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WTO

  • Welthandelsorganisation (World Trade Organization
  • 1995 gegründet, um Fragen der internationalen Wirtschafts und Handelsordnung global zu regeln
  • 164 Mitgliedsländer (stetig steigend)
  • Zweck der Regulierung:
    • Protektionistische Maßnahmen eindämmen
    • Ungleichbehandlung zwischen Staaten unterbinden
    • Ungewissheit und Unberechenbarkeit des internationalen Handels reduzieren

Grundprinzipien der WTO

  • Meistbegünstigung (Artikel 1 GATT)
  • Inländerprinzip (Artikel 3 GATT)
  • Transparenz
  • Liberalisierung/Abbau von Handelshemmnissen
  • Gegenseitigkeit

Aufbau und Aufgaben der WTO

Die Aufgaben der WTO lassen sich in drei Säulen darstellen:

  • Forum für Verhandlungen zwischen ihren Mitgliedern über den Abbau von Handelshemmnissen
  • Überwachung der WTO-Abkommen sowie der nationalen Handelspolitiken der WTO Mitglieder
  • Streitschlichtung im Falle der Verletzung von WTO Abkommen.

Zwischenfazit WTO

  • Regionale Präferenzabkommen „gefährden“ die weltwirtschaftliche Bedeutung der WTO
  • Die Abkommen führen zur Diskriminierung in der Handelspolitik und können zu wachsenden Konflikten führen
  • WTO muss sich erneuern/benötigt Reformen

Faktorausstattungen

Eigenschaft von Ländern welchem Umfang ist das Land mit welchen Faktoren ausgestattet?

Beispiel: Wenn K/L > K*/L*, dann ist das Inland (K/L) relativ gut mitdem Faktor Kapital (K) im Vergleich zum Ausland (K*/L*) ausgestattet.

Das Ausland ist dann entsprechend mit dem Faktor Arbeit (L) besserausgestattet.

Faktorintensität

Produktionstechnologie bei der Herstellung von Gütern.

Beispiel:

Die Produktion von Gut x kann im Vergleich zur Produktion von Gut y relativ kapitalintensiv sein, wenn bei gegebenen Löhnen und Zinsen (Faktorentlohnungen) mehr Kapital pro Arbeitseinheit notwendig ist, als bei der Produktion von Gut y. Entsprechend ist die Produktion von Gut y relativ arbeitsintensiver als die von Gut x.

Heckscher Ohlin Theorem

Das Heckscher Ohlin Theorem (auch HOS Modell) besagt, dass ein Land bei dem Gut einen komparativen Vorteil hat (und wird es bei Aufnahme von Außenhandel exportieren), das den im Land relativ reichlich vorhandenen Faktor intensiv einsetzt.Das Modell ist Kernbestandteil moderner Außenwirtschaftstheorie und erklärt, warum Länder Güter einer Branche exportieren und im Gegenzug Güter einer anderen Branche importieren.

Annahmen des klassischen HOS Modells

  • 2x2x2 Modell:
    • Es wird von 2 Gütern (x und y), 2 Faktoren (Kapitel und Arbeit) und 2 Ländern (Inland und Ausland) ausgegangen. Wesentliche Ergebnisse bleiben bei einer Erweiterung des Modells enthalten, vorausgesetzt die Anzahl von Gütern und Faktoren ist gleich.
  • Faktormärkte:
    • Beide Länder haben unterschiedliche relative Faktorausstattungen.
    • Das Faktorangebot ist unelastisch.
    • Faktorwanderungen zwischen den Ländern sind ausgeschlossen, während diese innerhalb eines Landes zwischen beiden Sektoren auftreten können
    • Es herrscht vollkommener Wettbewerb.
    • Im Gleichgewicht werden alle Produktionsfaktoren eingesetzt.
  • Produktion:
    • Eine Umkehr von Faktorintensitäten bei Änderung des Faktorpreisverhältnisses ist ausgeschlossen.
    • Beide Länder verwenden identische Technologien mit konstantenSkalenerträgen.
    • Unternehmen verfügen über keinerlei Marktmacht vollkommener Wettbewerb) und erwirtschaften ökonomische Nullgewinne
  • Nachfrage:
    • Haushalte sind Eigner beider Faktoren und ihr Einkommen besteht aus dem Faktoreinkommen (Summe aus Arbeits und Kapitaleinkommen).
    • Konsumenten in beiden Ländern haben identische Präferenzen.

Relative Faktorausstattung und Handelsmuster (Abbildung)

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Drei Merkmale der relativen Kostenkurve

  1. Es handelt sich um eine technologische Beziehung, die nur unter der Annahme konstanter Skalenerträge gültig ist. Ihre Steigung hängt von der relativen Faktorintensität und der Faktorsubstituierbarkeit ab.
  2. Ist für beide Länder anwendbar. Jedes Land befindet sich irgendwo auf der relativen Kostenkurve.
  3. Wenn beide Güter in einem Land produziert werden, dann müssen die relativen Preise der Güter den relativen Kosten entsprechen.

Faktorpreisausgleich

Faktorausgleichstheorem:Wenn im Gleichgewicht bei friktionslosem Handel jedes Land beide Güter produziert, so werden in beiden Ländern die gleichen absoluten Faktorpreise herrschen.

 

Eine Implikation des Faktorpreisausgleichstheorems besteht darin, dass Außenhandel ein Substitut für die fehlende internationale Faktormobilität darstellen kann.

Implikationen des Faktorpreisausgleichstheorems

  • Was würde passieren, wenn die Faktoren international mobil wären?
  • Kapital und Arbeit würden jeweils dorthin wandern, wo sie eine höhere Entlohnung erhalten.
  • Kapital aus dem kapitalreichen Land, in dem es aufgrund der relativ hohen Verfügbarkeit nur knapp entlohnt wird, in das arbeitsreiche Land fließen, da es dort wertvoller ist.
  • Bei perfekter Mobilität bestünde für die Faktoren solange ein Anreiz zur Migration, bis die Entlohnung in beiden Ländern gleich ist.
  • Diese Angleichung der Faktorpreise kann jedoch auch durch friktionslosen Außenhandel erreicht werden , die eine Wanderung der Faktoren unnötig macht.

Gültigkeit des Heckscher Ohlin Theorems?

  • Heckscher Ohlin Theorem
    • Vorhergesagte Richtung des Handels stimmt häufig nicht.
    • Gründe: Technologieunterschiede zwischen den Ländern (werden in Annahmen des HOS Modells ausgeschlossen).
  • Faktorpreisausgleichstheorems
    • Einerseits gibt es eine Tendenz zur Annäherung, andererseits immer noch drastische  Unterschiede in den Löhnen zwischen den Industrieländern und den Entwicklungs und Schwellenländern.
    • Gründe: Technologieunterschiede und Unterschiede im Ausbildungsgrad der Arbeitnehmer.

Kernbotschaften

  • Der komparative Kostenvorteil ergibt sich im HOS Modell aus der relativen Faktorausstattung eines Landes.
  • Das Heckscher Ohlin Theorem besagt, dass ein Land bei dem Gut einen komparativen Vorteil hat, das denjenigen Faktor intensiv nutzt, mit dem das Land relativ reichlich ausgestattet ist.
  • Außenhandel kann ein Substitut für Faktormobilität darstellen.
  • Nach dem Faktorpreisausgleichstheorem führt Außenhandel im HOS Modell zur vollständigen Angleichung der Faktorpreise, solange jedes der Länder auch nach Aufnahme des Handels beide Güter herstellt.
  • Die empirische Analyse zeigt, dass Faktorausstattungsunterschiede zwar einen Einfluss auf das Handelsmuster haben, dass Technologieunterschiede aber mindestens ebenso bedeutsam sind.
  • Die Aussagen des unmodifizierten HOS Modells zumHandelsmuster und zum Faktorpreisausgleich treffen empirisch daher nur eingeschränkt zu.