Flashcards in the set

Haven't started (33)

Foeva

Ort des schärfsten Sehens

Das Auge

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Zapfen

  • Überall auf der Retina, höchste Konzentration auf der Foeva

 

  • Farbsehen 

 

  • geringe Geringe Sensitivität (sehen bei Tageslicht)

 

  • hohe Sehschärfe

 

  • geringe Konvergenz

 

 

Stäbchen

  • Nur in der Peripherie der Retina
  • Schwarz-Weiß-Sehen
  • hohe Sensitivität (sehen im Dunkeln)
  • geringe Sehschärfe
  • hohe Konvergenz

Visuelle Verarbeitung (Schaubbild)

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Wesentlicher Verarbeitungspfad

Retina -> Corpus geniculatum laterale
(Thalamus) ->Visueller Cortex (striärer Cortex): V1, V2
 

Rezeptive Felder

Rezeptive Felder (=Mehrzahl von Sinnenszellen) konvergieren, d.h. leiten Informationen an einzelne nachgeschaltete Neuronen / Ganglien weiter.

Retinotopie

Retinotopie: Räumlich benachbarte Lokationen auf der Retina korrespondieren mit räumlich benachbarten Lokationen im CGL (Thalamus) und vis. Kortex.

Chiasma Opticum

Kreuzung der Sehnerven

 

Bei Primaten kreuzen ca. 50% der Sehnerven

Gleiche Hirnseiten erhalten Signale korrespondierender Retinaareale beider Augen

 

->Signale können gemeinsam verarbeitet und integriert werden

->unterstützt räumliches Sehen

Verarbeitungskanäle

zwei relativ unabhängige Verarbeitungskanäle:

P-Pfad (parvozellulärer Pfad)

M-Pfad (magnozellulärer Pfad)

P-Pfad (parvozellulärer Pfad)

besonders sensitiv für Farbe und Detailinformation

-> erhält vor allem Input von Zapfen


• Weiterleitung in den parietalen Informationsstrom
-> „WAS-Pfad“: Form- und Farbverarbeitung, Objekterkennung

M-Pfad (magnozellulärer Pfad)

besonders sensitiv für Bewegung

-> erhält vor allem Input von Stäbchen

 

Weiterleitung in den dorsalen/temporalen Informationsstrom

WO-Pfad: Bewegungsverarbeitung

 

Laterale Inhibition

  • Neurone beeinflussen sich gegenseitig
  • Reduzierte Aktivität eines Neurons wird durch die Aktivität benachtbarter Neurone verursacht
  • Laterale Inhibition verstärkt den Kontrast an Kanten (Orte mit Helligkeitsunterschieden)
  • Auge als "Kantendetektor" 
  • Bessere Erkennbarkeit von Objekten

Funktionale Spezialisierung

Zekis Theorie funktionaler Stabilisierung:

 

  • Kortikale Areale sind spezialisiert für bestimmte visuelle Funktionen:
    • Form 
    • Bewegung
    • Farbe

 

  • Parallele Verarbeitung verschiedener Attribute
  • Kombination der Ereignisse, um kohärenten visuellen Gesamteindruck zu erzielen

 

Beispiel Funktionale Spezialisierung

Kognitive Neuropsychologie der Farbverarbeitung:

 

  • Annahme: Spezialisierung von V4 (im ventralen Pfad)

 

  • Patienten mit Schädigung in V4 sollten eingeschränkte Farbwahrnehmung bei normaler Form- und Bewegungswahrnehmung erleben
  • Trifft zu auf Patienten mit zerebraler Achromatopsie
  • Neuere Forschung zeigt jedoch: weitere Areale sind an Farbwahrnehmung beteiligt, V4 ist auch an der Verarbeitung anderer Attribute beteiligt

Binding Problem

Wie werden verschiedene Attribute integriert, um den Eindruck kohärenter Wahrnehmung zu erzeugen

 

Erklärungsansatz: Binding by synchroy: Neuronen, die Merkmale des selben Objekts erkennen, feuern gleichzeitig -> sich asubreitende, synchronisierte neuronale Aktivierung führt zu erleben der Wahrnehmung eines "ganzen".

 

Kritik: Vermutlich zu einfach erklärt das "wie" und "warum" nicht

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Perception-Action Modell

Vision-for-perception („what“): Basiert auf ventralem Pfad; zum Identifizieren von Objekten

 

Vision-for-action („how“): Basiert auf dorsalem Pfad; zum visuell geleiteten Handeln

 

Erweiterung des Konzepts der "what" und "where" Pfade

 

 

 

 

Experimentelle Prüfung des Perception-Action-Modells

Option 1: Neuropsychologisch durch Betrachtung der Einschränkungen von Patienten mit Schädigungen in den spezifischn Kortextbereichen

 

Option 2: Prüfung mittels Müller-Lyer Täuschung (pfeilspitzen)

->Täuschungseffekte bei Handlungen (zeigen/greifen) eliminiert

Farbsehen: Warum sehen wir Farbe?

Evolutionsbiologischer nutzen

Erleichtert Erkennung bzw. Verdeckung

Kategorisierung (basierend auf Erwartung)

Drei Eigenschaften von Farben

Farbton (Hue): die eigentliche Farbe (rot grün blau,...)

 

Helligkeit (Brightness): Die wahrgenommene Intensität des Lichts

 

Sättigung (Saturation): Wie kräftig oder blass eine Farbe ist

 

Trichromatische Theorie

Alle Farben werden durch drei Farben gebildet (rot grün blau)

 

3 verschiedene Zapfentypen, die für Licht unterschiedlicher Wellenlängen empfindlich sind

Gegenfarbentheorie

Nachbilder: 

 

Nach längerer Fixierung einer Illusion ein Nachbild in der Gegenfarbe

 

Man kann nicht gelichzeitig blau und gelb/ grün und rot sehen, andere Kombinationen gibt es aber schon

 

Gegenfarbkanäle in höheren Verarbeitungsstufen

 

 

Zwei-Prozess-Theorie

Gegenfarbentheorie +Trichromatische Theorie

Farbkonstanz

Tendenz, die Oberfläche eines Objekts als gleichfarbig wahrzunehmen, auch wenn die Beleuchtung sich hinsichtlich ihrer Lichtzusammensetzung verändert hat


• Ohne Farbkonstanz würden sich wahrgenommene Farben ständig ändern
• Farbkonstanz zeigt, dass Farbwahrnehmung nicht ausschließlich davon abhängt, welche Wellenlängen des Lichts von einem Objekt reflektiert werden
• Aber: Voraussetzung ist, dass wir die Beleuchtung akkurat einschätzen können.

Tiefenwahrnehmung

Wir sehen ein zweidimensionales Netzhautbild, können daraus aber eine dreidimensionale Welt konstruieren

 

Wir verwenden dazu verschiedene Hinweisreize:

 

  • Monokulare Tiefenhinweisreize, die mittels eines Auges genutzt werden können
  • Binokulare Tiefenhinweisreize, die für beide Augen genutzt werden müssen
  • Okulomotorische Tiefenhinweisreize, die auf der Wahrnehmung der Anspannung der Muskeln um das Auge basieren

Monokulare Tiefenhinweisreize

Lineare Perspektive:

- Parallele sich entfernende Linien konvergieren

- Objekte werden mit der Distanz kleiner

 

Texturgradient:

-Die Oberflächenbeschaffenheit von Objekten verändert sich charakteristisch mit der Distanz (z.b Kopfsteinpflaster)

 

Verdeckung:

- nähere Objekte verdecken Teile entfernterer Objekte

- starker Mechanismus, der sogar zur Illusion führt

 

Vertraute Größe:

- ist die größe eines Objekts bekannt, kann aus dem retinalen Bild seine Distanz geschätzt werden

 

Luftperspektive:

- Objekte, die weiter entfernt sind, werden unschärfer, heller und bläulicher (z.B Bergpanorama)

 

Bewegungsparalaxe:

- Bewegt sich der Beobachter, ziehen nahe Objekte schneller am Auge vorbei, als weiter entfernte Objekte

Binokulare Hinweisreize

Binokulare Disparität:

Aufgrund ihrer unterschiedlichen Positionen sind die retinalen Bilder in beiden Augen leicht seitlich verschoben (Querdisparation)

 

Stereokopisches Sehen:

Die leicht unterschiedlichen Bilder beider Augen könen genutzt werden, um daraus eine Entfernung der Objekte zu errechnen (funktioniert nur bei geringen Entfernungen)

Okulomotorische Hinweisreize

Akkommodation:

- Anspannung bei Nahfokussierung des Ziliarmuskels

-Entspannung bei Fernfokussierung des Ziliarmuskels

 

> Für Distanzschätzungen von Objekten bis 2m Entfernung

 

Konvergenz:

Augen drehen nach innen bei der Fokussierung naher Objekte

muskuläre Aktivität wird interpretiert

für Distanzschätzungen von Objekten bis 10 m Entfernung

Größenkonstanz

Objekte werden in einer Größe wahrgenommen, egal ob das retinale Bild groß oder klein ist

 

Bsp: Person, die auf einen zukommt wirkt gleich groß

 

Distanz wird bei Größeneinschätzung berücksichtigt

 

Wahrgenommene Größe hängt ab von:

- Erinnerter/ vertrauter Größe

- Eingeschätzter Distanz

 

Größenkonstanz kann nicht aufrechterhalten werden, wenn wahrgenommene Distanz stark von der tatsächlichen Distanz abweicht (Bsp.: Ames Room)

 

 

Subliminale Wahrnehmung

Wahrnehmung, die unterhalb der Schwelle des Bewusstseins bleibt, kann das Verhalten beeinflussen

Ansatz der kognitiven Neuropsychologie: Blindsight-Patienten

• Rindenblindheit: (Lokale) Schäden im primären visuellen Cortex
(V1)
• Patienten sehen insgesamt sehr schlecht, haben aber weiterhin Fähigkeit, Stimuli im blinden Sehfeld zu erkennen, zu lokalisieren und zu unterscheiden, ohne sie bewusst wahrzunehmen


• Im Selbstbericht keine Wahrnehmung von Reizen im blinden Bereich. Im Forced-Choice Test überzufällige Leistung beim „Erkennen“ von Reizen („present vs. absent“?)

Experimenteller Ansatz der kogn. Psychologie bei gesunden
Personen

Vergleich von Leistungs- und Bewusstseinsmaßen
• Leistungsmaß der Wahrnehmung (Geschwindigkeit oder Genauigkeit der Reaktion)
• Bewusstseinsmaße:
• Subjektive Maße (Selbstbericht)
• Objektive Maße (z.B. soll „geraten“ werden, ob der präsentierte Stimulus in eine bestimmte Kategorie gehört)
• Schlussfolgerung auf subliminale Wahrnehmung, wenn überzufällige Leistung bei nicht vorhandenem Bewusstsein auftritt

• Naccacheetal.(2002):
• Aufgabe:Reaktion,obgezeigteZahlgrößeroderkleiner5
• Manipulation:VorZielzahlwirdsehrkurzeine(späteronden Teilnehmern nicht bewusst berichtbare) andere Zahl gezeigt.
• KongruenteTrials:KurzgezeigteZahlebenso<>5wieZielzahl
• InkongruenteTrials:WennZielzahl<5,dannkurzgezeigteZahl>5 und umgekehrt.
• Messung:Reaktionszeit
• Ergebniss:SchnellerbeikongruentenalsinkongruentenTrials(obwohl kurz gezeigte Zahl nicht bewusst berichtbar ist!)

Probleme der subliminalen Wahrnehmung

• konservatives Antwortkriterium (response bias)
• Insensitive Maße für Bewusstsein
• Reorganisation des Gehirns (bei Blindsight-Patienten)