Clustering = eine Kategorie von Algorithmen im maschinellen Lernen, die Daten in ähnliche Gruppen sortiert - je nach ausgewählter Clusteringtechnik kann ein anderweitiges Ergebnis resultieren.
Welche Anwendungsbeispiele existieren für das Clustering?
1. Kundensegmentierung -Bestimmung von aussagekräftigen Kundensegmenten -Zuschneiden individueller Aktionsangebote für individuelle Kundencluster -Möglichkeit der gezielten Kundenansprache und des personalisierten Marketings -Steiegrung des Umsatzes
2. Betrugserkennung -Erkennung von ungewöhnlichen Transaktoinen Durchführung von Ausreißeranalysen mittels Clustering Bsp. für potentielle Indikatoren -Eingabe korrekter Kartenprüfnummer -Dimensionen der Geldsumme -Details über IP-Adresse
Wie wird Wissen durch die Anwendung von Clustering abgeleitet?
1. Ableitung von Wissen/Mustern bezüglich der Ähnlichkeit von Datenpunkten 2. Ableitung von Wissen/Mustern über Ausreißer, welche sich im Vgl. zu anderen Daten anderweitig verhalten und nicht zu einer Gruppe zugeordnet werden können
Vorgehen k-Means Clustering
1. Bestimmung der Cluster - Anzahl k 2. Initialisierung: Zufällige Auswahl von k Zentren zu Beginn 3. Zuweisung aller Datenpunkte zum Nächstliegenden Zentrum (Basis: Distanzmetrik) 4. Verschieben der Cluster - Zentren in den Mittelpunkt aller zugeteilten Datenpunkte 5. Durchführung der Schritte 3 und 4 bis sich die Cluster-Zentren nicht mehr verschieben ODER ein definiertes Abbruchkriterium erreicht ist (z.B. Anzahl Durchläufe/Iterationen etc.)
Distanzmetrik: Abstand zw. Datenpunkte u. Clusterzentrum Z.B. euklidischer Abstand, Manhattan-Distanz...
Wie funktioniert das Hierarchische Clustering? (Ziel)
Ziel: Generierung einer hierarchischen Cluster-Struktur -Ableitung eines Dendogramms -Keine vorhergehende Definition der Cluster-Anzahl k erforderlich (wird im Nachgang bestimmt)
Hierarchisches (agglomeratives) Clustering: Funktionsweise, Möglichkeiten des Linkage
1. Initialisierung: Beginne mit der Annahme, dass jeder Datenpunkt ein eigenes Cluster darstellt 2. Linkage (=Zusammenführung): Zusammenführung der Cluster mit dem geringsten geometrischen Abstand zueinander 3. Durchführung des 2. Schrittes bis ein Abbruchkriterium erreicht wird -> in jedem Schritt werden 2 Cluster mit geringstem geometrischen Abstand zusammengeführt
Hierarchisches Clustering - Dendogramm
-Wesentliches Werkzeug zur Evaluation von Clustering-Ergebnissen
-wird von oben nach unten gelesen
-Achsen des Dendogramms: Auflistung einzelner Datenpunkte auf x-Achse, Gegenüberstellung des ausgewählten Distanzkriteriums auf y-Achse
Erkennung von Hauptgruppen: Distanz zur Nächstliegenden Gruppe relativ Gering
Erkennung von Ausreißern: Distanz zur Nächstliegenden Gruppe verhältnismäßig hoch
Vor- und Nachteile haben das k-Means Clustering und das hierarchische Clustering?
Möglichkeiten der Bewertung für Clustering
(Bewertung anhand Wahrheitsmatrix nicht möglich, da Klassenlabels im Clustering unbekannt) 1. Manuelle Beurteilung durch Experten (Beurteilung durch Vergleich der Ähnlichkeit der Datenpunkte, welche derselben Gruppe zugeordnet worden sind - sehr aufwändiges Beurteilungsverfahren)
2. Silhouette Diagramm beim k-Means Clustering (Bewertung der Qualität der Cluster-Seperation durch berechnete Kennzahlen (bei +1 kleiner Abstand, Datenpunkt womögl, im richtigen Raster, bei 0 kann gleichermaßen beiden Gruppen zugeteilt werden, bei -1 womögl. Im falschen Cluster))
Unterschied Klassifikation - Clustering
Klassif
Was wird unter Automatisierung verstanden? (Motivation, 5 Stufen der Automatisierung...)
Fahrzeug ist in der Lage richtige Aktionen zur richtigen Zeit auszuführen, selbstständiges Handeln durchs System ohne menschlichen Eingriff 5 Stufen der Automatisierung: Stufe 0: keine Automatisierung (ggf. Warnsysteme) Stufe 1: Assistenz (Fahrassistenz durch zeitweise Übernahme, Z.B. Stau, Parken) Stufe 2: Teilautomatisierung (Übergabe der Lenkung in bestimmten Fällen, Fortlaufende Überwachung DURCH Fahrer, Eingriff durch den Fahrer bei Dringlichkeit notwendig) Stufe 3: Hochautomatisiert (keine dauerhafte Überwachung durch Fahrer notwendig -> nur bei Aufforderungen durch System muss Fahrer übernehmen Stufe 4: Vollautomatisiert (Möglichkeit vollständiger Abgabe der Fahraufgabe an System - fahrer muss nicht, kann aber) Stufe 5: Fahrerlos (Vollumfängl. Fahren, kein Eingriff)
Definition Sensor/Messwertaufnehmer
Ist eine Komponente, die eine gemessene physikalische Größe in ein analoges elektrisches Signal umwandelt
Speicherung und Verarbeitung der Sensordaten
-Stetige Speicherung der Sensordaten -Weiterverarbeitung und Integration der Daten in KI-Modelle -Verknüpfung und Kombination von Datenmengen zur Ableitung von Fahrentscheidungen - Auf Basis dieser Entscheidungen werden Aktoren durch elektrische Signale aktiviert
Herausforderung: Kosten für Sammeln ausreichender Sensordaten sehr hoch, Datenabdeckung jeglicher Zustände (StVO, Stau, Wetter usw.), Kritische, seltene vorkommende Fahrszenarien müssen abgedeckt werden
Wo findet die Ki in Fahrzeugen Anwendung
KI als Fahrassistenz: KI als persönlicher Assistent -Analyse von Verkehrssituationen -Voraussagen Fahrverhalten -Vorhersagen Verhaltensmuster (z.B. Wechsel Radiosender an bestimmten Ort)
Objekterkennung durch KI: -Wahrnehmung von Verkehrsteilnehmern, Verfolgung von Objekten -Herausforderung: heftiger Regen oder Überblendung
Verhaltensplanung durch KI: -Vorausschauende Planung der nachfolgenden Fahrschritte -Festlegung von Fahrstrategien für optimale Fahrweise Bsp: Aquaplaning, optimierte Bremsung, optimierte Beschleunigung, Lenkrad nicht einrasten
Vor- und Nachteile des autonomen Verkehrs
Industrie 1.0 bis Industrie 4.0
Industrie 1.0: Mechanisierung mit Wasser- und Dampfkraft
Industrie 3.0: Automatisierung durch Elektrotechnik und Informationstechnik, erste Heimcomputer
Industrie 3.0: individuelle Massenproduktion, IoT, KI, Cloud, Selbstlernzentrum Algorithmen, Big Data
Internet der Dinge - IoT
Wandel eines herkömmlichen Computers zu intelligentem Gerät, Vernetzung von Gegenständen mit Internet, Selbstständige Kommunikation
Z.B. Intelligente MEssgeräte: Verkehrslage, Wetterlage, GPS Montagebänder in der Fertigung Smart-Watches
Cloud Computing
Bereitstellung von IT-Ressourcen oder Anwendungen im Internet Fokus: Speicherung von Daten intelligenter Geräte auf Cloud Möglichkeit vieler Dienste und Services unabhängig von Ort u. Zeit dynamisch zu nutzenD
Digitalisierung
Digitalisierung: Umwandlung analoger Signale in digitale Signale, die mit Computer verarbeitet werden können
Veränderung der Produktions- und Arbeitswelt durch zunehmende Digitalisierung
Veränderung der Wertschöpfungsprozesse und Geschäftsmodelle
Vorteile Industrie 4.0
Industrie 4.0: Intelligente Vernetzung von Maschinen und Abläufen in Industrie mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologie Verschmelzung von Fertigungsprozessen mit Informationstechnologie
Vorteile: -KI trifft Entscheidungen autonom und arbeitet mit Maschinen zusammen, um Prod. zu opt. -Produktionszyklen werden kürzer und transparenter -Entfallen der Informationswege -Kundenbedürfnisse fließen in Echtzeit in Produktion ein -Wartung und Instandhaltung regeln sich weitgehend eigenständig -Aufträge laufen automatisch in richtiger Reihenfolge ab -Mensch und Maschine als Partner
Was ist Predictive Maintenance?
Hauptziel predictive maintenance: Warnung für Team, wenn Maschine noch läuft, aber demnächst kaputt gehen wird
Predictive maintenance: Strategie vorausschauender Instandhaltung durch Zustandsüberwachung der Anlagenleistungen, die bei Normalbetrieb durch Zustandsüberwachung die Leistung verfolgt, um festzustellen, wann Wartungsarbeiten ausgeführt werden müssen.
Rolle der KI in der modernen Logistik
Auswertung Sensordaten durch KI -> Speicherung Sensordaten zum frühzeitigen Erkennen von Fehlern Durchführung von Ausreißeranalysen Vorhersage von Fehlern oder optimalen Wartungsintervallen
Nutzen und Herausforderung der KI für Industrie 4.0
Allgemeine Vorteile KI mit Blick auf betrieblichen Kontext
Chancen von KI für menschlichen Nutzer
Prinzipien für einen verantwortungsvollen Einsatz von KI
1. Fairness: Gleichberechtigte Behandlung aller Menschen
2. Zuverlässigkeit: Zuverlässigkeit und Verlass auf KI-System
3. Datenschutz- und Sicherheit: Sicherheit von KI-Systemen und Respektierung des Datenschutzes
4. Barrierefreiheit: KI-Systeme sollten allen Menschen zu Gute kommen
5. Transparenz: Nachvollziehbarkeit der KI-Entscheidungen für Kunden und Beteiligte
6. Kontrolle: Verantwortlichkeit und Kontrolle des Menschen u. Rechenschaft ggü .den Menschen
Probleme, die zu unfairen KI-Ergebnissen führen können
Verzerrung von Daten: Daten beeinflussen Güte und Qualität von KI-Entscheidungen -> Gewährleistung der Fairness
Verzerrung der Stichprobe: unausgewogene Trainingsdaten z.B. durch historische Auswahlentscheidungen
Verzerrung von Attributen: Verzerrung vorhandener Attribute, KI lernt von vergangenen Trainingsdaten und dabei bleiben Umstände unberücksichtigt, z.B. Anpassung Bildungssystem, Wegfall Militärdienste...
Warum ist der KI-Einsatz in der Neubeschaffung von Personalkräften problematisch?
Durch unausgewogene Trainingsdaten kann es zur Diskriminierung führen
Durch Verwendung von historischen Daten, kann es unfaire Vorschläge geben
Aufgrund nicht sichtbarer Entscheidungen der KI -> KI-Black-Box
Was ist eine KI-Black-Box?
Bei den meisten Algorithmen handelt es sich um "Black Boxes"
Es sind lediglich die Ergebnisse der Analysen sichtbar Gründe für Entscheidungen sind häufig nicht nachvollziehbar -> nicht erklärbar, wie KI zum Ergebnis kommt.
Bsp: Intransparenz weshalb eine Krankheit diagnostiziert wird oder eine Person bei Bewerbung ausgewählt wird -> wird problematisch bei hochsensiblen Anwendungsgebieten wie z.B. Medizin oder Personalentscheidungen
Grenzen von KI
1. Weak AI: Einsatz von KI bisher auf bestimmte Zwecke begrenzt (Chatbots im Kundendienst, vorausschauende Wartung, vorhersagen von Produktempfehlungen..)
2. Ki kann große Datenmengen sehr gut verarbeiten, aber KI kann Daten nicht verstehen -> KI besitzt keinen Verstand
3. Ki kann falsche Entscheidungen und Schlüssel nicht erkennen
4. KI kennt keine außerordentlichen Zustände, z.B. Pandemiezeiten
Herausforderung an KI-Einsatz
Gewährleistung einer vollständigen Transparenz von KI-Modellen
Klärung von Haftungsfragen: wer haftet, wenn KI zu falschen Entscheidungen kommt
Sicherheitsrisiken: Schutz vor Hackerangriffen, insb. In hochsensiblen Bereich mit personenbezogenen Daten
Übliche Anlaufprobleme von KI in der betrieblichen Praxis?
-Fehlen von "guten Daten" (sowohl Quantität als auch Qualität"
-Fehlende Aussagekraft eigener Daten
-Fehlen von etablierten Datenstraetgie im Unternehmen
-Unkontrollierte Verwendung von KI-Werkzeugen
-Gesetzliche Rahmenbedingungen zum Datenschutz -> Verletzung der Compliance-Anforderungen
Effektiver und Effizienter Einsatz von KI
-Verwendung von repräsentativen Datensätzen als fundamentale Basis ->KI als Abbild historischer Daten
-Berücksichtigung ethischer, rechtlicher Lemmas und Regeln
- KI für richtige Aufgaben nutzen
-Vornehmliche Nutzung von KI, wo sie den größten Nutzen stiftet -> Mischung menschlicher Kompetentenzen mit KI als Ideal