Nukleinsäuren trennen in nicht denaturierenden, horizontalen Agarosegelen
je kleiner Moleküle desto höher Agarosekonzentration
Hämatoxylin-Eosin-Färbung
Sukzedanfärbung 2 Farbstoffe werden nacheinander angesetzt
Hämalaun wird progressiv gefärbt: beim Erreichen des gewünschten Färbegrades wird die Färbung abgebrochen
Eosin wird regressiv gefärbt: erst überfärbt, dann differenziert
Hämatoxylin
natürlicher, farbloser Pflanzenfarbstoff aus Blauholz
durch Zugabe von Metallionen, z.B. Eisen entsteht positiv geladenes Hämalaun, das bei pH>3 blau ist
basisch, positiv geladen und bindet an negativ geladene, basophile Strukturen, z.B. Zellkerne (DNA)
Eosin
Eosin Y/G: wasserlöslich, schwach sauer, gelb
Eosin S: wasserunlöslich/alkohollöslich, hohe Lichtbeständigkeit, wird in 70%igem EtOH gelöst, rot-orange, azidisch und negativ, wird von positiven Ladungen angezogen
färbt Zytoplasma rot
HE-Färbung Ergebnis
Zellkerne - blau
Zytoplasma - hellrot
Bindegewebsfasern - rot
Muskelgewebe - rot
Erythrozyten - orange
Knorpel - bläulich
Safranin-Weigert-Färbung
3 Farbstoffe sukzessiv gefärbt
1. Weigerts Eisenhämatoxylin 2. Fastgreen 3. Safranin O
unterschiedliche Gewebetypen abhängig von ihren Ladungen in verschiedenen Farben angefärbt
Eisenhämatoxylin
Mischung Hämatoxylin und Eisenchlorid in HCl
basisches EH bindet in saueren Farblösungen an negativ geladene Gruppen, z.B. Nukleinsäuren im Zellkern
regressive Färbung
durch Eisensalze in der Farblösung ist die Bindung auch im sauren Milieu stabil
färbt Kerne blau-schwarz
Fast Green / Echtgrün
Triphenylmethanfarbstoff
bindet im alkalischen pH elektrostatisch an basische AS-Seitenketten
färbt Histone, Collagen 1 und Cellulose
Darstellung von Muskel- und Bindegewebe in grün
auch als Lebensmittelfarbstoff verwendet
Safranin O
3,7-Diamino-2,8-dimethyl-5-phenaziniumchlorid
kationischer Farbstoff, positive Ladung bindet an negativ geladene, saure Proteoglykane
rot-orangener Farbkomplex
färbt Knorpel, Mucine und Mastzellen
Safranin-Weigert-Färbung Ergebnis
Zellkerne - blau-schwarz
saure Proteoglykane - rot-orange
Muskelfasern und Bindegewebe - grün bis grün-blau
Blotting Arten
Southern: DNA
Northern: RNA
Western: Proteine
Blotting Teilschritte
1. elektrophoretische Auftrennung von DNA/RNA/Proteinen
2. Transfer auf Blottingmembran
3. Blockierung
4. Probeninkubation
5. Detektion/Nachweis
Nitrocellulose/Cellulosenitrat (NC) Membran
Salpetersäureester der Cellulose, Schießbaumwolle
pros: hohe Bindungsaktivität für DNA/RNA/Proteine wenig Hintergrundsignale bei Detektion reversible Färbung von Proteinen möglich (Ponceau-S)
contras: keine kovalente Bindung Bindung durch hydrophobe Wechselwirkungen kleine Proteine können durch Membran brüchig, mechanische Instabilität
am häufigsten verwendete Memvran bei WB
Polyvinylidendifluorid (PVDF) Membran
Teflonbasis
pros: sehr hohe Bindungskapazität (170-430 μg/km²) hohe mechanische und chemische Stabilität Einsatz auch für die direkte Proteinsequenzierung zugänglich für Färbungen
contras: meiste Färbungen nicht reversibel hydrophob -> wird durch Behandlung mit Methanol/Ethanol gemindert
Diffusionsblot
Blotting Membran wird auf Geloberfläche gelegt
Übertragung der Moleküle durch Diffusion aus Gel
geschieht allseitig -> 2. Membran kann auf die Unterseite des Gels gelegt werden (gespiegelter Transfer)
Temperaturerhöhung -> Beschleunigung der Diffusion
Kapillarblot
beruht auf Kapillareffekt (Kohäsion und Adhäsion, Flüssigkeiten steigen entgegen Schwerkraft)
Kapillarkraft saugt aus einem Vorratsgefäß Puffer über Saugpapiere durch Gel und Blottingmembran in einen Stapel trockenes Papier
Moleküle aus Gel werden mitgeführt und adsorbieren an Blottingmembran
Transfer zeitintensiv
Vakuum-/Überdruckblot
Druck als treibende Kraft
Apparatur mit porösem Träger, auf einer Seite versiegelt
Unter-/Überdruck erzeugt, treibt Puffer mit Molekülen auf Membran
pros: Zeitgewinn (20-45min) Vermeidung von Rücktransfer
contras: Gel kann zusammenbrechen teure Apparatur, gewisse Erfahrung im Umgang nötig
Elektroblot
gleiches Prinzip wie Wanderung von DNA/RNA und Proteinen in einem elektrischen Feld
Tankblot (Wet-Blot)
Semidry-Blot
Tankblot/Wet-Blot
pros: besserer Transfer großer Proteine
contras: Schwankungen im elektrischen Feld können zu unterschiedlichen Blotting-Effizienzen führen großes Puffervolumen notwendig externe Kühlung notwendig
beeinflusst durch die Elutions-Effizienz (Transfer-Effizienz) von Proteinen aus der Gel-Matrix, sowie die Bindungsfähigkeit der Membran
Elutions-/Transfer-Effizienz
abhängig von der Konzentration an Acrylamid und Quervernetzer, sowie der Dicke der Gele
generell: je geringer die Prozentigkeit und je dünner die Gele, desto einfacher der Transfer
Blot-Puffer
enthält Methanol oder Ethanol
dies erhöht die Bindung der Proteine an die Membranen und sorgt für Kühlung, wodurch das Anschwellen der Gele reduziert wird
Anfärbung von Proteinen
Ponceau S: reversibel, geeignet, wenn Membran weiterverwendet werden
Coomassie Brilliant Blue: keine Hintergrundfärbung, alle Oligopeptide werden erfasst (<10-15aa)
Silber-Färbung: besonders hohe Empfindlichkeit, Direkt- oder Nachfärbung bereits getrockneter, unzureichend gefärbter Coomassie-Blots
direkte Immundetektion
hochselektive Bindungsfähigkeit der Antikörper direkt an unspezifischen, kristallinen Fc-Teil des AK
gekoppelte Reportereinheit
pros: schnell keine Kreuzreaktion durch sekundäre AK
contras: teuer (markierter AK für jedes Protein) geringe Amplifikation des Signals Markierung des AKs kann Immunreaktivität reduzieren
indirekte Immundetektion
pros: Amplifikation des Signals durch sekundären AK Vielfalt markierter sekundärer AK erhältlich Markierung des sekundären AK beeinflusst Immunreaktivität des primären AK nicht
contras: aufwendiger/zeitintensiver unspezifische Bindung des sekundären AK möglich
primäre Antikörper/Erst-Antikörper
polyklonal: günstiger und leichter zu produzieren
monoklonal: Reinheit und Spezifität sorgen für wenig Hintergrund
sekundäre Antikörper/Zweit-Antikörper
Wahl abhängig von Tierspezies, in der der AK generiert wurde
gekoppelt mit Reportern Enzyme (alkalische Phosphatase (AP) oder Peroxidase (HRP)), radioaktive Markierung oder Fluorophore
radioaktiver Nachweis
Verwendung von Isotopen, meist β-Strahler (32P- und 35S-Isotope), vorzugsweise kurzlebig
durch radioaktive Markierung der AK keine Substrate benötigt
Nachweis durch: Autoradiographie mittels Röntgenfilm etc. Fluorographie (Überschichtung der radioaktiven Banden mit fluoreszierenden Chemikalien, Fluoreszenzlichtemission)
nichtradioaktiver Nachweis
kolorimetrisch
Chemilumineszenz
Fluoreszenz
Gold, Silber
kolorimetrische Detektion
Inkubation mit einem Substrat
Substrat reagiert mit Reporterenzym am AK
Reaktion wandelt lösliche Form des Substrates in unlöslichen Farbstoff um, der auf Membran präzipitiert
Proteinlevel werden z.B. durch Densitometrie (Intensität der Färbung) bestimmt
Chemilumineszenz
Inkubation mit Substrat, das leuchtet wenn von Reporter umgesetzt
Peroxidase: Luminol als Substrat durch H₂O₂ oxidiert entsteht 3-Aminophtalat im Anregungszustand, das beim Zurückfallen auf Grundzustand Licht emittiert
contras: Entwässerung des Gewebes nur in organischen Lösungsmitteln löslich (für Färbung muss Wasser wieder zugefügt werden)
Einbettung in Kunstharz
sehr dünne Schnitte
ca. 1-2 μm
pros: gut geeignet für harte Gewebe
contras: Entwässerung des Gewebes und Spezialmesser notwendig nur für wenige Färbemethoden verwendbar
Einbettung in Gelatine
wasserlöslich
gute und schnelle Durchdringung des Gewebes
Kultivierung des Gewebeschnittes möglich
pros: gut für weiche Gewebe geeignet
contras: eher dicke Schnitte ca. 10-20 μm
Einbettung in Kryomedien
frische Organstücke werden in flüssigen Stickstoff eingebracht Einbettung in Sucrose-haltige Lösungen zur Stabilisierung
schnelle Methode, v.a. für medizinische Diagnostik
pros: native Proteine kein Wasserentzug gut für Immunhistochemie geeignet
contras: nicht for harte Gewebe geeignet schlechtere Morphologie der Gewebe stärkere Artefaktbildung
Fixierung mit Formalin
4% neutrale Formaldehydlösung, HCHO Aldehyd der Ameisensäure
bei Benutzung wird Formalin verbraucht, es entsteht Ameisensäure
langkettiges Polymer wird Paraformaldehyd genannt
contras: Fixierung von Proteinen, nicht von Kohlenhydraten oder Lipiden
Fixierung durch Alkohol
Wasserentzug bewirkt Fällung der Proteine ohne Denaturierung
permeabilisiert Membranen
contras: Härtung und Schrumpfung des Gewebes
DNA-Metabarcoding
1. MZB Probe
2. Homogenisieren
3. DNA-Extraktion DNA-Amplifikation
4. DNA-Sequenzierung
Technische und experimentelle Methoden der DNA-Nano Ablauf
1. computer-aided design of staples
2. sample preparation
3. self assembly
4. purification
5. ensemble and single-particle analysis
6. single-molecule force measurements
DNA-Nano Purification
Gelelektrophorese
DNA-Nano ensemble and single- particle analysis
atomic force microscopy
DNA-Nano single-molecule force measurements
transmission electron microscopy
Technische und experimentelle Methoden in DNA-Nano
Produktion langer ssDNA aus Bakterien chemische und biochemische DNA-Protein-Konjugation Agarose-/Polyacrylamidgelelektrophorese PCR DNA-Sequenzierung Fluoreszenzspektroskopie (FRED) Ionenaustauschchromatografie Rasterkraftmikroskopie (AFM) Transmissionselektronenmikroskopie (TEM) Einzelmolekül-Kraftmessung
Rasterkraftmikroskopie
Manipulation und Visualisierung von Molekülen mithilfe einer scharfen Spitze auf einer freitragenden Feder
einzelne Atome sehen und manipulieren
Optical Tweezers
verwenden Licht in Form eines starken fokussierten Lasers um Objekte in Nanogröße einzufangen
jede Verschiebung aus Laserfokus durch elektromagnetische Rückstellkraft kompensiert, die Teilchen wieder in ursprüngliche Gleichgewichtsposition zurückbringt
Kraft (pN) oder Entfernung (nm) kann genau gemessen werden
einzelne Moleküle sichtbar machen und manipulieren
gute chemische Inhibitoren
membrangängig aber gleichzeitig wasserlöslich
spezifisch für ein Zielprotein (Target), keine Off-Target Effekte
in geringen Konzentrationen aktiv
Gen-knock-out
Modifikation permanent Wirkung chronisch (meist) Zelladaption wahrscheinlich nicht reversibel keine Off-Target Effekte