Was ist Wirtschaftspolitik?
Ø Ein Teilbereich der staatlichen Politik
Ø Politikbereich der auf ökonomische Entscheidungsprozesse gerichtet ist
Ø Beeinflusst die Versorgung der Wirtschaftssubjekte mit Gütern
Was sind die Aufgaben der Wirtschaftspolitik?
Ø Festlegung des Rahmens für wirtschaftliches Handeln
Ø Festlegung der Maßnahmen, mit denen der Staat regelnd u. gestaltend in die Wirtschaft eingreift
Ø Eingreifen in das ökonomische Geschehen einer Volkswirtschaft durch legitimierte Instanzen
In was lässt sich die Wirtschaftspolitik einteilen?
Ø Theoretische Wirtschaftspolitik
Ø Praktische Wirtschaftspolitik
Was versteht man unter der theoretischen Wirtschaftspolitik?
Ø Handeln der verschiedenen Akteure zur Erreichung bestimmter Ziele
Ø Analyse der Praxis der Wirtschaftspolitik
Welches Ziel hat die theoretische Wirtschaftspolitik?
Ø Beschreibung und Erklärung von theoretischen Erkenntnissen und Prognosen
Was versteht man unter der praktischen Wirtschaftspolitik?
Ø Konkrete, wirtschaftspolitische Einzelmaßnahmen und ihre institutionellen Voraussetzungen
Ø Vergleich von angestrebten Zielen mit aktueller Lage (Soll-Ist-Ziele)
Welches Ziel hat die praktische Wirtschaftspolitik?
Theorie in konkrete Wirtschaftspolitik umzusetzen
Wer hat die Begriffe Ordnungspolitik und Prozesspolitik geprägt?
Walter Eucken hat im Jahr 1952 die Theorie Zweiteilung der Wirtschaftspolitik geprägt
Was versteht man unter Ordnungspolitik?
Ø Legitimierte Institutionen nehmen Einfluss auf rechtliche, soziale und wirtschaftliche Rahmenbedingungen wirtschaftlicher Prozesse
Ø Es werden Entscheidungen getroffen bezüglich Koordinationsmechanismen und Eigentumsordnungen
Was ist das Ziel der Ordnungspolitik?
Ø Festlegung von Grundregeln für das Verhältnis der Wirtschaftssubjekte untereinander
Was versteht man unter Prozesspolitik?
Ø Legitimierte Institutionen nehmen Einfluss auf wirtschaftliche Prozesse, greifen also direkt in das wirtschaftliche Geschehen ein
Was ist das Ziel der Prozesspolitik?
Ø regulierende Beeinflussung von ökonomischen Größen innerhalb des ordnungspolitischen Rahmens (insbesondere relevant im Hinblick auf natürliche Monopole, externe Effekte, Informationsasymmetrien,…)
Vier Beispiele für Ordnungspolitik
1. Wettbewerbsrecht
2. Markt- und Finanzverfassung
3. Geldordnung
4. Haushalts- und Unternehmensverfassung
Vier Beispiele für Prozesspolitik
1. Steuersätze
2. Subventionsbeiträge
3. Abwrackprämie
4. Zinssätze
Nennen Sie die Definition des Begriffs „Finanzpolitik“
Ø Die Finanzpolitik befasst sich mit den Wirkungen staatlicher Ausgaben und Einnahmen und insofern mit der öffentlichen Finanzwirtschaft.
Was ist die Aufgabe der Finanzpolitik?
Ø Die Aufgabe der Finanzpolitik ist die Sicherstellung einer ordnungsgemäßen staatlichen Hausführung und der finanziellen Handlungsfähigkeit des Staates
Welche sind die wesentlichen Träger der Finanzpolitik?
Ø Gebietskörperschaften (Staat im engeren Sinn) wie z.B. EU, Bund, Länder, Gemeinden
Ø Parafisci (Staat im weiteren Sinn) wie z.B. Sozialfisci, Berufs- / Ständefisci, Sondervermögen, Unternehmensändliche Einrichtungen der öffentlichen Hand
Erklären Sie kurz die elementaren Merkmale des Staates.
Ø Zwang (Ausübung von wirtschaftlichem Zwang, bspw. Steuern)
Ø Verantwortlichkeit (durch Verfassung und Gesetze, demokratische Wahlen bringen Verantwortlichkeit)
Ø Kollektive Entscheidungsfindung (bspw. Durch Wahlen oder Gesetze)
Was beinhaltet das „magische Viereck“
Was beinhaltet das „magische Viereck“
1. Preisniveaustabilität
2. Wirtschaftswachstum
3. Außenwirtschaftliches Gleichgewicht
4. Vollbeschäftigung
Was sind die jeweiligen Indikatoren für die Wirtschaftsziele des magischen Vierecks?
Ø Preisniveaustabilität = Inflationsrate (Ziel: sollte unter 2% liegen)
Ø Außenwirtschaftliches Gleichgewicht = Außenbeitragsquote (Ziel: sollte unter 1,5% liegen)
Ø Wirtschaftswachstum = Wachstumsrate des BIP (Ziel: sollte zwischen 2-4% liegen)
Ø Vollbeschäftigung = Arbeitslosenquote (Ziel: sollte unter 5% liegen)
Nennen Sie Zielkonflikte
Ø Preisniveau ≠ Wirtschaftswachstum
(mit einem Anstieg der Wachstumsrate geht meist ein Anstieg des Preisniveaus einher)