Mikroökonomie
untersucht das Verhalten der einzelnen Wirtschaftssubjekte (der Haushalte und der Unternehmen) unter bestimmten, zunächst idealtypischen, dann aber immer mehr an die Realität angenäherten Rahmenbedingungen
Makroökonomie
widmet sich der Gesamtheit der wirtschaftlichen Akteure, also aller Unternehmen, aller Haushalte und dem Staat sowie die Integration aller Volkswirtschaften in die Weltwirtschaft. Neben Aussagen über die gesamtwirtschaftlichen Märkte, z.B. über den Güter- oder den Geldmarkt, ist besonders das Zusammenwirken aller Märkte von Bedeutun
Die Wirtschaftspolitik
Diese wird allgemein als angewandte Mikro- und Makroökonomie definiert und untersucht Anforderungen an die wirtschaftliche Tätigkeit des Staates und deren mögliche Folgen, wie zum Beispiel in der Finanzpolitik
Volkswirtschaftslehre
Die sieben Hauptfragen der Volkswirtschaftslehre
-> Die Knappheit lässt sich in einer Reihe von Problemen untergliedern, die als Grundfragen der Ökonomie bezeichnet werden können
-> Frage nach der Wirtschaftsordnung
Zusammenfassend:
Klassifizierung der Güter
Materielle Güter
Immaterielle Güter
Rivalität und Ausschließbarkeit als Kriterien zur Güterklassifikation
Die sieben Hauptfragen der Volkswirtschaftslehre
Welche Verteilung gibt es?
-> Je kleiner der Gini-Koeffizent ist, umso größer ist die Gleichverteilung
Die vier zentralen Aufgaben der VWL
Bedürfnis
Mangelempfinden mit dem Wunsch, dieses zu überwinden
Güter
Mittel zur Bedürfnisbefriedigung
Nutzen
Grad der erreichten Bedürfnisbefriedigung
Nutzenstiftung
ist ein notwendiges Merkmal von Gütern
Die Knappheit der Güter
Knappheit ist definiert als die qualitative und quantitative Ungleichheit zwischen den Gütern und den menschlichen Bedürfnissen. Dabei sind die Bedürfnisse stets größer als die zur Verfügung stehenden Güte
Grundfrage des Wirtschaftens
Opportunitätskosten
Kosten, die dadurch entstehen, dass Möglichkeiten (Opportunitäten) zur maximalen Nutzung von Ressourcen nicht wahrgenommen wurden
Beispiel:
Malaysia kaufte 1992 zwei Kriegsschiffe. Für den Preis der Kriegsschiffe hätte für 5 Millionen Einwohner die Trinkwasserversorgung sichergestellt werden können.
Transformationskurve
Die Grenzrate der Transformation
Die Opportunitätskosten von Gut X entsprechen dem Verhältnis:
-∆y : ∆x
d.h. der negativen Steigung der Transformationskurve in einem Punkt.
Wenn die Transformationskurve konkav (nach innen ) zum Ursprung gekrümmt ist, so nehmen die Opportunitätskosten bzgl. einer bestimmten Produktart im Kurvenverlauf zu (vgl. Gesetz zunehmender Opportunitätskosten)
Die Transformationskurve für eine Volkswirtschaft
Rationalprinzip:
Jede Handlung ist mit Opportunitätskosten verbunden; Rationalverhalten bedeutet Nutzenmaximierung
Ökonomisches Prinzip
Minimumprinzip
Ein vorgegebnes Ergebnis mit dem geringsten Aufwand erreichen:
-> also minimaler Input bei gegebenem Output
Maximumprinzip:
Mit einem vorgegebenem Aufwand das größtmögliche Ergebnis erreichen:
->also maximaler Output bei gegebenem Input
Effektivität
Ist das Maß für die Wirksamkeit von Maßnahmen Vergleicht den erreichten Nutzen der erbrachten Leistungen (Ergebnis, Outcone) mit dem angestrebten Ziel
Heißt: Die richtigen Dinge tun!
Effizienz
Ist ein Maß für die Wirtschaftlichkeit des Mitteleinsatzes; setzt die Kosten der eingesetzten Mittel in Relation zur (gewichteten) Menge mit definierter Qualität
Heißt: Die Dinge richtig tun!
Der volkswirtschaftliche Produktionsprozess
Die Summe aller ökonomischen Aktivitäten in einer Volkswirtschaft
Die drei großen Gruppen der Produktionsfaktoren
Die volkswirtschaftliche (gesamtwirtschaftliche) Produktionsfunktion
Der volkswirtschaftliche Produktionsprozess
Das ökonomische Prinzip im Produktionsprozess
Die generelle ökonomische Regel lautet, dass Produktionsfaktoren dort eingesetzt werden sollen, wo sie am produktivsten, d.h. am ergiebigsten sind
Der Produktionsprozess selbst ist als ein technisch-organisatorischer Prozess aufzufassen, bei dem Faktoreinsätze (Inputs) über einen bestimmten Transformationsprozess zu ganz bestimmten Produktionsergebnissen (Outputs) führen
Der formale Zusammenhang zwischen Input und Output wird in der Regel in Form einer Produktionsfunktion dargestellt. Die Produktionsfunktion gibt an, in welchem funktionalen Zusammenhang der Output zum Input steht
Arbeitskräftepotenzial
Zahl der Menschen, die eine Erwerbstätigkeit ausüben wollen
Erwerbsquote
Erwerbspersonen / Bevölkerung
Investitionsquote
Bruttoanlageinvestitionen / Bruttoinlandprodukt
Kapitalproduktivität (Formel)
Output / Kapital
Kapitalintensität (Formel)
Kapital / Arbeit
Kapitalkoeffizient (Formel)
Kapital / Output
Totalanalyse
Gesamtheit aller wirtschaftlichen Pläne von Haushalten und Unternehmen in einer Volkswirtschaft
Partialanalyse
Aus der Gesamtheit aller Wirtschaftsbeziehungen werden Einzelbeziehungen und -abhängigkeiten herausgegriffen = Ausschnittsbetrachtung
Arten von Entscheidungen
Homo Oeconomicus
• Rationalität
• Konsistenz des Verhaltens
• Eigeninteresse
• Nutzenmaximierung
Laut Modell „homo oeconomicus“ müssen in allen Entscheidungen Personen danach trachten, Gewinn zu maximieren.
Das heißt , dass
• exakt gerechnet werden kann
• nicht kooperiert wird
• nicht Fairness und Gerechtigkeit berücksichtigt werden
aber..
bounded rationality Modell
Annahmen des Modells der bounded rationality
Hintergrund: Einsicht in die Begrenztheit der menschlichen Kapazitäten zur Informationsverarbeitung (Simon 1957).
Prospect theory
Es zeigt sich, dass
erstes Gossen‘sche Gesetz
Annahme:
Zweites Gossen‘sche Gesetz
Gesetz vom Ausgleich der Grenznutzen
Budgetbeschränkung
zeigt, welche Güterkombination sich ein Konsument bei seinem Einkommen maximal leisten kann.
Die Budgetgerade zeigt diese Güterkombination im Falle von zwei Gütern
Die Budgetgerade
Die ordinale Nutzentheorie
Axiome der ordinalen Nutzentheorie
Vollständige ordinale Vergleichbarkeit
Man geht davon aus, dass ein HH, dem die verschieden Güterbündel zum Vergleich vorgelegt werden, jederzeit sagen kann, ob er eines dieser Güterbündel vorzieht oder ob sie gleichwertig sind
A1 ﺤ A2 oder A2 ﺤ A1 oder A1 ≈ A2
Transitivität:
Wenn A ﺤ B und B ﺤ C, dann gilt auch A ﺤ C
Dieses Axiom wird auch als Widerspruchsfreiheit bezeichnet
Nichtsättigung
Wenn man von der gegebenen Gütermenge {A1; B1} ausgeht und nun die Menge von B erhöht, während A konstant bleibt, soll die neue Kombination der alten vorgezogen werden:
{A1; B2} {ﺤ A1; B1}
Konvexität der Präferenzen
Annahme, dass ein Konsument Güterbündel, mit ausgewogenen Mengenverhältnis solchen vorzieht, in denen Güter in unterschiedlichen Mengen vorhanden sind
Indifferenzkurven: Horizontalschnitte durch das Nutzengebirge
Die Indifferenzkurve ist der geometrische Ort aller Güterkombinationen von Gut 1 und Gut 2, die im Urteil des HH gleichwertig sind, wenn, das Nutzenniveau des HHs konstant bleibt
Mengenkombinationen, die im Urteil des HH als gleichwertig gelten, denen gegenüber sich der HH indifferent verhält, besitzen den selben Indexwert
Grenzrate der Substitution
die Neigung der Indifferenzkurve entspricht der Grenzrate der Substitution
entspricht der Menge des Guts, die ein Konsument braucht, um für den Verlust einer Einheit eines anderen Guts entschädigt zu werden
Eigenschaften von Indifferenzkurven
Negative Steigung der Indifferenzkurven
Indifferenzkurven verlaufen konvex
Indifferenzkurven schneiden sich nicht
Höher liegende Präferenzkurven/ Indifferenzkurven werden bevorzugt
Vollkommen substituive Güter
Gradlinige Indifferenzkurven stehen für substituive Güter
Die Substituionsrate GRS ist eine Konstante
Vollkommen komplementäre Güter
Bei rechtwinkligen Indifferenzkurven handelt es sich um vollkommen Komplementäre Güter (rechter Schuh linker Schuh)
Das Haushaltsoptimum
Die optimale Konsumentscheidung ist an dem Punkt, an dem die Indifferenzkurve die Budgetgerade berührt
An diesem Punkt entspricht die Grenzrate der Substitution dem relativen Preis der Güter
Das gilt im Optimum:
Bestimmung des Optimums mit Hilfe des 2. Gossenschen Gesetzes
Produktionsentscheidungen im Unternehmen
Gesamterlös
Betrag, den ein Unternehmen für den Verkauf seiner Produkte erhält = Umsatz
Gesamtkosten
Marktwert der Inputs, die ein Unternehmen für die Produktion verwendet hat
Gewinn
Gesamterlös minus Gesamtkosten
Explizite Kosten
verursachen Ausgaben für Inputs.
Implizite Kosten
verursachen keine direkten Zahlungen (z.B. Kosten für Eigenkapital)
Gesamtertrag
Gesamtmenge des Produktionsprozesses
Durchschnittsertrag
Gesamtertrag dividiert durch die Menge
Grenzertrag (Grenzprodukt)
Zunahme im Gesamtertrag, die sich bei Erweiterung des variablen Faktors ergibt, d. h.:
Grenzkosten
Um wie viel verändern sich die Gesamtkosten der Produktion, wenn eine zusätzliche Einheit erzeugt wird?
Grenzerlös
Um wie viel steigt der Gesamterlös (Menge x Preis) eines Unternehmens, wenn der Unternehmer eine zusätzliche Einheit mehr einsetzt?
Cobb-Douglas-Produktionsfunktion
Substitutionale Produktionstechnik
x = av1^α * v2^ß
Ertragsgesetzliche Produktionsfunktion
Substitutionale Produktionsfunktion; Sonderfall: nur ein Faktor wird variiert
x= v1² *v2² / (av1² + v2³)
Leontief-Produktionsfunktion
u = min [v1/a1; v2/a2]
Unterschied zur Nutzenfunktion:
Klassische Produktionsfunktion
Isoquanten haben nur innerhalb eines gewissen Bereiches eine negative Steigung und konvexen Verlauf
Grenzrate der technischen Substitution
Gemessen durch die Steigung der Isoquante in einem bestimmten Punkt; grundsätzlich negativ, gibt an, um wie viel Einheiten der Faktor 1 verringert werden kann, wenn der Faktor 2 um eine Einheit erhöht wird
Die Minimalkostenkombination
Die Minimalkostenkombination trifft zu, wenn entweder eine gegebene Menge zu minimalen Kosten hergestellt wird oder bei gegebenem Kostenbudget die hergestellte Menge maximiert wird
Die Grenzkosten
Der Marktbegriff
Marktzutrittsmöglichkeiten
Marktobjekt (nach den gehandelten Gütern und Dienstleistungen)
staatlichen Einflussnahme
räumliche Gesichtspunkte (z. B. Deutschland, Europa, Welt)
nach Preisbildung
Der vollkommene Markt
Alle Marktteilnehmer handeln ausschließlich nach ökonomischen Prinzipien
Bedingungen für einen vollkommenen Markt:
Marktformen
Monopol: Ein Anbieter am Markt
Oligopol: Wenige Anbieter
Polypol: Viele Anbieter
Die Nachfragefunktion und die Bedeutung des Preises
Nachfragefunktion
Unendlich elastische Preiselastizität der Nachfrage
Vollkommen unelastische Preiselastizität der Nachfrage
Elastische Nachfragefunktion
Unelastische Nachfragefunktion
Einflussfaktoren der Güternachfrage
Aggreggation von Nachfragekurven
Angebotsfunktion und die Bedeutung des Preises
Determinanten / Einflussfaktoren des Güterangebotes
Links- und Rechtsverschiebung der Angebotskurven
Das Marktgleichgewicht
Überschussangebot und - nachfrage
Koordination der Märkte
Preismechanismus
Preise spiegeln Information über Produktionskosten der Unternehmen und Wertschätzung der Nachfrager wieder
Preise bringen Unternehmen dazu die gewünschten Güter herzustellen und bewegen die Nachfrager dazu die kosten für den Verbrauch zu tragen.
Unter gewissen Bedingungen verbessern Regierungen die Marktergebniss
Marktsituation ohne Gleichgewicht
Mikroökoomie: Haushaltstheorie
Warum und in welcher Menge werden bestimmte Güter nachgefragt?
Mikorökonomie: Unternehmenstheorie
Nach welchen Gesichtspunkten werden Güter erzeugt, wovon hängt die Wahl des Produktionsverfahrens ab, welche Mengen von Gütern und Leistungen werden von den Unternehmen angeboten?
Mikorökonomie: Preistheorie
In welchen Mengen und zu welchen Preisen werden Güter verkauft und inwievern steuert der Preismechanismus die Zusammensetzung der gesamtwirtschaftlichen Produktion?
Das Spinnweb-Theorem als Beispiel für das Zeitelement
Beispiel Landwirtschaft:
Das Cobweb-Theorem
Elastizitäten der Nachfrage
Die nachgefragte Menge eines Gutes ändert sich, wenn der Preis dieses Gutes, der Preis eines anderen Gutes, das Einkommen oder das Präferenzsystem sich ändern.
Die Elastizität der Nachfrage gibt an, um wie viel Prozent sich die Menge verändert, wenn sich eine Determinante um einen bestimmten Prozentsatz ändert.
Es gibt daher folgende Elastizitätsbegriffe:
Direkte Preiselastizität der Nachfrage
relative (prozentuale) Veränderung der Nachfragemenge
ε X,P = -----------------------------------------------------------------------
relative (prozentuale) Veränderung des Preises
d.h. εN,P gibt an, wie stark die Nachfrage nach einem Gut x (abhängige Größe) auf Schwankungen des Preises p reagiert
Im Beispiel:
Die Nachfrager reagieren unelastisch
Fazit:
Durch die direkte Preiselastizität der Nachfrage ε X,P kann der Produzent messen, ob sich sein Angebot im elastischen oder unelastischem Bereich der Güternachfrage befindet
Preis-Absatz-Funktion und Umsatzfunktion des Ölhändlers
Einkommenselastizität der Nachfrage
Ist die Einkommenselastizität der Nachfrage positiv -> bei steigendem Einkommen steigt die Nachfrage, d.h. es handelt sich um superiore Güter
Ist die Einkommenselastizität der Nachfrage negativ -> bei steigendem Einkommen sinkt die Nachfrage, d.h. es handelt sich um inferiore Güter
Kreuzpreiselastizität der Nachfrage
Wohlfahrtsökonomie
Wann ist Gesamtnutzen der Gesellschaft(Käufer und Verkäufer) am größten?
Nutzen der Käufer durch Teilnahme am Markt:
Konsumentenrente:
Produzentenrente:
Markteffizienz und Maximierung der Gesamtrente
Markteffizienz: maximaler gesamter Nettovorteil aus Handel
Gesamtrente: Konsumentenrente + Produzentenrente = [Wert für Käufer – Bezahlung] + [Bezahlung – (Grenz-) Kosten]
Ziel: Maximierung der Gesamtrente
Unterscheidung:
Im Marktgleichgewicht (Punkt E) gilt:
Maximale Gesamtrenten im Gleichgewicht
Monopol und Polypol
Polypol bzw. vollständige Konkurrenz
Merkmale des Polypol:
Gesamtgewinn ist die Differenz aus Gesamterlös (verkaufte Menge multipliziert mit dem Preis) und den Gesamtkosten
Solange durch zusätzliche Menge der Erlös stärker zunimmt als die Kosten => UN sollte Menge erhöhen
-> Gewinnmaximum dort, wo: Grenzerlös = Grenzkosten
Preisbildung im Polypol
Preis als Datum
UN will Gewinn maximieren
Der Gesamtgewinn erreicht dort sein maximum, wo Grenzerlös und Grenzkosten gleich sind:
-> Grenzgewinn = Grenzerlös - Grenzkosten
Bedingung für Gewinnmaximierung generell:
Fazit:
Ein UN wird do lange seine Produktion ausdehnen, bis Grenzerlös = Grenzkosten; da der Grenzerlös dem Preis entspricht gilt:
Grenzkosten = Preis