Flashcards in the set

Haven't started (15)

Internes vs. externes Rechnungswesen

Internes Rechnungswesen: Planung, Steuerung, Kontrolle der Wirtschaftlichkeit innerbetrieblicher Vorgänge.

Externes Rechnungswesen: Dokumentationszwecke, Erzeugung von Rechtsfolgen, Entscheidungsnützliche Informationen für Unternehmensoutsider.

HGB vs. IFRS

HGB: Vorsichtsprinzip, Ermittlung eines eher vorsichtigen Unternehmenserfolgs.

IFRS: Prinzip des vollständigen Vermögensausweises, möglichst „realistische“ Ermittlung von Vermögen und Erfolg.

Einzelabschluss vs. Konzernabschluss

Einzelabschluss: Darstellung der individuellen rechtlichen Einheit. Hauptfunktion: Ausschüttungsbemessung.

Konzernabschluss: Darstellung der wirtschaftlichen Einheit „Konzern“. Hauptfunktion: Informationsvermittlung.

Cash Accounting vs. Accrual Accounting

Cash Accounting: Gewinnerhöhung bei Zahlungsmittelzufluss, Gewinnminderung bei Zahlungsmittelabfluss.

Accrual Accounting: Gewinnerhöhung bei Realisation, Gewinnminderung bei wirtschaftlicher Verursachung.

Berichtsinstrumente der externen Rechnungslegung

Bilanz: Darstellung von Vermögen und Schulden.

Gewinn- und Verlustrechnung (GuV): Gegenüberstellung von Aufwendungen und Erträgen zur Ermittlung des periodenbezogenen Gewinns.

Cashflow-Rechnung: Erklärt den Zahlungsmittelbestand und zeigt die Fähigkeit eines Unternehmens, Zahlungsüberschüsse zu erwirtschaften und Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Eigenkapitalveränderungsrechnung: Abbildung der Veränderungen im Eigenkapital.

HGB vs. IFRS - Rechnungslegungszwecke und -ziele

HGB:

  • Vorrangig zu schützende Adressatengruppe: Gläubiger.
  • Rechnungslegungszweck: Ausschüttungsbemessung bei Erhalt von Haftungskapital.
  • Wesentliches Rechnungslegungsziel: Vorsichtige Ermittlung des Unternehmenserfolgs.

IFRS:

  • Vorrangig zu schützende Adressatengruppe: Investoren.
  • Rechnungslegungszweck: Informationsvermittlung für Investoren und Kapitalmarktförderung.
  • Wesentliches Rechnungslegungsziel: Realistische Ermittlung von Vermögen und Erfolg.


Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) - Darstellungsmöglichkeiten

Gesamtkostenverfahren: Aufwandsorientierte Darstellung.

Umsatzkostenverfahren: Kostenstellenorientierte Darstellung.

Gesamtergebnisrechnung (IFRS)

Erweitert das Ergebnis der GuV um die Positionen des sonstigen Ergebnisses (Other Comprehensive Income).

Ziel: Trennung des Ergebnisses der GuV von volatilen/unrealisierten Wertbeiträgen.

Kapitalflussrechnung

Darstellung der Veränderungen des Finanzmittelbestandes.

Komponenten: Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit

Unterschiede zwischen HGB und IFRS in der Bilanzdarstellung

HGB:

  • Bilanzierung nach dem Vorsichtsprinzip.
  • Liquiditätsorientierte Gliederung: Absteigende Liquidität (weniger liquide Vermögenswerte zuerst).
  • Eigenkapital wird konservativer dargestellt (z. B. Bilanzgewinn).

IFRS:

  • Bilanzierung orientiert sich an der tatsächlichen wirtschaftlichen Lage (realistische Darstellung von Vermögen und Erfolg).
  • Flexiblere Gliederung gemäß IAS 1: Wahlfreiheit bei der Darstellung nach Liquidität.
  • Beinhaltet umfassendere Offenlegungsvorschriften und eine detailliertere Darstellung des Eigenkapitals.


Bilanzpolitik

Bilanzpolitik bezieht sich auf Maßnahmen zur Beeinflussung des Jahresabschlusses.

Ziele können die Beeinflussung der Ausschüttung, Besteuerung oder Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sein.

Wichtige Instrumente: Wahlrechte, Ermessensspielräume und Ermessensentscheidungen.

Nicht-finanzielle Berichterstattung

Ziel: Bereitstellung von Informationen über Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte (ESG).

Nicht-finanzielle Berichterstattung umfasst Themen wie Umweltmanagement, Arbeitnehmerbelange, Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte, Bekämpfung von Korruption und Bestechung.

Wird zunehmend von Investoren und anderen Stakeholdern als wichtige Informationsquelle angesehen.

Wirtschaftsprüfung

Ziel: Prüfung und Bestätigung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung.

Unterscheidung zwischen gesetzlicher und freiwilliger Prüfung.

Bedeutende Akteure: Wirtschaftsprüfungsgesellschaften wie Deloitte, PWC, EY, und KPMG.

Prüfungsgegenstände: Jahresabschlüsse, Lageberichte, und gegebenenfalls weitere Finanzinformationen.

Matching Principle (Zuordnungsprinzip)

Prinzip der periodengerechten Gewinnermittlung.

Erträge und die zugehörigen Aufwendungen müssen in derselben Periode erfasst werden.

Wichtig im Rahmen der Accrual Accounting-Prinzipien, um eine realistische Darstellung des periodenspezifischen Erfolgs zu gewährleisten.

Berichtsinstrumente und ihre Zusammenhänge

Bilanz: Stellt Vermögen und Schulden zu einem bestimmten Zeitpunkt dar.

GuV (Gewinn- und Verlustrechnung): Zeigt den periodenspezifischen Erfolg (Gewinn oder Verlust).

Kapitalflussrechnung: Visualisiert die Zahlungsströme (Einzahlungen und Auszahlungen) innerhalb einer Periode.

Eigenkapitalveränderungsrechnung: Dokumentiert Veränderungen im Eigenkapital über eine Periode hinweg.

Diese Instrumente ergänzen sich gegenseitig und bieten eine umfassende Darstellung der finanziellen Lage eines Unternehmens.