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Rahmenbedingungen für den Einsatz von Techniken und Methoden der Anforderungserhebung

Unterlagenstudium: Analyse vorhandener Dokumentationen oder Modelle, z. B. ein Analyst nutzt frühere Prozessmodelle zur Unterstützung.

Beobachtung: Direkte Beobachtung von Arbeitsvorgängen, z. B. zur Verbesserung eines Dokumentationssystems für Fließbandarbeiter.

Besprechung: Diskussion und Konfliktlösung, z. B. zwischen Vertrieb und Marketing über den Leistungsumfang eines Systems.

Mündliche Befragung: Persönliche Gespräche für gezielte Informationen, z. B. ein 20-minütiges Meeting mit einem Sponsor.

Schriftliche Befragung: Standardisierte Datensammlung, z. B. zur Ermittlung des Speicherbedarfs eines Systems.

Welche Aussage aus dem Kontext der Bereitstellung von Anwendungssystemen ist richtig?

Umstellungskosten sind einmalige Kosten in der Kostenvergleichsrechnung

Klassischer Vorteil von Standardsoftware

Ein wesentlicher Vorteil von Standardsoftware ist die sofortige Verfügbarkeit

Vorteile von Standardsoftware und Individualsoftware korrekt zuordnen

  • Ständige Weiterentwicklung durch Anbieter → Standardsoftware
  • Maßgeschneidert für das Unternehmen → Individualsoftware
  • Fließender Austausch mit alter Software → Individualsoftware
  • Schnelle Verfügbarkeit → Standardsoftware

Vier Merkmale des IT Service Managements (ITSM)

Marktorientierung, Serviceorientierung, Lebenszyklusorientierung und Prozessorientierung

Ordnen Sie im Rahmen eines Wirtschaftlichkeitsvergleiches die folgenden Eigenschaften dem jeweiligen Ansatz zu

  • Nutzwertanalyse → Zum Vergleich mehrerer Alternativen unter Verwendung subjektiver Gewichtungen einzelner Aspekte
  • Kostenvergleichsrechnung → Rein monetäre Nutzenbewertung
  • Fragenkatalog → Rein qualitative Nutzenbewertung
  • Multifaktorenmethode → Zur Nutzenbewertung einer Software im Vergleich zum Status Quo

Welche Basisarchitektur des Enterprise Architecture Managements beschäftigt sich mit der Visualisierung von Geschäfts- und Unternehmensprozessen?

Geschäftsarchitektur

Zuordnung von Programmiersprachen zu Klassen nach ISO/IEC 2382-1

  • Höhere Programmiersprachen → BASIC, C, Pascal
  • Beschreibungssprachen → SGML, HTML, XML
  • Objektorientierte Programmiersprachen → C++, Objective-C, Visual Basic,
  • Skriptsprachen → PHP, Perl, Ruby, VBA, JavaScript
  • Wissensbasierte Programmiersprachen → LISP, PROLOG

Zusammenhänge und Unterschiede zwischen Projektmanagement und Vorgehensmodellen in der Systementwicklung

Während das Projektmanagement bestimmt, WER WAS WANN zu WELCHEN KOSTEN auszuführen hat, ist in den einzelnen Phasen des Vorgehensmodells festgelegt, WIE und WOMIT, d.h. mit welchen Werkzeugen, etwas auszuführen ist

Vor- und Nachteile der verschiedenen Einführungsalternativen von Software

Parallellauf:

  • Vorteile: Minimierung von Risiken, sanfter Übergang.
  • Nachteile: Hohe Kosten, Komplexität, Ressourcenintensiv.

Stufenweise Einführung:

  • Vorteile: Geringeres Risiko, Lerneffekte, niedrigere Kosten.
  • Nachteile: Längere Implementierung, komplexe Koordination.

Big Bang:

  • Vorteile: Schnelle Umstellung, geringere Kosten, keine Redundanzen.
  • Nachteile: Hohe Risiken, unvorhergesehene Probleme, keine Übergangsphase.

Drei Komponenten von IT-Services nach ITSM:

Nach ITSM besitzen IT-Services die folgenden Komponenten: Personen, Prozesse und Technologie.

Ein Beispiel hierfür ist eine ferngesteuerte Wartung eines PCs:

  • Personen: Kunde und Techniker
  • Prozesse: Wartungsprozess für den Kunden
  • Technologie: PC

Kosten- und Nutzenaspekte im Wirtschaftlichkeitsvergleich von Drohnenlieferung

  • Einsparung von Personal → Quantifizierbarer, monetär bewertbarer Nutzen
  • Umbau der Logistikzentren → Einmalige Kosten
  • Positionierung von Amazon als Technologieführer → Nicht quantifizierbarer Nutzen
  • Kürzere Lieferzeiten → Quantifizierbarer, nicht monetär bewertbarer Nutzen,
  • Aufladung/Betankung der Drohnen → Fortlaufende Kosten

Phasen des ITIL Lifecycle


Service Design, Service Operations, Service Strategy, Service Transition, Continual Service Improvement

Erweiterung von Standardsoftware durch vorgefertigte Programmbausteine

durch Modularisierung

Aktivitäten und Artefakte in der Anforderungsanalyse

Sollkonzept und Ist-Analyse: Das Sollkonzept basiert auf einer Ist-Analyse, um Standardsoftware an die Unternehmensbedürfnisse anzupassen.

Pflichtenheft: Dokumentiert die Anforderungen an die Software und gehört zur Anforderungsanalyse.

Systementwurf: Folgt der Anforderungsanalyse und beschreibt die technische Umsetzung.

Anforderungsnachvollziehbarkeit: Sicherstellt, dass Anforderungen im Projektverlauf nachvollziehbar bleiben und Änderungen ihre Auswirkungen identifizieren.

Arten von Prototypen in der Systementwicklung

  • Horizontale Prototypen → beschränken sich auf einzelne Schichten des Anwendungssystems
  • Vertikale Prototypen → beschränken sich auf funktionale Teilsysteme eines Anwendungssystems
  • Evolutionäre Prototypen → können Teil des Anwendungssystem werden
  • Wegwerfprototypen → sind Grundlage des Rapid Prototyping

Outsourcing-Typen und ihre englischen Abkürzungen

  • Outsourcing der Leistungen der IT-Infrastruktur, genannt Infrastructure as a Service (IaaS)
  • Outsourcing der Leistungen einer Entwicklungsplattform, genannt Platform as a Service (PaaS)
  • Outsourcing des ganzen Anwendungssystems, genannt Software as a Service (SaaS)

Softwarewartungstypen und ihre Definitionen

  • perfektionierende Wartung → Qualitätsverbesserung
  • adaptive Wartung → Anpassung an veränderte Anforderungen
  • korrigierende Wartung → Fehlerbereinigung
  • enhasive Wartung → Erweiterung um neue Teile

Aktivitäten in der Systementwicklung: Reihenfolge der Schritte

  1. Projektbegründung
  2. Unterlagenstudium
  3. Soll-Modellierung der Datenstrukturen
  4. Dokumentation des Programmcodes
  5. Systemtest

Beispiel für einen IT-Service nach ITSM

Gemäß ITSM besitzen IT-Services drei Komponenten: Personen, Prozesse und Technologie.

  • Ein Kunde kauft ein Software-Paket über den Webshop eines Elektronikanbieters

Eigenschaften der Vorgehensmodelle in der Systementwicklung

  • Rational Unified Process → Ist ein Phasenmodell, das Iterationen nur innerhalb der Phasen zulässt
  • Extreme Programming → Ist ein Vorgehensmodell, das auf das Phasenkonzept bewusst verzichtet
  • Wasserfallmodell → Mit einer Phase des Systementwicklungsprozesses wird begonnen, wenn die vorangehende Phase vollständig abgeschlossen ist
  • Zyklenmodell → Der Entwicklungsprozess wird innerhalb der einzelnen Phasen oder übergreifend für aufeinander folgende Phasen iterativ durchgeführt

ISO-Zertifizierung für Software-Anwendungen Ordnen Sie bitte dem jeweiligen Prozessschritt die passende Aktivität zu

  • Phase 1: Auditvorbereitung → Beantwortung eines Fragenkatalogs durch den Auftraggeber
  • Phase 2: Unterlagenprüfung → Übergabe des Qualitätshandbuchs an die Zertifizierungsstelle
  • Phase 3: Zertifizierungsaudit → Übergabe des Audit-Plans an den
  • Auftraggeber Phase 4: Zertifikatserteilung → Beurteilung des Audits durch die Zertifizierungsstelle

Schritte der Anforderungserhebung

  1. Vorbereitung: Zielsetzung, Stakeholderidentifikation, Methodenauswahl.
  2. Sammlung: Interviews, Workshops, Dokumentenanalyse.
  3. Dokumentation: Lastenheft, Pflichtenheft, funktionale und nicht-funktionale Anforderungen.
  4. Validierung: Überprüfung und Klärung der Anforderungen.
  5. Abschluss: Genehmigung und Weitergabe der Anforderungen.

Vorgehensmodelle für nutzerorientierte Gestaltung

User-Centered Design (UCD): Fokus auf Benutzerbedürfnisse für hohe Akzeptanz; ressourcenintensiv.

Design Thinking: Fördert Innovation und Nutzerzentrierung; kostspielig.

Agile Methodologien (z. B. Scrum): Flexibel, ermöglicht schnelle Anpassungen; erfordert enge Zusammenarbeit.

Usability-Tests (z. B. Heuristic Evaluation): Identifiziert schnell Usability-Probleme; keine direkte Nutzerbeteiligung.

Contextual Design: Liefert tiefe Einblicke in den Nutzungskontext; zeitaufwändig und schwer skalierbar.

Barrieren der Systemeinführung benennen und mittels Maßnahmen, beispielsweise unter Berücksichtigung von ITIL v4, adressieren

Widerstand der Mitarbeiter:

  • Maßnahmen: Change Management, Schulungen.

Unzureichende Ressourcen:

  • Maßnahmen: Service Design, Kapazitätsmanagement.

Technische Schwierigkeiten:

  • Maßnahmen: Service Transition, Testmanagement.

Fehlende Kommunikation:

  • Maßnahmen: Communication Management, Stakeholder Management.

Mangelnde Unterstützung durch Management:

  • Maßnahmen: Governance, Management of Change.

Unklare Zieldefinition:

  • Maßnahmen: Anforderungsmanagement, Service Strategy, Continual Improvement.

Diese Maßnahmen aus ITIL v4 können dazu beitragen, die häufigsten Barrieren der Systemeinführung zu überwinden und den Erfolg des Projekts sicherzustellen.

 Personalbewirtschaftungssystem (PBS)

Funktionen eines PBS zur Verwaltung des gesamten Lebenszyklus eines Mitarbeiters.

  • Funktionen:
  • Rekrutierung, Mitarbeiterverwaltung, Leistungsmanagement, Lohn- und Gehaltsabrechnung, und Karriereplanung.

Ziel des PBS

  • Optimierung der Personalprozesse
  • Verbesserung der Effizienz
  • Transparenz und Nutzerfreundlichkeit

Allgemeine Schritte der Systemeinführung

  1. Startanalyse – Erhebung der Anforderungen.
  2. Planung – Festlegung von Zielen und Meilensteinen.
  3. Design – Entwurf des Systems.
  4. Entwicklung und Tests – Programmierung und Qualitätssicherung.
  5. Schulung – Training der Nutzer.
  6. Implementierung und Go-live – Einführung des Systems.
  7. Wartung und Updates – Regelmäßige Pflege und Anpassung.