, um schwere Materialien zu bewegen und präzise zu arbeiten. Bauleiter (Poliere) spielten eine zentrale Rolle in der Organisation und Umsetzung der komplexen Bauprojekte.
Gotik
Dougong-System
Ein traditionelles chinesisches Konstruktionssystem aus Holz, das es ermöglicht, Lasten gleichmäßig zu verteilen und gleichzeitig eine ästhetische Funktion zu erfüllen.
Tatami und Shoji
In der japanischen Architektur sind Tatami-Matten (Sandmatten) und Shoji (Holzrahmen mit Schiebewänden) wichtige Elemente, die sowohl Funktionalität als auch Tradition widerspiegeln.
Konsolensystem
Eine Bauweise, die es ermöglicht, Lasten über Stützen hinaus zu tragen, was besonders in erdbebengefährdeten Regionen wichtig ist.
Chuxi Tulou
Diese aus der Ming-Dynastie stammenden Gebäude sind beeindruckende Beispiele für den Einsatz von Holz und Lehm in der asiatischen Architektur. Sie sind oft kreisförmig oder quadratisch und bieten den Bewohnern Schutz vor Naturkatastrophen und Feinden. Ihre Bauweise zeigt, wie traditionelle Techniken mit den Bedürfnissen der Gemeinschaft kombiniert werden können.

Ise-Jingu
Dieser bedeutende Shinto-Schrein wird alle 20 Jahre neu gebaut, was die japanische Vorstellung von Vergänglichkeit und Erneuerung widerspiegelt. Der Bauprozess betont die spirituelle Verbindung zwischen Mensch und Natur und die kulturelle Bedeutung von Holz in der japanischen Architektur.

Wunderkammer
Historische Sammlungen von Objekten, die der Unterhaltung und dem Staunen dienten. Kategorien wie Naturalia (Naturprodukte), Artificialia (Kunstwerke), Antiquitates (antike Objekte) und Exotica (exotische Objekte) unterteilt
Predella
Die Predella eines Altarbildes wird verwendet, um verschiedene Szenen darzustellen und den Betrachtern eine narrative Erfahrung zu bieten. Gotische Fialen und andere architektonische Elemente symbolisieren oft die Verbindung zwischen dem Irdischen und dem Himmlischen.
Fiale
Ein gotisches Architekturelement, das oft an Kathedralen zu finden ist und die Vertikalität betont.
Museum