Was ist eine Marginalanalyse?
- Zentrales Konzept zur Erklärung von Entscheidungen „wie viel“ man von einer bestimmten Aktivität tun sollte
- Entscheidung, ob man eine bestimmte Aktivität noch ein bisschen ausdehnt
- So lange der Grenznutzen (marginaler Nutzen) die Grenzkosten (marginale Kosten) übersteigt, werden Sie noch eine weitere Stunde in die Prüfungsvorbereitung investieren; Sie investieren so lange, bis der Grenznutzen den Grenzkosten entspricht
Volkswirtschaftliche Grundregeln
- Prinzip Nr. 1: Alle Menschen haben zwischen Alternativen abzuwägen bzw. Ressourcen sind knapp
- Prinzip Nr. 2: Die Kosten eines Gutes bestehen in dem, was man dafür aufgibt (-> Opportunitätskosten)
- Prinzip Nr. 3: Menschen reagieren auf Anreize
- Prinzip Nr. 4: Rational entscheidende Menschen denken in Marginalkategorien(-> Marginalentscheidungen)
- Prinzip Nr. 5: Durch Handel kann es jedem besser gehen
- Prinzip Nr. 6: Märkte organisieren das Wirtschaftsleben oft besser als staatliche Planung
- Prinzip Nr. 7: In manchen Fällen können aber Regierungen die Marktergebnisse verbessern
Was kennzeichnet eine normative, was eine positive Aussage?
Erläutern Sie das Konzept der Opportunitätskosten
Sie zeigt, dass die wahren Kosten eines Gutes nicht einfach in dem Geldbetrag bestehen, den wir dafür bezahlen müssen, sondern neben Geld auch alles andere umfassen, was aufgegeben werden muss, um das Gut zu erhalten
- Verzichtskosten
- Reale Kosten eines Gutes
Produktionsmöflichkeiten-Kurve
- zeigt Kombination aus Produktions Faktoren und Produktions Methoden (maximale Outputkombination)
-zeigt Opportunitätskosten einer Güter Menge in den Mengeneinheiten des anderen Gutes
- illustriert die Abwägungsmöglichkeiten (trade-off) einer Wirtschaft
-alle Punkte auf der PMK sind effizient
Was veranschaulicht ein Kreislaufdiagramm?
Das Kreislaufdiagramm ist ein Modell zur Darstellung der Transaktionen innerhalb einer Volkswirtschaft
Unterschied Effizienz und Effektivität
Effizienz:
- Die Dinge richtig tun
- Das Konstrukt stellt auf die Wirtschaftlichkeit von Handlungen und Maßnahmen ab (möglichst großer Output durch möglichst geringen Ressourceneinsatz)
Effektivität:
- Die richtigen Dinge tun
- Das Konstrukt stellt auf die Wirksamkeit von Handlungen und Maßnahmen ab
Mikroökonomik vs. Makroökonomik
Mikroökonomik:
- Analyse von individuellen Entscheidungen der Haushalte und Unternehmen sowie des Zusammentreffens der Aktivitäten auf Märkten
Makroökonomik:
- Analyse gesamtwirtschaftlicher Tatbestände auf aggregierter Ebene, z.B. von Inflation, Arbeitslosigkeit und Wirtschaftswachstum.
Zentralen Konzepte der Volkswirtschaftslehre?
Was ist eine Lenkungssreuer?
Marginalanalyse
Zentrales Konzept in den Wirtschaftswissenschaften, zur Erklärung von Entscheidungen „wie viel“ man von einer bestimmten Aktivität tun sollte
- Grenznutzen (marginaler Nutzen) und Grenzkosten (marginale Kosten) werden gleichgesetzt => Grenznutzen>Grenzkosten
Effizienz-, Suffizienz- und Konsistenzstrategie
Effizienzstrategie: Besser produzieren. Beispiel: Energiesparlampen statt Glühbirne
Suffizienzstrategie: Weniger produzieren und konsumieren. Beispiel: Car-Sharing
Konsistenzstrategie: Anders produzieren. Beispiel: Erneuerbare Energien
Marktwirtschaft VS. kapitalistische Wirtschaftsordnung
Kapitalistische Wirtschaftsordnung:
- Produktionsfaktoren sind Privateigentum
Marktwirtschaft:
- Eine Volkswirtschaft, die ihre Ressourcen durch die dezentralisierten Entscheidungen vieler Unternehmen und Haushalte zuteilt
Ziele der Wirtschaftspolitik in der sozialen Marktwirtschaft
=>Übergeordnetes Ziel: Wohlstand für alle
Was beschreibt der auf Adam Smith zurückgehende Begriff der „unsichtbaren Hand des Marktes“?
Die „unsichtbare Hand des Marktes“ bezeichnet die Selbststeuerung der Wirtschaft über Angebot und Nachfrage auf dem Markt. Danach stellt sich automatisch eine effiziente Allokation der knappen Ressourcen und damit ein Gemeinwohl ein, (auch) wenn jeder Einzelne seine eigenen Interessen verfolgt und im Sinne seines eigenen Wohls agiert.
Warum ist es manchmal wichtig, dass Regierungen in die freie Marktwirtschaft intervenieren?
Was versteht man unter Marktversagen? Welche Möglichkeiten gibt es?
Marktversagen: Eine Situation, in der es einem sich selbst überlassenen Markt nicht gelingt, die Ressourcen effizient zuzuteilen.
- Ursache 1: Externe Effekte/Externalitäten – Auswirkungen der Handlungen der Marktteilnehmer auf die Wohlfahrt unbeteiligter Personen (positiver und negativer Art).
- Ursache 2: Marktmacht – Die Fähigkeit einer Person oder eines Unternehmens, Preise signifikant zu beeinflussen.
a) Zufallszuweisung (Randomisierung) -> Ein echtes Experiment
Subjekte werden zufällig zwei (oder mehr) Gruppen zugeordnet
b) Keine Zufallszuweisung durch die Forscher:innen, Zuweisung durch ein exogenes Ereignis (z.B. Gesetzgebung) -> Natürliches Experiment
In einem natürlichen (oder Quasi-)Experiment werden die Subjekte nicht zufällig der Behandlungs- oder Kontrollgruppe zugeordnet
Die meisten Modelle in der VWL bestehen aus drei Elementen:
Hypothesen: vermutete Zusammenhänge, die man untersuchen möchte (empirische Grundlage). Je, desto
-man kann die Gültigkeit einer Hypothese niemals beweisen, sondern lediglich widerlegen (falsifizieren)
Definitionen/Annahmen: Gibt die Rahmenbedingungen vor, die nicht überprüft werden
Gleichgewichtsbedingung: angestrebter Zielzustand, für den die notwendigen Variablenwerte ermittelt werden
Was stellt eine Produktionsmöglichkeitenkurve (PMK) dar?
Die PMK zeigt die Kombinationen des Outputs, die eine Volkswirtschaft bei Einsatz der verfügbaren Produktionsfaktoren und Produktionsmethoden maximal produzieren kann. Außerdem veranschaulicht sie Oppertunitätskosten und Abweichungsmöglichkeiten
Welche grundlegenden ökonomischen Konzepte können anhand der PMK dargestellt werden?
Anhand der PMK können die grundlegenden Konzepte der Effizienz, der Opportunitätskosten sowie des Wirtschaftswachstum illustriert werden
Produktionsergebnisse einer PMK
Effizientes Produktionsergebnis: Eine Outputkombination, die auf der PMK liegt
Ineffizientes Produktionsergebnis: Produktionsergebnis, welches unterhalb der PMK liegt
Nicht erreichbares Produktionsergebnis:Produktionsergebnis, welches außerhalb der PMK liegt, d.h. die Volkswirtschaft besitzt die dafür erforderlichen Produktionsfaktoren nicht
Wann verläuft die PMK geradlinig, wann nach außen gewölbt?
Die nach außen gewölbte Gestalt der PMK reflektiert steigende OC.(steigende Oppertunitätskosten)
Geradlinige PMK bedeutet konstante OC
Was kennzeichnet den Homo Oeconomicus aus?
Der Homo oeconomicus ist ein theoretisches Konstrukt und kein Mensch aus Fleisch und Blut. In der Realität verhalten wir uns begrenzt rational und nicht irrational
Was verbirgt sich hinter dem Begriff der Verhaltensökonomie?
!!
Neoklassischer Ansatz
Der neoklassische Ansatz vertritt die Ansicht, dass der Markt eine zentrale Institution ist, um Wohlstand zu erzeugen
Bei der Analyse von Märkten und ihren Ergebnissen geht die neoklassische Sichtweise davon aus, dass Entscheidungen auf (i) Rationalität basieren und (ii) ökonomische Akteure aus Eigeninteresse und autonom handeln
Ceteris paribus Annahme – Was ist das und warum ist diese notwendig?
Da die Anzahl möglicher Einflussgrößen meist sehr groß ist, geht es bei wirtschaftswissenschaftlichen Erklärungsansätzen häufig nur darum, bestimmte dominierende Abhängigkeiten zu ermitteln. • Dazu betrachtet man Teilsysteme (= partielle oder Partialanalyse), um das Theoriegebäude überschaubar zu halten. • Zu diesem Zweck müssen explizit alle Einflussgrößen, die nicht betrachtet werden sollen, konstant gehalten werden
Welche drei zentralen Kriterien muss eine wissenschaftliche Hypothese erfüllen?
Widerspruchsfrei (in sich logisch und schlüssig)
Operationalisierbar (empirisch überprüfbar)
Falsifizierbar (Gegenposition ist formulierbar und empirisch überprüfbar)
Was kennzeichnet einen Wettbewerbsmarkt?
Wettbewerbsmarkt (Konkurrenzmarkt) -> Gruppe von potentiellen Käufern bestimmt die Nachfrage nach dem Gut, die Gruppe der Verkäufer bestimmt das Güterangebot
-> Wettbewerb existiert, wenn zwei oder mehr Unternehmen um Konsumenten rivalisieren
Was verbirgt sich hinter der Nachfragekurve?
Sie zeigt, wie sich bei Preisänderungen die nachgefragte Menge verändert, wenn alle anderen Einflussgrößen gleich bleiben
->Veränderung der anderen Einflussgrößen-> Verschiebung der Kurve
Was versteht man unter dem Gesetz der Nachfrage?
ein höherer Preis für ein Gut führt zu einer geringeren nachgefragten Menge dieses Gutes, d.h. fallender Verlauf der Nachfragekurve
Was verbirgt sich hinter der Angebotskurve?
Zeigt, wie sich bei Preisänderungen die angebotene Menge verändert, wobei alle anderen Einflussgrößen gleich bleiben
->Veränderung der anderen Einflussgrößen-> Verschiebung der Kurve
Durch welche Faktoren kann es zu Verschiebungen der Angebot- und Nachfragekurve kommen?
Verschiebung Nachfragekurve :
-Präferenzwandel
-sinkendes oder steigendes Preisniveau bei in der Nachfrage substitutiven Gütern (Sojadrink/Haferdrink) oder in der Nachfrage komplementären Gütern (Müsli, Kaffee)
-Sinkende oder steigende Einkommen • Sinkende oder steigende Bevölkerungszahl
Verschiebung Angebotskurve:
-Technologie (Fortschritt)
-Natürliche und gesellschaftliche Faktoren
-Inputpreise
-Rentabilität der Produktion
-Anzahl der Anbieter
Was versteht man unter einem Marktgleichgewicht, Gleichgewichtspreis und Gelichgewichtsmenge?
Was ist eine Elastizität?
Elastizität – ein Maß für die Stärke, mit der die Nachfrage- oder Angebotsmenge auf eine Veränderung im Markt reagiert
Bsp: Die Nachfrage ist vollkommen unelastisch, wenn sie überhaupt nicht auf Preisänderungen reagiert
Was ist die Preiselastizität und wie berechnet man sie?
Die Preiselastizität der Nachfrage ist die prozentuale Änderung der Nachfrage bei einer 1-% Änderung des Preises.

Faustregel zu Elastizitäten und der Nachfragekurve
Je flacher die Nachfragekurve ist, die durch einen bestimmten Punkt verläuft, umso größer ist die Preiselastizität der Nachfrage.
Je steiler die Nachfragekurve ist, die durch einen bestimmten Punkt verläuft, umso kleiner ist die Preiselastizität der Nachfrage
Wann ist die Nachfrage elastsich, wann unealstisch und einheitselastisch?
Die Nachfrage ist elastisch, wenn die Preiselastizität der Nachfrage im Absolutbetrag größer als eins ist, unelastisch, wenn die Preiselastizität der Nachfrage im Absolutbetrag kleiner als eins ist und einheitselastisch, wenn die Preiselastizität der Nachfrage genau minus eins ist.
Erläutern Sie die Bedeutung der Kreuzpreiselastizitäten. Welche Implikation hat das Vorzeichen für die Beziehung zwischen den beiden betrachteten Gütern?
- Ist das Vorzeichen der Kreuzpreiselastizität positiv, so bedeutet ein Preisanstieg des einen Gutes eine erhöhte Nachfrage nach dem anderen Gut.
- Je größer die Elastizität ist, desto nähere Substitute sind die Güter. (starke Substitutionsbeziehung)
- Ist das Vorzeichen negativ, so bedeutet dies, dass ein Preisanstieg eines Gutes zu einer verringerten Nachfrage nach dem anderen Gut führt.
- Je größer der Betrag der Elastizität ist, desto stärker komplementär sind die Güter.
Einteilung nach Güterarten
=> Gilt für Güter Nicht-Ausschließbarkeit, dann ergibt sich ein Trittbrettfahrer-Problem
Was sind meritorische und demeritorische Güter?
Meritorische Güter werden zwar vom freien Markt zur Verfügung gestellt, jedoch unterkonsumiert, wenn der Staat nicht eingreift. Beispiel : Altersvorsorge (es würde als junger gesunder Mensch nicht genug eingezahlt werden)
Demeritorische Güter, würden überkonsumiert werden und soziale Kosten verursachen wären sie Teil des freien Marktes. Beispiel: Alkohol, Drogen
Klassifikation der Preiselastizität der Nachfrage
Vollkommen unelastische Nachfrage (|| = 0);
unelastische Nachfrage (|| < 1);
isoelastische Nachfrage (||=1).
elastische Nachfrage (|| > 1);
vollkommen elastische Nachfrage (|| )
Berechnung Bogenelastizität
n

Warum werden meritorische Güter zu wenig konsumiert?
Meritorische Güter entstehen aufgrund von unvollkommenen Informationen der Konsumenten über den Nutzen dieser Güter, sodass diesen Gütern nicht der entsprechende Wert beigemessen wird
Auf welche Weise versucht der Staat, den Konsum von demeritorischen Gütern zu beschränken?
Der Staat kann versuchen, den Konsum durch Preiseingriffe (Erhebung von Steuern) oder durch gesetzliche Regelungen und Vorschriften zu beschränken (Altersbegrenzungen)
Was ist der Snob- und was der Mitläufereffekt?
Snobeffekt: Durch eine Preissenkung (damit einhergehende erhöhte Verbreitung des zuvor exklusiven Gutes) nimmt bei Bereitschaft zum Kauf ab
Mitläufereffekt: Die Preissenkung führt dazu, dass die nachgefragte Menge mehr als erwartet steigt
Unterschied direkte und indirekte Steuern?
Direkte Steuern: Steuern, die auf Einkommen und Erträge erhoben werden (Einkommenssteuer)
Indirekte Steuern: Steuern, die auf Ausgaben bzw. den Verkauf von Gütern erhoben werden (Mehrwertsteuer)
Trifft Steuerlast die Konsumenten oder Produzenten mehr?
Die Steuerlast trifft jene Seite des Marktes schwerer, die weniger elastisch ist
Kernbotchaften Preisvorschriten
• Mindest- und Höchstpreise preise verursachen vorhersagbare negative Wirkungen im neoklassischen Modell.
• Zentrale Annahme: funktionierender effizienter Markt, d.h. keine Externalitäten und keine Marktmacht
• Sollte diese Annahme nicht erfüllt sein, können Eingriffe des Staates zu einer Verbesserung des Marktergebnisses führen
• So gibt es auch andere Denkschulen neben der Neoklassik, die z.B. eine andere Sicht auf Mindestlöhne haben
Was ist Wohlfahrtsökonomik?
Wohlfahrtsökonomik: Lehre davon, wie die Allokation der Ressourcen die wirtschaftliche Wohlfahrt beeinflusst.
Pareto-Effizienz (Pareto-Optimum)
Gesellschaftlicher Zustand, in dem es nicht möglich ist, durch eine Reallokation der Ressourcen die Wohlfahrt einer Person zu erhöhen ohne dabei gleichzeitig die Wohlfahrt einer anderen Person zu verringern
Was können Steuern verursachen?
Steuern verursachen Nettowohlstandsverluste, weil sie Käufer und Verkäufer davon abhalten, einige der möglichen Handelsvorteile zu verwirklichen. Dies gilt allerdings nur unter der Annahme, dass keine Externalitäten vorliegen
=>Eine Minderung der Gesamtrente nennt man Nettowohlstandsverlust
Was sind Externalitäten?
Kosten oder Nutzen der Entscheidung einer Person oder einer Unternehmung, die von dieser nicht berücksichtigt wurden und die das Wohlergehen unbeteiligter Dritter beeinflussen