Mikroökonomik
Analyse von Entscheidungen der Haushalte und Unternehmen sowie des Zusammentreffens der Aktivitäten auf Märkten.
Makroökonomik
die Analyse der Volkswirtschaft als Ganzes, einschließlich Inflation, Arbeitslosigkeit und Wirtschaftswachstum
Regel 1
Alle Menschen haben zwischen Alternativen abzuwägen
Entscheiden heißt, zwischen Alternativen, Handlungsmöglichkeiten oder Zielen zu wählen
Regel 2
Die Kosten eines Gutes bestehen in dem, was man dafür aufgibt
Opportunitätskosten
Verzicht auf die Nutzung einer Alternative
Regel 3
Rational entscheidende Menschen denken in Marginalkategorien
- Menschen fällen Entscheidungen, indem sie Kosten und Nutzen marginaler Veränderungen abwägen
- Grenznutzen (marginaler Nutzen) und Grenzkosten (marginale Kosten) werden gleichgesetzt
- Ein rationaler Entscheider entscheidet sich nur dann für die Aktivität, wenn der Grenznutzen größer als die Grenzkosten sind
- Marginalentscheidungen: „Wie viel“-Entscheidungen, d.h. soll man eine bestimmte Aktivität noch ein bisschen ausdehnen (einschränken) oder nicht?
- Marginalanalyse: Zentrales Konzept zur Erklärung von Entscheidungen „wie viel“ man von einer bestimmten Aktivität tun sollte
Regel 4
Menschen reagieren auf Anreize
Regel 5
Durch Handel kann es jedem besser gehen
- Alternative zum Handel ist die Selbstversorgung
- Handel erlaubt es Volkswirtschaften, sich auf das zu spezialisieren, was sie am besten können
->es entstehen Handelsgewinne
Regel 6
Märkte organisieren das Wirtschaftsleben oft besser als staatliche Planung
- Wettbewerb, Preismechanismen und gut funktionierende Märkte führen zu einer effizienten Allokation der knappen Ressourcen
Regel 7
In manchen Fällen können Regierungen die Marktergebnisse verbessern
- Steigerung der Effizienz (= optimale Ressourcenallokation), Förderung der Verteilungsgerechtigkeit
- Wenn Märkte nicht zu Effizienz führen, können Staatseingriffe die gesellschaftliche Wohlfahrt erhöhen
Marktversagen
- Eine Situation, in der es einem sich selbst überlassenen Markt nicht gelingt, die Ressourcen effizient zuzuteilen
- Marktversagen kann verursacht werden durch:
o Externe Effekte/Externalitäten: Auswirkungen der Handlungen der Marktteilnehmer auf die Wohlfahrt unbeteiligter Personen (positiver und negativer Art);
- Marktmacht: die Fähigkeit einer Person oder eines Unternehmens, Preise signifikant zu beeinflussen
Kreislaufdiagramm
ist ein Modell zur Darstellung der Transaktionen innerhalb einer Volkswirtschaft
Produktionsmöglichkeitenkurve
zeigt die Kombinationen des Outputs, die eine Volkswirtschaft bei Einsatz der verfügbaren Produktionsfaktoren und Produktionsmethoden maximal produzieren kann
- Die Produktionsmöglichkeitenkurve hat einen konkaven Verlauf, da die Opportunitätskosten steigen
Konsumbündel
Menge aller Güter, die eine Person konsumiert
Nutzenfunktion
Beziehung zwischen dem Konsumbündel einer Person und dem gesamten Nutzen, den dieses Konsumbündel stiftet
Grenznutzen
- der zusätzliche Nutzen, der dem Konsumenten bei Konsum einer zusätzlichen Einheit eines Gutes entsteht
abnehmender Grenznutzen
Je mehr man von einem Gut hat, desto geringer ist der Grenznutzen ->Das erste Gossensche Gesetz (auch Gesetz vom abnehmenden Grenznutzen oder Sättigungsgesetz)
Budgetbeschränkung
- Derjenige Geldbetrag, der dem
Konsumenten zum Erwerb von Konsumgüterbündeln
zur Verfügung steht (= Einkommen)
Budgetgerade
- Die grafische Darstellung der
Budgetbeschränkung des Konsumenten
Konsummöglichkeiten
- Menge aller von einer Person
erreichbaren Konsumbündel
Präferenzen
stellen die Vorlieben des Verbrauchers dar; lassen sich mit Hilfe von Indifferenzkurven darstellen;
Indifferenzkurve + Steigung
- (=Nutzengleichheitskurve) zeigt all diejenigen Konsumbündel, die den Verbraucher gleichermaßen glücklich machen (die ihm den gleichen Nutzen stiften).
- Steigung der Indifferenzkurve ist die Grenzrate der Substitution oder der Grenznutzen eines Gutes bezogen auf den Grenznutzen des anderen Gutes
Vier Eigenschaften von Indifferenzkurven:
1. Höher liegende Indifferenzkurven werden gegenüber niedriger liegenden vorgezogen
2. Indifferenzkurven weisen eine negative Steigung auf.
3. Indifferenzkurven schneiden sich nicht.
4. Indifferenzkurven verlaufen konvex
Optimaler Verbrauchsplan
Im Optimum tangieren sich IK und Budgetgerade
-Der Kosnument wählt die Konsummenge, bei der die GdS dem Preisverhältnis entspricht
Normales Gut
Gut, dessen nachgefragte Menge bei einem Einkommenszuwachs wächst.
Inferiores Gut
Gut, dessen nachgefragte Menge bei einem Einkommenszuwachs sinkt
Einkommenseffekt
diejenige Veränderung in der Konsummenge, die zu einer höheren oder niedriger liegenden Indifferenzkurve führt.
Substitutionseffekt
die Änderung der Konsummenge, die zu einem anderen Punkt auf der Indifferenzkurve führt
Zielsetzung der Unternehmung
Gewinnmaximierung.
Gewinn (G)
Erlös (E) – Kosten (K) ->Max!
Erlös (Umsatz):
Geldbetrag, den Unternehmen aus dem Verkauf der Produktionsmenge erhalten. (Explizite Kosten, Implizite Kosten und Wirtschaftlicher gewinn)
Kosten
Geldbetrag, den Unternehmen für den Einkauf der Produktionsfaktoren bezahlen
Produktionsfunktion
Darstellung des Zusammenhanges zwischen Faktoreinsatzmenge (x) und Produktionsmenge (q), d.h. sie beschreibt die Mengen, die bei gegebenem Faktoreinsatz maximal produziert werden können;
Grenzproduktivität
Zuwachs an Produktionsmenge, den man durch eine zusätzliche Einheit des Inputs erzielt
Abnehmendes Grenzprodukt (abnehmender Ertragszuwachs):
Eigenschaft der Produktionsfunktion, dass mit einer zusätzlichen Faktoreinsatzmenge das Grenzprodukt dieses Inputs abnimmt.
Gesamtkostenfunktion
Kosten in Abhängigkeit von der Produktionsmenge.
Explizite Kosten
Kosten, bei denen im Unternehmen Geldausgaben anfallen (Auszahlung von Löhnen)
Implizite Kosten
erfordern keine Geldausgabe (sie werden durch den in Euro ausgedrückten Wert der Vorteile bestimmt, auf die man verzichten muss)
Verschiedene Kostenarten
• Gesamtkosten (K) = Fixkosten + variable Kosten
• Fixe Kosten (Kf): Produktionsmengenunabhängige Kosten;
• Variable Kosten (Kv): variieren mit der Produktionsmenge;
• Durchschnittliche Gesamtkosten (DK): Gesamtkosten dividiert durch die Produktionsmenge (K/q);
• Durchschnittliche fixe Kosten (DFK): Fixe Kosten dividiert durch Produktionsmenge (Kf /q);
• Durchschnittliche variable Kosten (DVK): Variable Kosten dividiert durch Produktionsmenge (Kv /q);
• Grenzkosten (GK): Zunahme der Gesamtkosten bei Herstellung einer zusätzlichen Produktionseinheit (ΔK /Δq).
Vollständige Konkurrenz (Wettbewerbsmarkt)
1. Homogene Güter:
keine persönlichen, räumlichen, sachlichen und zeitlichen Unterschiede;
vollkommene Markttransparenz.
2. Viele Anbieter und Nachfrager, so dass jeder den Marktpreis als gegeben ansieht (Akteure sind Preisnehmer und Mengenanpasser)
Nachfragekurve
zeigt, wie sich bei Preisänderungen die nachgefragte Menge verändert, wenn alle anderen Einflussgrößen der Nachfrage gleichbleiben (ceteris paribus).
Gesetz der Nachfrage
ein höherer Preis für ein Gut führt zu einer geringeren nachgefragten Menge dieses Gutes
Determinanten der Nachfrage(kurve)
Preis - Bewegung auf Nachfragekurve
Verschiebung der Nachfragekurve:
Preis
Einkommen
Preis verwandter Güter
Präfernezen
Werbung
Bevölkerungsgröße- und Struktur
Was verschiebt die Nachfragekurve für Geflügelfleisch nach rechts
- steigendes Einkommen;
- steigendes Preisniveau bei in der Nachfrage substitutiven Gütern (Rindfleisch);
- sinkender Preis bei in der Nachfrage komplementären Gütern;
- Präferenzwandel zugunsten des Produkts (wachsendes Gesundheitsbewusstsein: Trend zum „weißen“ Fleisch);
- steigende Bevölkerungszahl
Angebotskurve
zeigt, wie sich bei Preisänderungen die angebotene Menge verändert, wobei alle anderen Einflussgrößen der Nachfrage gleich bleiben
Determinanten des Angebots/der Angebotskurve
Preis - Bewegung auf der Angebotskurve
Verschiebung der Angebotskurve:
-Natürliche und gesellschaftliche Faktoren
-Inputpreise
-Reantabilität der Produktion und Preise von -Kuppelproduktionen
-Technologie (Fortschritt)
-Erwartung der Anbieter
-Anzahl der Anbieter
Was verschiebt die Angebotskurve für Geflügelfleisch nach rechts
- sinkendes Preisniveau bei im Angebot substitutiven Gütern (z.B. Schweinefleisch);
- steigender Preis bei im Angebot komplementären Gütern (z.B. bessere Verwertbarkeit von Fleischnebenprodukten);
- Senkung von Faktorinputpreisen (z.B. Futtermittelpreise);
- technischer Fortschritt (züchterische Fortschritte, bessere Haltungsverfahren)
Marktgleichgewicht
wenn der Preis und die nachgefragte Menge exakt der angebotenen Menge eines Gutes entspricht
Gleichgewichtspreis
Der Preis, der die angebotene und nachgefragte Menge zur Übereinstimmung bringt (markträumender Preis).
Gleichgewichtsmenge
Die Menge, die zum Gleichgewichtspreis gekauft und verkauft wird
Elastizität
ein Maß für die Stärke, mit der die Nachfrage- oder Angebotsmenge auf eine Veränderung im Markt reagiert
gibt an wie stark eine variable auf die Veränderung eiener anderen reagiert
Preiselastizität der Nachfrage
ist die prozentuale Änderung der Nachfrage bei einer 1-% Änderung des Preises.
Bogenelastizität
Berechnung der Elastizität zwischen zwei Punkten auf der Nachfragekurve, Berechnung als Mittelwert (Mittelwertmethode) zwischen zwei Punkten (𝑄1,𝑃1) und (𝑄2,𝑃2)
Punktelastizität
Elastizität an einem bestimmten Punkt auf der Nachfrage kurve
Preiselastizität der Nachfrage wird bestimmt von:
- der Art des Gutes (notwendige versus Luxusgüter);
- der Existenz substitutiver Güter;
- dem Anteil des Einkommens, der für ein Gut ausgegeben wird;
- der Marktabgrenzung;
- dem Zeithorizont
Kreuzpreiselastizität der Nachfrage zweier Güter A und B:
- Quotient aus der prozentualen Änderung der Nachfragemenge des einen Gutes und der prozentualen Preisänderung des anderen Gutes.
Preiselastizität des Angebots
Maß für die Empfindlichkeit der Angebotsmenge eines Gutes gegenüber dem Preis des Gutes
Mengensteuer
- Eine Steuer auf jede verkaufte Einheit einer Ware oder Dienstleistung;
Wertsteuer
- Eine Steuer, die als Prozentsatz des Preises einer Ware oder Dienstleistung erhoben wird
Steuerinzidenz
die Aufteilung der Steuerlast
hängt nicht davon ab, ob die Steuer vom Käufer oder vom Verkäufer bezahlt wird, sondern von der Preiselastizität von Angebot und Nachfrage
Wohlfahrtsökonomik
Lehre davon, wie die Allokation der Ressourcen die wirtschaftliche Wohlfahrt beeinflusst;
Konsumentenrente
Zahlungsbereitschaft abzüglich dem tatsächlich bezahlten Preis; die Fläche unter der Nachfragekurve und über dem Preis
Zahlungsbereitschaft
der maximale Betrag, den ein Käufer für ein Gut (die Menge eines Gutes) zu zahlen bereit ist.
Produzentenrente
bezahlte Preis abzüglich den Produktionskosten
Gesamtrente
ist ein Wohlfahrtsmaß für die ganze Gesellschaft
Pareto-Effizienz
gesellschaftlicher Zustand, in dem es nicht möglich ist, durch eine Reallokation der Ressourcen die Wohlfahrt einer Person zu erhöhen ohne dabei gleichzeitig die Wohlfahrt einer anderen Person zu verringern;
Pareto-Verbesserung
Wenn eine Umverteilung der Ressourcen mindestens einen ökonomischen Akteur besserstellt, ohne einen anderen ökonomischen Akteur schlechter zu stellen;
Zwei Prinzipien der Steuergerechtigkeit
• Äquivalenzprinzip: Diejenigen, die einen Vorteil aus den öffentlichen Ausgaben ziehen, sollten die Last der Steuer tragen, die für die Finanzierung dieser Ausgaben erforderlich ist
• Leistungsfähigkeitsprinzip: Diejenigen, die über eine größere ökonomische Leistungsfähigkeit verfügen, sollten mehr Steuern zahlen
Absoluter Vorteil
Besteht, wenn ein Produzent eine kleinere Inputmenge zur Produktion eines Gutes benötigt als ein anderer.
Komparativer Vorteil:
Bezieht sich auf den Vergleich zweier Produzenten eines Gutes in Bezug auf ihre Opportunitätskosten.
Weltmarktpreis
entscheidet darüber, ob ein Land zum Importeur oder Exporteur wird.
• Liegt der Weltmarktpreis von Stahl über dem Inlandspreis, wird Stahl exportiert.
• Liegt der Weltmarktpreis unter dem Inlandspreis, wird Stahl importiert.
Drei Hauptquellen für komparative Vorteile:
- Klimatische Bedingungen
- Unterschiede in der Faktorausstattung (Faktorreichtum Faktorintensität)
- Technologieunterschiede (bestehen oft nur vorübergehend
Zoll (Importzoll)
ist eine Steuer auf die im Ausland produzierten und im Inland verkauften Güter.
Importquote
gesetzliche Beschränkung der Menge eines Gutes, die importiert werden darf
Argumente für Handelsbeschränkungen
a) Beschäftigungsargument: „Außenhandel zerstört Arbeitsplätze“ im Importfall. Aber: Außenhandel schafft auch Arbeitsplätze.
b) Sicherheitsargument: „Freihandel bedroht Industrien, die lebenswichtig für die nationale Sicherheit sind.“
c) Schutzargument (Schutzzoll- oder Erziehungszollargument von Friedrich List): Junge und erfolgversprechende Industrien müssen anfangs vor ausländischer Konkurrenz geschützt werden.
d) Argument des unfairen Wettbewerbs: „Freihandel nur dann wünschenswert, wenn für alle Handelspartner gleiche Regeln gelten
Externalität
Kosten oder Nutzen der Entscheidung einer Person oder einer Unternehmung, die von dieser nicht berücksichtigt wurden und die das Wohlergehen unbeteiligter Dritter beeinflussen.
Internalisierung externer Effekte
Eine Veränderung der Anreize damit externe Effekte mit berücksichtigt werden
Das Coase-Theorem
- Das Problem der Externalitäten kann durch private Verhandlungen gelöst werden, wenn Eigentumsrechte klar definiert sind Transaktionskosten gering sind
Pigou-Steuer (Preislösung)
- Preis für das Recht auf ein bestimmtes Maß an Umweltverschmutzung
- Unternehmen sollen wirtschaftliche Anreize gegeben werden, die Umweltbelastung zu reduzieren
- Intention der Steuer: Umweltverschmutzung bis zu dem Punkt zu reduzieren, in dem die Grenzkosten der Verschmutzungsvermeidung dem Steuersatz entsprechen.
Umweltzertifikate
Jene Unternehmen, die ihre Emissionen nur zu hohen Kosten senken können, werden gewillt sein am meisten für die Zertifikate zu zahlen; Unternehmen, die ihre Emissionen zu geringen Kosten reduzieren können, werden Ihre Zertifikate verkaufen
marktbasierte Instrumente, die zu einer Internalisierung genutzt werden können
Pigou-Steuern und Emissionszertifikate
Regel Nr. 8
Der Lebensstandard eines Landes hängt von der Fähigkeit ab, Waren und Dienstleistungen herzustellen.
• Lebensstandards sehr unterschiedlich im weltweiten Vergleich > Maßgröße des ökonomischen Wohlstands: BIP pro Kopf;
• Zentraler Grund: nationale Unterschiede in der Produktivität, d.h. den pro Arbeitsstunde produzierten Gütern.
• Staatliche Aufgabe: Befähigung zur Güterproduktion steigern (hoher Ausbildungsstand, gute Realkapitalausstattung, Zugang zu Spitzentechnologie).
Regel Nr. 9
Die Preise steigen, wenn zu viel Geld in Umlauf gesetzt wird
• Inflation: Anstieg des Preisniveaus einer Volkswirtschaft;
• Ziel aller Staaten: Inflationsrate niedrig zu halten;
• Zentraler Grund für Inflation: starkes Geldmengenwachstum
• Wenn ein Staat oder eine Zentralbank die Geldmenge stark ausweitet, sinkt der Geldwert
Regel Nr. 10
Die Gesellschaft hat kurzfristig zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit zu wählen
• Kurzfristig führt eine Erhöhung der Geldmenge zu steigenden Preisen und steigender Nachfrage, steigender Produktion und sinkender Arbeitslosigkeit: Inflation ↑ → Arbeitslosigkeit ↓
• Kurzfristiger Zielkonflikt zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit wird in der Phillips-Kurve dargestellt.
Bruttoinlandsprodukt (BIP)
ist der Marktwert aller für den Endverbrauch bestimmten Waren und Dienstleistungen, die im Inland in einem bestimmten Zeitabschnitt hergestellt werden.
Zentrale Aspekte des BIP
• Das BIP ist ein Maßgröße der ökonomischen Wohlfahrt
• Vergleich über Marktpreise (Marktwert);
• Beinhaltet alle legalen Verkäufe von Waren und Dienstleistungen;
• Umfasst nur den Wert von Endprodukten (keine Zwischenprodukte; Ausnahme: Lagerhaltung);
• Produktionsleistung in geographischen Grenzen eines Landes erfasst (im Inland);
• Derzeit hergestellte Produkte
Das BIP (Y) lässt sich folgendermaßen zerlegen:
C = Konsum (privater Verbrauch);
I = Investitionen;
G = Staatsausgaben;
NX = Nettoexporte (EX-IM)
Andere volkswirtschaftliche Einkommensmaße:
• Bruttonationaleinkommen (früher Bruttosozialprodukt oder BSP):
Der Marktwert aller für den Endverbrauch bestimmten Waren und Dienstleistungen, die von den dauerhaft in einem Land lebenden Personen in einem Zeitabschnitt hergestellt werden.
• BNE (oder BSP): Inländerprodukt
• Nettonationaleinkommen (früher: Nettosozialprodukt oder NSP):
entspricht dem um die Abschreibungen verminderten Bruttonationaleinkommen.
• Einkommen der privaten Haushalte:
Einkommen, welches Haushalte und Selbständige erhalten.
• Verfügbares Einkommen:
Haushaltseinkommen abzüglich der geleisteten Steuern und Sozialbeiträge und zuzüglich der empfangenen Sozialleistungen
Nominales BIP
Produktion von Waren und Dienstleistungen bewertet zu laufenden Preisen.
Reales BIP
Produktion von Waren und Dienstleistungen bewertet zu konstanten Preisen
BIP-Deflator
𝑛𝑜𝑚𝑖𝑛𝑎𝑙𝑒𝑠 𝐵𝐼𝑃 / 𝑟𝑒𝑎𝑙𝑒𝑠 𝐵𝐼𝑃 ∗ 100
• Gibt denjenigen Anstieg im nominalen BIP an, der auf einen Anstieg der Preise zurückzuführen ist.
Wichtiger Indikator für die Preisentwicklung, Konjuktur und das Wirtschaftwachstum
Einige wichtige wohlfahrtssteigernde Aktivitäten im BIP nicht enthalten
• Wert der Aktivitäten in privaten Haushalten & Ehrenamt
• Wert der Freizeit
• Qualität der Umwelt
• BIP sagt auch nichts aus über Gerechtigkeit der Einkommensverteilung.
Aber:
• Ein höheres BIP erlaubt es, sich wohlfahrtssteigernde Aktivitäten leisten zu können;
• BIP (real) mit Indikatoren der Lebensqualität im Länderquerschnitt hoch korreliert.
Verbraucherpreisindex (VPI)
- misst die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die private Haushalte für Konsumzwecke kaufen
- zentrale Indikator zur Beurteilung der Geldwertentwicklung in Deutschland und wird als Orientierungsmaßstab etwa bei Lohnverhandlungen verwendet
Inlandskonzept
alle Ausgaben berücksichtigt, die in Deutschland getätigt werden, das heißt auch die Ausgaben ausländischer Touristinnen und Touristen
Veränderung des Verbraucherpreisindex
Inflationsrate
Catch-up Effekte
Durch das abnehmende Grenzprodukt ist das Grenzprodukt des Realkapitals in ärmeren Ländern besonders hoch
Arme Länder erreichen, von einem gegeben Ausganspunkt betrachtet, tendenziell ein schnelleres Wachstum als reiche Länder
Drei Grundfragen
-Welche Waren und Dienstleistungen sollen produziert werden?
-Wie viel soll davon produziert werden?
-Wer soll die produzierten Waren und Dienstleistungen erhalten
Nutzen
Abstraktes Maß für die Zufriedenheit, das ein Güetrbündel einem Konsumenten verscahfft
Annahme Homo Oeconomicus
-Unbegrenzte Rationalität: Menschen sind Rationale Nutzenmaximierer, die immer nach dem Optimum streben. Unterliegen keinen kognitiven Beschränkungen
-Unbegrenzte Willenskraft: keine Emotionen und Selbstkontrollprobleme. Verfolgt die Optimierung seines Nutzens ohne Einschränkungen
-Unbegrenzetes Eigennutzstreben: Menschen sind Eigennutzmaximiere. Sie streben danach eigenen Nutzen zu maximieren. Wohlergehen anderer Menschen und fairness spielt keine Rolle.
• Grenzkosten (GK)
Zunahme der Gesamtkosten bei Herstellung einer zusätzlichen Produktionseinheit (ΔK /Δq).
Gewinnmaximum der Unetrnehmung
Zur Gewinnmaximierung wählt das Unetrnehemen eine Produktionsmenge, bei der Grenzerlös und Grenzkosten übereinstimmen
effiziente Ressourcenallokation
Eine Allokation der Ressourcen, die zu einer Maximierung der Konsumenten und produzenten Rente führt, nennt man effizient
Wie kann das nominale BIP gesteigert werden
-höherer Output an Waren und Dienstleistungen
-Verkauf der Güter zu einem höheren Preis
-reales BIP kann nur über Output gesteigert werden
Was sind die Ziele wirtschaftspolitischer Maßnahmen
-Staatseinnahmen generieren
-Marktergebnisse und dadurch Verbraucherverhalten beeinflussen
Was bewirken Subventionierungen
Eine Erhöhung der Konsumenten- und Produzentenrente, aber auch eine Verringerung der Staatseinnahmen und daher eine Abnahme der Gesamtrente
->Nettowohlfahrtsverlust
Unterschied VPI und BIP-Deflator
Von privaten Haushalten gekaufte Güter im Inland (konstanter Warenkorb)
Erfasst die Preise der im Inland produzierten Güter (Gegenwärtiger Warenkorb)
Aggregierte Produktionsfunktion
ist eine hypothetische Funktion, die zeigt wie die Produktivität (reales BIP pro Arbeitnehmer) von der
- Menge des eingesetzten physischen Kapitals je Arbeitnehmer,
- vom Humankapital je Arbeitnehmer und
- vom Stand der Technologie abhängt
Private Lösungen zur Internalisierung Externer Effekte
-Soziale Noramen und moralische VErhalten
-Freiwilligenorganisation
-Verträge
-private Verhandlungen (Coase-Theorom)
Probleme des VPI
Qualitätsänderung
Substitutive Güter
Bestimmgrößen der Produktivität
-Realkapital: Bestand an produzierten produktionsmittel, die für Produktion von Waren und Dienstleistungen verwendet werden
Natürliche Ressourcen: eingestzte Input, das von Natur bereitgestellt wird
Humankapital: Wissen und Fähigkeiten, die Arbeitskräfte durch Ausbildung erwerben
Technologisches Wissen: Wissen der Gesellschaft über die besten Wege zur Herstellung von Gütern
Welche Stattliche Politik kann Produktivität fördern
Auslandsinvestitionen
Investitionen in Humankapital (Ausbildung, Gesundheit etc.)
Forschung, Entwicklung
Eigentumsrechte
Finanzsystem
besteht aus Institutionen, die helfen, Ersparnisse Ersparnisse von Personen mit Investitionswünschen anderer Personen in Einklang zu bringen
kanalisiert knappe Ressourcen einer Volkswirtschaft von Sparern zu Schuldnern
Finanzmärkte
Finanzsituationen, durch die Sparer Mittel direkt an Schuldner weitergeben können
Anleihmarkt: Anleihen (Rentenpapiere oder Bonds) werden gehandelt
Aktienmärkte: es werden Eigentumsanteile an Aktiengesellschaften gehandelt
Finanzintermediäre
Finanzsituationen, durch die Sparer indirekt Mittel für Schuldner bereitstellen können.
Banken: zahlen Sparern Zinsen für die Einlage und nehmen höhere Zinsen für Vergabe von Krediten.
Tausch und Wertaufbewahrungsfunktion des Geldes
Investmentgesellschaften: Institutionen, die Nateilsscheine ausgeben und Einnahmen verwenden um ein Portfolio aus Aktien und Anleihen zu kaufen
Kreditmarkt
Markt auf dem diejenigen, die Sparen möchten, Muttel anbiten.
Und diejenigen die Investiern wollen Mittel nachfragen