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Leitideen des Mathematikunterrichts

Entdeckendes Lernen

 

  • Fehler gehören dazu 
  • Konstruktionsversuch auf Basis vernünftiger Überlegungen 
  • Einsicht in Denkweise der SuS 

Beziehungsreiches Üben

  • Fördert Einsicht in Gesetzmäßigkeiten & Beziehungen
  • Wissensnetz: vernetzen & vertiefen von vorhandenem Wissen & Können

Anwendungsorientierung 

  • Beziehung zur Lebenwelt 
  • Alltagswissen zur Darstellung mathematischer Ideen genutzt

Strukturorientierung

  • Innermathematische Beziehungen: Gesetze & Beziehungen aus Mathematik aufgedeckt
  • Finden, Beschreiben, Begründen von Mustern

Ziele des Arithmetikunterrichts 

Solide Zahlenvorstellung

  • Zahlen
  • Größenordnungen
  • Zahlbeziehungen

Sicheres Rechnen 

  • Sicherheit im Zahlenrechnen (Kopfrechnen)
  • Schriftliche Rechenverfahren 
  • Einspluseins, Einmaleins

Flexibles Rechnen 

  • Aufgabenbezogene Flexibilität bei Wahl des Rechenweges 

Entwicklung des Zahlbegriffs 

Piaget und die Genfer Schule 

  1. Einsicht in Invarianz der Menge
  2. Eins-Zu-Eins-Zuordnung
  3. Klassifikation
  4. Seriation 

​​​​​​​Bedeutung des  Zählens: Zählübungen haben keinen Einfluss auf Zahlbegriffsentwicklung, demnach kein Befasst mit verbalem Zählen

Skills Integration Model 

Integration von bereits ausgebildeten Begriffen, Fähigkeiten etc. 

Große Rolle spiele dabei: Zählen & simultane Erfassung 

Zählprinzipien 

Eindeutigkeitsprinzip

Eins-Zu-Eins-Zuordnung

Prinzip der beliebigen Reihenfolge

Die Anordnung der Objekte ändert nichts an der Gesamtanzahl dieser 

Prinzip der stabilen Ordnung

Die Zahlenreihe muss in der richtigen Reihenfolge gekannt werden

Abstraktionsprinzip

Man kann beliebige Elemente zu einer Menge zusammenfassen und zählen

Kardinalprinzip

Beim Zählen von Objekten ist die letzt genannte Zahl auch gleichzeitig die Anzahl

Phasen der Zählkompetenz von Schulanfängern

1. Verbales Zählen

  • Zahlen werden noch nicht mit einer Menge in Verbindung gebracht
  • Wie ein Gedicht aufgesagt

2. Asynchrones Zählen

  • Zahlen werden mit Menge in Verbindung gebracht
  • Objekte werden beim Zählen ausgelassen oder doppelt gezählt

3. Ordnen der Objekte während des Zählens

  • Kinder verschieben Objekte oder stellen sie um, um sie besser zählen zu können

4. Resultatives Zählen

  • Kinder wissen dass sie beim Zählen mit der 1 anfangen müssen
  • Es werden keine Objekte ausgelassen oder doppelt gezählt
  • Letzte Zahl gibt automatisch Anzahl an

5. Abkürzendes Zählen 

  • Simultane Erfassung

Schwierigkeiten 

Tendenz Zahlen mit gleicher Ziffer im Zählprozess auszulassen

  • Zahl mit gleicher Ziffer= ungewohnt
  • Anordnung der Zahlenreihe unter 10 verstärkt diese Tendenz (3-4-5= nach drei-und-vier-zig kommt fünf-und-vier-zig)

Beim Schritt über Hunderter hinaus

  • Zählen wirklich in Hunderter Schritten
  • konsequente Anwendung der Bildungsregel für Zahlen unter 100: 15= fünf-zehn 105= fünf-hundert

Beim Schritt auf die als nächstes kommende Zehnerzahl 

  • Doppelter Bruch: 29-30 

Zahlwort für Einer verschwindet 

Zehner wird um eins erhöht